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Lehrveranstaltungen Sommersemester 2009

Vorlesung: Geschichte der Kunst VI - Das 20. Jahrhundert

Prof. Dr. Norbert Schneider

Beschreibung:
In dieser Vorlesung geht es um die Darstellung der Geschichte der Kunstentwicklung zwischen ca. 1880 und 1940. Der zeitliche Rahmen spannt sich also von der ersten öffentlichen Beachtung des französischen Impressionismus bis zum Höhepunkt der surrealistischen Bewegung. Behandelt werden nicht nur alle mehr oder weniger zur Abstraktion und Formautonomie tendierenden avantgardistischen Richtungen (neben den genannten: Pointillismus, Fauvismus, Expressionismus, Dadaismus, Kubismus, Konstruktivismus, De Stijl, Abstraction - création usw.), sondern auch die gegenständlich orientierten Strömungen wie die der Neuen Sachlichkeit oder der politisch engagierten bzw. sozialkritischen Kunst (ASSO, mexikanischer Muralismus u. a.). Die Darstellung konzentriert sich vorwiegend auf die Gattungen der Malerei und Plastik, bezieht aber auch Aspekte der modernen Architektur und des Design ein. Die sozial- und mentalitätsgeschichtlich angelegte Vorlesung will nicht die üblichen Klischees zu den Richtungen der modernen Kunst reproduzieren, sondern sucht die Ansprüche und Intentionen der Künstler durch eine kontextbezogene Analyse ausgewählter Werke kritisch zu rekonstruieren.

Literaturhinweise:
Argan, Giulio Carlo: Die Kunst des 20. Jahrhunderts 1880-1940. Berlin 1977 u. ö. (Propyläen Kunstgeschichte, Bd. 12)
Chipp, Herschel B., Hg.: Theories of Modern Art. A Source Book by Artists and Critics. Berkeley/Los Angeles 1968 u. ö.
Haftmann, Werner: Malerei im 20. Jahrhundert. München 1954 u. ö., 2 Bde.
Hamilton, George Heard: Painting and Sculpture in Europe 1880-1940. New Haven/London 1993 (Pelican History of Art)
Held, Jutta/Norbert Schneider: Sozialgeschichte der Malerei vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Köln 1993 (3. Aufl. 2004)
Hess, Walter, Hg.: Dokumente zum Verständnis der modernen Malerei. Hamburg (später: Reinbek) 1956 u. ö.
Hofmann, Werner: Grundlagen der modernen Kunst. Stuttgart 1966 u. ö.
Hofmann, Werner: Die Moderne im Rückspiegel. Hauptwege der Kunstgeschichte. München 1998
Leinz, Gottlieb: Die Malerei des 20. Jahrhunderts. Freiburg/Basel/Wien 1987 (darin auch „Bibliographie“ S. 374-377)
Richter, Horst: Geschichte der Malerei im 20. Jahrhundert. Köln 1974 (7., ergänzte Aufl. 1988)
Schneede, Uwe M.: Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert. Von den Avantgarden bis zur Gegenwart. München 2001 (2. Aufl. 2002)

Empfehlenswertes Nachschlagewerk:
Chilvers, Ian: Dictionary of 20th-Century Art. Oxford/New York 1999


Proseminar BK II: Malerei in der DDR

Dr. Anna Greve

Beschreibung:

Zwischen 1945 und 1990 wurde die Malerei sowohl in der DDR als auch in der BRD entscheidend durch die politischen Machtverhältnisse geprägt. Einerseits wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Hoffnungen und Erwartungen an eine zukünftige Gesellschaft in den Werken formuliert, andererseits diente die Kunst als Beweis für die Richtigkeit der eigenen politischen Überzeugung. Subjektive Einstellungen und offizielle Ansprüche waren aufs engste verzahnt. Das soziale System der Künste in der SBZ und DDR wurde maßgeblich von dem Konzept des Sozialistischen Realismus, der staatlichen Kulturpolitik und der Positionierung zur westlichen Kunst bestimmt. Neben der Reflektion des zumeist ideologisch aufgeladenen Umgangs mit dieser Thematik der jüngsten deutschen Vergangenheit ist es das vornehmliche Ziel des Seminars, anhand einzelner Werke schriftliche Bildbeschreibung intensiv zu üben. Der inhaltliche Schwerpunkt wird auf den Werken der so genannten Leipziger Schule (Bernhard Heisig, Wolfgang Mathäuer und Werner Tübke) liegen.
Parallel zu diesem Seminar wird der Grafiker und Fotograf am Institut, Christoph Engel, einen Workshop zur Gestaltung eines Readers mit den im Seminar erarbeiteten Bildbeschreibungen anbieten.

Literatur zur Einführung:

  • Ausst. Kat. 1995: Kunst in Deutschland 1945-1995. Beitrag deutscher Künstler aus Mittel- und Osteuropa. Museum Ostdeutsche Galerie. Regensburg 1995
  • Ausst. Kat. 2003: Kunst in der DDR: eine Retrospektive der Nationalgalerie. Staatliche Museen zu Berlin – Nationalgalerie. Berlin 2003
  • Martin Damus: Malerei der DDR. Funktionen der bildenden Kunst im Realen Sozialismus. Hamburg 1991
  • Ulrike Goeschen: Vom sozialistischen Realismus zur Kunst im Sozialismus: die Rezeption der Moderne in Kunst und Kunstwissenschaft der DDR. Dissertation. Berlin 2001
  • Hermann Raum: Bildende Kunst in der DDR: die andere Moderne. Werke, Tendenzen, Bildendes. Berlin 2000
  • Karl-Siegbert Rehberg und Paul Kaiser (Hg.): Abstraktion im Staatssozialismus: Feindsetzungen und Freiräume im Kunstsystem der DDR. Weimar 2003

Hauptseminar BK II: Amerikanische Malerei nach 1945

Prof. Dr. Norbert Schneider

Literatur (zur ersten Orientierung):

  • Ausstellungskatalog „Amerikanische Kunst im 20. Jahrhundert. Malerei und Plastik. 1913-1993“ (Berlin, Martin-Gropius-Bau u.a.). München 1993
  • Chilvers, Ian: Dictionary of 20th-Century Art. Oxford/New York 1999
  • Claus, Jürgen: Kunst heute. Personen – Analysen – Dokumente. Frankfurt/Berlin 1984
  • Elderfield, John, Hg: American Art of the 1960s. New York 1991 (= Ausst.-Kat. Museum of Modern Art, New York)
  • Harrison, Charles /Paul Wood, Hg.: Kunsttheorie im 20. Jahrhundert. Ostfildern-Ruit 1998, 2 Bde.
  • Kerber, Bernhard: Amerikanische Kunst seit 1945. Ihre theoretischen Grundlagen. Stuttgart 1971
  • Langmuir, Erika /Norbert Lynton: The Yale Dictionary of Art and Artists. New Haven, Conn. 2000
  • Osborne, Harold, Hg: The Oxford Companion to Twentieh-Century Art. Oxford 1992
  • Reißer, Ulrich / Norbert Wolf: Kunstepochen Bd. 12: 20 Jahrhundert II. Stuttgart 2002 (Reclams UB 18179)
  • Richter, Horst: Malerei der sechziger Jahre. Köln 1990
  • Rose, Barbara: Amerikas Weg zur modernen Kunst. Köln 1969
  • Thomas, Karin, Hg.: DuMonts Kunstlexikon des 20. Jahrhunderts. 2. Aufl. Köln 2006
  • Thomas, Karin: Bis heute. Stilgeschichte der bildenden Kunst im 20. Jahrhundert. 12. Aufl. Köln 2004
  • Vogt, Paul: Meisterwerke moderner Malerei. Gütersloh 1981

Proseminar BK I: Michelangelo als Bildhauer

Prof. Dr. Norbert Schneider

Literatur (zur ersten Orientierung):

  • Brauchitsch, Boris von: Michelangelo. Frankfurt/M. 2009 (Suhrkamp Basis-Biographien, 39) (z.Zt. noch nicht erschienen)
  • Einem, Herbert von: Michelangelo. Bildhauer, Maler, Baumeister. Berlin 1973
  • Goldscheider, Ludwig: Michelangelo. Gemälde, Skulpturen, Architekturen. Köln 1954
  • Grimm, Herman: Michelangelo. Sein Leben in Geschichte und Kultur seiner zeit, der Blütezeit der Kunst in Florenz und Rom. Berlin 1949 (Erstausgabe Hannover 1860 ff., 2 Teile)
  • Hartt, Frederick: Michelangelo. The complete sculpture. New York 1976
  • Hibbard, Howard: Michelangelo. 2. Aufl. Cambridge 1985
  • Koch, Heinrich: Michelangelo in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 17. Aufl. 2001 (rowohlts monographien, 124)

Hauptseminar BK II: Jugendstil

Prof. Dr. Ulrich Schulze

Beschreibung:
Lexikoneinträge bezeichnen den Jugendstil als eine um die Jahrhundertwende verbreitete Stilrichtung, die in Deutschland nach der seit 1896 in München erscheinenden Zeitschrift Jugend und der neuen Art der grafischen Gestaltung benannt wurde; in Frankreich hat man den Begriff Art Nouveau und in England Liberty oder – hier taucht der Begriff das erste Mal auf - Modern Style. Man könnte, ohne die hier ins Kalkül zu nehmende Rezeptionsgeschichte zu vernachlässigen, von einem Durchbruch sprechen in Hinblick auf eine Moderne, deren Schlagworte Abstraktion, Rhythmus, Serie lauten könnten, die aber auch mit dem Begriff der Sachlichkeit gut gekennzeichnet ist.
Es gibt historische Zusammenhänge: Historismus, Industrialisierung, die Weltausstellungen. Der Symbolismus sowie die japanische Farbholzschnitte spielen eine wichtige Rolle. In England sind es Ruskin und vor allem Morris, der aus den kunstgewerblichen Aktivitäten der Präraffaeliten die Arts und Crafts-Bewegung entwickelt. Anstelle guter Bilder sah man jetzt den Schwerpunkt künstlerischen Schaffens in der Architektur und in den sog. Nützlichen Künsten.

Man sagt, typisch für den Jugendstil seien stilisierte florale und geometrische Ornamente. Aber was sagt das schon? Ich glaube, das Wesentliche an diesem Pänomen ist die Bewegung, sein über sich Hinausweisen. Deshalb werden wir in diesem Seminar auch nicht an den „typischen“ Jugendstilwerken kleben bleiben, sondern die Entwicklung von Toulouse-Lautrec oder vom frühen van de Velde bis hin zum modernen Sachplakat bzw. zum Deutschen Werkbund (DWB) verfolgen. Die Werkbundausstellung in Köln 1914 bildet gleichsam das vorläufige Ende und den Höhepunkt einer Entwicklung, die mit dem Jugendstil beginnt und den Boden bereitet für das Bauhaus.

Literatur:

Aubry, Francoise: „Art et indutrie au temps de l'Art Nouveau“ In: Leblanc, Claire (Hg.): Art et industrie: les arts decoratifs en Belgique au XIXe siecle. Brüssel 2004, S. 106 – 114.
Bauer, Roger u.a. (Hg.): Fin de Siècle. Zu Literatur und Kunst der Jahrhundertwende. Frankfurt/M. 1977.
Baumann, Cornelia, Losse, Vera (Hg.): Heinrich Vogeler und der Jugendstil. Ausst.-Kat. Barkenhoff-Stiftung Worpswede. Köln 1997.
Beyer, Andreas, Burdorf, Dieter (Hg.): Jugendstil und Kulturkritik. Zur Literatur und Kunst um 1900. Heidelberg 1999.
Bloom Hiesinger, Kathryn (Hg.): Die Meister des Münchner Jugendstils. München 1988.
Bott, Gerhard (Hg.): Von Morris zum Bauhaus. Eine Kunst gegründet auf Einfach heit. Hanau 1977.
Bott, Gerhard: Jugendstil in Darmstadt um 1900. Darmstadt 1962.
Breicha, Otto: Gustav Klimt: die goldene Pforte: Werk, Wesen, Wirkung: Bilder und Schriften zu Leben und Werk. Salzburg 1985.
Breuer, Gerda (Hg.): Arts and Crafts. Von Morris bis Mackintosh. Reformbewegung zwischen Kunstgewerbe und Sozialutopie. Darmstadt 1994.
Breuer, Gerda (Hg.): Ästhetik der schönen Genügsamkeit oder Arts and Crafts als Lebensform. Programmatische Texte. Braunschweig/Wiesbaden 1998.
Buddensieg, Tilmann: Peter Behrens. Umbautes Licht (Ausst.kat.). München 1990.
Buder, Stanley: Visionaries and planners: the garden city movement and the modern community.
NY 1990.
Champigneulle, Bernard: Jugendstil. Art Nouveau. Gütersloh o. J. (ca. 1976).
Clark, Robert Judson: Joseph Maria Olbrich and Vienna (Diss.). Princeton 1974.
Cremona, Italo: Die Zeit des Jugendstils. München, Wien 1966.
Crippa, Maria Antonietta: “Antoni Gaudi e l'architettura della chiesa cristiana” In: Palladio.
14(28):89-114, 2001.
Fahr-Becker, Gabriele: Jugendstil. Köln 2004.
Fahr-Becker, Gabriele: Wiener Werkstätte 1903-1932. Köln 1994.
Fenz, Werner (Hg.): Kolo Moser: internationaler Jugendstil und Wiener Sezession. Salzburg 1976.
Greenhalgh, Paul (Hg.): Art Nouveau 1890-1914. London 2000.
Günther, Sonja: Interieurs um 1900. Bernhard Pankok, Bruno Paul und Riechard Riemerschmid als Mitarbeiter der Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk. München 1971.
Guerrand, Roger-Henri: L'art nouveau en Europe. Paris 1965.
Hamann, Richard, Hermand, Jost: Stilkunst um 1900. Berlin 1959.
Heiko, Peter, Iezzi, Caterina, Ulmer, Renate (Hg.): Joseph Maria Olbrich: Secession Wien, Mathildenhöhe Darmstadt: Ausstellungsarchitektur um 1900 (Ausst.kat.). München 2006.
Heller, C.B.: “Joseph Maria Olbrich” In: Weltkunst München, 1984, 54 (1), 36-37.
Hermand, Jost (Hg.): Jugendstil. Darmstadt 1971.
Hofmann, Werner: Von der Nachahmung zur Erfindung der Wirklichkeit. Die schöpferische Befreiung der Kunst 1890-1917. Köln 1970.
Hofstätter, Hans: Geschichte der europäischen Jugendstilmalerei. Ein Entwurf. Köln 1963.
Joppien, Rüdiger: Louis C. Tiffany - Meisterwerke des amerikanischen Jugendstils. Ausst.-Kat. Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Köln 1999.
Kapfinger, Otto: “Olbrich’s dream of the temple of art.” In: Secession: the Vienna Secession from temple of art to exhibition hall. NY 1997, S. 86 – 107.
Kemp, Wolfgang: John Ruskin – Leben und Werk. München 1983.
Kruft, Hanno Walther: „Darmstadt, Mathildenhöhe. Ausstellung: Joseph Maria Olbrich 1867-1908“ In: Pantheon, München, 1984, 55-56.
Latham, Ian: Joseph Maria Olbrich. NY 1980.
Livingstone, Karen (Hg.): International Arts and Crafts.
London 2005.
Loyer, François: Jugendstil in Katalonien. Köln 1997.
Neiß, Herta: Wiener Werkstätte. Zwischen Mythos und wirtschaftlicher Realität. Wien, Köln,  Weimar 2004.
Ogata, Amy: Art Nouveau and the Social Vision of Modern Living. Belgian Artists in a European Context.
Cambridge 2001.
Ottomeyer, Hans (Hg.): Wege in die Moderne. Jugendstil in München 1896 bis 1914. Kassel 1996.
Pasquali, Dino: „Joseph Maria Olbrich“ In: Terzo Occhio 26 (2), 13-14, 2000.
Pevsner, Nikolaus: Wegbereiter moderner Formgebung von Morris bis Gropius. Köln 1983 (Neuausgabe des 1957 bei Rohwolt, Hamburg erschienen Werkes).
Prelovsek, Damian: Josef Plecnik 1872-1957: architectura perennis. Salzburg, Wien, 1992.
Prelovsek, Damian: Josef Plecnik; Wiener Arbeiten von 1896 bis 1914. Wien 1979.
Rathke, Ewald: Jugendstil. Mannheim 1958.
Rheims, Maurice: Kunst um 1900. Wien, München 1965.
Richard Riemerschmid. Vom Jugendstil zum Werkbund. Werke und Dokumente. Ausstellungkatalog (Münchner Stadtmuseum). München 1983.
Sama, Antonio: “Historia versus Natura: arquitectura y literatura en la obra de Gaudi: los candelabros de Barcelona” In: Goya.
(310):35-48, 2006.
Schlieker, Andrea: Theoretische Grundlagen der „Arts and Crafts“-Bewegung. Untersuchungen zu den Schriften von A. W. N. Pugin, J. Ruskin, W. Morris, C. Dresser, W. R. Lethaby und C. R. Ashbee. Diss. Bonn 1986
Schmalenbach, Fritz: Jugendstil. Ein Beitrag zu Theorie und Geschichte der Flächenkunst. Würzburg 1934 (Nachdruck: Bern 1981).
Schmutzler, Robert: Art Nouveau, Jugendstil, 2. Aufl., Stuttgart 1977.
Fahr-Becker, Gabriele: Jugendstil, Köln 2004.
Schmutzler, Robert: Art Nouveau, Jugendstil. Stuttgart 21977.
Schollmeier, Axel: Gartenstädte in Deutschland. Städtebauliche Entwicklung und Architektur zu Beginn des 20. Jh.s. Münster 1990.
Schulz-Hoffmann, Carla: Simplicissimus. Eine satirische Zeitschrift 1896 – 1944 (Ausst.kat.). München 1978.
Seling, Helmut (Hg.): Jugendstil. Der Weg ins 20. Jahrhundert. Heidelberg, München 1959.
Selle, Gert: Jugendstil und Kunstindustrie. Zur Ökonomie und Ästhetik des Kunstgewerbes um 1900. Ravensburg 1974.
Selz, Peter, Constantine, Mildred (Hg.): Art Nouveau.
Art and Design at the Turn of the Century. Ausst.-Kat. The Museum of Modern Art, New York. New York 1959.
Sembach, Klaus-Jürgen: Henry van de Velde. Stuttgart 1989.
Sembach, Klaus-Jürgen: Jugendstil. Die Utopie der Versöhnung. Köln 1990.
Silverman, Debora: Art Nouveau in Fin-de-Siècle France. Politics, Psychology, and Style. Berkeley 1989.
Sternberger, Dolf: Über Jugendstil. Frankfurt 1977.
Sterner, Gabriele: Jugendstil. Kunstformen zwischen Individualismus und Massengesellschaft. Köln 1975.
Tschudi Madsen, Stefan: Jugendstil. Europäische Kunst der Jahrhundertwende. München 1967.
Ulmer, Renate: Art nouveau. Symbolismus und Jugendstil in Frankreich. Stuttgart 1999.
Ulmer, Renate: Jugendstil in Darmstadt. Darmstadt 1997.
Valena, Tomas: “Jenseits der Manifeste: der Fall Josef Plecnik“ In: Valena, Tomas (Hg.): Prager Architektur und die europäische Moderne. Berlin 2006, S. 39 – 52.
Vybiral, Jindrich: “Die Wurzeln des Lorbeers: Anfänge und Quellen des architektonischen Schaffens von Joseph Maria Olbrich.“ In: Umeni 48 (6), 2000.
Wahl, Volker (Hg.): Henry van de Velde in Weimar. Dokumente und Berichte zur Förderung von Kunsthandwerk und Industrie 1902 bis 1915. Köln, Wien 2006.
Weisser, Michael: Im Stil der „Jugend“. Die Münchner Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben und ihr Einfluß auf die Stilkunst der Jahrhundertwende. Frankfurt/M. 1979.

 

 

Proseminar BK II: Französische Malerei des 19. Jahrhunderts

Prof. Dr. Ulrich Schulze

Beschreibung:
Es gibt unterschiedliche Definitionen des Begriffs der Moderne in der Kunst. Versuchen wir es für die Malerei des 19. Jahrhunderts einmal mit der Kunst am Beginn der Moderne, hat doch die Malerei zwischen 1780 und 1880 ganz entscheidende Transformationen durchgemacht. Hundert Jahre umgreifen die Zeit von der Ablösung des klassischen Kunstsystems bis zum Anfang der Avantgarde-Bewegungen.

Wir beginnen das Seminar mit der Kunst der Revolution: Davids Der Tod des Marat gilt als eine der Ikonen der Moderne. Weder der Salon noch die Akademie blieben von den Auswirkungen der Revolution verschont. Es folgt das sog. Empire, die Kunst im Zeitalter Napoleons, mit den berühmeten historischen Inszenierungen und den Schlachtenbildern etwa eines Antoine-Jean Baron Gros, dann die Zeit der Restauration. Mit Pierre Paul Prud’hon beginnt bereits in der napoleonischen Ära die Romantik in Frankreich, die Maler entdecken das Traumhafte, Unheimliche oder Grauenhafte. Théodore Géricault und Eugène Delacroix  sind die Hauptvertreter der französischen Romantik. Géricault greift mit seinem berühmtesten Bild Das Floß der Medusa ein Ereignis der jüngsten Vergangenheit auf. Delacroix antwortet mit der Dantebarke und dem Massaker von Chios oder, wie Gros bemerkte, dem Massaker der Malerei. Der Ankauf des Bildes durch das Musée du Luxembourg markiert in der Kunstgeschichte gemeinhin den Durchbruch der Romantik.

Jean Auguste Dominique Ingres, bedeutendster Schüler Davids, ist durch das Künstlervorbild Raffael entscheidend geprägt. Sein Frauenbild ist ohne dessen Madonnen nicht denkbar. Er wurde in der Zeit gleichsam als Antipode Delacroixs begriffen, der, eher linksliberal, mit seinem Bild Die Freiheit führt das Volk an, einer Barrikadenszene der Juli-Revolution von 1830, den Inbegriff des revolutionären Bildes schuf.

Der Realismus der 1850er Jahre wendet sich gegen den Klassizismus eher der eigenen Gegenwart zu, das Historienbild wird von den Realisten, allen voran Gustave Courbet, zugunsten anderer Gattungen aufgegeben - Charles Baudelaires Forderung nach einer „Peinture de la vie moderne". Émile Zola, Stendhal oder auch Marcel Proust fördern als Kunstkritiker das Kunstinteresse ihrer Zeit, die Pariser Salons galten als große gesellschaftliche Ereignisse. Wir sind in der Zeit Napoleons III. angelangt, auch der Zeit Edouard Manets, des Malers der durch den Baron Haussmann umgestalteten modernen Großstadt Paris - Plätze, Boulevards, Parks – Das Frühstück im Grünen - und Cafés - Bar in den Folies Bergères.

Die von der Akademie gesteuerte Kunstpolitik der Salons, welche die hohen Gattungen begünstigte, führte schließlich zu den insgesamt acht Ausstellungen der Impressionisten zwischen 1874 und 1886 außerhalb des Salons, auf die wir am Ende des Seminars einen Blick werfen wollen.

Es ist sicherlich nicht einfach, eine so lange und innovative Zeit in einem Proseminra abzubilden. Wir wollen das versuchen, indem wir in Einzelwerkbetrachtungen den jeweiligen Kontext mit ins Kalkül nehmen, die gesellschaftlichen Veränderungen mit den künstlerischen Neuerungen ins Verhältnis setzen.

Literatur:

I.       Historienmalerei

Abrams, Ann Uhry: The Valiant Hero. Benjamin West and Grand-Style History Painting. Washington 1985.
Bailey, Colin B. (Hg.): Les amours des Dieux – La peinture mythologique de Watteau à David (Ausst.kat.). Paris 1991.
Bann, Stephen: The clothing of Clio: A study in the representation of history in nineteenth-century Britain and France. Cambridge 1984.
Beck, Herbert u.a. (Hg.): Ideal und Wirklichkeit der bildenden Kunst in der Malerei des späten 18. Jh.s. Berlin 1984.
Boime, Albert: The Academy and French Painting in the 19th century. New Haven, London 1986.
Borde, Philippe: Le Serment du Jeu de Paume de Jacques-Louis David, le peintre, son milieu et son temps de 1789 à 1792. Notes et documents des Musées de France, Bd. 8. Paris 1983.
Bryson, Norman: Word and image: French painting of the Ancién Regime. Cambridge 1983.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild. Die Krise der Kunst im 18. Jh. Und die Geburt der Moderne. München 1993.
Cannon-Brookes, Peter (Hg.): The Painted Word: British History Painting: 1750 – 1830 (Ausst.kat.). London 1991.
Cassagne, Albert: La théorie de l’art pour l’art en France. Paris 1959.
Crow, Thomas E.: Painters and public life in 18th century Paris. New Haven, London 1985.
Dobai, Johannes: Die Kunstliteratur des Klassizismus und der Romantik in England. Bern 1974 – 77, 4 Bde.
Eitner, Lorenz: Gericault: His life and work. London 1983.
Fried, Michael: Absorption and theatricality. Painting and beholder in the age of Diderot. Berkeley 1980.
Ganz, Peter, Mosebruch, Martin, Meier, Niklaus, Warnke, Martin (Hg.): Kunst und Kunsttheorie: 1400 – 1900. Wiesbaden 1991.
Garms, Jörg: „Machine, Composition und Histoire in der frz. Kritik um 1750“ In: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft, 16/1971, S. 27 – 42.
Germer, Stefan: Historizität und Autonomie: Studien zu Wandbildern im Frankreich des 19. Jh.s. Hildesheim 1988.
Guffey, E.: „Reconstructing the limits of propaganda: Pierre-Paul Prud'hon and the art of Napoleon's remarriage” In: Visual Resources. 16(3):259-274, 2000.
Hager, Werner: Das geschichtliche Ereignisbild. Beitrag zu einer Typologie des weltlichen Geschichtsbildes bis zur Aufklärung. München 1939.
Hager, Werner: Geschichte in Bildern. Studien zur Historienmalerei des 19. Jh.s. Zürich und New York 1989.
Haskell, Francis: History and its Images. Art and the interpretation of the Past. New Haven und London 1993.
Herbert, Robert: „Baron Gros's Napoleon and Voltaire's Henri IV” In: Haskell, Francis (Hg.): The artist and the writer in France, essays in honour of Jean Seznec. Oxford 1974, S. 52-75.
Kirchner, Thomas: L’expression des passions. Ausdruck als Darstellungsproblem in der frz. Kunst und Kunsttheorie des 17. und 18. Jh.s. Mainz 1991.
Knabe, Peter-Eckhard: Schlüsselbegriffe des kunsttheoretischen Denkens in Frankreich von der Spätklassik bis zum Ende der Aufklärung. Düsseldorf 1972.
Kohle, Hubertus: Ut pictura poiesis non erit. Denis Diderots Kunstbegriff. Hildesheim und New York 1989.
Kruft, Hanno Walther: „David’s Marat“ In: Burlington Magazine. CXXVI/973 (Apr 1984) 237.
Loyrette, Henri: “La peinture d’histoire” In: Impressionisme. Les origins 1859 – 1869 (Ausst.kat.). Paris 1994, S. 28 – 53.
Mai, Ekkehardt (Hg.): Triumph und Tod des Helden. Europäische Historienmalerei von Rubens bis Manet (Ausst.kat.). Köln 1987 – 88.
Mainardi, Patricia: „The Death of History Painting in France, 1867“ In: Gazette des Beaux-Arts, 124/1982, S. 219 – 226.
Maisel, Martin: “Pictorial engagements: Byron, Delacroix, Ford Madox Brown” In: Studies in Romanticism. XXVII/4 (winter 1988) S. 579-603.
Parsons, Christopher, Ward, Martha: A bibliography of Salon criticism in Second Empire Paris. Cambridge 1986.
Pevsner, Nikolaus: Academies of Art. Past and Present. Cambridge 1940.
Pochat, Götz: Geschichte der Ästhetik und Kunsttheorie. Von der Antike bis ins 19. Jh. Köln 1986.
Rosenblum, Robert: Transformations in Late 18th-Century Art. Princeton 1967.
Rosenthal, Donald A.: „Gericault's Raft of the Medusa and Caravaggio” In: Burlington Magazine. CXX/909 (Dec 1978) 838-841.
Rubin, James H.: „Delacroix's Dante and Virgil as a romantic manifesto: politics and theory in the early 1820s” In: Art Journal. 52(2):48-58, 1993.
Schoch, Rainer: Das Herrscherbild in der Malerei des 19. Jhs.s. München 1975.
Siefert, Elge: Themen aus Homers Ilias in der Französischen Kunst (1750 – 1831). München 1988.
Song, Misook: Art Theories of Charles Blanc. 1813 – 1882. Michigan 1984.
Stadler, Peter: Geschichtsschreibung und historisches Denken in Frankreich 1789 – 1871. Zürich 1958.
Stolpe, Elmar: Klassizismus und Krieg. Über den Historienmaler Jacques-Louis David. FfM, Ny 1985.
Vaugham, William (Hg.): Jacques-Louis David's Marat. Cambridge 2000.
Wappenschmidt, Heinz: Allegorie, Symbol und Historienbild im späten 19. Jh. Zum Problem von Schein und Sein. München 1984.
Wilson, John Montgomery: The Painting oft he Passions in Theory, Practice and Criticism in Late 18th Century France. London, NY 1981.
Wind, Edgar: “The Revolution of History Painting” In: Journal of the Warburg and Cortauld Institutes. 2/1938-39, S. 116 – 127.
Zerner, Henri: „Raphael, Ingres, and Romanticism” In: Hamoud, Sambucco (Hg.): Studi su Raffaello: atti del Congresso internazionale di studi, Urbino-Firenze, 6-14 aprile 1984. Urbino 1987, S. 695-701.
Ziesener-Eigel, Jutta: Das Historienbild des 18. Und frühen 19. Jh.s in Frankreich. Zur Entwicklung eines neueren Geschichtsverständnisses. Köln 1982.

II.     Impressionismus

Beck, R.: „Von der Romantik bis zum Impressionismus“ In: Weltkunst München. 1978; 48(21): 2448.
Broude, Norma (Hg.): Impressionismus: eine internationale Kunstbewegung 1860-1920. Köln 1990.
Davis, Bruce: „Manet's two portraits of Charles Baudelaire” In: Print Collector's Newsletter. XIV/2 (May-June 1983) 47-48.
Feist, Peter H.: „Waldfrieden und Bilderstreit: Barbizon und der Weg zum Impressionismus“ In: Niederdeutsche Beitrage zur Kunstgeschichte. 34:182-208, 1995.
Fonsmark, A. B.: „The absinthe drinker and Manet's picture-making” In: Copenhagen Papers in the History of Art. 11 (1987) 76-92.
Haus, A.: „Impressionismus. Industrialisierung des Sehens.“ In: Forma et subtilitas. Festschrift für Wolfgang Schöne. Berlin, NY 1986, S. 254-268.
Haus, Andreas, Schlink, Wilhelm: Impressionismus, Industrialisierung des Sehens. Berlin 1986.
Hopp, Gisela: Edouard Manet. Farbe und Bildgestalt. Berlin 1968.
Kitschen, Frederike: „Moderner sehen: vom Impressionismus ins 20. Jahrhundert“ In: Kunstchronik, 54(4):163-169, 2001.
Körner, Hans: Edouard Manet. Dandy, Flaneur, Maler. München 1996.
Kramer, Kolja: „Eine Dreiecksbeziehung für den französischen Impressionismus: die Impressionisten-Ausstellung 1903 in der Wiener Secession“ In: Belvedere (Wien). 7(2):48-65, 2001.
Leuteritz, Albrecht: „Zwei Etappen auf dem Wege von der normativen Ästhetik zur Wirkästhetik und zur Theorie von der 'Poesie des Kunstwerks'; Simon-Theodore Jouffroy und Charles Baudelaire“ In: Drost, Wolfgang, Leuteritz, Albrecht (Hg.): Festschrift für Georg Scheja zum 70. Geburtstag. Sigmaringen 1975, S. 203-212.
Ludwig, H.: „Über die Schwelle zum Impressionismus“ In: Weltkunst München. 1980; 50(1): 26-28.
Metken, G.: „Malerei des Schönen Scheins. 100 Jahre Impressionismus in Paris“ In: Weltkunst. 1974; 44(20A): S. 1801.
Müllerschön, Bernd, Maier, Thomas: Die Maler von der Schule von Barbizon: Wegbereiter des Impressionismus: mit Biografien und Werkbeschreibungen von 70 Künstlern. Stuttgart 2002.
Palmbach, Barbara: Paris und der Impressionismus: die Großstadt als Impuls für neue Wahrnehmungsformen und Ausdrucksmöglichkeiten in der Malerei. Weimar 2001.
Roos, Jane M.: „Within the "zone of silence": Monet and Manet in 1878” In: Art History. XI/3 (Sept 1988) 374-407.
Smith, Paul: Impressionismus. Köln 1995.
Tiefensee, Wolfgang (u. a.): Corot bis Monet: von Barbizon zum Impressionismus. Schenkung Buhler-Brockhaus an das Museum der bildenden Künste Leipzig zur Eröffnung des Museumneubaus im Jahr 2004 (Ausst.kat). Dillinigen 2003.
Walther, Ingo F. (Hg.): Malerei des Impressionismus 1860-1920: Band 1: der Impressionismus in Frankreich: Band 2: der Impressionismus in Europa und Nordamerika. Köln 1992.
Ziegler, Hendrik: „"L'art philosophique" de Charles Baudelaire: genese et mutation d'un paradigme des ecrits sur l'art en France entre 1855 et 1878“ In: Fleckner, Uwe, Geahtgens, Thomas: De Grunewald a Menzel: l'image de l'art allemand en France au XIXe siecle. Paris 2003, S. 143 – 166.

 

Hauptseminar BK II: Kirchenbau in Rom (1500 - 1600)

Prof. Dr. Jürgen Krüger

Beschreibung:
Das 16. Jahrhundert  stellt für den Kirchenbau eine wichtige Epoche dar, in der entscheidende Entwicklungen eingeleitet wurden. Rom als Hauptsitz des Katholizismus spielt darin eine wichtige Rolle, auch wenn viele Entscheidungen anderswo gefällt wurden (1517 Reformation).
In dem Seminar soll die stadtrömische Entwicklung untersucht werden. Es geht um Kirchenbauten im Gesamten, um Kapellen und Ausstattungsfragen.
Fremdsprachenkenntnisse (basic, v.a. englisch, italienisch) sind erwünscht.

Themen(vorschläge):

  • S. Maria dell’Anima
  • S. Maria del Popolo, Bau
  • S. Maria del Popolo, Chigi-Kapelle
  • S. Pietro in Montorio, Bramantekapelle
  • S. Maria sopra Minerva, Hauptchorkapelle (mit Papstgräbern)
  • Grabmonument Papst Julius’ II.
  • Il Gesù (Bau)
  • S. Stefano rotondo, Neuausstattung
  • SS. Nereo ed Achilleo, Restaurierung
  • S. Susanna (Fassade)
  • S. Luigi de’ Francesi, Kapelle mit Caravaggio-Fresken
  • Chiesa Nuova, Altarbilder von Rubens

Literatur zur Einführung:
Buchowiecki: Handbuch der Kirchen Rom; 4 Bde. (Inst.+)
Ausst.kat. Hochrenaissance im Vatikan
Ausst.kat. Barock im Vatikan

Hauptseminar BK II: Architektur im Exil 1933 - 1945

PD Dr. Martin Papenbrock

Beschreibung:
Die Geschichte der Architekten, die in den Jahren zwischen 1933 und 1945 das nationalsozialistische Deutschland und die von Deutschland besetzten Länder verließen und ins Exil gingen, ist bis heute nicht umfassend dokumentiert. Während die Exilbiographien der prominenten Architekten wie Walter Gropius, Erich Mendelsohn oder Ludwig Mies van der Rohe inzwischen bestens bearbeitet sind und gute Dokumentation über die Exilarchitektur in einzelnen Exilländern wie Großbritannien, den USA, Palästina oder der Türkei vorliegen, fehlt es nach wie vor an Überblicksdarstellungen, die auch die unbekannten Architekten und die kleinen und exotischen Exilorte in den Blick nehmen.
Das Sudienprojekt „Architekten im Exil 1933-1945“, das im Wintersemester 2002/03 am Institut für Kunstgeschichte der Universität Karlsruhe (TH) begonnen wurde, hat sich die Aufgabe gestellt, diese Lücken zu schließen. Im Rahmen des Projekts entsteht ein illustriertes biographisches Lexikon zur Architektur im Exil, das die Exilbiographien und die Exilprojekte der während des Nationalsozialismus aus Deutschland emigrierten Architekten verzeichnet. Seit 2003 ist dieses Projekt als Internetdokumentation online verfügbar. Das Ziel des Seminars ist es, diese Dokumentation zu ergänzen und zu vervollständigen und die bereits publizierten Inhalte redaktionell zu überarbeiten.
Von allen TeilnehmerInnen wird die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit und zum Erbringen einer mündlichen und schriftlichen Studienleistung erwartet.


Literatur zur Einführung:

  • Bernd Nicolai: “Architektur”, in: Handbuch der deutschsprachigen Emigration 1933-1945. Hg. von Claus-Dieter Krohn, Patrik von zur Mühlen, Gerhard Paul und Lutz Winckler. Darmstadt 1998, S. 691-703.
  • Bernd Nicolai (Hg.): Architektur und Exil. Kulturtransfer und architektonische Emigration 1930 bis 1950. Trier 2003.
  • Architekten im Exil 1933-1945


Proseminar BK II: Das Bauhaus

PD Dr. Martin Papenbrock

Beschreibung:
Die Produkte des Bauhauses zählen heute zu den Ikonen der Moderne. Im Seminar wird es um die ästhetischen Neuerungen im Bereich des Designs und der Architektur gehen, die vom Bauhaus ausgingen, aber auch um die politischen Voraussetzungen, um die kunsttheoretischen und pädagogischen Konzeptionen des Bauhauses und und insgesamt um das Verhältnis von Kunst, Architektur, Handwerk und Industrie im frühen 20. Jahrhundert.

Literatur zur Einführung:

  • Hans M. Wingler: Das Bauhaus 1919-1933. Weimar, Dessau, Berlin und die Nachfolge in Chicago seit 1937. Köln 1968.
  • Rainer Wick: Bauhaus-Pädagogik. Köln 1982. – Magdalena Droste: Bauhaus 1919-1933. Köln 1993.

Literaturauswahl:

50 Jahre New Bauhaus. Bauhausnachfolge in Chicago. Berlin 1987.

Bauhaus in Berlin. Bauten und Projekte. Berlin 1995.

Bauhaus Dessau, Chicago New York. Ausst.-Kat. Essen (Museum Folkwang). Köln 2000.

Bauhaus Weimar. Werkstattarbeiten 1919-1924. Leipzig 1966.

Das Bauhaus und die Esoterik. Johannes Itten, Wassily Kandinsky, Paul Klee. Ausst.-Kat. Hamm (Gustav-Lübcke-Museum). Hg. von Christoph Wagner. Bielefeld, Leipzig 2005.

Bauhäusler in Ulm. Grundlehre an der HfG 1953-1955. Ausst.-Kat. Ulm (Archiv der Hochschule für Gestaltung). Ulm 1993.

Bauhaus-Möbel. Eine Legende wird besichtigt. Ausst.-Kat. Berlin (Bauhaus-Archiv). Berlin 2002.

Bauhausstil. Zwischen International Style und Lifestyle. Ausst.-Kat. Dessau (Stiftung Bauhaus). Hg. von Regina Bittner. Berlin 2003.

Theo van Doesburg: Grundbegriffe der neuen gestanltenden Kunst. München 1924 (= Bauhaus-Bücher, 6).

Magdalena Droste: Bauhaus 1919-1933. Köln 1993.

Jeannine Fiedler, Peter Feierabend (Hg.): Bauhaus. Köln 1999.

Albert Gleizes: Kubismus. München 1928 (= Bauhaus-Bücher, 13).

Gabriele Diana Grawe: Call for Action. Mitglieder des Bauhauses in Nordamerika. Weimar 2002.

Walter Gropius: Internationale Architektur. München 1925 (= Bauhaus-Bücher, 1).

Walter Gropius: Neue Arbeiten der Bauhaus-Werkstätten. München 1925 (= Bauhaus-Bücher, 7).

Walter Gropius: Bauhaus-Bauten Dessau. München 1927 (= Bauhaus-Bücher, 12).

Wassily Kandinsky: Punkt und Linie zur Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente. München 1926 (= Bauhaus-Bücher, 9).

Paul Klee: Pädagogisches Skizzenbuch. München 1925 (= Bauhaus-Bücher, 2).

Paul Klee. Lehrer am Bauhaus. Ausst.-Kat. Bremen (Kunsthalle). Hg. von Wulf Herzogenrath. Bremen 2003.

Kasimir Malewitsch: Die gegenstandslose Welt. München 1927 (= Bauhaus-Bücher, 11).

Die Metallwerkstatt am Bauhaus. Ausst.-Kat. Berlin (Bauhaus-Archiv). Berlin 32005.

Adolf Meyer: Ein Versuchshaus des Bauhauses in Weimar. München 1925 (= Bauhaus-Bücher, 3).

Laszlo Moholy-Nagy: Malerei. Fotografie. Film. München 1925 (= Bauhaus-Bücher, 8).

Laszlo Moholy-Nagy: Vom Material zur Architektur. München 1929 (= Bauhaus-Bücher, 14).

Piet Mondrian: Neue Gestaltung. Neoplastizismus. Nieuwe Beelding. Eschwege 1925 (= Bauhaus-Bücher, 5).

Winfried Nerdinger (Hg.): Bauhaus-Moderne im Nationalsozialismus. Zwischen Anbiederung und Verfolgung. München 1993.

Jan Peter Oud: Holländische Architektur. München 1926 (= Bauhaus-Bücher, 10).

Oskar Schlemmer: Die Bühne im Bauhaus. Berlin 1925 (= Bauhaus-Bücher, 4).

Annette Seemann: Aus Weimar in alle Welt. Die Bauhausmeister und ihre Wirkung. Leipzig 2009.

Hellmut Th. Seemann, Thorsten Valk (Hg.): Klassik und Avantgarde. Das Bauhaus in Weimar 1919-1925. Göttingen 2009.

René Spitz: HfG Ulm. Der Blick hinter den Vordergrund. Die politische Geschichte der Hochschule für Gestaltung 1953-1968. Stuttgart 2002.

Rainer Wick: Bauhaus. Kunstschule der Moderne. Ostfildern-Ruit 2000. (Erw. Neuausgabe, urspr. Bauhaus-Pädagogik. Köln 1982).

Hans M. Wingler: Das Bauhaus 1919-1933. Weimar, Dessau, Berlin und die Nachfolge in Chicago seit 1937. Köln 1968 ff.

 

Proseminar BK I: Von Cimabue bis Ghirlandaio - Große Freskenzyklen in Italien

Prof. Dr. Ulrich Schulze

Beschreibung:
Leon Battista Albertis definiert in seinem Traktat über die Malerei von 1436 den Begiff der historia. Sein Paradebeispiel ist Giottos Navicella. Diese Bild, das wir im Seminar genauer untersuchen werden, ist allerdings kaum in unserem heutigen Sinne als reines Historienbild anzusprechen, Alberti meint hier nicht viel mehr als den erzählerischen Zusammenhang in einer bildlichen Darstellung. Allerdings begründet er die Bedeutung der Historie in der Kunst im Rückgriff auf die antike Rhetorik und die Affektenlehre., denn eine gute historia vermöge beim Betrachter eine der Handlung entsprechende Wirkung auszulösen, das Bild sei nicht mehr nur Abbild der Wirklichkeit, sondern vielmehr auf den Betrachter hin ausgerichtet.

Damit wären wir bei der Rezeptionsästhetik. Alberti hat andererseits deutlich herausgestrichen, daß der Maler von Historien ein über den Gebrauch des Zünftischen herausgehendes historisches wie literarisches Wissen benötige, das ihn gleichsam aus dem Handwerkerstand heraus adele. Hieraus folgte für ihn eine Rangordnung der Gattungen, wenn auch noch kein zusammenhängendes System aller Bildgattungen, das erst im Laufe der nächsten Maler- und Theoretikergenerationen mit den Disziplinen Historie, Porträt, Genre, Landschaft und Stilleben genauer definiert werden sollte.

Was genau versteht man nun unter Historienmalerei? Ist es die Darstellung geschichtlicher Ereignisse, vergangener oder gegenwärtiger Ereignisse, sind es die Staatsbesuche, die Friedensschlüsse oder die Schlachten? Sind es die biblischen Geschichten oder die der Heiligen? Ist es Mythologie, wie sie von den antiken Schriftstellern überliefert wurde oder handelt es sich bei der historia um das allegorische Bild? Auf jeden Fall gilt es, einen Zusammenhang um einer bestimmten, oft politischen Funktion willen mit Figuren „zu erzählen“. D.h. es gibt immer ein Ereignis, einen dahinterstehenden Text, ohne den das Bild nicht zu verstehen wäre. Daß ein Bild, bevor es ein Schlachtroß darstelle, eine Fläche mit Farben in einer Ordnung sei (Maurice Denis), hätte Alberti nicht verstanden.

Man könnte die Historienmalerei, wie Gaethgens und Fleckner das in ihrem im Reimer-Verlag erschienen Texteband getan haben, vom 15. bis zu ihrem Niedergang im 19. Jahrhundert betrachten. Das werden wir in einem anderen Seminar auch tun. Hier soll es erst einmal darum gehen, die Begrifflichkeiten zu klären und die Bilder anzuschauen, aus denen Alberti sie entwickelt hat: Die großen Einzelwerke und Bildzyklen des 13. bis 15. Jahrhunderts: Cimabue, Giotto, Simone Martini, Andrea da Firenze, Bonamico Buffalmacco, Taddeo Gaddi, Ambrogio Lorenzetti, Brunelleschi/Ghiberti, Masaccio, Donatello, Piero della Francesca, Frau Angelico, Paolo Ucello, Benozzo Gozzoli, Domenico Ghirlandaio, Filippo Lippi.

Literatur:
Ackerman, J. S.: “On Reading 'Style'” in: Social Research, 1978, 1153ff.

Baxandall, Michael: „Kunst, Gesellschaft und das Bouguer-Prinzip“ in: Freibeuter 33, 1987.

Baxandall, Michael: Die Wirklichkeit der Bilder. Malerei und Erfahrung im Italien des 15. Jh.s. FfM 1977.

Baxandall, Michael: Giotto And the Orators: Humanist Observers of Painting in Italy And the Discovery of Pictorial Composition, 1350-1450. Oxford 1971.

Bellosi, Luciano: Buffalmacco e il Trionfo della morte. Turin 1974.

Bellosi, Luciano: Giotto. Das Gesamtwerk. München 1981.

Belting , Hans (Hg.): Malerei und Stadtkultur in der Dantezeit: Die Argumentation der Bilder. München 1989.

Belting, Hans: Die Oberkirche von San Francesco in Assisi. Ihre Dekoration als Aufgabe und die Genese einer neuen Wandmalerei. Berlin 1977.

Blume, Dieter: „Ordenskonkurrenz und Bildpolitik. Franziskanische Programme nach dem theoretischen Armutsstreit“ in: Belting , Hans (Hg.): Malerei und Stadtkultur in der Dantezeit: Die Argumentation der Bilder. München 1989, S. 149-170.

Blunt, Anthony: Kunsttheorie in Italien. 1450 – 1600. München 1984.

Brandi, C.:  Il Palazzo Pubblico di Siena. Siena 1983.

Davidsohn, Robert: Geschichte von Florenz, Bd. 4. 3, Berlin 1908.

Eberle, M.: Individuum und Landschaft. Zur Entstehung und Entwicklung der Landschaftsmalerei. Gießen 1980.

Edgerton, S. Y. Jr.: Pictures and Punishment. Art and Criminal Prosecution During the Florentine Renaissance. Ithaca 1985.

Esmeijer, A. C.: L'albero della vita di Taddeo Gaddi. Florenz 1986.

Feldges-Henning, Uta: “The Pictorial Program of the Sala della Pace: A New Interpretation” in: Journal of the Warburg and Courtaulds Institutes 35, 1972, 145-62, 157.

Frangenberg, Thomas: Der Betrachter. Studien zur florentinischen Kunstliteratur des 16. Jh.s. Berlin 1990.

Fuhrmann, Manfred: Das systematische Lehrbuch; ein Beitrag zur Geschichte der Wissenschaften in der Antike. Göttingen 1960, 41ff.

Gaehtgens, Thomas W., Fleckner, Uwe (Hg.): Historienmalerei. Berlin 1996.

Gardner, J.: “Andrea Di Bonaiuto and the chapterhouse frescoes in Santa Maria Novella” in: Art History London 2, 1979, S. 107ff.

Giles, K. A.: The Strozzi Chapel in Santa Maria Novella. New York 1977.

Greenstein, Jack M.: “Alberti on Historia: A Renaissance View of the Structure of Significance in Narrative Painting” In: Viator. Medieval and Renaissance Studies, 21/1990, S. 273 – 299.

Greenstein, Jack M.: Mantegna and Painting as Historical Narrative. Chicago, London 1992.

Haussherr, Reiner: Convenevolezza. Historische Angemessenheit in der Darstellung von Kostüm und Schauplatz seit der Spätantike bis ins 16. Jh. Mainz 1984.

Imdahl, Max: Giotto. Arenafresken ; Ikonographie, Ikonologie, Ikonik. München 1980. (mit älterer Literatur)

Kablitz, Andreas: „Jenseitige Kunst oder Gott als Bildhauer. Die Reliefs in Dantes Purgatorio (Purg. X-XII)“ in: Kablitz, Andreas, Neumann, Gerhard (Hg.): Mimesis und Simulation. Freiburg, 1998, S. 309-56.

Kauffmann, Georg: „Sprache und Bildende Kunst in der Renaissance“ In: Buck, August (Hg.): Die Rezeption der Antike. Zum Problem der Kontinuität zwischen Mittelalter und Renaissance. Hamburg 1981, S. 237 – 279.

Kemp, Wolfgang: „Zum Programm von Stefaneschi-Altar und Navicella“ in: Zeitschrift für Kunstgeschichte 30, 1967, S. 309ff.

Knape, Joachim: Historie in Mittelalter und früher Neuzeit. Begriffs- und gattungsgeschichtliche Untersuchungen im interdisziplinären Kontext. Baden-Baden 1984.

Köhren-Jansen, H.: Giottos Navicella: Bildtradition, Deutung, Rezeptionsgeschichte (Römische Studien der Bibliotheca Hertziana, Bd. 8). Rom 1993.

Körte, W.: „Die früheste Wiederholung nach Giottos Navicella“ In: Oberrheinische Kunst 1942, S. 97ff.

Kuhn, Rudolf: „Albertis Lehre über die Komposition als die ‚Kunst‘ in der Malerei“ In: Archiv für Begriffsgeschichte, 28/1984, S. 123 – 178.

Ladis, Andrew: Taddeo Gaddi: Critical Reappraisal and Catalogue Raisonné. Columbia 1982.

Meiss, Millard: Painting in Florence and Siena after the Black Death. Princeton 1951.

Michels, Norbert: Bewegung zwischen Ethos und Pathos. Zur Wirkungsästhetik italienischer Kunsttheorie des 15. und 16. Jh.s. Münster 1988.

Müller Hofstede, Ulrike: „Malerei zwischen Dichtung und Skulptur – Albertis Theorie der Bilderfindung“ In: Wolfenbütteler Renaissance-Mitteilungen, 2/1994, S. 56 – 73.

Oertel, Robert: Der Triumph des Todes in Pisa. Berlin 1948.

Offner, R.:  A Critical and Historical Corpus of Florentine Painting, sect. IV. 2., 1960, S. 47ff and sect. IV. 1. 1962, 29ff.

Paeseler, W.: „ Giottos Navicella und ihr spätantikes Vorbild“ In: Römisches Jahrbuch für Kunstgeschichte 5, 1941, S. 49-162.

Panofsky, Erwin: Idea. Ein Beitrag zur Geschichte der älteren Kunsttheorie. Berlin 1985 (5. Aufl.).

Patz, Kristine: „Zum Begriff der ‚Historia“ in Albertis ‚De Pictura‘“ In: Zeitschrift für Kunstgeschichte, 49/1986, S. 269 – 287.

Perrig, A.: „Formen der politischen Propaganda der Kommune von Siena in der ersten Trecento-Hälfte“ in: Clausbergm C. u. a. (Hg.): Bauwerk und Bildwerk im Hoch­mit­telalter. Gießen 1981, S. 213ff.

Pfeiffenberger, S.: The Iconology of Giotto's Virtues at Padua (Diss.). Michigan 1974.

Poeschke, J.: Die Wandmalereien von San Francesco in Assisi. München 1985

Poeschke, J.: Die Wandmalereien von San Francesco in Assisi. München 1985.

Polzer, Joseph: “Simone Martini's Guidoriccio Fresco: The Polemic Concerning its Origin Reviewed, and the Fresco Considered as Serving the Military Triumph of a Tuscan Commune” In:  RACAR, Revue d'art Canadienne-Canadian Art Review, XIV, 1987, 16-69.

Preisinger, Raphaéle: neue  Dissertation über Taddeo Gaddi.

Ramalli, Giuseppe (Hg.): Il Camposanto monumentale di Pisa: affreschi e sinopie. Pisa 1960.

Riklin, Alois: „Ambrogio Lorenzettis politische Summe“ in: Kleine politische Schriften, Band 3/96.

Romano, S.: “Due affreschi del Cappellone degli Spagnoli: problemi iconologici” in: Storia dell'Arte 28, 1976, S. 181ff.

Rubinstein, Nicolai: “Political Ideas in Sienese Art: the Frescoes of Ambrogio Lorenzetti und Taddeo di Bartolo in the Palazzo Pubblico” in: Journal of the Warburg and Courtaulds Institutes XXI, 1958, 179ff.

Ruf, G.: Das Grab des hl. Franziskus in Assisi. Freiburg 1981.

Schapiro, M.: “Field and Vehicle in Image Signs” in: Semiotica 1, 1967.

Schapiro, M.: Words and Pictures. On the Literal and the Symbolic in the Illustration of a Text. The Hague 1973.

Schlosser, Julius von: „Giusto’s Fresken in Padua und die Vorläufer der Stanza della Segnatura“ in: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses in Wien XVII, 1896, S. 31ff.

Schönau, D. W.: “A New Hypothesis on the Vele in the Lower Church of San Francesco in Assisi” in: Franziskanische Studien 67, 1985, S. 326 ff.

Skinner, Quentin: “A. Lorenzetti. The Artist as Political Philosopher” in: British Academy Proceedings. LXXII (1986) 1-56.

Starn, Randolph: “The Republican Regime of the 'Room of Peace' in Siena, 1338-1340” in: Representations 18, 1987, S. 1-32.

Starn, Randolph: Ambrogio Lorenzetti. The Palazzo Pubblico. New York 1994.

Supino, I. B.: Il Camposanto di Pisa. Florenz 1896.

Voßler,  K.: Die göttliche Komödie: Entwicklungsgeschichte und Erklärung, Bd. 1, Heidelberg 1907.

Yates, F. A.: The Art of Memory. London 1966.

 

Hauptseminar BK II: Die Kunst der Installation

PD Dr. Martin Schulz

Beschreibung:
Das Seminar wird sich in historischer wie systematischer Weise mit dem Phänomen der Installation beschäftigen. Ausgewählte Beispiele, aber auch theoretische Positionen von der Klassischen Moderne bis heute sollen kritisch vorgestellt und diskutiert werden.

Im Fokus wird insbesondere stehen, was spätestens seit Beginn der 1970er Jahre als „Ausstieg aus dem Bild“ bezeichnet wurde. Nicht zuletzt .hängt damit die Frage zusammen, wie die künstlerischen Werke, die mehr denn je von der subjektiven Perspektive der Betrachter abhängig und zudem sehr variabel sind, ästhetisch beurteilt werden können.
Dies war ein entscheidender Streitpunkt der Diskussionen in den 1960er Jahren, und ohne die Konsequenzen hieraus wäre ein guter Teil der Gegenwartskunst nicht denkbar.

Hauptseminar BK II: Geschichte der Karlsruher Kunstakademie II

Prof. Dr. Erika Rödiger-Diruf

Beschreibung:
Im WS 2008/09 wurde die Geschichte der Karlsruher Kunstakademie (Teil I) von ihrer Gründung 1854 bis zu ihrer vorläufigen kriegsbedingten Schließung 1944/45 nachgezeichnet. Es wurde auf ihr Profil vor allem als Landschafterschule eingegangen sowie auf ihre Hoch-Zeit insbesondre in den 1920er Jahren mit den Malern der Neuen Sachlichkeit (Georg Scholz, Wilhelm Schnarrenberger, Karl Hubbuch). Weitere bedeutende Künstler der Akademie wurden einer Betrachtung unterzogen wie Johann Wilhelm Schirmer, Hans Thoma, Ferdinand Keller, Wilhelm Trübner und Christoph Voll.

Im SS 2009 folgt nun der zweite Teil der Geschichte der Karlsruher Kunstakademie ab 1947 bis in die Gegenwart. Es geht um die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg, die zunächst Wiedergutmachung an einst verfemten Künstlern mit sich bringt wie Karl Hubbuch, Wilhelm Schnarrenberger und Erich Heckel. Das Profil der Akademie bleibt der Malerei und Gegenständlichkeit verpflichtet. Eine erste Zäsur ergibt sich 1955 durch die Berufung HAP Grieshabers und in den 1960er Jahren - im Hinblick auf abstrakte Tendenzen - mit der Berufung Georg Meistermanns und weiteren Künstlern wie Emil Schmacher. Bedeutende Bildhauer wie Wilhelm Loth sowie später auch O.H. Hajek bereichern das Angebot. In den 1970er und 80er Jahren sorgen Künstler wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Per Kirkeby für den internationalen Rang der Karlsruher Akademie als Malerakademie. Ein Generationenwechsel in den Reihen der Professoren setzt in den 1990er Jahren ein. Das Spektrum der Medienangebote weitet sich. Die Berufung der schweizer Künstlerin Sylvia Bächli ist die erste einer Frau seit 1854. Abgesehen von der Rekapitulation der neueren Geschichte der Karlsruher Kunstakademie sind Referate zu einer Reihe der Künstler vorgesehen sowie Besuche in den Akademie-Werkstätten sowie Dialoge mit einigen der Künstler in ihrem Atelier. Der genaueren Objekt/Bild-Beschreibung kommt in diesem Seminar eine besondere Bedeutung zu.