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Lehrveranstaltungen Sommersemester 2008

Proseminar BK II: Picasso. Plastische Arbeiten

PD Dr. Martin Papenbrock

Beschreibung:
Nicht nur in der Malerei, auch auf dem Gebiet der Plastik hat Picasso in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Entwicklungen der Avantgarde maßgeblich mitbestimmt. Seismographisch reagierte er auf die neuesten künstlerischen Entwicklungen und gehörte zu den ersten, die die Ideen des Kubismus und des Futurismus, des Konstruktivismus und des Surrealismus auf die Plastik übertrugen. Von den klassischen Bildhauern, aber auch von den bildhauernden Malern der klassischen Moderne unterschied er sich vor allem durch die Vielgestaltigkeit seines plastischen Werks. Im Seminar sollen wichtige Werkgruppen aus seinem plastischen Œuvre vorgestellt und im Kontext der historischen Avantgarden analysiert werden.

Literatur zur Einführung:

  • Giedion-Welcker, Carola: Plastik des 20. Jahrhunderts. Volumen und Raumgestaltung, Stuttgart 1955.
  • Hofmann, Werner: Die Plastik des 20. Jahrhunderts, Frankfurt 1958.
  • Feist, Peter H.: Figur und Objekt. Plastik im 20. Jahrhundert, Leipzig 1996.
  • Spies, Werner: Picasso. Das plastische Werk, 2. Aufl., Stuttgart 1983.

Proseminar BK II: Wir machen eine Ausstellung. Von der Konzeption bis zur Eröffnung I

Dr. Anna Greve

Beschreibung:
Im Zentrum der Veranstaltung stehen die praktischen Abläufe im heutigen Museumsbetrieb einerseits und die kritische Reflexion der entsprechenden materiellen und politischen Zwänge andererseits. Neben der Lektüre und Diskussion von Texten über das Ausstellen von Kunstwerken und die Aufgaben eines Kurators/einer Kuratorin soll jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer sich in einer spezifischen Rolle ausprobieren.

Am Anfang steht die Aufgabe, eine Ausstellung zum Thema „Das Fremde und das Eigene“ mit Reproduktionen von Werken aus der Kunsthalle Karlsruhe im Foyer des Gebäudes der Fakultät für Architektur durchzuführen. Dafür müssen zahlreiche Fragen geklärt werden, wie: Was ist Ziel der Ausstellung? Welche Werke kommen in Betracht? Wie kann ein roter Faden gestaltet werden? Anschließend simulieren wir über das ganze Semester einen Museumsbetrieb mit den Abteilungen Architektur, Grafik, Redaktion, Logistik, Presse, Marketing, Eröffnung. Sie bearbeiten Spezialfragen wie: Welche Textmengen und Schriftgrößen sind angemessen? Was ist bei dem Transport eines Kunstwerkes zu berücksichtigen? Wie schreibt man einen Pressetext? Wie kann ein Kunstwerk auf einer halben Seite erklärt werden? Wie soll die Eröffnung gestaltet werden? Wie kann die Umsetzung des Projektes finanziert werden? Dabei ist ein großes Maß an Eigeninitiative und Kreativität gefordert. Die Abteilungen sind dem Plenum, das die wissenschaftlichen Kuratoren darstellt, berichtspflichtig. Das Plenum wiederum vergibt die Aufgaben an die Abteilungen, stimmt Überschneidungen im Netzwerk ab und ist für die inhaltliche Qualität als Kollektiv verantwortlich. Für alle Teilnehmerinnen besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Textsorten zu verfassen: Presseerklärung, Werbebroschüre, Objektbeschriftung, Kapiteltext, Katalogartikel, Dokumentation. Ziel der Veranstaltung ist ein Bewusstsein für die Verzahnung von Theorie und Praxis des kunsthistorischen Arbeitens am Museum und eine erste Berufsorientierung in diesem Bereich.

Literatur zur Einführung:

  • Cuno, James (Hg.): Whose Muse? Art Museums and the Public Trust, Boston 2003.
  • Greub, Suzanne/Greub, Thierry (Hg.): Ausstellung Museen im 21. Jahrhundert: Ideen, Projekte, Bauten (2006-2009), Ausst.-Kat. K20K21, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Düsseldorf, München 2006.
  • Heid, Klaus/Jahn, Ruediger (Hg.): Transfer: Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft, Baden-Baden 2003.
  • Kritische Berichte 4/2005: „Museen im Umbruch“
  • Mai, Ekkehard (Hg.): Sammler, Stifter und Museen. Kunstförderung in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert, Köln 1993.
  • Wall, Tobias: Das unmögliche Museum. Zum Verhältnis von Kunst und Kunstmuseen der Gegenwart, Bielefeld 2006.
  • Weibel, Peter/Buddensieg, Andrea (Hg.): Contemporary art and the museum: a global perspective, Ostfildern 2007.
  • Zeiger, Mimi: Museen heute. Neue Häuser für die Kunst, München 2006.
  • www.globalartmuseum.de

Hauptseminar/ÄK: Probleme der Kunstsoziologie

Prof. Dr. Norbert Schneider

Literatur zur Einführung:

  • Held, Jutta/Schneider, Norbert: Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche – Institutionen – Problemfelder, Köln/Weimar/Wien 2007, S. 165-266.
  • Schneider, Norbert: „Kunst und Gesellschaft. Der sozialgeschichtliche Ansatz“, in: Hans Belting u. a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung,  6. Aufl., Berlin 2003, S. 267-295.
  • Schneider, Norbert: „Kunstsoziologie“, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter (KAb), Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt, Köln, Februar 2002, No. 2, S. 51-60.
  • Bürger, Peter: Seminar: Literatur- und Kunstsoziologie, Frankfurt/M. 1978.

1. Klassiker der Historischen Kunstsoziologie: Arnold Hauser und Frederick Antal

  • Arnold Hauser: Sozialgeschichte der Kunst und Literatur. München: Beck 1990 (ungekürzte Sonderausgabe in einem Band, 63.-70.Tsd.; die 1. Aufl. in 2 Bänden. erschien 1953)
  • Arnold Hauser: Soziologie der Kunst. München: Beck 1974
  • Frederick Antal: Die florentinische Malerei und ihr sozialer Hintergrund. Berlin: Henschel 1958 (zuerst engl. London: Kegan Paul 1947) 

2. Kunstsoziologie im Widerstreit von Positivismus und Kritischer Theorie:

      Alphons Silbermann versus Theodor W. Adorno

  • Alphons Silbermann: Empirische Kunstsoziologie. Stuttgart: Teubner 1986
  • Alphons Silbermann/ König, René, Hg.: Künstler und Gesellschaft. Opladen 1974 (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie; Sonderheft 17 )
  • Theodor W. Adorno: Ästhetische Theorie. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1970 u.ö.
  • Theodor W. Adorno: Thesen über Kunstsoziologie, in: Ders.: Ohne Leitbild. Parva Aesthetica. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1967, S. 168-192
  • Theodor W. Adorno: Resumé über Kulturindustrie, in: ebd., S. 60-70 

3. Auftraggeber und Mäzene

  • Peter Hirschfeld: Mäzene. Berlin: Deutscher Kunstverlag 1968
  • Francis Haskell: Maler und Auftraggeber. Kunst und Gesellschaft im italienischen Barock. Köln: DuMont 1996
  • Bernd Roeck: Mörder, Maler und Mäzene. Piero della Francescas „Geißelung“. Eine kunsthistorische Kriminalgeschichte. München: Beck 2006 

4. Zur sozialen Situation der Künstler im Mittelalter, in der Frühen Neuzeit und in der

     Moderne

  • Martin Wackernagel: Der Lebensraum des Künstlers in der florentinischen Renaissance. Leipzig: Seemann1938 u.ö.
  • Rudolf und Margot Wittkower: Künstler. Außenseiter der Gesellschaft. Stuttgart: Kohlhammer 1965 (auch Stuttgart: Klett-Cotta 1989)
  • Martin Warnke: Hofkünstler. 2. Aufl. Köln: DuMont 1996
  • Svetlana Alpers: Rembrandt als Unternehmer. Köln: DuMont 2003
  • Karla Fohrbeck/Andreas Wiesand: Der Künstler-Report. München/Wien: Hanser 1975
  • Anne-Marie Bonnet: Kunst der Moderne – Kunst der Gegenwart. Herausforderung und Chance. Köln: Deubner 2004
  • Renate Berger: Malerinnen auf dem Weg ins 20. Jahrhundert. Köln: DuMont 1982 

5.  Akademien als ästhetische Sozialisationsagenturen

  • Jutta Held: Französische Kunsttheorie und der absolutistische Staat. Berlin 2001, bes. S. 33 ff.
  • Manfred Altner: Dresden: Von der Königlichen Kunstakademie zur Hochschule für Bildende Künste (1764-1989). Dresden: Verlag der Kunst 1990
  • Andrea M. Kluxen: Die Geschichte der Kunstakademie in Nürnberg, in: Jahrbuch für fränlische Landesforschung 59, 1999, S. 167-207 

6. Die Kommerzialisierung der Kunst. Zur Rolle des Kunstmarkts

  • Susanne Kubersky-Piredda: Kunstwerke – Kunstwerte. Die Florentiner Maler der Renaissance und der Kunstmarkt ihrer Zeit. Norderstedt: Books on Demand 2005 (= phil. Diss. Köln 2001, 577 S.)
  • Michael North: Kunst und Kommerz im Goldenen Zeitalter. Köln: Böhlau 1992
  • John Michael Montias: Art and Auction in 17th Century Amsterdam. Amsterdam: Univ. Press 2002 

7.  Gewaltsame Aneignung von Kunst als Mittel von Politik und Kunstpolitik

  • Wilhelm Treue: Kunstraub. Über die Schicksale von Kunstwerken in Krieg, Revolution und Frieden. Düsseldorf: Droste 1957
  • Paul Wescher: Kunstraub unter Napoleon. 2. Aufl. Berlin: Mann 1979
  • Gabriele Anderl: Kunstraub unterm Hakenkreuz. Düsseldorf: Artemis und Winkler 2006 

8. Die Kunstkritik als publizistisches Organ der Kunstvermittlung

  • Albert Dresdner: Die Entstehung der Kunstkritik im Zusammenhang der Geschichte des europäischen Kunstlebens. München: Bruckmann 1968
  • Michael Bringmann: Friedrich Pecht (1814-1903). Maßstäbe der deutschen Kunstkritik zwischen 1850 und 1900. Berlin: Mann 1982 

9. Das Ausstellungswesen als normbildendes System (Museen und Kunstvereine)

  • James J. Sheehan: Geschichte des deutschen Kunstmuseums. Von der fürstlichen Kunstkammer zur modernen Sammlung. München: Beck 2002
  • York Langenstein: Der Münchner Kunstverein im 19. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Entwickluzng des Kunstmarkts und des Ausstellungswesens. München: UNI-Druck 1983 (331 S.)
  • Carsten Sternberg: Die Geschichte des Karlsruher Kunstvereins. Diss.phil.  Karlsruhe 1977 (217 S.)

 

 

 

10. Soziale Formen der Kunstrezeption

 

  • Sophie Reinhardt: Tizian in England. Zur Kunstrezeption am Hof Karls I. Frankfurt/M.: Lang 1999
  • Pierre Bourdieu: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1970 u.ö.
  • Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1982
  • Hans-Joachim Klein, Hg.: Kunst-Rezeption. Kühle Annäherung an ein heißes Thema. Kalrlsruhe: Institut für Soziologie 1992 (133 S.)

Proseminar BK I: Deutsche Malerei der Spätgotik

Prof. Dr. Norbert Schneider

Literatur zur Einführung:

  • Bialostocki, Jan (Hg.): Spätmittelalter und beginnende Neuzeit, Berlin 1972 (Propyläen Kunstgeschichte).
  • Budde, Rainer: Köln und seine Maler 1300-1500, Köln 1985.
  • Förster, Otto H.: Die Kölner Malerei von Meister Wilhelm bis Stephan Lochner, Köln 1923.
  • Held, Jutta/Schneider, Norbert: Sozialgeschichte der Malerei vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert, Köln 1993, 4. Aufl. 2006, S. 36 ff.
  • Musper, Heinrich Theodor: Altdeutsche Malerei, Köln 1970.
  • Pächt, Otto: „Zur deutschen Bildauffassung der Spätgotik und Renaissance“, in: Alte und Neue Kunst. Wiener kunstwissenschaftliche Blätter 1, 1952, S. 70 ff.
  • Pilz, Wolfgang: Das Triptychon als Kompositions- und Erzählform in der deutschen Tafelmalerei von den Anfängen bis zur Dürerzeit, München 1970.
  • Pinder, Wilhelm: Vom Wesen und Werden deutscher Formen, Bd. 2: Die Kunst der ersten Bürgerzeit bis zur Mitte des 15. Jh., Leipzig 1937 u. ö.
  • Stange, Alfred: Altdeutsche Malerei des 14. bis 16. Jh., Köln 1950.
  • Ullmann, Ernst (Hg.): Geschichte der deutschen Kunst 1350-1470, Leipzig 1981.
  • Ullmann, Ernst (Hg.): Geschichte der deutschen Kunst 1470-1550, Leipzig 1985.
  • Aust.-Kat. Herbst des Mittelaters. Spätgotik in Köln und am Niederrhein, Köln 1970.

Literatur zu den Künstlern:

Hans Baldung gen. Grien

  • Gert von der Osten: Hans Baldung Grien. Gemälde und Dokumente / Berlin: Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, 1983.
  • Ausst.-Kat. Hans Baldung Grien in Freiburg. Freiburg 2001
  • Sibylle Weber am Bach: Hans Baldung Grien (1484/85 - 1545). Marienbilder in der Reformation. Regensburg: Schnell & Steiner, 2006 

Hans Burgkmair

·        Tilman Falk: Hans Burgkmair und einige Aspekte "deutscher Renaissance" In: Kunstchronik, 21,1968, 411 f.

·        Tilman Falk: Hans Burgkmair. Studien zu Leben und Werk des Augsburger Malers. München: Bruckmann 1968

·        Frank Jakupski Der Maler Hans Burgkmair d.Ä. Bochum, 1984. (= Bochum, Univ., Diss., 1984)

·        Kat. Alte Pinakothek Erläuterungen zu den ausgestellten Gemälden. München. München: 1983, S 122 ff.

 Matthias Grünewald

  • Horst Ziermann (unter Mitarb. v. Erika Beissel); Matthias Grünewald. München: Prestel 2001 (Lizenzausgabe in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt)
  • Ausst.-Kat. Grünewald und seine Zeit. Karlsruhe 2007 (München/Berlin: Deutscher Kunstverlag 2007)

 Hans Holbein d.Ä.

  • Tilman Falk: Notizen zur Augsburger Malerwerkstatt des älteren Holbein. In: Zeitschrift des deutschen Vereins für Kunstwissenschaft 30, 1976, S. 20
  • Christian Beutler/Gunther Thiem: Hans Holbein d.Ä.. Die spätgotische Altar- und Glasmalerei Augsburg: Rösler 2001
  • Katharina Krause: Hans Holbein der Ältere. München: Deutscher Kunstverlag 2002

Konrad von Soest

  • Paul Pieper: Konrad von Soest und sein Kreis. Zu der Ausstellung des Dortrmunder Museums in Schloß Cappenberg. In: Kunstchronik 3, 1950, No.9, S. 146-149
  • Herbert Baum: Der Wildunger Altar des Konrad von Soest. Wildungen: Siebenberg 1979
  • Margarete Domscheit: Konrad von Soest. Dresden: Verlag der Kunst 1988

    Stefan Lochner
  • Rainer Budde: Köln und seine Maler 1350-1500. Köln: DuMont 1986
  • Julien Chapuis: Stefan Lochner: Image Making in Fifteenth-Century Cologne. Turnhout: Brepols 2004
  • Roland Krischel: Stefan Lochner: Die Muttergottes in der Rosenlaube. Leipzig: Seemann 2006

 Meister Bertram von Minden

  • Elizabeth Healy Dube: The Grabow Altar of Master Bertram von Minden. Ph.D. Diss Providence 1982
  • Christian Beutler: Meister Bertram. Der Hochaltar von St. Petri. Christliche Allegorie als protestantisches Ärgernis. Frankfurt/M.: Fischer1984

 Meister des Bartholomäus-Altars

  • Ausst.-Kat. Herbst des Mittelalters. Spätgotik in Köln und am Niederrhein. Köln 1970

Meister des Hausbuchs

  • Alfred Stange: Der Hausbuchmeister. Gesamtdarstellung und Katalog seiner gemälde, Kupferstiche und Zeihnungen. Baden-Baden: Heitz 1958
  • Ausst.-Kat. Vom Leben im Mittelalter. Der Hausbuchmeister oder Meister des Amsterdamer Kabinetts. Frankfurt/M. 1985

Meister des Marienaltars

  • Hans Martin Schmidt: Der Meister des Marienlebens und sein kreis. Studien zur spätgotischen Malerei in Köln. Düsseldorf: Schwann 1978

Meister des Tucher-Altars

·        Ausst.-Kat. Nürnberg 1350-1550. Kunst der Gotik und Renaissance. München 1986

·        Peter Strieder: Der Tucheraltar in der Nürnberger Frauenkirche. In: Die Kunst und das schöne Heim 48, 1949, S. 172-177

 Meister Francke

  • Theodor Rensing: Über die Herkunft des Meister Francke, in: Wallraf-Richatz-Jahrbuch 29, 1967
  • Ausst.-Kat. Meister Francke und die Kunst um 1400. Hamburg 1969
  • Helmut R. Leppien: Francke, Meister. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Begründet und mithrsg. von Günter Meißner. München: K. G. Saur 2004, Bd. 38

 Lucas Moser

  • Wilhelm Boeck: Lucas Moser, Der Magdalenenaltar in Tiefenbronn. Stuttgart Reclam1971 (Reclams Werkmonographien zur bildendne Kunst, Nr. 124)
  • Franz Heinzmann/Mathias Köhler: Der Magdalenenaltar des Lucas Moser in der gotischen Basilika Tiefenbronn. Regensburg: Schnell und Steiner 1994 (= Große Kunstführer; Bd. 195)

 Hans Multscher

·        Wilhelm Pinder: Die Kunst der ersten Bürgerzeit (1937). 3. Aufl. Köln: Seemann 1952,, S. 308 ff.

·        Manfred Tripps: Hans Multscher. Seine Ulmer Schaffenszeit 1427-1467. Diss. Heidelberg 1966/67. Weißenhorn: Konrad 1969

 Michael Pacher

·        Eberhard Hempel: Das Werk Michael Pachers. 6. Aufl.Wien: Schroll 1952

·        Nicolo Rasmo: Michael Pacher. München: Beck 1969

·        Peter Thurmann: Symbolsprache und Bildstruktur. Michael Pacher, der Trinitätsgedanke und die Schriften des Nikolaus von Kues. Frankfurt/Main u.a.: Lang 1987 (Bochumer Schriften zur Kunstgeschichte Bd. 9) (= Diss. phil Bochum 1985)

 Hans Pleydenwurff

  • Alfred Friese: Hans Pleydenwurff, 1430 - 1472 : Bildnis des Grafen Georg von Löwenstein, Domherr zu Bamberg und Würzburg (gest. 1464). In: Remigius Netzer. Hg.: Kunstwerke der Welt  aus dem öffentlichen bayerischen Kunstbesitz. München: Müller, 1960-1966. 2. , 1962, p. 64
  • Robert Suckale: Hans Pleydenwurff in Bamberg. In: Festschrift Gerd Zimmermann. Berichte des Historischen Vereins Bamberg 120, 1984, S. 423-438

 Martin Schongauer

·        Ausst.-Kat. Martin Schongauer und seine Zeit: Kupferstiche, Holzschnitte und Zeichnungen der Spätgotik aus dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Karlsruhe 1992

·        Stephan Kemperdick: Martin Schongauer. Eine Monographie. Petersberg: Imhof 2004

 Bernhard Strigel

  • Gertrud Otto: Bernhard Strigel. München/Berlin: Deutscher Kunstverlag 1964.
  • Kat. Alte Pinakothek München. Erläuterungen zu den ausgestellten Werken. München 1983, S.514 ff.

 Konrad Witz

  • Emil Maurer: Konrad Witz und die niederländische Malerei, in: Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte XVIII, 1958, S. 158 ff.
  • Uta Feldges-Henning: Werkstatt und Nachfolge des Konrad Witz. Ein Beitrag zur Geschichte der Basler Malerei des 15. Jh.  Basel: Werner & Bischoff 1968 (= Diss. phil. Basel 1968)
  • Marianne Barrucand: Le retable du mirroir du salut dans l’œuvre de Konrad Witz. Genf: Droz 1972

Hauptseminar BK II: Tizian, Tintoretto, Veronese - drei Maler in Venedig

Prof. Dr. Ulrich Schulze

Beschreibung:
Gegenstand dieses Hauptseminars sind die Werke der drei Hauptmeister des 16. Jahrhunderts in Venedig, vor allem die öffentlichen Aufträge der venezianischen Institutionen. D. h. es gilt den Besonderheiten des topographischen, historischen und gesellschaftlichen Umfeldes Venedig besondere Aufmerksamkeit. So gibt es sehr unterschiedliche Themen zu bearbeiten: Von der einzelnen Altartafel, etwa Tizians Hl. Laurentius oder seiner Assunta, bis hin zu Werken, die nicht nur auf den bereits vorhandenen architektonischen Kontext zu reagieren hatten, sondern auch auf bereits vorhandene Kunstwerke, im Falle der Pesaro-Madonna etwa die Konkurrenzsituation mit dem eigenen Werk. Bei Tintoretto gibt es in San Giorgio Maggiore eine typisch venezianische Auftragslage, ebenso, aber ganz anders geartet, in der Scuola San Rocco, während Veronese in San Sebastiano ebenfalls eine Art frühe Ausstellungshalle seines Werkes erarbeitet, gerät er auf der anderen Seite mit seinem Gastmahl in Friktionen mit der Inquisition. Alle drei Maler, wie auch ihre Vorgänger, arbeiten gemeinsam am Mythos der Stadt in den Historienbildern des Dogenpalastes. Vieles ist verloren, aber genug erhalten, um sich ein Bild zu machen von der gewaltigen Innovationskraft, die von dem steten Wettbewerb der Maler um den Vorrang in der Stadt ausging.

Literatur zur Einführung:

  • Sciré, Giovanna Nepi: Malerei in Venedig, München 2003.
  • Rosand, David: Painting in Cinquecento Venice. Titian, Veronese, Tintoretto, New Haven/London 1982.
  • Ausst.-Kat. The Genius of Venice 1500-1600, London, Royal Academy of Arts, 1983/84, hrsg. von Charles Hope und Jane Martineau, London 1983.
  • Ausst.-Kat. Le siècle de Titien, Paris, Grand Palais, 1993, Paris 1993.
  • Goffen, Rona: Piety and patronage in Renaissance Venice. Bellini, Titian, and the Franciscans, New Haven/London 1986.

Weiterführende Literatur

Hauptseminar BK II: Die Architektur der Renaissance in Italien

Prof. Dr. Ulrich Schulze

Beschreibung:
Während des Konstanzer Konzils, im Jahre 1414, entdeckte der Florentiner Humanist Poggio Bracciolini in der Bibliothek des Klosters Sankt Gallen eine Handschrift von Vitruvs „Zehn Bücher über Architektur“. Mit Bekanntwerden dieses Textes, vor allem in der Bearbeitung Albertis, kommt das anthropomorphe Modell ins Kalkül, die Proportionskonzepte werden entwickelt und eine neue Ordnung regelt Stellung und Zugang des Architekturbesitzers, Architekturbetrachters und Architekturbenutzers. Ein Code wird formuliert, bald kanonisiert, und es entsteht eine Reihe von Prototypen, die im 16. Jahrhundert, vor allem von Serlio, typisiert und hierarchisiert werden. All dies vollzieht sich im Übergang von kommunalen Regierungsformen zum Frühabsolutismus.

Im Zentrum stehen nach dem Vorspiel in Florenz und Mantua die Großbaustellen von St. Peter in Rom und des Escorial bei Madrid, Bauten, mit denen wichtige Refererenzen für das 17. und 18. Jahrhundert formuliert sind. Auf der anderen Seite sollen in diesem Hauptseminar wichtige Prototypen der Baugeschichte des Quattrocento und Cinquecento untersucht werden, eine ideale Reihe der Bauten und der Architekten, verbunden mit der stets wichtigen Frage nach dem stadtplanerischen Aspekt des Bauens.

Literatur zur Einführung:

  • Peter Murray: Architektur der Renaissance, Stuttgart 1975.

Weiterführende Literatur

Hauptseminar BK II: Kirchen in Karlsruhe

Prof. Dr. Jürgen Krüger

Beschreibung:
Karlsruhe besitzt viele Kirchen, jedoch sind sie selten gewürdigt worden. Sie reichen vom Mittelalter bis in die neueste Zeit. Der Schwerpunkt des Seminars wird bei den Kirchbauten der Moderne liegen.
Eine zuverlässige und vollständige Bibliografie ist Voraussetzung, nicht Gegenstand des Seminars. Archivarbeiten sind möglicherweise notwendig.
Ziel des Seminars ist zunächst die Anfertigung einer genauen Objektbeschreibung. Im Mittelpunkt stehen bei jedem Beispiel Fragen der Baugeschichte und der architekturbezogenen Ausstattung.
Die Zusammenschau der Kirchen soll einen Baustein zur Baugeschichte Karlsruhes liefern.
Die Seminarübungen werden teilweise vor bzw. in den Objekten durchgeführt.

 

Hauptseminar BK II: Tadashi Kawamata. Architekturinstallationen

PD Dr. Martin Papenbrock

Beschreibung:
Seit mehr als zwanzig Jahren fasziniert der japanische Bildhauer Tadashi Kawamata das internationale Kunstpublikum mit seinen ungewöhnlichen Architekturinstallationen. Kawamata gehört zu den Künstlern, die weltweit agieren. In seinen Installationen in Japan, Europa und Nordamerika setzt er sich mit den rasanten Veränderungen der städtischen Landschaften, der rapiden Ausdehnung, der Zerstörung und dem sich neu Behaupten verschiedenster Formen von Architektur und städtebaulichem Gestaltungswillen auseinander, wobei er den architektonischen und landschaftlichen Verdrängungswettbewerb als Ausdruck gesellschaftlicher, sozialer und politischer Auseinandersetzungen begreift. Im Seminar sollen seine wichtigsten Projekte und Werkgruppen vorgestellt und vor dem Hintergrund der städtebaulichen Diskussionen und der globalisierungskritischen Debatten der achtziger und neunziger Jahre analysiert werden.

Die Beschaffung von Literatur und Quellenmaterial wird bei diesem Thema nicht immer ganz einfach sein. Überdurchschnittliches Engagement bei der Recherche und gute bibliographische Fähigkeiten sind deshalb die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am Seminar.

Literatur zur Einführung:

  • Kawamata, Ausst.-Kat. Recklinghausen (Kunsthalle, 07.05.-02.07.1995), Hg. von Ferdinand Ullrich, Köln 1995.
  • Tadashi Kawamata. Bridge and Archives, Ausst.-Kat. (Museum Schloss Moyland, 11.05.-26.10.2003), Bielefeld 2003.

Proseminar BK I/II: Venzianische Malerei

Prof. Dr. Ulrich Schulze

Beschreibung:
Gegenstand dieses Proseminars ist die venezianische Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts, zu deren Hauptaufgaben die Porträts, die Altarbilder – die Besonderheit der venezianischen Sacra Conversazione –, die narrativen Zyklen für staatliche und kirchliche Auftraggeber, Andachts- und Votivbilder und letztlich die Sammlerbilder etwa eines Giorgione gehörten. Wir wollen die verschiedenen gesellschaftlichen Funktionen der Malerei beleuhten, vor allem werden uns die Veränderungen dieser Aufgaben und die Ursachen des Wandels interessieren sowie ihre Einbettung in typisch venezianische Institutionen wie etwa die Scuole, die Beiträge der einzelnen Künstler und der Austausch mit anderen Kunstzentren.

Literatur zur Einführung:

  • Sciré, Giovanna Nepi: Malerei in Venedig, München 2003.
  • Huse, Norbert/Wolters, Wolfgang: Venedig. Die Kunst der Renaissance. Architektur, Skulptur, Malerei. 1460-1590, München 1986.
  • Rosand, David: Painting in Cinquecento Venice. Titian, Veronese, Tintoretto, New Haven/London 1982.
  • Ausst.-Kat. The Genius of Venice 1500-1600, London, Royal Academy of Arts, 1983/84, hg. von Charles Hope und Jane Martineau, London 1983.
  • Ausst.-Kat. Le siècle de Titien, Paris, Grand Palais, 1993, Paris 1993.
  • Goffen, Rona: Piety and patronage in Renaissance Venice. Bellini, Titian, and the Franciscans, New Haven/London 1986.
  • Ausst.-Kat. Il Rinascimento a Venezia el la pittura del Nord ai tempi di Bellini, Dürer, Tiziano, Venedig, Palazzo Grassi, 1993, hrsg. von Bernard Aikema und Beverly Louise Brown, Mailand 1999.

Weiterführende Literatur

Vorlesung: Geschichte der Kunstgeschichte

PD Dr. Martin Papenbrock

Beschreibung:
Das Fach Kunstgeschichte in Karlsruhe feiert im Jahr 2008 zwei Jubiläen: 1868 wurde am damaligen Polytechnikum, dem Vorläufer der heutigen Universität, auf Anregung der Architekten eine Professur für Kunstgeschichte eingerichtet. Der Karlsruher Lehrstuhl gehört damit zu den ältesten kunstgeschichtlichen Lehrstühlen in Deutschland. 1958 wurde neben dem alten Lehrstuhl, der inzwischen zu einem Lehrstuhl für Baugeschichte geworden war, ein zweiter, kunstgeschichtlicher Lehrstuhl eingerichtet. Seit dieser Zeit bildet die Kunstgeschichte in Karlsruhe, die zuvor auf ihre Aufgaben im Rahmen der Architektenausbildung beschränkt war, auch ihren eigenen Nachwuchs in eigenen kunstgeschichtlichen Studiengängen aus.

Das Doppeljubiläum im Jahr 2008 bildet den Anlass zu einer Vorlesung über die Geschichte des Faches Kunstgeschichte an den Universitäten von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Es wird nicht nur um die Karlsruher Verhältnisse, sondern um die fachgeschichtlichen Entwicklungen im gesamten deutschsprachigen Raum gehen. In kursorischer Folge wird die Entstehung der Kunstgeschichte als wissenschaftliche Disziplin und universitäres Fach, die Geschichte ihrer Institutionen und handelnden Personen sowie ihrer wissenschaftlichen Theorien und Methoden behandelt. Eine besondere Rolle werden die gesellschaftliche Bedeutung und die politische Entwicklung des Faches spielen.

Literatur zur Einführung:

  • Betthausen, Peter/Feist, Peter H./Fork, Christiane: Metzler Kunsthistoriker Lexikon. Zweihundert Porträts deutschsprachiger Autoren aus vier Jahrhunderten, Stuttgart, Weimar 1999.
  • Dilly, Heinrich: Kunstgeschichte als Institution. Studien zur Geschichte einer Disziplin, Frankfurt/Main 1979.
  • Dilly, Heinrich (Hg.): Altmeister moderner Kunstgeschichte, Berlin 1990.
  • Held, Jutta/Schneider, Norbert: Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche, Institutionen, Problemfelder, Köln/Weimar 2007.
  • Kultermann, Udo: Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft, Düsseldorf 1966.

Vorlesung: Der Mythos von Venedig

Prof. Dr. Ulrich Schulze

Beschreibung:
Venedig, eine Republik, die, wie Jacob Burckhardt formulierte, „sich selbst als eine wunderbare geheimnisvolle Schöpfung“ erkannte, „in welcher noch etwas anderes als Menschenwitz seit jeher wirksam gewesen“ sei, in der ein ganzes Volk das betrieben habe, was in den Fürstenstaaten ausschließlich Sache einer einzigen Familie gewesen sei, die den „Mythos von Venedig“ in einer kaum überschaubaren Staatssymbolik entwickelte, in der das Staatssymbol, der Doge, von Amtes wegen bei den zwölf großen „Andate“ in halbgeistlicher Funktion auftrat, allesamt Feste zu Ehren politischer Erinnerungen, welche mit den großen Kirchenfesten konkurrierten, „das glänzenste derselben, die berühmte Vermählung mit dem Meere, jedesmal am Himmelfahrtstage.“

Venedig mit seinen Plätzen und Campi, seinen Palästen und Kirchen und deren reichen Ausstattungsprogrammen, der Skulptur und der Malerei, ist das Thema dieser Vorlesung. Die Geschichtlichkeit der gewachsenen Ensembles steht dabei im Fokus, d. h. in diesem besonderen Falle das Bild, das die Venezianer von sich und ihrer Stadt entwickelt haben, oder anders gefragt: Wer eigentlich lenkt die Pferde von San Marco?

Literatur zur Einführung:
Eine Bibliographie über den „Mythos von Venedig“ gibt:
Muir, E.: „Images of Power. Art and Pageantry in Renaissance Venice“, in: The American Historical Review LXXXIV, 1, 1979, 16, Anm. 2.

Weiterführende Literatur

Vorlesung: Geschichte der Kunst IV - Das 18. Jahrhundert

Prof. Dr. Norbert Schneider

Beschreibung:
Wie in den vorangegangenen Vorlesungen dieses auf sechs Semester berechneten Zyklus wird auch hier zu Beginn eine epochenspezifische Einführung in die politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Strukturen gegeben. Näherhin wird dann auf die Auswirkungen dieser neuen historischen Verhältnisse auf die Situation der Institution Kunst nach der Phase des Absolutismus unter Ludwig XIV. eingegangen. Von besonderem Interesse werden in diesem Zusammenhang die Strukturen des expandierenden Kunstmarkts und die Herausbildung der Kunstkritik als eines publizistischen Organs der an Partizipation an ästhetischen Prozessen interessierten bürgerlichen Öffentlichkeit sein. Den zeitlichen Rahmen für die kunstgeschichtliche Darstellung bildet die Epoche von der Régence bis zur Französischen Revolution. Bei der Architektur soll der Schwerpunkt beim süddeutschen und österreichischen Barock liegen (Balthasar Neumann, Johann Dientzenhofer, Johann Michael Fischer, Jakob Prandtauer, Johann Bernhard Fischer von Erlach u. v. a.). Eingegangen wird aber auch auf Anfänge der klassizistischen Baukunst, vor allem in Frankreich (z. B. Jacques-Ange Gabriel), und auf das Gothic Revival in England. Hinsichtlich der Bildhauerkunst wird vor allem das Werk von Jean-Baptiste Pigalle, Jean-Antoine Houdon, Antonio Canova, Balthasar Permoser, Paul Egell, Ignaz Günther, Franz Xaver Messerschmidt u. a. zu behandeln sein. Im Zentrum der Malereianalysen werden vornehmlich Werke von französischen Künstlern stehen, so etwa von Jean-Antoine Watteau, Nicolas Lancret, François Boucher, Maurice Quentin de La Tour, Jean-Baptiste Greuze, Jean-Baptiste Siméon Chardin, Jean Honoré Fragonard u. a., daneben aber auch Bilder von englischen Malern wie Thomas Gainsborough, Sir Joshua Reynolds, William Hogarth, Joseph Wright of Derby u. a.