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Wintersemester 2013/2014

Semesterdaten:
Semesterbeginn: 1. Oktober 2013
Semesterende: 28. Februar 2014

Vorlesungsbeginn: 21. Oktober 2013
Vorlesungsende: 16. Februar 2014

Hier finden Sie den Stundenplan Wintersemester 2013/2014 (Änderungen vorbehalten)!

In der Zeit vom 24. Dezember 2013 - 6. Januar 2014 finden keine Lehrveranstaltungen statt!

Veranstaltungen im Wintersemester

Vorlesungen      
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr Geschichte der Kunst II. Das hohe Mittelalter Prof. Dr. Papenbrock Hörsaal 37
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr Barock in Österreich Prof. Dr. Schulze Egon-Eiermann-
Hörsaal
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr Friedrich Weinbrenner. Baukunst und Kunsttheorie
zwischen Klassizismus und Romantik
PD Dr. Schumann Hörsaal 37
Proseminare      
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: Die Malerei der Neuen Sachlichkeit Prof. Dr. Papenbrock Seminarraum
Mittwoch, 8.00 - 9.30 Uhr Grundlagen der Kunstwissenschaft Prof. Dr. Schulze Seminarraum
Montag, 9.45 - 11.15 Uhr BK II: Portrait, Genre und Landschaft:
Niederländische Malerei von Jan van Eyck
bis Pieter Bruegel d.Ä.
Buket Altinoba, M.A. Seminarraum
Dienstag, 9.45 - 11.15 Uhr BK II: Exilforschung: Deutschsprachige Kultur-
schaffende in der Türkei nach 1925
Buket Altinoba, M.A. Seminarraum
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr Methoden der Kunstwissenschaft Dr. Alexandra Axtmann Seminarraum
Dienstag, 14.00 - 15.30 Uhr BK I: Albrecht Dürer Dr. Alexandra Axtmann Seminarraum
Montag, 11.30 - 13.00 Uhr BK II: Künstlerische Fotografie - ein historischer
Überblick
Dr. Filser Seminarraum
Montag, 17.30 - 19.00 Uhr BK II: Internationale Architektur im 20. Jahrhundert
Adrian Fischer, M.A. Seminarraum
Mittwoch, 17.30 - 19.00 Uhr BK II: Revolution und Propaganda Adrian Fischer, M.A. Seminarraum
Blockseminar BK II: Graffiti Mapping Project Karlsruhe Adrian Fischer, M.A. Seminarraum
Hauptseminare      
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr BK II: Architekten im Exil 1933 - 1945 Prof. Dr. Papenbrock/
Barbara Martin, M.A.
Seminarraum
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr Ästhetik/Kulturtheorie: Pierre Bourdieu.
Schriften zur Kunst
Prof. Dr. Papenbrock Seminarraum
Dienstag, 17.30 - 19.00 Uhr BK I/II: Rom  Prof. Dr. Schulze Seminarraum
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr BK II: Barockarchitektur in Europa Prof. Dr. Schulze

Seminarraum

Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr BK II/Baugeschichtl. Seminar: Wilhelm Lübcke

Dr. Alexandra Axtmann.
Dr.-Ing. Gawlik

Seminarraum
Montag, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: Künstlerische Arbeiten an der Schnittstelle
von Fotografie und Archiv
Dr. Filser Seminarraum
Freitag, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: Videokunst - Anfänge einer Geschichte Dr. Filser Hörsaal 9
Mittwoch, 11.30 - 13.00 Uhr BK II: Kirchenbau der Reformationszeit Prof. Dr. Krüger Seminarraum
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: Positionen in den 1920er Jahren: Bauhaus,
Dadaismus-Surrealismus, Abstrakte-Konkrete Kunst
Prof. Dr. Rödiger-Diruf Seminarraum
Übungen      
Donnerstag, 15.45 - 17.15 Uhr Einführung in die praktische Denkmalpflege Dr. Diruf Seminarraum
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr Arbeit in Archiven Dr. Förster Stadtarchiv,
Markgrafenstr. 29
Donnerstag, 17.30 - 19.00 Uhr Praxisfeld Öffentlichkeitsarbeit: Konzeption und
Organisation von Veranstaltungen
Dr. Grunow Seminarraum
Blockveranstaltung Einführung in die christliche Ikonographie des
Mittelalters und der frühen Neuzeit
Dr. Jacob-Friesen Staatliche Kunsthalle
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr

Schrift, Sprache und Bild in der Modernen Kunst

Dr. Pohl Hörsaal 9
Kompaktwoche Grundlagen der Fotografie Bernd Seeland/
Dipl.-Des. Christoph Engel
Fotowerkstatt
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr KUNST DENKEN Dr. Voigt Seminarraum
Tutorien      
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr Tutorium zu MK I Ines Kugele Seminarraum
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr Tutorium zu MK II Peter Anhalt Seminarraum
Baugeschichte
Dienstag, 8.00 - 9.30 Uhr Tutorium zu GK I Luise Wiedmann Seminarraum
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr Tutorium zu GK II Mona Leidig Seminarraum
Baugeschichte
Italienisch      
Freitag, 9.00 - 11.15 Uhr Italienisch (Kurs A) Concetta Pelella Seminarraum
Freitag, 11.30 - 13.45 Uhr Italienisch (Kurs B) Concetta Pelella Seminarraum
Freitag, 14.00 - 16.15 Uhr Italienisch (Kurs C) Concetta Pelella Seminarraum

Übung: Grundlagen der Fotografie

Bernd Seeland, Fotografenmeister
Christoph Engel, Dipl.-Des. (FH)

Workshop als Kompaktwoche
17.02. – 21.02.2014
10.00 – ca. 17.00 Uhr
Zentrale Fotowerkstatt
8 Teilnehmer
Anmeldung ab dem 3. Fachsemester BA und 1. Fachsemester MA möglich ggf. als Nachrücker

Beschreibung:
In der Veranstaltung werden in einem ersten Teil die theoretischen und praktischen Grundlagen der Fotografie anhand praktischer Übungen mit verschiedenen
Kameraformaten und -systemen vermittelt. Der theoretische Teil umfasst sowohl die Geschichte der Fotografie, die Grundlagen der Fototechnik als auch die
Analyse fotografischer Bilder sowie eine Anleitung zum Verstehen der Wirkungsweisen in der Fotografie. Der praktische Teil gibt einen Überblick über die
verschiedenen Kamerasysteme, die Bildgestaltung, der Einsatz vom Licht, Labortechniken sowie den Umgang mit digitalen Bilddateien und das Basiswissen
in der elektronischen Bildbearbeitung.
Der zweite Teil der Veranstaltung behandelt die konkrete Auseinandersetzung mit einer künstlerischen Position in der Fotografie in Form eines Kurzreferates und der Ausarbeitung einer eigenen praktischen Fotoarbeit.

Literatur:
Stephen Shore, Das Wesen der Fotografie
Phaidon, Berlin 2009
Robert Hirsch, Mit der Kamera Sehen.
Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg, 2008
Ernst A. Weber, Fotopraktikum
Birkhäuser-Verlag, Basel, 1986

Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte

Unkostenbeitrag für Verbrauchsmaterialien:
10,00 Euro pro Teilnehmer

Anmeldung:
ab Montag, 21.10.2013 bis einschließlich Donnerstag, 31.10.2013
persönlich in der Zentralen Fotowerkstatt, Gebäude 20.40, Raum -102

Übung: Arbeit in Archiven

Dr. Katja Förster
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr
(Beginn: 21. Oktober 2013)
Stadtarchiv, Markgrafenstraße 29

Beschreibung:
Die Übung findet vorwiegend im Stadtarchiv Karlsruhe, Markgrafenstr. 29, statt.
Anhand der Bearbeitung originaler Bauordnungsamtakten mit Baugesuchen, Korrespondenzen, Planskizzen etc. in deutscher Schrift (Sütterlin) wird den Studierenden der Umgang mit Archivalien näher gebracht sowie Einblicke in die Karlsruher Stadtbaugeschichte mit ihren verschiedenen Baustilen gegeben.

Des Weiteren werden die wichtigsten Archive der Stadt besucht: Generallandesarchiv, Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Denkmalamt etc.

Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte

Übung: Einführung in die christliche Ikonographie des Mittelalters und der frühen Neuzeit

Dr. Holger Jacob-Friesen
Jeweils freitags 14.00 - 17.30 Uhr
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Termine: 22.11.2013 / 29.11. / 6.12. / 13.12. / 10.1. 2014 / 17.1. / 24.1.

Beschreibung:
Die christliche Ikonographie, die für die Malerei des Mittelalters von zentraler Bedeutung ist, hat die Kunst bis weit in die Neuzeit hinein bestimmt. Noch in der Moderne, ja sogar in der Gegenwartskunst spielt sie eine erhebliche Rolle. Die Übung vor Originalen aus Spätgotik und Renaissance soll mit den wichtigsten Themen und Darstellungstypen vertraut machen. Erst wenn man die – oft über Jahrhunderte tradierten – Konventionen kennt, erschließt sich das Spezifische des jeweiligen Werks. Dabei soll es immer auch um das Verhältnis von Bild und Text gehen: Wie wurden die Berichte der Evangelien umgesetzt? Welche Bedeutung kommt mittelalterlichen Traktaten, Legenden und Viten zu? Was für Möglichkeiten bietet die Malerei jenseits des Textbezugs?

Gliederung/Referatsliste: 

1)     Was ist Ikonographie? Was ist ein Retabel?
a) Böhmischer Meister, Diptychon mit Madonna und Schmerzensmann
b) Michel Haider, Hohenlandenberg-Retabel
c) Martin Schaffner, Petrus und Paulus mit dem Schweißtuch der Veronika

2)     Typologische Bildkonzepte: Altes und Neues Testament
a) Französischer Meister, Vertreibung aus dem Paradies/Maria vor der Paradiesespforte
b) Oberrheinischer Meister, Zwei Altarflügel aus Kehl
c) Meister des hl. Quirinus, Propheten und Heilige

3)     Geburt und Kindheit Christi
a) Augsburger Meister, um 1415, Anbetung des Kindes/Darstellung im Tempel
b) Friedrich Herlin, Geburt/Anbetung der Könige
c) Ulrich Apt, Verkündigung/Anbetung des Kindes
d) Hans Baldung, Geburt Christi

4)     Die Passion Christi
a) Karlsruher Passion 1: Ölberg/Geißelung/Dornenkrönung
b) Karlsruher Passion 2: Kreuztragung/Entkleidung/Aufnagelung
c) Regler Meister, Kreuzigung/Himmelfahrt
d) Grünewald, Christus am Kreuz

5)     Das Marienleben
a) Schwäbischer Meister, Lichtenthaler Altar
b) Meister der Benda-Madonna, Verkündigung
c) Meister mit der Nelke, Vermählung/Heimsuchung/Anna Selbdritt
d) Meister der Sterzinger Altarflügel, Marientod

6)     Heilige 1
a) Meister vom Bodensee, um 1440, Christus am Kreuz zwischen Heiligen
b) Monogrammist JS mit der Schaufel, Vier Altartafeln
c) Meister der Gewandstudien, Elisabeth-Triptychon
d) Matthias Grünewald, Elisabeth/Heilige Märtyrerin
d) Meister von Messkirch, Hl. Michael/Hl. Veit

7)     Heilige 2
a) Jörg Breu, Die Heiligen Bartholomäus, Nikolaus, Sebastian, Eustachius
b) Lucas Cranach, Friedrich der Weise in Anbetung mit Hl. Bartholomäus
c) Bartholomäus Zeitblom, Die Heiligen Laurentius, Wolfgang, Mauritius, Sebastian
d) Martin Schaffner, Vier Tafeln eines Antoniusaltars
e) Hans Baldung, Anna Selbdritt (Markgrafentafel)

Mögliche Scheine:

2 ECTS-Punkte

 

 

Übung: Praxisfeld Öffentlichkeitsarbeit: Konzeption und Organisation von Veranstaltungen

Dr. Sonja Grunow
Donnerstag, 17.30-19.00 Uhr (Beginn: 24. Oktober 2013)
sowie Termine nach Absprache
Seminarraum

Beschreibung:
Veranstaltungsmanagement fällt häufig in den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, die neben klassischen Forschungs- und Museumstätigkeiten ein potentielles Arbeitsfeld für Kunsthistoriker darstellt. Die Übung hat zum Ziel, Anfang April 2014 eine echte Tagung/Symposium zu organisieren und durchzuführen. Hierbei wird den Studenten größtmöglicher Freiraum zum selbstständigen Arbeiten gegeben, so dass lediglich Tagungsort und Rahmenthema vorgegeben sind.

Um über den Tellerrand der Karlsruher Kulturszene blicken zu können, wird die Veranstaltung im TECHNOSEUM, Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim stattfinden. Den gemeinsamen Nenner von Landesmuseum und Institut für Kunstgeschichte bietet das Thema der Veranstaltung: „Kunst und Arbeit/Technik“. Alle weiteren Kriterien werden von den Teilnehmern selbst festgelegt.

Durch praxisorientiertes Arbeiten im Team werden die Teilnehmer lernen, große Veranstaltungen sorgfältig zu konzipieren, organisieren und durchzuführen. Berücksichtigt werden dabei Aspekte wie Zeit- und Projektmanagement, Teamarbeit, Finanzplanung, Auswahl und Korrespondenz mit Referenten, Einladung von Gästen, Catering und vieles mehr.

Organisatorisches:
Zur Planung der Veranstaltung ist es nötig, einen Termin vor der Tagung in Mannheim durchzuführen. Die Reisekosten belaufen sich beim Baden-Württemberg-Ticket (5 Personen) auf ca. 10 € für Hin-und Rückfahrt pro Person/Tag. Ein Reisekostenzuschuss (50%) kann im Sekretariat Kunstgeschichte beantragt werden.

Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte

Proseminar BK II: Künstlerische Fotografie – ein historischer Überblick

Dr. Barbara Filser
Montag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 21. Oktober 2013)
Seminarraum

Beschreibung:
Die Fotografie als Medium künstlerischer Arbeit ist heute aus Ausstellungen zeitgenössischer und moderner Kunst und dem Kunstmarkt nicht mehr wegzudenken. Das war nicht immer so: Die Kunstwürdigkeit des fotografischen Verfahrens der Bildherstellung war lange umstritten, galt dieses doch vorwiegend als mechanische Reproduktion, die nur begrenzte Möglichkeiten für gestalterische Eingriffe bot. Auch die sogenannte „bildmäßige“ Fotografie, deren Kunststatus von ihren Vertretern im ausgehenden 19. Jahrhundert ausdrücklich postuliert wurde, war Gegenstand kontroverser Diskussionen. Das Arbeiten mit Edeldruckverfahren und Unschärfe wurde von Kritikern auch nachfolgender Generationen als lediglich eine Nachahmung der Malerei gewertet, die das Genuine des Mediums verfehle. Damit sind die zentralen Aspekte benannt – die jeweiligen Auffassungen von Kunst und von Fotografie –, die sich in der Bestimmung des Künstlerischen der Fotografie verschränken.

Thema des Seminars sind Entwürfe dieses Künstlerischen der Fotografie angefangen bei Oscar Gustave Rejlander und der piktorialistischen Fotografie des späten 19. Jahrhunderts über Neue Sachlichkeit und reine Fotografie bis hin zur New Color Photography der 1970er Jahre und der inszenierten Fotografie. Berücksichtigt wird dabei auch die Rolle von Kunstinstitutionen, besonders des Museum of Modern Art New York, dessen Ausstellungstätigkeit nicht unerheblich zur Definition von Fotografie als Kunst beitrug. Seminarmaterialien sind neben entsprechenden fotografischen Arbeiten daher auch programmatische Texte von Fotografen und Fotografinnen sowie maßgebliche Publikationen wie der Katalog zur Ausstellung The Photographer’s Eye (Ausstellung MoMA 1964, Publikation 1966).

Organisatorisches:
Voraussetzung für die Teilnahme ist kontinuierliche Mitarbeit und die Übernahme eines Referats bzw. von Arbeitsaufgaben. Die Themen werden in der ersten Sitzung vergeben.

Informationen zu den Hausarbeiten

Hauptseminar BK II: Künstlerische Arbeiten an der Schnittstelle von Fotografie und Archiv

Dr. Barbara Filser
Montag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 21. Oktober 2013)
Seminarraum

Beschreibung:
Mit ihrem Einsatz zu Zwecken der Erfassung, Konservierung und Überlieferung ist die Fotografie seit ihren Anfängen eng mit dem Gedanken des Archivs assoziiert. Das Archiv ist, kulturwissenschaftlich gefasst, sowohl Institution (des Verwaltungswesens) und physischer Ort als auch eine Struktur der Sammlung, Aufbewahrung und Ordnung – eine Organisation, die in die Konstitution und Formung historischen Wissens hineinwirkt. Das fotografische Archiv, das in einem erweiterten Sinn private und familiale Fotografie mit umfasst, ist als materieller Bestand und als Konzept vielfach Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung, in selbst archivalisch angelegten Projekten oder in der Aneignung von Archiven und fotografischen Dokumenten bzw. des Archivalischen und Dokumentarischen.

Vor dem Hintergrund theoretischer Überlegungen zu Archiv, Fotografie und „archival art“ werden im Seminar künstlerische Arbeiten und Projekte an der Schnittstelle von Archiv und Fotografie – etwa von Bernd und Hilla Becher, Christian Boltanski, Susan Hiller, Warren Neidich oder Gerhard Richter – untersucht. Mit zu verhandeln ist dabei die Frage nach der Konfiguration bzw. Rekonfiguration des fotografischen Dokuments im Zusammenhang mit Geschichte und Gedächtnis.

Organisatorisches:
Voraussetzung für die Teilnahme ist kontinuierliche Mitarbeit und die Übernahme eines Referats. Die Themen werden in der ersten Sitzung vergeben.

Informationen zu den Hausarbeiten:

Hauptseminar BK II: Videokunst– Anfänge einer Geschichte

Dr. Barbara Filser
Freitag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 25. Oktober 2013)
Hörsaal 9

Beschreibung:
Bereits in den 1980er Jahren wurde die Geschichte der Videokunst, deren Anfänge damals noch keine zwanzig Jahre zurücklagen, von Autorinnen wie Martha Rosler, Martha Gever und Marita Sturken scharf kritisiert: Die relativ rasche, wenn auch begrenzte Institutionalisierung von Videoarbeiten als Videokunst – so lässt sich ein gemeinsamer Argumentationsstrang zusammenfassen – ging mit einer Verengung der Video-Geschichte auf eine Kunstgeschichte nach gängigem Modell einher, in der andere Aspekte und Geschichten videographischer Praxis ausgeblendet wurden. Zudem blieb die künstlerische Arbeit damit dem diskursiven und institutionellen Rahmen verhaftet, den sie mit dem Einsatz des neuen Mediums eigentlich zu überschreiten hoffte. Vor allem mit dem Medium Fernsehen verband sich in 1960er und 1970er Jahren die Erwartung eines neuen Kanals für die Verbreitung von Kunst, der ein breiteres, über die Grenzen der etablierten Kunstwelt hinausgehendes Publikum zu erreichen versprach.

Ausgehend von der angeführten Kritik an der Videokunstgeschichtsschreibung soll ein Blick zurück auf die Anfänge dieser Geschichte geworfen werden. Neben Videokunstarbeiten, Künstlern, Ausstellungen, Publikationen und Kuratoren, die darin als wichtige Wegbereiter oder Stationen auftreten, wird auch die Konstitution und Konstruktion der Videokunstgeschichte in ihrer gängigen Form diskutiert.

Organisatorisches:
Voraussetzung für die Teilnahme ist kontinuierliche Mitarbeit und die Übernahme eines Referats. Die Themen werden in der ersten Sitzung vergeben.

Hauptseminar BK II: Kirchenbau der Reformationszeit

Prof. Dr. Jürgen Krüger
Mittwoch, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 23. Oktober 2013)
Seminarraum

Beschreibung:
Das 16. Jahrhundert erlebte eine dramatische Veränderung im Kirchenbau. Nicht nur änderte sich der Stil, d. h. je nach Region von Spätgotik zur Renaissance oder von der Hochrenaissance zum Frühbarock, sondern es wurden auch die funktionalen Anforderungen an den Kirchenbau verändert. Dies hing mit der Reformation zusammen, im weiteren Verlauf auch mit der katholischen Reform, die mit dem Konzil von Trient angestoßen wurde. Daher wurden bestehende Kirchenbauten starkt verändert und neue Kirchenbauten nach den neuen Vorstellungen errichtet.

Im Seminar soll diese Situation konfessionsübergreifend behandelt werden.
In der Badischen Landesbibliothek ist ein Seminarapparat aufgebaut.

Referatsthemen (in der Reihenfolge der Behandlung):

1) Lutherische Schlosskapellen (Torgau)
2) Wolfenbüttel, Marienkirche
3) Bern, Münster
4) Lyon, Hugenottentempel
5) Charenton, Tempel
6) Freudenstadt, Stadtkirche
7) Rom, il Gesù
8) Rom, S. Stefano Rotondo
9) Mailand, Dom, Ausstattung
10) Rom, S. Maria Maggiore, Cappella Sistina
11) Sacro Monte von Varallo

Literatur:
Übergreifende Literatur wird sukzessive in den Semesterapparat gestellt.

Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte: Vortrag, Handout, Essay
4 ECTS-Punkte: Vortrag, Handout, Hausarbeit ca. 12 Seiten
8 ECTS-Punkte: Vortrag, Handout, Hausarbeit ca. 25 Seiten 

Gefordert werden die üblichen Dinge:
Regelmäßige Teilnahme     
Kurzreferat in einer Seminarveranstaltung
Ausführliche Hausarbeit

Vorausgesetzt werden:
Selbständiges Recherchieren der relevanten Bibliographie in digitalen und gedruckten Medien
Grundkenntnisse in der Vortragstechnik 

N.B. zur Hausarbeit: Der Umfang der Hausarbeit richtet sich nach der angestrebten Punktezahl (entsprechend den Studienbedingungen). Nicht zum Umfang (gezählte Seiten) zählen: Deckblatt, Titelseite, Inhaltsverzeichnis, Anlagen (Bilder, Tabellen, etc.)

Der Hauptteil der Arbeit, in dem das ausgewählte Objekt bzw. das gestellte Problem abgehandelt werden, muss 75% der gesamten Seitenzahl ausmachen. Diese Seiten liegen der Notengebung zugrunde.

Die Arbeit soll in neuer deutscher Rechtschreibung abgefasst sein. Als Grundlage wird der Duden empfohlen.

 

Hauptseminar BK II: Positionen in den 1920er Jahren: Bauhaus, Dadaismus-Surrealismus, Abstrakte-Konkrete Kunst

Prof. Dr. Erika Rödiger-Diruf
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 24. Oktober 2013)
Seminarraum

Beschreibung:
Nachdem bald nach der Jahrhundertwende 1900 mit Fauvismus, Futurismus, Kubismus sowie der Abstraktion der Durchbruch zur Moderne in der Kunst erfolgt ist, entwickeln sich noch während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) und in den 20er Jahren diverse neue Tendenzen, denen wir uns über die Betrachtung einzelner Künstlerpersönlichkeiten zuwenden wollen.

Als Auftakt steht der Dadaismus im Fokus, der 1916 von Zürich aus als antibürgerliche, provokative Bewegung auch in Köln (Hans Arp, Max Ernst), Berlin (Hannah Höch, John Heartfield), Hannover (Kurt Schwitters) und New York (Marcel Duchamp, Picabia) bis etwa 1922 seine spezielle Ausprägung erhält.

Aus dem Dadaismus heraus entwickelt sich insbesondre in Berlin eine scharfe gesellschaftskritische Kunstrichtung (George Grosz, Otto Dix, Rudolf Schlichter). Großstadtmotive und das soziale Elend nach dem Ersten Weltkrieg stehen hier im Mittelpunkt.

Sie bildet eine von mehreren Facetten der so genannten Neuen Sachlichkeit. Ein gemässigterer, nichtsdestotrotz scharf beobachtender Blick auf die Menschen äußert sich auch bei den Karlsruher Künstlern wie vor allem bei Karl Hubbuch und Georg Scholz. In München realisieren insbesondre Georg Schrimpf und Alexander Kanoldt die Wirklichkeit als quasi luftleeren, magischen Raum.

Spezifiziert sich Dadaismus als Antikunst und ist die Neue Sachlichkeit überwiegend am Gegenstand und der gegenwärtigen Realität orientiert, entwickelt sich ab Mitte der 20er Jahre der Surrealismus. Zentrum dieser Bewegung ist Paris, André Breton ihr führender Kopf. Hier geht es um die innere Welt des Traums, des Un- und Unterbewussten, des unreflektierten Schöpfertums. Das Augenmerk soll Max Ernst, Salvador Dali, René Magritte und Yves Tanguy gelten und deren Strategien der Verrätselung.

Im Gegensatz zu dieser Art von Flucht vor der Wirklichkeit gründet sich 1919 in Weimar das Bauhaus. Walter Gropius ist sein erster Direktor. Ausgehend von der Idee einer mittelalterlichen Bauhütte, in der Architekten, Künstler und Handwerker zusammenwirken, setzt sich das Bauhaus im Laufe der Zeit mit aktuellen Fragen der Gestaltung von Konsumgütern, der Werbung, des zeitgemäßen preisgünstigen Bauens, des modernen Theaters, der Typographie und der Fotografie auseinander. Dazu war eine neue Form der Kunstpädagogik ebenso erforderlich wie die Einrichtung von Werkstätten. Nachdem das Bauhaus 1925 nach Dessau übergesiedelt war, ging Gropius dazu über, unter dem Motto „Kunst und Technik“ im Bauhaus gute Form und Funktionalität auch für die industrielle Massenfertigung  entwickeln zu lassen. Freie Künstler wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer oder Lyonel Feininger lehrten hier Seite an Seite mit den Vertretern der Architektur und angewandten Kunst wie Herbert Bayer, Marcel Breuer, László Moholy Nagy oder Gunta Stölzl. 1932 musste das Bauhaus in Dessau schließen und siedelte unter seinem letzten Leiter Ludwig Mies van der Rohe nach Berlin über. Dort wurde die Schule auf Druck der Nationalsozialisten im Juli 1933 aufgelöst.

Die Frage: Was ist Abstraktion?, ist ein weiteres Thema des HS. Betrachtungen gelten u.a. hier Piet Mondrian, Kasimir Malewitsch, Wassily Kandinsky und Pablo Picasso.

 

Übung: Einführung in die praktische Denkmalpflege

Dr. Hermann Diruf
Donnerstag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 24. Oktober 2013)
Seminarraum

Beschreibung:
Mit der Lehrveranstaltung soll ein hinreichender Überblick zum heutigen Praxisfeld „Bau- und Kunstdenkmalpflege“ vermittelt werden. An ausgewählten Beispielen wird versucht, Entwicklung, Aufgaben und Ziele der praktischen Denkmalpflege / des Denkmalschutzes vorzustellen, zu analysieren und kritisch zu beurteilen.

Von den Teilnehmer/innen werden kurze Einführungen zu den Einzelobjekten erwartet.

Baustellen und Werkstattbesuche sind vorgesehen.

Vorlesung: Friedrich Weinbrenner. Baukunst und Kunsttheorie zwischen Klassizismus und Romantik

PD Dr. Ulrich Maximilian Schumann
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 23. Oktober 2013)
Hörsaal 37

Beschreibung:
Friedrich Weinbrenner (1766–1826) war als Architekt auf verschiedenen Ebenen tätig, als Entwerfer, Städtebauer, Gutachter, Lehrer, Schriftsteller und Baubeamter. Dieser Facettenreichtum macht seine Bedeutung aus, bringt aber auch mit sich, daß er heute eher als Gestalt der Zeitgeschichte als der Kunstgeschichte präsent ist. Diese Vorlesung zeigt Wege für die Erschließung dieses bedeutenden Werks und seines Kontextes auf, indem sie Weinbrenners eigenen Parametern und Referenzen folgt.

Literatur zur Einführung:
Ulrich Maximilian Schumann, Friedrich Weinbrenner. Klassizismus als „praktische Ästhetik“, Berlin und München 2010. – Friedrich Weinbrenner. Architect of Karlsruhe. A Catalogue of the Drawings in the Architectural Archives of the University of Pennsylvania, Ausstellungskatalog Philadelphia u. a. 1986. – Klaus Lankheit, Friedrich Weinbrenner und der Denkmalskult um 1800, Basel und Stuttgart 1979.

 

 

Hauptseminar BK II / Baugeschichtliches Seminar: Wilhelm Lübke

Dr. Alexandra Axtmann und
Dr.-Ing. Ulrike Gawlik
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 24. Oktober 2013)
Seminarraum

Lehrangebot für:
Studenten der Kunstgeschichte (Bachelor (nach der Vorprüfung/ 5. Semester, Master)
Studenten der Architektur (Diplom)
Studenten der Architektur (Bachelor, Master)

Beschreibung:
Thema des Hauptseminars (KG) bzw. des Baugeschichtlichen Seminars (Arch.) sind Leben und Werk des deutschen Kunsthistorikers und Kunstkritikers Wilhelm Lübke (1826-1893), der von 1885 bis zu seinem Tod Professor für Kunstgeschichte am Polytechnikum in Karlsruhe war. Als einer von wenigen deutschen Kunsthistorikern erhielt er ein Denkmal, das heute vor unserem Architekturgebäude steht.

Lübke, der wegen seines außerordentlich hohen Arbeits- und Publikationspensums bereits zu Lebzeiten nicht unumstritten war, verfasste wichtige und zum Teil bis heute grundlegende Handbücher zu Themen der Architektur, Plastik, Malerei und Kunstgeschichte einzelner Länder und war bemüht, nicht nur Fachpublikum anzusprechen. Befreundet mit Theodor Fontane und bekannt mit Jakob Burckhardt gehörte er richtungsweisenden wissenschaftlichen Zirkeln in Deutschland an und lehrte an den bedeutenden Polytechnika des 19. Jahrhunderts in Berlin, Zürich, Stuttgart und Karlsruhe. Als Direktor der Großherzoglichen Sammlung in Karlsruhe, der heutigen Kunsthalle, veranlasste er zudem erstmalig eine chronologische Ordnung der Sammlungen nach Schulen. Zudem ist sein Engagement hinsichtlich der Zulassung weiblicher Hospitanten zu seinen Vorlesungen bereits in den 1880er Jahren von Interesse.

Im Seminar sollen die Schriften Lübkes sowie die Darstellung seiner Person in der Sekundärliteratur seit dem ausgehenden 19. Jh. untersucht werden. Dabei werden u. a. Fragen zur wissenschaftlichen Intention Lübkes, zur gewählten Systematik in seinen Übersichtswerken und in der Großherzoglichen Sammlung, zum Aufbau und zur Illustration seiner kunst- und baugeschichtlichen Darstellungen aber auch zur Vernetzung seiner Person innerhalb wissenschaftlich bestimmender Zirkel seiner Zeit erörtert werden.

Organisatorisches/Anforderungen:
Die Übernahme eines Referates sowie die kontinuierliche Mitarbeit sind verpflichtend.
Bitte melden Sie sich verbindlich für die Teilnahme an.
Die Vergabe der Themen und deren Reihenfolge erfolgt in der ersten Sitzung am 24.10.2013.

Neu: Eine Woche vor Referatstermin muss eine inhaltliche Absprache des Referates erfolgen: Dienstags 13-14 Uhr, Alexandra Axtmann (Raum 122), Ulrike Gawlik (Raum 012). Bitte vereinbaren Sie dafür einen Termin.

Mögliche Scheine:
Kunstgeschichte-Studierende:
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + kleine Hausarbeit (ca. 12 Seiten)
8 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (ca. 25 Seiten)

Architektur-Studierende:
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (Umfang nach Stand des Studiums)

Für alle Scheine ist die Abgabe des Templates für den Semester-Reader der Kunstgeschichte per E-Mail an Alexandra Axtmann  erforderlich (alexandra.axtmann∂kit.edu).

Bitte laden Sie sich dafür die folgenden Dateien von der Homepage des Instituts für Kunstgeschichte herunter und füllen Sie diese entsprechend den Vorgaben aus. Genaue Anweisungen finden Sie im Dokument: "anleitung_reader.pdf". 

Download:
http://kg.ikb.kit.edu/downloads/semrea/anleitung_reader.pdf
http://kg.ikb.kit.edu/downloads/semrea/semester_reader_01.pdf
http://kg.ikb.kit.edu/downloads/semrea/semesterreader_muster.pdf

Abgabe aller schriftlichen Arbeiten inkl. Templates bis Donnerstag, 27.03.2014.

 

Proseminar BK I: Albrecht Dürer

Dr. Alexandra Axtmann
Dienstag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 22. Oktober 2013)
Seminarraum

Beschreibung:
Das Proseminar soll eine Einführung in das vielschichtige Oeuvre Albrecht Dürers bieten. Dabei reichen die Themen von der Graphik (Apokalypse, Passion, Marienleben), über Arbeiten für Maximilian I. (Triumphzug, Ehrenpforte), Porträts, Selbstporträts, Altäre (Rosenkranzfest) bis zu Dürers eigenen Schriften (z. B. Proportionslehre).

Organisatorisches/ Anforderungen:
Es wird mindestens eine Sitzung in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe stattfinden (der Termin wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben).

Am Samstag, 23.11.2013 findet eine Exkursion in die Dürer-Ausstellung ins Städel nach Frankfurt statt. Die Teilnahme an der Exkursion ist obligatorisch. Nähere Informationen werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben. Danach besteht die Möglichkeit des Besuchs der Ausstellung „Géricault. Bilder auf Leben und Tod“ in der Schirn Kunsthalle.

Die Übernahme eines Referates sowie die kontinuierliche Mitarbeit sind verpflichtend.

Bitte melden Sie sich verbindlich für die Teilnahme an.

Die Vergabe der Themen und deren Reihenfolge erfolgt in der ersten Sitzung am 22.10.2013. 

NEU: Eine Woche vor Referatstermin muss eine inhaltliche Absprache des Referates in meiner Sprechstunde erfolgen.


Mögliche Scheine:

2 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + kleine Hausarbeit (ca. 7 Seiten)
6 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (ca. 15 Seiten)

Für alle Scheine ist die Abgabe des Templates für den Semester-Reader erforderlich.

Abgabe aller schriftlichen Arbeiten inkl. Templates bis Donnerstag, 27.03.2014.


Einführende Literatur:

·         Anzelewsky, Fedja: Albrecht Dürer. Das malerische Werk. 2 Bde., Berlin 21991

·         Anzelewsky, Fedja: Dürer. Werk und Wirkung. Erlangen 1980

·         Eberlein, Johann Konrad: Albrecht Dürer. Reinbek bei Hamburg 2003

·         Grebe, Anja: Albrecht Dürer. Künstler, Werk und Zeit. Darmstadt 2006

·         Hütt, Wolfgang: Albrecht Dürer. Das gesamte graphische Werk. 2 Bde., München 1970/88

·         Hutchison, Jane Campbell: Albrecht Dürer. Eine Biographie. Frankfurt a. M. 1994

·         Kutschbach, Doris: Albrecht Dürer. Die Altäre. Stuttgart/ Zürich 1995

·         Mende, Matthias: Dürer-Bibliographie. Wiesbaden 1971

·         Panofsky, Erwin: Das Leben und die Kunst Albrecht Dürers. München 1977

·         Rupprich, Hans (Hg.): Dürer. Schriftlicher Nachlass. 3 Bde., Berlin 1956-1969

·         Schoch, Rainer u. a. (Bearb.): Albrecht Dürer: Das druckgraphische Werk. 3 Bde., München u. a. 2001-2004

·         Schuster, Peter-Klaus: Melencolia 1. Dürers Denkbild. 2 Bde. München 1991

·         Strieder, Peter: Albrecht Dürer. Königstein i. Ts. 1981

·         Winkler, Friedrich: Die Zeichnungen Albrecht Dürers. 4 Bde., Berlin 1936-1939

·         Wölfflin, Heinrich: Die Kunst Albrecht Dürers. München 61943

·         Wolf, Nobert: Albrecht Dürer. München 2010

 

Proseminar Methoden der Kunstwissenschaft

Dr. Alexandra Axtmann
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 22. Oktober 2013)
Seminarraum

Beschreibung:
Welche Fragen kann man an ein Kunstwerk stellen? Zu welchen Zeiten und warum stellte bzw. stellt man diese? Wieso ist es wichtig, eine gotische Kathedrale und eine Barockkirche stilistisch voneinander zu unterscheiden? Warum suchen wir nach einer tieferen Bedeutung in Bildern und fühlen uns von manchen Kunstwerken mehr angesprochen als von anderen?

Gegenstand des Proseminars ist die Methodengeschichte der Kunstwissenschaft, die wir anhand von Texten erarbeiten werden. Ausgehend von den Künstlerviten Giorgio Vasaris, den Kunstbeschreibungen Johann Joachim Winckelmanns, der Stilanalyse, Ikonographie und Ikonologie über Kunstpsychologie, Semiotik, Gender Studies, Sozialgeschichte und Rezeptionsästhetik bis zur Bildanthropologie sollen wissenschaftliche Methoden unseres Faches vorgestellt, diskutiert und auch angewendet werden.

Organisatorisches:
Die Übernahme eines Referates und die kontinuierliche Mitarbeit durch wöchentliche Textzusammenfassungen sind erforderlich.

Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt in der ersten Sitzung am 22.10.2013.

Ein Tutorium, dessen Besuch obligatorisch ist, führt in die Praxis des kunstwissenschaftlichen Arbeitens und die Lektüre wissenschaftlicher Texte ein; die Seminargruppe wird dafür geteilt werden. Hier sind auch Termine in Karlsruher Bibliotheken und Museen vorgesehen.

Die für das Seminar relevanten Texte werden in Form eines Readers für alle Studierenden zur Verfügung gestellt.


Mögliche Scheine:

8 ECTS-Punkte


Zu erbringende Leistungen:

- regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit am MK-Seminar und dem zugehörigen Tutorium
- Teilnahme an unserer Tagung „Die Wirklichkeit der Kunst“ am 15. und 16.11.2013 in der Städtischen Galerie Karlsruhe und Abgabe eines Protokolls (weitere Informationen folgen)
- Referat im MK-Seminar zu einer Methode mit Kurz-Hausarbeit (7 Seiten, Abgabe bis zum 27.02.2014)
- Klausur (1,5 h) in der letzten Sitzung am 11.02.2014
- im Tutorium Kurzreferate und kleinere Hausaufgaben


Literaturauswahl zur Einführung:

Belting, Hans u. a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 5. überarb. Auflage. Berlin 1996
Brassat, Wolfgang/ Kohle, Hubertus: Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. Köln 2003
Halbertsma, Marlite/ Zijlmans, Kitty (Hg.): Gesichtspunkte. Kunstgeschichte heute. Berlin 1995
Held, Jutta/ Schneider, Norbert: Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche, Institutionen, Problemfelder. Köln/Weimar 2007
Kultermann, Udo: Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft. Überarb. und erw. Neuaufl. München 1990

 

Vorlesung: Barock in Österreich

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 22. Oktober 2013)
Eiermann-Hörsaal


Beschreibung:

Begriffe wie die Kunst oder die Baukunst des Barock beschreiben eigentlich ein internationales Phänomen. Dennoch scheint es lohnend, die speziell österreichische Ausprägung dieses Stils, den man am Ende mit schwierigen Termini wie „Reichsstil“ oder „Kaiserstil“ zu fassen suchte, in einer eigenen Lehrveranstaltung gesondert zu untersuchen. Die Anfänge barocker Kultur in Österreich darf man allerdings nicht in Wien erwarten, sondern eher in Graz und Salzburg, da diese Städte als Residenzstädte fungierten und in Wien aufgrund der Verlagerung der kaiserlichen Residenz nach Prag zu dieser Zeit wenig gebaut wurde. Erst nach 1619, als Ferdinand II. wieder dauerhaft in Wien residierte, vor allem aber nach dem Westfälischen Frieden 1648, mit dem der Kaiser seine Stellung in den Erbländern sichern konnte, änderte sich das Bild. Kirche und Adel entfalteten ein neues Selbstbewußtsein: Die Architektur wurde das künstlerische Medium, mit dem sich ihr neuerwachte Wille zur Repräsentation nach außen am besten verwirklichen ließ, wobei anfangs ausländische, vor allem italienische Baukünstler den (römischen) Ton angaben. Erst nach der erfolglosen Belagerung Wiens von 1683, der eine Reihe von Siegen über die Türken folgte, und dem damit verbundenen Ende der Vorherrschaft Frankreichs in Europa nahm der Aufstieg des Habsburgerreiches zur europäischen Großmacht seinen unaufhaltsamen Verlauf: das Mirakel des Hauses Österreich. Kaiser, Kirche und Adel wetteiferten auf allen Gebieten der Bildenden Künste. Dabei wurde, vor allem in der Architektur, ein System der Repräsentation entwickelt, um der Bedeutung des jeweiligen fürstlichen Anspruchstellers angemessen Ausdruck zu verleihen. Im Zusammenhang mit einem steigenden Nationalbewußtsein geriet die Vorrangstellung der italienischen Architekten ins Wanken. Fischer von Erlach, Hildebrandt oder Prandtauer, einheimische Baumeister, hoben die barocken Baukunst in Österreich auf ein jetzt auch international vergleichbares Niveau - künstlerisch wohl die fruchtbarste Epoche in seiner Geschichte.

Literatur zur Einführung:
Günter Brucher, Barockarchitektur in Österreich, Köln 1983.
Hellmut Lorenz, Architektur, in: Die Kunst des Barock in Österreich, hg.v. Günter Brucher, Wien-Salzburg 1994, S. 32ff.
Franz Matsche, Die Kunst im Dienst der Staatsidee Kaiser Karls VI., 2 Bde., Berlin, New York 1981.

Vorlesung 22. Oktober 2013
Vorlesung 29. Oktober 2013
Vorlesung 5. November 2013
Vorlesung 19. November 2013
Vorlesung 26. November 2013
Vorlesung 3. Dezember 2013
Vorlesung 10. Dezember 2013
Vorlesung 17. Dezember 2013
Vorlesung 7. Januar 2014
Vorlesung 21. Januar 2014
Vorlesung 28. Januar 2014
Vorlesung 4. Februar 2014

Weiterführende Literatur

 

Teilnehmer und mögliche Scheine:
B.A. und M.A. Kunstgeschichte
Studierende der Kunstgeschichte: 2 ECTS-Punkte (regelmäßige Vorlesungs-Teilnahme), 4 ECTS-Punkte (regelmäßige Vorlesungs-Teilnahme und Klausur)

 

 

 

Hauptseminar BK II: Barockarchitektur in Europa

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 23. Oktober 2013)
Seminarraum


Beschreibung:
Mehr als in den Jahrhunderten vorher und danach gehören im 17. und 18. Jahrhundert Architektur und Ausstattung zusammen, bilden eine Einheit. Eine Barockkirche ohne Stukkatur und Deckenmalerei wie etwa die Dominikanerkirche in Münster wirkt nüchtern, akademisch. Die Architektur ist zwar der Ausstattung übergeordnet, ohne sie jedoch unvollendet. Mehr noch als durch die Zentralperspektive der Renaissance wird die Welt durch das barocke 'Gesamtkunstwerk' in eine neue Ordnung gebracht. Ganze Städte folgen dem fürstlichen Maß, der einzelne Bau steht in axialem Bezug zur Umgebung, ist Teil eines Gesamtgefüges. Der Fürst steht im Zentrum seines mehr oder weniger großen Kosmos: von ihm strahlt das Wegesystem aus in das Land, in die Stadt und in den Garten. Allegorische Bildsysteme vergleichen ihn mit der Sonne, mit dem Lenker des Sonnenwagens Apoll, der den Lauf der Gestirne als Lauf der Welt bestimmt.
Heutzutage erlebt man barocke Räume meist museal, man zahlt Eintritt und steht als Besucher in Filzpantoffeln auf dem glatten Parkett eines Festsaals, ein hervorragend informierter Kustos nennt Namen und Baujahr. Was man nicht sieht, ist die Funktion barocker Gebäude, gleichsam das 'Schloß in Betrieb'. Denn Architektur und Ausstattung waren insgesamt abhängig vom höfischen Zeremoniell, das immer wieder von den regierenden Fürsten erneuert wurde, das Hofleben ordnete und bei den wechselnden Anlässen kleinerer und größerer Festlichkeiten stets neu eingeübt wurde.
Dem wollen wir in diesem Hauptseminar ein wenig nachgehen, d.h. bei der Behandlung der Hauptwerke der europäischen Barockarchitektur wollen wir die Architektur „in Betrieb“, d.h. in Zeremoniell und Liturgie nicht ganz aus dem Auge verlieren.

Die Themen der Referate  und Hausarbeiten werden in der ersten Seminarstunde vorgestellt.

Einführende Literatur:
Hermann Bauer, Barock. Kunst einer Epoche, Berlin 1992
Wilfried Hansmann, Barock. Deutsche Baukunst 1600-1760, Leipzig 1997
Thomas Dacosta Kaufmann, Court, Cloister and City. The Art and Culture of Central Europe 1450-1800, London, Chicago 1995 (inzwischen auf deutsch)
Norbert Elias, Die höfische Gesellschaft, Frankfurt 1983 (19691)

Weiterführende Literatur

Teilnehmer und mögliche Scheine:
Für Haupt- und Nebenfachstudenten - BK II. Begrenzt auf 30 Teilnehmer.

 

Proseminar Grundlagen der Kunstwissenschaft

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Mittwoch, 8.00 - 9.30 Uhr (Beginn: 23. Oktober 2013)
Seminarraum

Dazu 2 Tutorien
Luise Wiedmann
Dienstag, 8.00 - 9.30 Uhr (Beginn: 22. Oktober 2013) – Seminarraum Kunstgeschichte
Mona Leidig
Mittwoch 14 – 15.30 Uhr (Beginn: 23. Oktober 2013) – Seminarraum Baugeschichte

Beschreibung:
Diese Veranstaltung wendet sich an Studienanfänger und dient der Orientierung im Fach Kunstgeschichte. Sie führt in die Gegenstandsbereiche des Faches (Malerei, Graphik, Plastik, Architektur, Stadtplanung, Kunstgewerbe, neue Medien usw.) ein, und zwar sowohl unter technischen Aspekten wie auch unter dem Gesichtspunkt von Funktionen (z. B. Bauaufgaben) und ikonographischen Bedeutungen (z. B. Malereigattungen wie Historienbild, Porträt, Landschaftsmalerei, Stilleben usw.).
Der erste Versuch der (gemeinsamen) Arbeit am Objekt ist die analytische Beschreibung mit dem Ziel, sich über die Objekthaftigkeit und Materialität des jeweiligen Gegenstandes als Medium historischer Bedeutungen bewusst zu werden.

Organisatorisches:
In jeder Sitzung versucht ein Teilnehmer, das Objekt zu beschreiben, ein anderer führt ein Spiegelstrich-Protokoll, das jeweils im darauffolgenden Tutorium besprochen wird. Die kontinuierliche Mitarbeit aller Teilnehmer durch Diskussionsbeiträge wird erwartet, evtl. kleinere Hausaufgaben sind möglich.
Die begleitende Tutorium, deren Besuch obligatorisch ist, führen vornehmlich in die Praxis des kunstwissenschaftlichen Arbeitens, die Lektüre wissenschaftlicher Texte und in die wissenschaftliche Terminologie ein.

Literatur zur Einführung:
Allgemein zur Kunstgeschichte:
Ernst H. Gombrich, Die Geschichte der Kunst, London 2001 (Neuauflage).
Udo Kultermann, Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft, überarb. und erw. Neuauflage, Frankfurt/Berlin/Wien: Prestel, 1996.
Zum Studium:
Jutta Held, Norbert Schneider, Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche, Institutionen, Problemfelder, Köln/Weimar 2007.
Marcel Baumgarten, Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Köln 1998.
Gegenstandsbereiche und Methodik:
Hans Belting, Heinrich Dilly u. a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung, 6. überarbeitete und erweiterte Aufl., Berlin 2003.
Marlite Halbertsma, Kitty Zijlmans, Gesichtspunkte. Kunstgeschichte heute, 2. Aufl., Berlin 1995.
Wolfgang Brassat, Hubertus Kohle, Methoden-Reader Kunstgeschichte: Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft, Köln 2003.
Einzelne Themen:
Werner Busch (Hg.), Funkkolleg Kunst. Eine Geschichte der Kunst im Wandel ihrer Funktionen, München/Zürich 1997 (und ältere zweibändige Ausg.).
Monika Wagner (Hg.), Moderne Kunst. Das Funkkolleg zum Verständnis der Gegenwartskunst, Reinbek bei Hamburg 1991 (und neuere Aufl.).

Weitere Literatur siehe auch Hilfestellungen für Studienanfänger.

Teilnehmer und mögliche Scheine:
max. 30 Studierende des 1. Semesters der Kunstgeschichte: 8 ECTS-Punkte bei regelmäßiger Teilnahme an GK und Tutorium sowie bestandener Klausur.

Hauptseminar BK I/II: Rom

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Dienstag, 17.30 - 19.00 Uhr (Beginn: 22. Oktober 2013)
Seminarraum


Beschreibung:

Dieses Hauptseminar dient der Vorbereitung der Exkursion um Pfingsten 2014 nach Rom, deren Teilnehmerzahl naturgemäß beschränkt sein muss. Der thematische Schwerpunkt liegt nicht auf dem einzelnen Kunstwerk, sondern die besondere Rezeptionshaltung des Kunsthistorikers auf Exkursion soll dazu genutzt werden, das Kunstwerk in seinem jeweiligen originären Kontext zu erfahren und den entsprechenden Kontext jeweils mit in das Kalkül zu nehmen. Ausgangspunkt ist die Stadtplanung, unser erster Ort der aller Romreisenden aus dem Norden: die Piazza del Popolo, an der bereits Luther Quartier nahm, die jedoch im Laufe der Jahrhunderte Gegenstand wichtiger Umgestaltungen wurde. In diesem Kontext steht das Kloster und die Kirche S. Maria del Popolo, deren verschiedene Räumlichkeiten von unterschiedlichen Anspruchstellern mit Kunstwerken verschiedener Künstler bestückt wurden, deren jeweilige Funktion am jeweiligen Ort uns zu interessieren hat.
Weitere Themen: das Kapitol, das Forum Romanum mit dem Kaiserforen sowie den christlichen Um- und Einbauten; der Lateran vor dem Exil in Avignon; St. Peter und der Vatikan; Marienkirchen: S. Maria Maggiore - Pantheon - S. Maria in Trastevere – S. Maria sopra Minerva – S. Maria in Aracoeli - S. Maria degli Angeli; der römische Stadtpalast: z.B. der Palazzo Farnese (16. Jahrhundert) und der Palazzo Chigi-Odescalchi (17. Jahrhundert) - die Farnesina oder die Villa Madama; barocke Festkultur: die Piazza Navona; politische Kunst: S. Trinità und die Spanische Treppe; die Bauten der Jesuiten: das Collegio Romano - Il Gesù - S. Ignazio - S. Andrea al Quirinale; Gegenentwürfe: Palast und Kirche der Sapienza oder das Collegio della Propaganda Fide; Stadtplanung: der Komplex S. Maria della Vittoria - S. Susanna - Moses-Brunnen - Porta Pia; die Sammlungen: die Vatikanischen Museen, Casino und Galleria Borghese.

Die Themen der Referate  und Hausarbeiten werden in der ersten Seminarstunde vorgestellt.

Literatur zur Einführung:

Richard Krautheimer: Rom. Schicksal einer Stadt. 312 - 1308, München 1987.
Raffael. Das architektonische Werk, Hrsg. C.L. Frommel, S. Ray, M. Tarfuri, Stuttgart 1987.
Rudolf Wittkower: Art and Architcture in Italy 1600-1750.

Richard Krautheimer: The Rome of Alexander VII, 1655-67, Princeton 1985.
Paolo Portoghesi: Roma barocca, Rom 1966/1, Rom-Bari 1978/2.

Irving Lavin: Bernini and the Unity of the Visual Arts, New York - London 1980.
Die Forschungen Massimo Birindellis: Piazza S. Pietro 1981, La Scala Regia 1981, Ortsbindung 1987.

Teilnehmer und mögliche Scheine:
Für Haupt- und Nebenfachstudenten - BK I / BK II. Begrenzt auf 30 Teilnehmer.
Referate und Hausarbeiten können je nach Thema sowohl für BK I- als auch BK II-Scheine geltend gemacht werden.

Proseminar BK II: Graffiti Mapping Project-Karlsruhe

Adrian Fischer, M.A.
Blockseminar
1. Termin: Dienstag, 29. Oktober 2013, 19.00 Uhr
Seminarraum


Beschreibung:
Graffiti ist eine urbane Kunstform, die sich besonders in den 80er Jahren von Philadelphia und New York ausgehend über die ganze Welt verbreitet hat. Was Graffiti von vielen anderen Kunstbewegungen unterscheidet, ist der temporäre und illegale Charakter. Witterungseinflüsse, aber auch das Entfernen unerwünschter Graffitis lassen die Arbeiten der Writer meist nur in ihren Blackbooks längerfristig überdauern. Leider sind diese Archive meist nicht öffentlich zugänglich und auch selten nach einem wissenschaftlichen Standard  erstellt worden.

Dieses Seminar ist ein Blockseminar mit Feldforschungscharakter, welches sich zum Ziel gesetzt hat, den momentanen Graffitibestand in Karlsruhe zu erfassen und wissenschaftlich zu dokumentieren. Neben drei bis fünf gemeinsamen Sitzungen wird die Hauptaufgabe der Teilnehmer darin bestehen, selbständig in Gruppenarbeit vordefinierte Stadtgebiete nach Graffitis abzusuchen. Die aufgefundenen Beispiele sollen anschließend nicht nur fotografisch, sondern auch anhand eines vordefinierten Datenblattes erfasst werden.

Organisatorisches:
Gruppeneinteilungen und weitere Termine werden in der ersten Sitzung festgelegt.

Vorkenntnisse im Bereich Graffiti sind nicht notwendig.

In diesem Seminar gibt es keine Beschränkung der Teilnehmerzahl!

Mögliche Scheine:
4-ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme, fotografisches und ortsbezogenes Erfassen der Graffitis
6-ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme, fotografisches und ortsbezogenes Erfassen der Graffitis + 5 Seitige Zusammenfassung der erstellten Datensätze

Architektur-Studierende B.A./M.A.:
4-ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme, fotografisches und ortsbezogenes Erfassen der Graffitis

Für alle Scheine ist die Abgabe des Templates für den Semester-Reader der Kunstgeschichte per E-Mail an Adrian Fischer erforderlich (adrian fischerTex7∂kit edu).

Abgabe aller schriftlichen Arbeiten inkl. Templates bis Freitag, 28.03.2014.

 

Die Gebietseinteilungen finden Sie hier als Download:

Stadtplan Karlsruhe mit Gruppeneinteilungen (PDF - Druckversion – DIN-A3) 

Stadtplan Karlsruhe mit Gruppeneinteilungen (PDF - Webansicht) 

Stadtplan Karlsruhe ohne Gruppeneinteilungen (PDF - Druckversion – DIN-A3)

Informationen zur Datenerfassung (PDF)

 

Proseminar BK II: Internationale Architektur im 20. Jahrhundert

Adrian Fischer, M.A.
Montag, 17.30 - 19.00 Uhr (Beginn: 21. Oktober 2013)
Seminarraum


Beschreibung:
Mit der ersten Weltausstellung 1851 in London wurde eine Präsentationsfläche geschaffen, auf der sich bis heute nicht nur die verschiedensten Nationen, sondern auch Künstler und Architekten präsentieren. Besonders die Internationalität und der Wettstreit mit Vertretern der gleichen Zunft spornte seitdem diverse Architekten an, immer außergewöhnlichere Ausstellungsbauten zu realisieren. Nicht selten präsentierten sie mit ihren Entwürfen aber auch die Idee einer neuen zeitgenössischen Architektur. (Bspw. Mies van der Rohe, Le Corbusier, Alvar Aalto, Egon Eiermann, Tadao Ando)
Gegenstand dieses Seminares wird es sein, diverse Ausstellungsbauten zu analysieren und die gewonnenen Erkenntnisse in Bezug zu zeitgleich entstandenen Bauwerken zu setzen. Dabei wird besonders die Frage im Vordergrund stehen, welche Ideen und Ideale sich in der Architektur durchsetzen konnten und wie diese nachfolgende Generationen in ihrem gestalterischen Prozess geprägt haben. Weiterhin gilt es zu analysieren, wie sich das verwendete Baumaterial auf die äußere Form auswirkte. Führten beispielsweise neue Materialien und Techniken auch zu einer neuen Formsprache?

Präsentation der Themen (das Passwort zum beigefügten PDF erhalten Sie im Seminar bei Herrn Fischer)
Seminarplan


Themenübersicht (u.a.):
 

1910er:

  • Villa Esche - Henry van de Velde - Mathildenhöhe Darmstadt, 1902 -1903 Wiener Postsparkasse- Otto Wagner, 1904 -1906
  • Wohnbauten - Hermann Muthesius, 1910 - 1920
  • Industriebauten - Peter Behrens, 1910 - 1920
  • Italienische Futuristen - Antonio Sant'Elia - Visionen und Zeichnungen 1910 - 1920
  • Fagus Werk - Walter Gropius/ Adolf Meyer, 1911
  • Glashaus-Pavillon - Bruno Taut, 1914 

1920er:

  • Architekton gota - Kasimir Malewitsch, 1922 Wolkenbügel - El Lissitzky, 1924 - 1925
  • Rietveld-Schröder-Haus - Gerrit Rietveld (De Stijl), 1924
  • Pavillon L' Esprit Nouveau - Le Corbusier/ Pierre Jeanneret, 1925
  • Plan Voisin - Le Corbusier, 1925
  • Bauhaus Dessau - Walter Gropius, 1926
  • Dammerstock-Siedlung - Walter Gropius, 1928 - 1929
  • Villa Savoy - Le Corbusier, 1928 - 1931
  • Rudolf-Mosse Pavillon - Erich Mendelsohn, 1928
  • Pavillon der Kölnischen Zeitung - Wilhelm Riphahn, 1928
  • Deutscher Pavillon - Mies van der Rohe, 1929
  • Siedlungsbauten in den Niederlanden - Jacobus Johannes Pieter Oud (u.s. „Tusschendijken“, 1920-21, Rotterdam, Siedlung „Kiefhoek“, 1925-1927)

1930er:

  • Stadtentwicklung - Hannes Meyers - Projekte Sowjetunion und Mexiko, 1933 - 1945
  • Projekte der 30er Jahre - Konstantin Melnikow
  • Fallingwater (Kaufmannhaus) - Frank Llyd Wright, 1935 - 1937
  • Kaufhausarchitektur der 30er Jahre - Erich Mendelsohn
  • Finnischer Pavillon - Alvar Aalto, 1937
  • Deutscher Pavillon - Albert Speer, 1937

1940er:

  • Farnsworth House - Mies van der Rohe, 1945 - 1951
  • Glass House - Philip Johnson, 1949
  • Projekte und Visionen - Pier Luigi Nervi

1950er:

  • Salomon R. Guggenheim Museum - Frank Llyd Wright, 1943 -1959
  • Deutscher Pavillon - Egon Eiermann/ Sep Ruf, 1958
  • Endless House - Friedrich (Frederick) Kiesler, 1959

1960er:

  • Archigram - Entwürfe, 1960 - 1974
  • Salk Institute - Louis Kahn, 1960 - 1963
  • Space Needle - John Graham & Company, 1961 - 1962
  • clusters in the air - Isozaki Arata, 1962
  • Habitat 67 - Moshe Safdie, 1966 - 1967
  • Pavillon der USA (Biosphere) - Richard Buckminster-Fuller, 1967
  • Deutscher Pavillon - Frei Otto, 1967

1970er:

  • Nakagin Capsule Tower - Kisho Kurokawa, 1972
  • Ministry of Highways/ Transportation  - George Tschachawa und Zurab Dschalagonia, 1974
  • Shanghai Bank - Norman Foster, 1979

1980er:

  • Koshino House - Tadao Ando, 1980 - 1984

2000er:

  • Pavillon der Niederlande - MVRDV, 2000

 

Literatur:

Einführende Literatur ab Montag dem 21.10.13 im Semesterapparat der Institutsbibliothek.

Organisatorisches:
Maximal 35 Teilnehmer, die Themenvergabe erfolgt in den ersten beiden Sitzungen.
Eigene Themenvorschläge sind willkommen! Bitte kontaktieren Sie mich diesbezüglich spätestens in der ersten Sitzung.

Mögliche Scheine:
2-ECTS: regelmäßige Teilnahme, Referat
4-ECTS: regelmäßige Teilnahme, Referat, 5 seitiges Essay
6 ECTS: regelmäßige Teilnahme, Referat, 15 seitige Hausarbeit

Architektur-Studierende B.A./M.A.:
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (Umfang nach Stand des Studiums).
Die Anrechnung des Seminars für Studierende des Diplom-Studienganges Architektur muss vorab mit Herrn Fischer besprochen werden.

Für alle Scheine ist die Abgabe des Templates für den Semester-Reader der Kunstgeschichte per E-Mail an Adrian Fischer erforderlich (adrian fischerBal0∂kit edu).

Abgabe aller schriftlichen Arbeiten inkl. Templates bis Freitag, 28.03.2014.

Proseminar BK II: Revolution und Propaganda

Adrian Fischer, M.A.
Mittwoch, 17.30 - 19.00 Uhr (Beginn: 23. Oktober 2013)
Seminarraum


Beschreibung:
Gegenstand dieses Seminares wird es sein, revolutionäre und propagandistische Tendenzen der Kunst im 20. Jahrhundert zu analysieren. Dabei werden besonders die Fragen nach den verwendeten Gestaltungsmitteln, den Materialien, der Bildsprache von sowohl Auftraggebern, Künstlern als auch Rezipienten im Vordergrund stehen. Vergleichend soll zudem herausgefunden werden, ob ähnliche politische Systeme auch mit gleichen visuellen Kommunikationsmitteln arbeiten und wie sich diese möglicherweise von den Kommunikationsmitteln differenter politischer Systemen unterscheiden.
Mexiko, USA, Italien, Deutschland und die Sowjetunion werden genauso von Interesse sein wie asiatische und südamerikanische Nationen.

Revolution & Propaganda-pdf


Themenübersicht (u.a.):
 

Sowjetunion:

  • Sowjetischer Realismus der 30er Jahre - Aufbau und Arbeit
  • Portraits von Stalin - Personenkult und Machtlegitimation
  • Vera Muchina - Arbeiter und Kolchosbäuerin - 1936 /1937
  • Alexander Alexandrowitsch Deineka  - "Die Verteidigung Sewastopols" (1942), Abgeschossenes Fliegerass (1943)
  • Sowjetische Propaganda- und Revolutionsplakate  - (u.a. Dimitri Moor, Viktor Deni, El Lissitzky, Wladimir Majakowski, Gustav Klucis, Alexander Rodtschenko)
  • Sowjetischer Pavillon, Weltausstellung, 1937, Paris
  • Fotografien der russischen Konstruktivisten - Alexander M. Rodtschenko, Boris W. Ignatowitsch, El Lissitzky

Italien:

  • Futurismus und Faschismus
  • Fotomontagen im faschistischen Italien
  • Bildnisse von Mussolini - Inszenierung des Staatsführers
  • Propagandistische Bildnisse von Arbeit, Mensch und Gesellschaft

Deutschland:

  • Heinrich Hoffman  - Fotografie als Werkzeug der Inszenierung
  • Kriegspropaganda- Malerei, Druckgraphik und Fotografie
  • Bildnisse von Mensch, Gesellschaft und Arbeit im Nationalsozialismus
  • Skulpturen Josef Thorak - Paris Weltausstellung 1937
  • Deutscher Pavillon - Weltausstellung 1937, Paris
  • Der männliche Akt in der Nationalsozialistischen Kunst
  • Film als Mittel der Inszenierung & Propaganda: Leni Riefenstahl: "Triumph des Willens"

Mexiko:

  • Jose Clemente Orozco  - Wandgemälde, Escuela Nacional Preparatoria, México D.F.
  • Alfred Alfaro Siqueiros - Geburt des Faschismus, Portrait der Bourgeoisie
  • Diego Rievera - Wandgemälde, Palacio Nacional, México D.F.

USA:

  • Bildnisse von Aufbau und Arbeit - New Deal
  • Bildnisse des Militär - Kriegspropaganda

China:

  • Propagandistische Malerei in China

Nordkorea:

  • Propagandaplakate in Nordkorea - Bild und Stilanalyse

 

Literatur: 

Einführende Literatur ab Montag dem 21.10.13 im Semesterapparat der Institutsbibliothek.

Organisatorisches:
Maximal 35 Teilnehmer, die Themenvergabe erfolgt in den ersten beiden Sitzungen.
Eigene Themenvorschläge sind willkommen! Bitte kontaktieren Sie mich diesbezüglich spätestens in der ersten Sitzung.

Mögliche Scheine:
2-ECTS: regelmäßige Teilnahme, Referat
4-ECTS: regelmäßige Teilnahme, Referat, 5 seitiges Essay
6 ECTS: regelmäßige Teilnahme, Referat, 15 seitige Hausarbeit

Architektur-Studierende B.A./M.A.:
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (Umfang nach Stand des Studiums).
Die Anrechnung des Seminars für Studierende des Diplom-Studienganges Architektur muss vorab mit Herrn Fischer besprochen werden.

Für alle Scheine ist die Abgabe des Templates für den Semester-Reader der Kunstgeschichte per E-Mail an Adrian Fischer erforderlich (adrian fischerCli8∂kit edu).

Abgabe aller schriftlichen Arbeiten inkl. Templates bis Freitag, 28.03.2014.

Vorlesung: Geschichte der Kunst II. Das hohe Mittelalter

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr (Beginn: 24. Oktober 2013)
Hörsaal 37


Beschreibung:
Die Vorlesung zur Kunst des hohen Mittelalters ist die zweite von sechs Epochenvorlesungen über die Geschichte der Kunst von der frühchristlichen Zeit bis zur Gegenwart. Sie zeichnet die Grundzüge und Entwicklungslinien der Kunst und Architektur vom 11. bis zum 14. Jahrhundert nach, behandelt also die Epochen der Romanik und der Gotik.

Literatur zur Einführung:
Hermann Fillitz: Das Mittelalter I. Berlin 1969 (= Propyläen-Kunstgeschichte); Otto von Simson: Das Mittelalter II. Berlin 1972 (= Propyläen-Kunstgeschichte); Dieter Kimpel, Robert Suckale: Die gotische Architektur in Frankreich 1130-1270. München 1985; Georges Duby: Die Zeit der Kathedralen. Kunst und Gesellschaft 980-1420. Frankfurt 1992; Rolf Toman (Hg.): Die Kunst der Romanik. Architektur, Skulptur, Malerei. Köln 1996; Günther Binding: Hochgotik. Die Zeit der großen Kathedralen. Köln 2002; Rolf Toman (Hg.): Die Kunst der Gotik. Architektur, Skulptur, Malerei. Köln 2004; Norbert Schneider: Geschichte der mittelalterlichen Plastik. Von der frühchristlichen Antike bis zur Spätgotik. Köln 2004; Bernd Nicolai: Gotik. Stuttgart 2007 (= Reclam Kunst-Epochen, Bd. 4).


Folien zur Vorlesung vom 24. Oktober 2013
Folien zur Vorlesung vom 31. Oktober 2013
Folien zur Vorlesung vom 7. November 2013
Folien zur Vorlesung vom 14. November 2013
Folien zur Vorlesung vom 21. November 2013
Folien zur Vorlesung vom 28. November 2013
Folien zur Vorlesung vom 5. Dezember 2013
Folien zur Vorlesung vom 12. Dezember 2013
Folien zur Vorlesung vom 9. Januar 2014
Folien zur Vorlesung vom 16. Januar 2014
Folien zur Vorlesung vom 23. Januar 2014
Folien zur Vorlesung vom 30. Januar 2014
Folien zur Vorlesung vom 6. Februar 2014

Proseminar BK II: Die Malerei der Neuen Sachlichkeit

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 23. Oktober 2013)
Seminarraum


Beschreibung:
Nach dem Abflauen der revolutionären Phase nach dem Ersten Weltkrieg, die in der Kunst zu neuem Pathos und einer kurzen Wiederbelebung des Expressionismus geführt hatte, stellte sich in der Malerei Mitte der 20er Jahre eine Nüchternheit ein, die als "Neue Sachlichkeit" bezeichnet wird. Die Maler distanzierten sich von den Formexperimenten der abstrakten Kunst und den religiösen Bildthemen des Expressionismus und widmeten sich der Gegenständlichkeit und profanen Themen wie Natur und Technik. Im Seminar werden bekannte Vertreter der "Neuen Sachlichkeit" und ihre Werke behandelt und das Verhältnis der neusachlichen Malerei zur Romantik des 19. Jahrhunderts und zur späteren NS-Kunst untersucht.

Literatur zur Einführung:
Sergiusz Michalski: Neue Sachlichkeit. Malerei, Graphik und Photographie in Deutschland 1919-1933. Köln 1992; Hans-Jürgen Buderer: Neue Sachlichkeit. Bilder auf der Suche nach der Wirklichkeit. Figurative Malerei der zwanziger Jahre. Ausstellungskatalog. Hrsg. und mit einem Vorw. von Manfred Fath. Mannheim 1994.

Hauptseminar BK II: Architekten im Exil 1933 - 1945

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 23. Oktober 2013)
Seminarraum


Beschreibung:
Die Geschichte der Architekten, die in den Jahren zwischen 1933 und 1945 das nationalsozialistische Deutschland und die von Deutschland besetzten Länder verließen und ins Exil gingen, ist bis heute nicht umfassend dokumentiert. Während die Exilbiographien der prominenten Architekten wie Walter Gropius, Erich Mendelsohn oder Ludwig Mies van der Rohe inzwischen bestens bearbeitet sind und gute Dokumentation über die Exilarchitektur in einzelnen Exilländern wie Großbritannien, den USA, Palästina oder der Türkei vorliegen, fehlt es nach wie vor an Überblicksdarstellungen, die auch die unbekannten Architekten und die kleinen und exotischen Exilorte in den Blick nehmen.

Das Studienprojekt „Architekten im Exil 1933-1945“, das im Wintersemester 2002/03 begonnen wurde, hat sich die Aufgabe gestellt, diese Lücken zu schließen. Im Rahmen des Projekts entsteht ein illustriertes biographisches Lexikon zur Architektur im Exil, das die Exilbiographien und die Exilprojekte der während des Nationalsozialismus aus Deutschland emigrierten Architekten verzeichnet. Seit 2003 ist dieses Projekt als Internetdokumentation online verfügbar. Das Ziel des Seminars ist es, diese Dokumentation zu ergänzen und zu vervollständigen und die bereits publizierten Inhalte redaktionell zu überarbeiten.

Von allen TeilnehmerInnen wird die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit und zum Erbringen einer mündlichen und schriftlichen Studienleistung erwartet.

Literatur zur Einführung:
Bernd Nicolai: “Architektur”, in: Handbuch der deutschsprachigen Emigration 1933-1945. Hg. von Claus-Dieter Krohn, Patrik von zur Mühlen, Gerhard Paul und Lutz Winckler. Darmstadt 1998, S. 691-703. – Bernd Nicolai (Hg.): Architektur und Exil. Kulturtransfer und architektonische Emigration 1930 bis 1950. Trier 2003. – Architekten im Exil 1933-1945. http://kg.ikb.kit.edu/arch-exil/index.php

Datenblatt "Architekten im Exil"
Beispiel

 

 

Hauptseminar/ÄK: Pierre Bourdieu. Schriften zur Kunst

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 24. Oktober 2013)
Seminarraum


Beschreibung:
Wie kaum ein anderer Soziologe hat Pierre Bourdieu seine Erkenntnisse über die Gesellschaft aus der Analyse ihrer symbolischen Systeme gewonnen. Die Auseinandersetzung mit der Kunst und ihren Institutionen durchzieht sein gesamtes wissenschaftliches Werk. Im Seminar sollen seine kunstsoziologischen Positionen und Begriffe entlang der Chronologie seines Werkes diskutiert werden. Im Mittelpunkt stehen Die Liebe zur Kunst (1966), Zur Soziologie der symbolischen Formen (1970) und Die Regeln der Kunst (1999). Darüber hinaus werden weitere ausgewählte Texte zur Kunstsoziologie behandelt.

Literatur zur Einführung:
Pierre Bourdieu, Alain Darbel: Die Liebe zur Kunst. Europäische Kunstmuseen und ihre Besucher. Konstanz 2006 (urspr.: L'amour de l'art. Les musees et leur public. Paris 1966); Pierre Bourdieu: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Frankfurt 1970; Pierre Bourdieu: Die Regeln der Kunst. Genese und Struktur des literarischen Feldes. Frankfurt 1999 (urspr.: Les règles de l´art. Genese et structure du champ littéraire. Paris 1992); Jens Kastner: Die ästhetische Disposition. Eine Einführung in die Kunsttheorie Pierre Bourdieus. Wien 2008; Florian Schumacher: Bourdieus Kunstsoziologie. Konstanz 2011.

Italienisch (Kurs A)

Concetta Pelella
Freitag, 9.00 - 11.15 Uhr (Beginn: 25. Oktober 2013)
Seminarraum


Buch zum Sprachkurs:
un giorno in Italia 1 Bonacci editore ISBN 9788875733742
Bitte ab der 1. Unterrichtsstunde dabei haben!
Der Sprachkurs wird ausschließlich für Studierende des Faches Kunstgeschichte angeboten!


 

Italienisch (Kurs B)

Concetta Pelella
Freitag, 11.30 - 13.45 Uhr (Beginn: 25. Oktober 2013)
Seminarraum


Buch zum Sprachkurs:
un giorno in Italia 1 Bonacci editore ISBN 9788875733742
Bitte ab der 1. Unterrichtsstunde dabei haben!
Der Sprachkurs wird ausschließlich für Studierende des Faches Kunstgeschichte angeboten!

Italienisch (Kurs C)

Concetta Pelella
Freitag, 14.00 - 16.15 Uhr (Beginn: 25. Oktober 2013)
Seminarraum


Buch zum Sprachkurs:
un giorno in Italia 1 Bonacci editore ISBN 9788875733742
Bitte ab der 1. Unterrichtsstunde dabei haben!
Der Sprachkurs wird ausschließlich für Studierende des Faches Kunstgeschichte angeboten!

Übung: KUNST DENKEN

Dr. Kirsten Voigt
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 22. Oktober 2013)
Seminarraum


Beschreibung:
Grundlage der Veranstaltung, die auch als Blockseminar abgehalten werden kann, sind drei Bände der Zeitschrift „Kunstforum International“: Wir wollen sie als Reader benutzen, um über das Verhältnis von Kunst und Philosophie im 20. und 21. Jahrhundert nachzudenken. Interessante Aufsätze zu diesem Thema finden sich in:
Band 100 (April / Mai 1989) mit dem Titel „Kunst und Philosophie“
Band 108 (Juni / Juli 1990) mit dem Titel „Aktuelles Denken“
Band 190 (März / April 2008) mit dem Titel „Denken 3000“.

Wir werden in dieser Veranstaltung unter anderem Denkern und Theoretikern wie Immanuel Kant, Friedrich Nietzsche, Theodor W. Adorno, Arthur C. Danto, Nelson Goodman, Jean-Francois Lyotard, Jean Baudrillard, Peter Bürger, Vittorio Hösle, Wolfgang Welsch, Vilém Flusser, Niklas Luhmann, Bruno Latour, Pierre Lévy, Friedrich Kittler, Gottfried Böhm und Thomas Macho begegnen.   

Anlässlich des ersten Termins am 22.10. werden Themen vergeben und die Sitzungstermine festgelegt.  

Übung: Schrift, Sprache und Bild in der Modernen Kunst

Dr. Claudia Pohl
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 6. November 2013)
Hörsaal 9
Die weiteren Termine finden sowohl im Hörsaal 9 als auch in der Städtischen Galerie Karlsruhe, Lorenzstraße 27, statt.


Beschreibung:
Im Zentrum der Veranstaltung steht das allgegenwärtige Interesse, das zeitgenössische Künstler an der Schrift haben. Schrift ist heute, von Setzkasten befreit, zu einem selbstverständlichen Medium der bildenden Kunst geworden und typografische Zeichen erzählen per se auch ihre eigene Geschichte. Dem entspricht, dass die Visualisierungselemente der Schrift an Bedeutung gewonnen haben, auch sie hat buchstäblich den (öffentlichen) Raum erobert.
Seit den Avantgarde-Bewegungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts lässt sich eine wechselseitige Durchdringung von Literatur und bildender Kunst beobachten. Worte Buchstaben und Ziffern avancieren zu gestalterischen Elementen im Kubismus, Futurismus, Surrealismus und Dadaismus, mittels Collage- und Montagetechniken werden ungewohnte Bezüge und Materialien in das Kunstwerk integriert. Mit der Konzeptkunst wird die Sprache als das primäre Medium der ästhetischen Produktion etabliert, ihre Vertreter bereiten das Feld für die Gegenwart vor. So wurde in den letzten Jahrzehnten deutlich, dass die Trennung zwischen Bild und Sprache, Visuellem und Verbalen dem Prozesscharakter der Gattungsbeziehungen widerspricht, womit eine Einschränkung des Themas Schrift und Bild heute schier unmöglich erscheint.
Es scheint, dass das Interesse an der Schrift sich gerade an der Historizität von Wort und Bild, Zeichen und Gedächtnis orientiert. Die Implementierung von Verschiebungen zwischen Schrift und Bild(raum), basierend  auf den dynamischen Unmessbarkeiten beider Elemente,  kann Bedeutung zum Schwinden bringen, erweitern oder auch erschüttern. Grundlage dieser Strategien sind komplexe Referenzen und die Erkenntnis, dass der Betrachter immer schon im Bilde ist, bevor er etwas sieht.
Sowohl die Städtische Galerie wie das Museum für Neue Kunst /ZKM widmen diesem Themenbereich Ausstellungen, wenn auch mit ganz unterschiedlichen Ansätzen. Neben Werkbeschreibungen in beiden Institutionen sollen auch Ausstellungskritiken und Führungsangebote erarbeitet werden.

 

 

Proseminar BK II: Exilforschung: Deutschsprachige Kulturschaffende in der Türkei nach 1925

Buket Altinoba, M.A.
Dienstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 22. Oktober 2013)
Seminarraum


Beschreibung:
Der stille Widerstand deutschsprachiger Kulturschaffender gegen die Hitler-Politik ist einzigartig in der Geschichte der Zwischenkriegszeit. Aktuelle Exilstudien zeigen zudem auf eindrucksvolle Weise die Wirkung, die Akademiker im Exil in der sozialpolitischen Auseinandersetzung haben konnten. So bereicherten exilierte Intellektuelle die Kultur in ihren Aufnahmeländern nicht nur wesentlich durch die enge Zusammenarbeit mit einheimischen Künstlern, Architekten und Auftraggebern, sondern prägten sie auch nachhaltig auf institutioneller Ebene wie es im Falle der Türkei nachvollziehbar wird.  Exemplarisch steht hierfür die Einrichtung neuer Abteilungen bzw. die Besetzung von Lehrstühlen mit deutschsprachigen Akademikern. Eine solche Neubesetzung der Institutsspitzen wurde an der Istanbuler Kunstakademie zur Zeit der kemalistischen Reformen, die Mitte der 1920er Jahre einsetzten und in den 1930er Jahren einen Höhepunkt erlebten, als Aufbruch in eine neue Ära bewertet. Allein an der Kunstakademie unterrichteten zwischen 1928 und 1958 insgesamt 24 Exilwissenschaftler, die vor dem Nazi-Regime geflohen waren und in der Türkei eine vorübergehende Heimat gefunden hatten. Namentlich sind diese erstmals vollzählig in einer wissenschaftlichen Studie erfasst, die Ataman Demir an der Mimar-Sinan-Universität (ehemals Kunstakademie) durchgeführt hat. Im Seminar werden neben diesen auch weitere z.T. in Ankara tätig gewesene Architekten, Bildhauer und Spezialisten der Monumentalplastik sowie Kunsthistoriker besprochen. Dabei wird nicht nur die Biografie und das Verdienst jener Protagonisten/innen in den Blick genommen, sondern auch kritisch erörtert, in wie weit die importierte Lehre auf Widerstand stieß bzw. ob es zu einer unsachgemäßen Anwendung auf die Gegebenheiten vor Ort kam.

Proseminar BK II: Portrait, Genre und Landschaft: Niederländische Malerei von Jan van Eyck bis Pieter Bruegel d.Ä.

Buket Altinoba, M.A.
Montag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 21. Oktober 2013)
Seminarraum


Beschreibung:
Im Seminar zur Kunst der Renaissancezeit nördlich der Alpen werden Hauptwerke der Kunstgeschichte beleuchtet, die sich heute in den großen Museen der Welt befinden (Alte Pinakothek/München, Prado/Madrid, Metropolitan Museum of Art/New York, usw.). An der Schwelle zur Neuzeit entsteht in den südniederländischen Handelszentren eine Malerei mit einer bisher ungekannten Detailfreude und Liebe zur Natur. Maler wie Jan van Eyck, Robert Campin und Rogier van der Weyden führen im 15. Jahrhundert eine grundlegende Erneuerung der Tafelmalerei herbei, indem sie die religiöse Malerei um eine neue, auf die Wirklichkeitserfassung gerichtete Bildkonzeption erweitern. Im Gegensatz dazu zeichnet sich die Malerei im 16. Jahrhundert nicht nur durch den deutenden wie kritisierenden Umgang mit den naturhaften Landschaftskulissen der Vorläufer aus, sondern auch einem neuzeitlich geprägten Entdeckerdrang, der sich durch die psychologische Suche nach dem Außergewöhnlichen in der Landschaft zeigt. Angesichts des Detailrealismus im Mérode-Altar oder im Genter Altar der Brüder van Eyck kann die Entwicklung von Werken früher Raumgestaltung hin zum Staffeleibild mit Weltbezug nachvollzogen werden, wie etwa in den sog. „Weltlandschaften“ und „Jahreszeitenbildern“ Pieter Bruegels. Das Jahrhundert, in welchem die Landschaft in der Malerei - nach der profanen Landschaft als Heiliges Land - erfunden wird, ist ebenso Thema wie die Initiierung des Portraittafelbildes. Die Themen im Seminar behandeln folglich die sich zwischen biblischem Geschehen und realistischer Darstellung entwickelnde Bildkunst mit spezifischer Raumatmosphäre, die künstlerische Erschließung des bürgerlichen Innenraumes sowie den Künstler selbst, der sich in dieser Zeit des Umbruchs und großer Kontroversen hinsichtlich Zunftzwang, Hofamt und Markt neu verorten muss.