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Sommersemester 2014

Semesterdaten:
Semesterbeginn: 1. April 2014
Semesterende: 30. September 2014

Vorlesungsbeginn: 14. April 2014
Vorlesungsende: 18. Juli 2014


Hier finden Sie die Stundenplanübersicht Sommersemester 2014! Änderungen vorbehalten!

Veranstaltungen im Sommersemester

Vorlesungen      
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr Geschichte der Kunst III: Renaissance Prof. Dr. Papenbrock Hörsaal 37
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr Mittelalterliche Wandmalerei in Italien Prof. Dr. Schulze Eiermann-Hörsaal
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr Malerei nach der Malerei PD Dr. Schulz Eiermann-Hörsaal
Proseminare      
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: Die Künstler und der Erste Weltkrieg Prof. Dr. Papenbrock Seminarraum
Mittwoch, 8.00 - 9.30 Uhr Grundlagen der Kunstwissenschaft Prof. Dr. Schulze Seminarraum
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr BK I: Die gotische Kathedrale Prof. Dr. Schulze Seminarraum
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr Methoden der Kunstwissenschaft Dr. Axtmann Seminarraum
Dienstag, 14.00 - 15.30 Uhr BK I: Karolingische Kunst Dr. Axtmann Seminarraum
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr BK II: Cut-Papierkunst vom Scherenschnitt
bis zur Installation
Dr. Axtmann Seminarraum
Mittwoch, 17.30 - 19.00 Uhr BK II: Stoff-Bild-Räume - Zum Textilen in der
Kunst von der Moderne bis zu gegenwartsbezogenen
künstlerischen Strategien
Buket Altinoba, M.A. Seminarraum
Donnerstag, 17.30 - 19.00 Uhr BK I/II: Das Porträt zwischen Repräsentationsbedürfnis
und Memoria in der frühen Neuzeit
Buket Altinoba, M.A. Seminarraum
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr BK I/II: Das Licht in der Kunst Adrian Fischer, M.A. Seminarraum
Dienstag, 14.00 - 15.30 Uhr BK I/II: Deutsche Malerei des Spätmittelalters
und der Frühen Neuzeit
PD Dr. Schulz Staatliche Kunsthalle
Karlsruhe
Hauptseminare      
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr BK II: Martha Rosler und Andrea Fraser Prof. Dr. Papenbrock Seminarraum
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr Ästhetik/Kulturtheorie: Die Bilderfrage im
Konfessionellen Zeitalter
Prof. Dr. Papenbrock Seminarraum
Dienstag, 17.30 - 19.00 Uhr BK II: Künstlerhäuser Prof. Dr. Schulze Seminarraum
Donnerstag, 15.45 - 17.15 Uhr BK II: Zeitgenössische Kunstfotografie im
globalen Kontext
PD Dr. Schulz Seminarraum
Montag, 11.30 - 13.00 Uhr BK II: Sakralbauten in Karlsruhe Prof. Dr. Krüger Seminarraum
Übungen      
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr Arbeit in Archiven Dr. Förster Stadtarchiv Karlsruhe
Blockveranstaltung Praxisfeld Museum: Ausstellung und Vermittlung Dr. Grunow Seminarraum
Blockveranstaltung Arbeiten mit graphischen Sammlungen Dr. Juliane Mohrland  
Mittwoch, 15.30 - 17.00 Uhr Beispiele einer Sammlung Dr. Pohl  
Montag, 14.00 - 15.30 Uhr Die Gestaltung öffentlich genutzter Räume Dr. Rottmann Seminarraum
Blockveranstaltung Das Ende einer Kunst der Kunstwerke -
Friedrich Nietzsches Artistenmetaphysik und
die Folgen für die Kunst des 21. Jahrhunderts
Dr. Voigt Seminarraum
21. - 25. Juli 2014 Grundlagen der Fotografie Seeland/Engel Fotowerkstatt
Tutorien      
Montag, 9.45 - 11.15 Uhr Tutorium zu MK Ines Kugele Seminarraum
Mittwoch, 11.30 - 13.00 Uhr Tutorium zu GK Mona Leidig Seminarraum
Italienisch      
Freitag, 9.00 - 11.15 Uhr Italienisch (Kurs A) Concetta Pelella Seminarraum
Freitag, 11.30 - 13.45 Uhr Italienisch (Kurs B) Concetta Pelella Seminarraum
Freitag, 14.00 - 16.15 Uhr Italienisch (Kurs C) Concetta Pelella Seminarraum

Übung: Die Gestaltung öffentlich genutzter Räume

Dr. Kathrin Rottmann
Montag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 14. April 2014)
Seminarraum


Beschreibung:
Die Umgestaltung der städtischen Räume wird anlässlich vernachlässigter Fußgängerzonen, neuer Infrastrukturprojekte sowie Einkaufszentren und der Gentrifizierung ganzer Stadtteile vielerorts diskutiert. Für die Stadt Karlsruhe sieht der „Masterplan 2015“ anlässlich des bevorstehenden 300. Stadtgeburtstags eine Reihe von innerstädtischen Bauprojekten zur Umgestaltung der öffentlichen und öffentlich genutzten Räume vor.
Im Rahmen der Übung soll die Gestaltung verschiedener Karlsruher Stadträume, darunter Straßen, Höfe und Fußgängerzonen, exemplarisch untersucht und vor Ort diskutiert werden. Zur Vorbereitung sind gemeinsame Diskussionen von Lektüretexten, Archivrecherchen und kleine Referate vorgesehen.

Literaturhinweise:
Monika Wagner: Die Plazas von Manhattan. Privatisierung von Kunst und Natur im öffentlichen Raum, in: Kritische Berichte 4 (1991), S. 38-51
Hartmut Häußermann/Walter Siebel: Neue Urbanität, Frankfurt am Main 1987

 

Übung: Beispiele einer Sammlung-Die Karlsruher Realisten

Dr. Claudia Pohl
Mittwoch, 15.30 - 17.00 Uhr (Beginn: 23. April 2014)
1. Termin: 15.45 Uhr, Eiermann-Hörsaal, danach Städtische Galerie Karlsruhe


Beschreibung:
Im Zentrum der Veranstaltung steht die Ausstellung Kritische Beobachter – Karlsruher Realisten der 1970er Jahre im Kontext, eine Schau aus  Sammlungsbeständen der Städtischen Galerie Karlsruhe. Vor diesem Hintergrund werden uns nicht nur der Realismus und die Neue Sachlichkeit als Bezugspunkte der vorgestellten Kunst der 1970er Jahre beschäftigen. Vielmehr soll im Kontext der Begriffs– und Stilgeschichte des Realismus auch die Frage zu klären sein, nach welchen Kriterien in der Vergangenheit gesammelt wurde.
Wie lässt sich der Rückgriff der Karlsruher Realisten auf Tendenzen der 1920er Jahre erklären? In welchem Verhältnis stehen die gezeigten realistischen Tendenzen der 1970er Jahre zur Kunstproduktion in der damaligen Bundesrepublik und zur Pop Art in England und Amerika?  Wie sind die Protagonisten der Neuen Figuration im Kontext dieser Entwicklungen zu bewerten?
Anhand dieser Fragen sollen im Dialog von Ausstellung und Sammlung Bildbeschreibungen und Werkanalysen erarbeitet werden.

Organisatorisches:
Die Vergabe der Referatsthemen an die Seminarteilnehmer erfolgt per Liste im Sekretariat vom 24. bis 27. März 2014 (beachten Sie die Ferienöffnungszeiten). Tragen Sie sich verbindlich für ein Thema ein. Bei Nichteintragung werden die Seminarplätze und Themen an Studierende von der Warteliste vergeben.

Referatsthemen:
Drei Texte zur Begriffsgeschichte des Realismus:
- G. Schmidt: Naturalismus und Realismus, In: Festschrift Martin Heidegger zum Siebzigsten Geburtstag, hrsg. von G. Neske, Tübingen 1959, S. 263-275.
- Klaus Herding: Realismus. In: Kunst. Die Geschichte ihrer Funktionen. Werner Busch + Peter Schmook (Hrsg.) Studienbegleitbrief, Weinheim 1987, S. 695.
- Richard Hiepe: Realismus und Befreiung, In: Realisten Karlsruhe, Karlsruhe oJ., o.S. - (Text wird zur Verfügung gestellt).

Neue Sachlichkeit:
Karl Hubbuch: Lissy im Cafe, 1930/32 + Rudolf Schlichter: Klatschbasen, um 1928 (Zeichnung)
Willi Müller-Hufschmid: Selbstbildnis, 1929 + Georg Scholz: Zeitungsträger, 1921.

Zeitgleich:
Reinhard Dassler, o. T., 1968
Lampert Maria Wintersberger: Fingerschraube, 1968
Georg Baselitz: Der Exote, 1966

Die Rolle der Fotografie:
Gerhard Richter: Porträt Johannes Wasmuth, 1966 + Albert Hermann, Selbstbildnis, 1973

Neue Figuration:
Horst Antes: Grüne Figur, 1970/71 + Martin Jahn: König Ubu, 1976

Lehrer-Schüler:
Karl Hubbuch und Helmut Goettl im Vergleich

Zeitgeist/Politik:
- Fritz Genkinger: Deutscher Sonnenuntergang, 1972
- Immendorf: Abfallhaufen der Geschichte, 1975
- Harald Duwe: Bitte mit Sahne, 1975 + Gretel Haas-Gerber: Cafehaus II, 1975
- Benno Huth: Angesichts des Geldes, 1974

Künstlerdasein/Kunstmarkt:
- Bodo Kraft: Bildender Künstler - Situation II, 1975
- Reinhard Dassler, Helena, 1978

Künstlerinnen:
- Hanna Nagel: Last euer Licht für meinen armen Docht leuchten, 1928
- Waltraud Kniss, Meine Familie lässt schön grüßen, 1968, Litho
Hildegard Fuhrer, chantilly, 1978

Stilleben als Motiv:
Klaus Langkafel und Harald Herr

Stadtentwicklung/Stadtsanierung:
Titulo Karcher, Benno Huth, Eberhard Dänzer

Werbegrafik/Illustration:
Annette Ziegler: Brecht-Kalender, 1976
Einfluss: Richard Lindner

Inernational:
Documenta 5 (1972) + Documenta 6 (1977)

 

 

 

 

Hauptseminar BK II: Sakralbauten in Karlsruhe

Prof. Dr. Jürgen Krüger
Montag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 28. April 2014)
Seminarraum


Beschreibung:

Die Kirchen bestimmen das Stadtbild von Karlsruhe in ähnlichem Maße wie die Bauten der Herrscher. Im Lauf der Geschichte der Stadt mit umliegenden Ortschaften entstanden zahlreiche Bauten. Vor allem seit dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Kirchen stark umgebaut, aus den unterschiedlichsten Gründen.

Im Seminar sollen wichtige Bauten bzw. Umbauten analysiert werden.

Organisatorisches:
Die Vergabe der Referatsthemen an die Seminarteilnehmer erfolgt per Liste im Sekretariat vom 24. bis 27. März 2014 (beachten Sie die Ferienöffnungszeiten). Tragen Sie sich verbindlich für ein Thema ein. Bei Nichteintragung werden die Seminarplätze und Themen an Studierende von der Warteliste vergeben.

Referatsthemen:

1) Durlach, Stadtkirche
2) Karlsruhe, Stadtkirche
3) Karlsruhe, St. Stephan
4) Rüppurr, ev. Kirche
5) Rüppurr, kath. Kirche
6) Bulach, St. Cyriak
7) Wolfartsweier, ev. Kirche
8) Karlsruhe, Christuskirche
9) Missionskirche (Südtangente)
10) Waldstadt, St. Hedwig
11) Daxlanden, Heiliggeist
12) Weiherfeld, Friedenskirche
13) Neureut, St. Judas Thaddäus
14) Palmbach, Waldenserkirche

Andere Kirchen sind nach Rücksprache möglich. 

Punkte und Arbeiten:
2 ECTS-Punkte: Vortrag, Handout, Essay
8 ECTS-Punkte: Vortrag, Handout, Hausarbeit ca. 25 Seiten 

Gefordert werden die üblichen Dinge:
Regelmäßige Teilnahme
Kurzreferat in einer Seminarveranstaltung
Ausführliche Hausarbeit

Vorausgesetzt werden:
Selbständiges Recherchieren der relevanten Bibliographie in digitalen und gedruckten Medien
Grundkenntnisse in der Vortragstechnik

 

Übung: Praxisfeld Museum: Ausstellung und Vermittlung

Dr. Sonja Grunow
Termine:
Montag, 14.04.14, 15:45-18:00 Uhr Einführung und Referatsvergabe, Seminarraum

Samstag, 24.05.14, 10:00-17:00 Uhr Praxistag

Samstag, 07.06.14, 10:00-17:00 Uhr Praxistag

Samstag, 28.06.14, 10:00-17:00 Uhr Praxistag

Freitag, 04.07.14, 15:30-17:00 Uhr Nachbesprechung


Beschreibung:

Die Ausstellung ist das zentrale Medium, über welches das Museum mit dem Besucher kommuniziert. Doch nach welchen Kriterien werden Ausstellungen gestaltet und was macht eine gute Ausstellung aus? Gibt es objektbedingte Vorgaben und Unterschiede in geschichtlichen, naturkundlichen oder kunstorientierten Ausstellungen?

Dabei ist zu beachten, dass sich die Art und Weise, wie Museen ihre Sammlungen präsentieren, in den letzten Jahrzenten verändert hat. Da nicht alle Ausstellungen zur selben Zeit fertiggestellt wurden, ergibt sich ein Feld von verschiedenen Darbietungsformen: Als Schausammlung, mit partizipatorischen Elementen oder als inszenierte Darstellung der Geschichte.

Karlsruhe besitzt eine umfassende Museumslandschaft, die neben Kunsthalle, Naturkundemuseum oder Landesmuseum auch kleine unbekannte Museen wie Verkehrsmuseum oder das Rechtshistorische Museum bietet. In der Übung sollen Konzepte und Methoden verschiendenartiger Museumsausstellungen untersucht und verglichen werden, um so die vielfältigen Möglichkeiten der Besucherkommunikation zu beleuchten.

Organisatorisches:
Für den Besuch der verschiedenen Museen, insbesondere zur Vorbereitung des eigenen Referats, wird der Kunsthistorikerausweis vom Institut für Kunstgeschichte empfohlen.

Zu erbringende Leistung / Mögliche Scheine:
Jede Teilnehmerin stellt eine Ausstellung/Museum in einem 30-minütigen Referat vor und erstellt ein Handout mit den wesentlichen Kriterien der Präsentation.

2 ECTS-Punkte.

Übung: Arbeit in Archiven

Dr. Katja Förster
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr
(Beginn: 14. April 2014)
Stadtarchiv, Markgrafenstraße 29

Beschreibung:
Die Übung findet vorwiegend im Stadtarchiv Karlsruhe, Markgrafenstr. 29, statt.
Anhand der Bearbeitung originaler Bauordnungsamtakten mit Baugesuchen, Korrespondenzen, Planskizzen etc. in deutscher Schrift (Sütterlin) wird den Studierenden der Umgang mit Archivalien näher gebracht sowie Einblicke in die Karlsruher Stadtbaugeschichte mit ihren verschiedenen Baustilen gegeben.

Des Weiteren werden die wichtigsten Archive der Stadt besucht: Generallandesarchiv, Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Denkmalamt etc.

Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte

Proseminar Methoden der Kunstwissenschaft

Dr. Alexandra Axtmann
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 15. April 2014)
Das Tutorium zu MK bei Frau Ines Kugele beginnt bereits am Montag, 14. April 2014 (s. Stundenplan)
Seminarraum


Beschreibung:
Gegenstand des Proseminars ist die Methodengeschichte der Kunstwissenschaft, die wir anhand von Texten erarbeiten werden. Ausgehend von den Künstlerviten Giorgio Vasaris, den Kunstbeschreibungen Johann Joachim Winckelmanns, der Stilanalyse, Ikonographie und Ikonologie über Kunstpsychologie, Semiotik, Gender Studies, Sozialgeschichte und Rezeptionsästhetik bis zur Bildanthropologie sollen wissenschaftliche Methoden unseres Faches vorgestellt, diskutiert und auch angewendet werden.


Organisatorisches:

- Die Übernahme eines Referates und die kontinuierliche Mitarbeit durch wöchentliche Textzusammenfassungen sind erforderlich.
- Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt in der ersten Sitzung am 15. April 2014.
- Ein Tutorium, dessen Besuch obligatorisch ist, führt in die Praxis des kunstwissenschaftlichen Arbeitens und die Lektüre wissenschaftlicher Texte ein. Hier sind auch Termine in Karlsruher Bibliotheken und Museen vorgesehen.
- Die für das Seminar relevanten Texte werden in Form eines Readers für alle Studierenden zur Verfügung gestellt.
- Bitte melden Sie sich über das Studierendenportal für das Seminar an!


Mögliche Scheine:

8 ECTS-Punkte


Zu erbringende Leistungen:
- regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit am MK-Seminar und dem zugehörigen Tutorium + Referat im MK-Seminar zu einer Methode mit Kurz-Hausarbeit (7 Seiten, Abgabe bis zum 1. September 2014)
- Klausur (1,5 h) in der letzten Sitzung am 15. Juli 2014 (Klausurausgabe und Besprechung am Dienstag, 22. Juli 2014)
- Kurzreferate und kleinere Hausaufgaben im Tutorium


Literaturauswahl zur Einführung:

Belting, Hans u. a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 5. überarb. Auflage. Berlin 1996
Brassat, Wolfgang/ Kohle, Hubertus: Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. Köln 2003
Halbertsma, Marlite/ Zijlmans, Kitty (Hg.): Gesichtspunkte. Kunstgeschichte heute. Berlin 1995
Held, Jutta/ Schneider, Norbert: Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche, Institutionen, Problemfelder. Köln/Weimar 2007
Kultermann, Udo: Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft. Überarb. und erw. Neuaufl. München 1990

 

Proseminar BK I: Karolingische Kunst

Dr. Alexandra Axtmann
Dienstag, 14.00 – 15.00 Uhr (Beginn: 15. April 2014)
Seminarraum


Beschreibung:
Die Karolingische Kunst gilt als eine der frühesten Renaissancen in der Kunst des europäischen Mittelalters. In den einzelnen künstlerischen Gattungen – der Architektur, Buch- und Wandmalerei, Goldschmiede- und Elfenbeinkunst – ist die Idee Karls des Großen einer „Renovatio Imperii Romanorum“ greifbar, da in jeweils unterschiedlicher Form und Intensität formale wie inhaltliche Bezüge auf die römische Antike nachgewiesen werden können. Neben diesem Aspekt sollen im Seminar anhand von Beispielen aus allen genannten Gattungen auch Fragen zum Text-Bild-Verhältnis, Ornament und Raumverständnis, zur Herrscherikonographie, zum Gottes- und Menschenbild sowie zur jeweiligen Funktion und Rezeption gestellt werden.

Referatsthemen:
1) Pfalzanlagen Paderborn und Aachen
2) Aachen, Dom/ Pfalzkapelle – Architektur
3) Aachen, Dom/ Pfalzkapelle – Ausstattung (Bronzetüren, Emporengitter, Thron etc.)
4) Aachen, Dom/ Pfalzkapelle: Apsismosaik und Germigny-des-Prés
5) Torhalle Lorsch – Architektur und Wandmalerei
6) Müstaïr, Klosterkirche – Architektur und Wandmalerei
7) Fulda, Dom, ehemalige Klosterkirche
8) Steinbach, Einhards-Basilika
9) St. Galler Klosterplan
10) Corvey, ehem. Abteikirche
11) Reichenau-Oberzell, St. Georg – Architektur und Wandmalerei
12) Statuette eines reitenden Kaisers
13) Einhardsbogen
14) Goldaltar von S. Ambrogio in Mailand
15) Bursenreliquiar aus Enger und sog. Teuderigus-Reliquiar
16) Godescalc Evangelistar
17) Wiener Krönungsevangeliar
18) Dagulf-Psalter – Handschrift und Einband
19) Utrecht Psalter und Ebo-Evangeliar
20) Lorscher Evangeliar – Handschrift und Einband
21) Vivian Bibel und Bibel aus Moutier-Grandval
22) Hrabanus Maurus: De laudibus sanctae crucis
23) Codex Aureus aus St. Emmeram – Handschrift und Einband
24) Trierer Apokalypse


Organisatorisches/ Anforderungen:

- Die Übernahme eines Referates sowie die kontinuierliche Mitarbeit sind verpflichtend.
- Bitte melden Sie sich für die Teilnahme über das Studierendenportal an.
- Die Vergabe der Referatsthemen an die Seminarteilnehmer erfolgt per Liste im Sekretariat vom 24. bis 27. März 2014 (beachten Sie die Ferienöffnungszeiten). Tragen Sie sich verbindlich für ein Thema ein. Bei Nichteintragung werden die Seminarplätze und Themen an Studierende von der Warteliste vergeben.
- Ein Tausch der Referatsthemen ist nur in der ersten Sitzung am 15. April 2014 möglich.

Am Donnerstag und Freitag, 25. und 26. Juni 2014, findet der „Karlstag der Karlsruher Mediävistik“ zum 1200. Todestag Karls des Großen statt. Die Teilnahme an Plenarvorträgen und Workshops wird erwünscht – es wird eine Besprechung in unserer darauffolgenden Sitzung geben. Das Programm des „Karlstags“ wird zum Semesterbeginn zur Verfügung stehen.

NEU: Spätestens eine Woche vor Referatstermin muss eine inhaltliche Absprache des Referates in meiner Sprechstunde erfolgen. Bitte vereinbaren Sie dafür einen Termin mündlich oder per E-Mail (alexandra.axtmann∂kit.edu).

Mögliche Scheine:
2 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat (30 min)
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat (30 min) + Essay (7 Seiten)
6 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat (30 min) + Hausarbeit (15 Seiten)

Abgabefrist für alle schriftlichen Arbeiten bis spätestens Montag, 6. Oktober 2014.

Proseminar BK II: Cut – Papierkunst vom Scherenschnitt bis zur Installation

Dr. Alexandra Axtmann
Donnerstag, 11.30 – 13.00 Uhr (Beginn: 17. April 2014)
Seminarraum


Beschreibung:
Gerade in den letzten Jahren haben sich immer mehr zeitgenössische Künstler dem Medium des Papierschnitts zugewendet, der seit seiner Entstehung immer wieder neue Formate angenommen hatte. Im Seminar soll dessen Entwicklung ausgehend vom Schattenriss und frühen Scherenschnitt im 18. Jahrhundert bis zu den jüngsten großflächigen Objekten und Rauminstallationen untersucht werden. Dabei werden neben den jeweiligen bildlichen Themen, den unterschiedlichen technischen Herangehensweisen an das Material Papier – Cut-out, Cut-in, Collage, Décollage bis hin zu Paste-Ups im öffentlichen Raum – auch materialästhetische, kontextorientierte bzw. rezeptionsästhetische Fragen in Vordergrund stehen.

Referatsthemen:
1) Tableaux en découpure: Jean Huber (1721-1768)
2) Johann Caspar Lavater (1741-1801) und seine Physiognomischen Fragmente
3) Frauen als Papierschneiderinnen: Luise Duttenhofer (1776-1829)
4) Auguste Amant Constant Fidèle Edouart (1789-1861) und der englische Scherenschnitt
5) Maler als Papierschneider: Philipp Otto Runge (1777-1810)
6) Maler als Papierschneider: Adolph von Menzel (1815-1905)
7) Dichter als Papierschneider: Hans Christian Andersen (1805-1875)
8) Papier collé: Pablo Picasso (1881-1973) und Georges Braque (1882-1963)
9) Expressionistischer Scherenschnitt und Schattenspielfiguren: Ernst Moritz Engert (1892-1986)
10) Lotte Reiniger (1899-1981) und der Scherenschnittfilm
11) Gouaches découpées: Henri Matisse (1869-1954)
12) Décollage: Jacques de la Villeglé (geb. 1926) und Raimond Hains (1926-2005)
13) Politische Inhalte: Felix Droese (geb. 1950)
14) Politische Inhalte: Kara Walker (geb. 1969)
15) Mode und Film: Stefan Thiel (geb. 1956)
16) Papierarchitekturen: Hansjörg Schneider (geb. 1960)
17) Bücher als Material: Georgia Russell (geb. 1974)/ Brian Dettmer (geb. 1974)
18) Fläche, Licht und Raum: Gabriele Basch (geb. 1964)
19) Wandobjekte: Andreas Kocks (geb. 1960)
20) Raumobjekte: Birgit Knoechl (geb. 1974)
21) Rauminstallation: Charlotte McGowan-Griffin (geb. 1975)
22) „Scherenschnittgraffiti“: Annette Schröter (geb. 1956)
23) Paste-Ups im öffentlichen Raum: Kris Trappeniers u.a.

Lavater Band 1
Lavater Band 2
Lavater Band 3
Lavater Band 4


Organisatorisches:

- Die Übernahme eines Referates sowie die kontinuierliche Mitarbeit sind verpflichtend.
- Ein Tausch der Referatsthemen ist nur in der ersten Sitzung am 15. April 2014 möglich.

NEU: Bitte schicken Sie mir bis spätestens montags vor Referatstermin Ihr Thesenblatt per E-Mail zu (alexandra.axtmann∂kit.edu).

Mögliche Scheine:
2 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat (30 min)
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat (30 min) + Essay (7 Seiten)
6 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat (30 min) + Hausarbeit (15 Seiten).

Abgabefrist für alle schriftlichen Arbeiten bis spätestens Montag, 6. Oktober 2014.

Italienisch (Kurs A)

Concetta Pelella
Freitag, 9.00 - 11.15 Uhr (Beginn: 9. Mai 2014)
Seminarraum


Buch zum Sprachkurs:
un giorno in Italia 1 Bonacci editore ISBN 9788875733742
Bitte ab der 1. Unterrichtsstunde dabei haben!
Der Sprachkurs wird ausschließlich für Studierende des Faches Kunstgeschichte angeboten!

Italienisch (Kurs B)

Concetta Pelella
Freitag, 11.30 - 13.45 Uhr (Beginn: 9. Mai 2014)
Seminarraum


Buch zum Sprachkurs:
un giorno in Italia 1 Bonacci editore ISBN 9788875733742
Bitte ab der 1. Unterrichtsstunde dabei haben!
Der Sprachkurs wird ausschließlich für Studierende des Faches Kunstgeschichte angeboten!

Italienisch (Kurs C)

Concetta Pelella
Freitag, 14.00 - 16.15 Uhr (Beginn: 9. Mai 2014)
Seminarraum


Buch zum Sprachkurs:
un giorno in Italia 1 Bonacci editore ISBN 9788875733742
Bitte ab der 1. Unterrichtsstunde dabei haben!
Der Sprachkurs wird ausschließlich für Studierende des Faches Kunstgeschichte angeboten!

Übung: Grundlagen der Fotografie

Bernd Seeland, Fotografenmeister
Christoph Engel, Dipl.-Des. (FH)

Workshop als Kompaktwoche
21.07. – 25.07.2014
10.00 – ca. 17.00 Uhr
Zentrale Fotowerkstatt
8 Teilnehmer
Anmeldung ab dem 3. Fachsemester BA und 1. Fachsemester MA möglich ggf. als Nachrücker

Beschreibung:
In der Veranstaltung werden in einem ersten Teil die theoretischen und praktischen Grundlagen der Fotografie anhand praktischer Übungen mit verschiedenen Kameraformaten und -systemen vermittelt. Der theoretische Teil umfasst sowohl die Geschichte der Fotografie, die Grundlagen der Fototechnik als auch die Analyse fotografischer Bilder sowie eine Anleitung zum Verstehen der Wirkungsweisen in der Fotografie. Der praktische Teil gibt einen Überblick über die verschiedenen Kamerasysteme, die Bildgestaltung, der Einsatz vom Licht, Labortechniken sowie den Umgang mit digitalen Bilddateien und das Basiswissen
in der elektronischen Bildbearbeitung.
Der zweite Teil der Veranstaltung behandelt die konkrete Auseinandersetzung mit einer künstlerischen Position in der Fotografie in Form eines Kurzreferates und der Ausarbeitung einer eigenen praktischen Fotoarbeit.

Literatur:
Charlotte Cotton, Fotografie als zeitgenössische Kunst
Deutscher Kunstverlag, Berlin, 2011
Stephen Shore, Das Wesen der Fotografie
Phaidon, Berlin, 2009
Robert Hirsch, Mit der Kamera Sehen.
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2008

Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte

Unkostenbeitrag für Verbrauchsmaterialien:
10,00 Euro pro Teilnehmer

Anmeldung:
ab Dienstag, 15.04.2014 bis einschließlich Freitag, 25.04.2014
persönlich in der Zentralen Fotowerkstatt, Gebäude 20.40, Raum -102 (UG)

Übung: Arbeiten mit graphischen Sammlungen

Dr. Juliane Mohrland
 
Blockseminar:
Freitag, 25.04.2014, 14.00 - 17.00 Uhr, Seminarraum Baugeschichte
Samstag, 26.04.2014, 11.00 - 15.00 Uhr, Seminarraum Kunstgeschichte
Freitag, 02.05.2014, 14.00 - 17.00 Uhr, Seminarraum Baugeschichte
Samstag, 03.05.2014, 11.00 - 15.00 Uhr, Seminarraum Kunstgeschichte
Freitag, 16.05.2014, 14.00 - 17.00 Uhr, Seminarraum Baugeschichte
Samstag, 17.05.2014, 11.00 - 15.00 Uhr, Seminarraum Kunstgeschichte
Freitag, 06.06.2014, 14.00 - 17.00 Uhr, Seminarraum Baugeschichte
Samstag, 07.06.2014, 11.00 - 15.00 Uhr, Seminarraum Kunstgeschichte


Beschreibung:
Am Beispiel ausschließlich graphischer Arbeiten der Frühen Neuzeit soll ein Einblick in verschiedene Themen und Motive der Zeit, die Gründe für deren Popularität sowie die inhaltliche Bedeutung der verschiedenen Bildlösungen mit Hinblick auf die sich entwickelnden technischen Möglichkeiten und Probleme der Bildpublizistik gegeben werden.
Um einen ersten Einblick in die Arbeit einer graphischen Sammlung zu geben, ist ein Besuch  im Kupferstichkabinett der Kunsthalle Karlsruhe vorgesehen.
 
Referatsliste:
I. Der Sündenfall in der Graphik
I.1 Der Sündenfall in der Bildpublizistik vor Albrecht Dürer
I.2 Der Sündenfall bei Albrecht Dürer
I.3 Hans Baldung Griens Sündenfallvariationen
I.4 Der Sündenfall bei Lucas van Leyden
 
II. Mariendarstellungen
II.1 Frühe Mariendarstellungen. Martin Schongauer und der Meister E.S.
II.2 Die Jungfrau mit Kind bei Albrecht Dürer
II.3 Das „Marienleben“ in der Grafik
 
III. Jungfrauen und Hexen
III.1 Martin Schongauers Serie der Klugen und Törichten Jungfrauen und deren Wirkung
III.2 Kluge und Törichte Jungfrauen bei Urs Graf
III.3 Hexen bei Albrecht Dürer?
III.4 Hans Baldung Griens Hexenbilder – Moralisierende Darstellung oder Pornografie
III.5 Daniel Hopfers „Drei Hexen und der Teufel“ im Vergleich zu zeitgenössischen Hexendarstellungen der Bildpublizistik
 
IV. Die Weibermacht als Kategorie der ´Verkehrten Welt´
IV.1 Die Weibermachtdarstellungen des Hausbuchmeisters
IV.2 Die Weibermacht bei Lucas van Leyden
IV.3 Urs Graf und die ´Macht der Frauen´
 
V. Darstellungen höfischen Lebens?
V.1 Der Meister des Liebesgartens. Der Liebesgarten als Projektionsfläche spätmittelalterlicher Minneideale
V.2 Der Liebesgarten. Wandel des Minnemotivs am Übergang zur Frühen Neuzeit
V.3 Höfische Feste und Turniere am Beispiel des Meisters MZ
 
VI. Paardarstellungen
VI.1 „Das Liebespaar“ des Hausbuchmeisters im Vergleich zu Liebespaarszenerien des Meisters E.S. 
VI.2 Úngleiche Liebhaber´. Liebe als Ware
VI.3 Liebespaare im Zeichen des Todes
 
VII. Badeszenen – Nacktheit und Akt
VII.1 Jungbrunnenallegorien in der Graphik
VII.2 Albrecht Dürer und „Das Männerbad“ sowie „Das Frauenbad“ 
VII.3 Das Badehaus als Ort des Lasters
VII.4 Badeszenen der Gebrüder Barthel und Sebald Beham
 
Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + 5-seitiges Paper
 
Organisatorisches:
Die Übernahme eines Referates inklusive 5-seitiger Ausarbeitung sowie die kontinuierliche Mitarbeit sind verpflichtend.
Die Vergabe der Referatsthemen an die Seminarteilnehmer erfolgt per Liste im Sekretariat vom 24. bis 27. März 2014 (beachten Sie die Ferienöffnungszeiten). Tragen Sie sich verbindlich für ein Thema ein. Bei Nichteintragung werden die Seminarplätze und Themen an Studierende von der Warteliste vergeben.

Vorlesung: Mittelalterliche Wandmalerei in Italien

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 15. April 2014)
Eiermann-Hörsaal


Beschreibung:
Die Malerei des Trecento (14. Jahrhunderts) in Italien ist eine Epoche gleichsam ohne Namen; es existiert bis heute kein überzeugender Begriff, obwohl, wie die meisten Kunsthistoriker betonen, mit Giotto eigentlich alles in der Kunst neu anfing. Das ist vor allem die Position Vasaris und der Florentiner. Man war sich im Klaren darüber, dass mit dem Franziskuszyklus in Assisi, spätestens aber mit den Fresken Giottos in der Arenakapelle in Padua die Grundlagen dessen gelegt waren, was Vasari dann als Rinascimento bezeichnet hat. Allerdings scheint es doch so zu sein, dass die innovativen Strategien, die zu dem radikalen Umbruch in der Malerei führten, als Ergebnis des Zusammenwirkens verschiedener Kräfte zu werten sind. Der besondere Kontext der Ausmalung der Franziskanerkirche in Assisi, einer päpstlichen Basilika, wo eben nicht nur Giotto, sondern neben dem Toskaner Cimabue auch Jacopo Torriti als römische Künstlerpersönlichkeit zu greifen ist. Einzigartige Umstände bedingten deutliche Veränderungen gegenüber dem römischen Schema, stilistisch und programmatisch - die Akzentverschiebung zur Vita des Franziskus, einzeilig als Chronologie typologisch auf die Vita Christi bezogen, steht auch am Beginn einer neuen, neuzeitlichen Erzählkunst. Die neue Wahrnehmung von Malerei, die auch bereits deren Kunstgehalt erkennt, weiß von dem sprechenden Ausdruck der Bilder, Dantes „visibile parlare“ im Purgatorio (X, 28-105). Dante beschreibt hier die mimetische Qualität der Malerei bzw. Skulptur, die mit Gestik und Mimik auch nicht Sichtbares auszudrücken vermöge.
Thema der Vorlesung ist aber nicht nur Assisi, sondern vor allem die Rolle der Malerei in der städtischen Kultur Italiens zwischen Mittelalter und Renaissance. Die Bilder als ein öffentliches Medium in der Stadt hatten vielfältige und besondere Aufgaben. So ist die Stadt selbst Thema in Lorenzettis „Buon Governo“ im Rathaus von Siena, als Himmelsstadt in der Strozzikapelle in Florenz, als Thema der Flucht wie in den Wüstenbildern des Camposanto in Pisa oder als Versicherung der Identität wie in dem Marienbild der Maestà ebenfalls in Siena. Die Bildpropaganda der gelehrten Bettelorden hat das Medium auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnis revolutioniert, Cola di Rienzos literarisch überlieferte Propagandafresken in Rom heiligten und rechtfertigten politische Macht- und Richtungswechsel, Ehren- und Schandbilder hatten offiziellen, oft rechtlichen Charakter. Die Geschichte der Bildmedien seit dem Hochmittelalter kann man mithin als eine zunehmende Entwicklung und Erprobung der argumentativen Möglichkeiten verstehen, Monumente, die mit den Mitteln der Allegorie Ordnungssysteme der Zeit vorzuführen hatten, auf der Basis von gelehrten Programmen, die Julius von Schlosser unter dem Begriff des „encykolopädischen Bilderkreises“ zusammengefasst hat.

Literatur zur Einführung:
Michael Baxandall, Giotto and the Orators. Humanist Observers of Painting in Italy and the Discovery of Pictorial Composition 1350-1450, Oxford 1986.
Hans Belting, Die Oberkirche von San Francesco in Assisi. Ihre Dekoration als Aufgabe und die Genese einer neuen Wandmalerei, Berlin 1977.
Hans Belting, Dieter Blume (Hrsg.), Malerei und Stadtkultur in der Dantezeit. Die Argumentation der Bilder, München 1989.
Eve Borsook, The Mural Painters of Tuscany from Cimabue to Andrea del Sarto, Oxford 1980.
Cesare Brandi, Pittura a Siena nel Trccento (Hrsg. von Michele Cordara), Turin 1991.
Braunfels, Wolfgang, Mittelalterliche Stadtbaukunst in der Toskana, Berlin 4/1979.
Enrico Castelnuovo, (Hrsg.), La Pittura in Italia, Bd. 1, Il Duecento e il Trecento, Mailand 1986.
Giulietta Chelazzi Dini, Alessandro Angelini, Bernardina Sani, Sienese Painting from Duccio to the Birth of the Baroque, New York 1992.
Amleto G. Cicognani [u.a.], Giotto e i Giotteschi in Assisi, Assisi 1979.
Uta Feldges, Landschaft als topographisches Porträt. Der Wiederbeginn der europäischen Landschaftsmalerei in Siena, Bern 1980.
Martin Gosebruch, Giotto und die Entwicklung des neuzeitlichen Kunstbewusstseins, Köln 1962.
Theodor Hetzer, Schriften in neun Bänden. Hrsg. von Gertrude Berthold. Band 1: Giotto. Grundlegung der neuzeitlichen Kunst, Stuttgart 1981.
Paul Hills, The Light of Early ltalian Painting, New Haven 1987.
Max Imdahl, Giotto. Arenafresken. Ikonographie - lkonologie – Ikonik, München 1980.
Wolfgang Kemp, Die Räume der Maler. Zur Bilderzählung seit Giotto, München 1996.
Millard Meiss, Painting in Florence and Siena after the Black Death, Princeton (N. J.) 1978 (zuerst Princeton 1951).
Robert Oertel, Die Frühzeit der italienischen Malerei, Stuttgart u.a. 1966.
Wolfram Prinz, Andreas Beyer (Hrsg.), Die Kunst und das Studium der Natur vom 14. zum 16. Jahrhundert, Weinheim 1987.
Stefanie Renner, Die Darstellung der Verkündigung an Maria in der florentinischen Malerei. Von Andrea Orcagna (1346) bis Lorenzo Monaco (1425), Bonn 1996.
Julius von Schlosser, Giusto’s Fresken in Padua und die Vorläufer der Stanza della Segnatura, in: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses in Wien XVII, 1896, S. 31ff.

Teilnehmer und mögliche Scheine:
Für Haupt- und Nebenfachstudenten der Kunstgeschichte, regelmäßige Teilnahme 2 ECTS-LP; am letzten Termin besteht die Möglichkeit eine Klausur zu schreiben; bei Erfolg weitere 2 ECTS-LP.

 

Vorlesung 15. April 2014
Vorlesung 22. April 2014
Vorlesung 29. April 2014
Vorlesung 6. Mai 2014
Vorlesung 13. Mai 2014
Vorlesung 20. Mai 2014
Vorlesung 3. Juni 2014
Vorlesung 17. Juni 2014
Vorlesung 24. Juni 2014
Vorlesung 1. Juli 2014

Hauptseminar BK II: Künstlerhäuser

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Dienstag, 17:30 – 19:00 Uhr (Beginn: 15. April 2014)
Seminarraum


Beschreibung:

Ein Blick in die Geschichte macht deutlich, dass es, vermittelt über die antiken Rhetoren und die Humanisten, vor allem die Künstler waren, die besonders intensiv über eine für ihre Arbeit angemessene Umgebung reflektiert haben. Die Häuser, die Künstler und Architekten für sich selbst entworfen, gebaut und ausgestattet haben, zeigen, wie sie sich in der Gesellschaft eingerichtet, wie sie sich von ihr abgegrenzt haben, wie sie Strategien entwickeln haben, die Medien Architektur, Skulptur und Malerei besonders genau, intensiv und avanciert zu nutzen, um aussagekräftig zu argumentieren, um gesellschaftliche Ansprüche zu stellen, kurz um eine maßstabgebende, exakt platzierte gesellschaftliche Präsenz zu erzeugen. – Die Fallbeispiele reichen vom 15. bis ins 20. Jahrhundert.

Termine/Themen
Mantegna
Vasari

 

Einführende Literatur:
Schwarz, H.-P., Non visse da pintore ma da principe – Künstlerhäuser zwischen Hof und Stadt. Versuch einer Typologie, Diss. Marburg, erschienen unter dem Titel Künstlerhäuser. Anmerkungen zur Sozialgeschichte des Genies, Braunschweig, Wiesbaden  1989.
Eduard Hüttlinger, Künstlerhäuser von der Renaissance bis zur Gegenwart, Zürich 1985.
Ausst.-Kat. Künstlerhäuser. Eine Architekturgeschichte des Privaten (H.-P. Schwarz, Hrsg.), Frankfurt 1989.

Teilnehmer und mögliche Scheine:
Kunstgeschichte-Studierende:
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + kleine Hausarbeit (ca. 12 Seiten)
oder 8 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (ca. 25 Seiten)
Architektur-Studierende:
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (ca. 12 Seiten)

Proseminar Grundlagen der Kunstwissenschaft

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Mittwoch, 8.00 – 9.30 Uhr (Beginn: 16. April 2014)
Seminarraum

Dazu das Tutorium von Mona Leidig:
Mittwoch, 11:30 – 13:00 Uhr (Beginn: 16. April 2014)
Seminarraum


Beschreibung:
Diese Veranstaltung wendet sich an Studienanfänger und dient der Orientierung im Fach Kunstgeschichte. Sie führt in die Gegenstandsbereiche des Faches (Malerei, Graphik, Plastik, Architektur, Stadtplanung, Kunstgewerbe, neue Medien usw.) ein, und zwar sowohl unter technischen Aspekten wie auch unter dem Gesichtspunkt von Funktionen (z. B. Bauaufgaben) und ikonographischen Bedeutungen (z. B. Malereigattungen wie Historienbild, Porträt, Landschaftsmalerei, Stilleben usw.).
Der erste Versuch der (gemeinsamen) Arbeit am Objekt ist die analytische Beschreibung mit dem Ziel, sich über die Objekthaftigkeit und Materialität des jeweiligen Gegenstandes als Medium historischer Bedeutungen bewusst zu werden.

Organisatorisches:
In jeder Sitzung versucht ein Teilnehmer, das Objekt zu beschreiben, ein anderer führt ein Spiegelstrich-Protokoll, das jeweils im darauffolgenden Tutorium besprochen wird. Die kontinuierliche Mitarbeit aller Teilnehmer durch Diskussionsbeiträge wird erwartet, evtl. kleinere Hausaufgaben sind möglich.
Das begleitende Tutorium, dessen Besuch obligatorisch ist, führt vornehmlich in die Praxis des kunstwissenschaftlichen Arbeitens, die Lektüre wissenschaftlicher Texte und in die wissenschaftliche Terminologie ein.


Literatur zur Einführung:

Allgemein zur Kunstgeschichte:
Ernst H. Gombrich, Die Geschichte der Kunst, London 2001 (Neuauflage).
Udo Kultermann, Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft, überarb. und erw. Neuauflage, Frankfurt/Berlin/Wien: Prestel, 1996.
Zum Studium:
Jutta Held, Norbert Schneider, Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche, Institutionen, Problemfelder, Köln/Weimar 2007.
Marcel Baumgarten, Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Köln 1998.
Gegenstandsbereiche und Methodik:
Hans Belting, Heinrich Dilly u. a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung, 6. überarbeitete und erweiterte Aufl., Berlin 2003.
Marlite Halbertsma, Kitty Zijlmans, Gesichtspunkte. Kunstgeschichte heute, 2. Aufl., Berlin 1995.
Wolfgang Brassat, Hubertus Kohle, Methoden-Reader Kunstgeschichte: Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft, Köln 2003.
Einzelne Themen:
Werner Busch (Hg.), Funkkolleg Kunst. Eine Geschichte der Kunst im Wandel ihrer Funktionen, München/Zürich 1997 (und ältere zweibändige Ausg.).
Monika Wagner (Hg.), Moderne Kunst. Das Funkkolleg zum Verständnis der Gegenwartskunst, Reinbek bei Hamburg 1991 (und neuere Aufl.).

Weitere Literatur siehe auch Hilfestellungen für Studienanfänger.

Teilnehmer und mögliche Scheine:
Studierende des 2. Semesters der Kunstgeschichte:
8 ECTS-Punkte bei regelmäßiger Teilnahme an GK und Tutorium sowie bestandener Klausur in der letzten Sitzung.

Proseminar BK I: Die gotische Kathedrale

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 16. April 2014)
Seminarraum


Beschreibung:
Die gotischen Kathedralen Nordfrankreichs gehören nicht nur zu den klassischen Gegenstandsbereichen der Kunstgeschichte, sondern mit dem kirchlichen „Gesamtkunstwerk“ der Kathedrale finden wir zugleich einen besonders hoch entwickelten Stand künstlerischer Produktion aller Gattungen vor: Architektur, Skulptur, Malerei, die heutzutage allerdings in überwiegendem Maße aus dem religiösen Zusammenhang gelöst sind.
Die Kathedrale ist der Ausgangspunkt, um Funktion, Form und Entstehungspraxis zu rekonstruieren, die Interessen der Auftraggeber und unterschiedlichen Anspruchsträger herauszuarbeiten, idealtypisch in voller Funktion, d.h. in der Liturgie der höchsten Feste, etwa der Krönung des Königs von Frankreich.
Die Erforschung der Kathedrale hat aber inzwischen selbst eine Geschichte, die im Seminar wenigsten ansatzweise beleuchtet werden soll: von Vasaris Verdikt zu Goethes stürmischem Hymnus auf den Meister Erwin vor der Kathedrale von Straßburg, über die Synthese Natur-Geist-Religion der Romantiker, die technische Theorie eines Viollet-le-Duc, formanalytische Ansätze von Jantzen bis Sedlmayr, ikonologische Analysen von Panofsky, Sedlmayrs „Himmlisches Jerusalem“ bis hin zu Kimpel/Suckales bautechnischer und ideologiekritischer Analyse der französischen Gotik des 12. und 13. Jahrhunderts.

Einführung Kölner Dom

Themen Gotische Kathedrale


Literatur zur Einführung:

Hans Sedlmayr, Die Entstehung der Kathedrale, Zürich 1950.
Erwin Panofsky, Gotische Architektur und Scholastik. Zur Analogie von Kunst, Philosophie und Theologie im Mittelalter, Köln 1989 (englische Originalausgabe 1951).
Robert Branner: St. Louis and the Court Style in Gothic Architecture, [«Studies in Architecture»; 7], London 1965.
Otto von Simson: Die gotische Kathedrale: Beiträge zu ihrer Entstehung und Bedeutung, 2. verb. Aufl., Darmstadt 1972.
Dieter Kimpel und Robert Suckale: Die gotische Architektur in Frankreich 1130-1270, München 1985.
Willibald Sauerländer: Das Jahrhundert der großen Kathedralen 1140-1260, [«Universum der Kunst»; 36: Gotik; 1], München 1990 - dort die ältere Literatur.
Günter Binding, Hochgotik: Die Zeit der großen Kathedralen, [«Taschens Weltarchitektur»], Köln 1999.

Teilnehmer und mögliche Scheine:
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + kleine Hausarbeit (ca. 10 Seiten)
6 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (ca. 15 Seiten)

Proseminar BK I/II: Das Licht in der Kunst

Adrian Fischer, M.A.
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 17. April 2014)
Seminarraum


Beschreibung:
Licht ist die entscheidende Grundvoraussetzung, die es uns ermöglicht, unsere Umwelt visuell zu erfassen. Erst durch das Auftreffen von Licht auf Objekte und die damit einhergehende Absorption und Streuung ist es uns möglich, Farben wahrzunehmen. Ebenso ist es uns erst durch Licht möglich, das Gesehene bildbasiert widerzugeben. Gerade für die Kunst ist das Licht daher von  entscheidender Bedeutung. Dass Licht in der Malerei eine symbolische Bedeutung haben kann, hat sich anhand diverser Forschungen gezeigt. Weniger Aufmerksamkeit wurde dem Licht hingegen als eigenständigem, von einer zweiten Bedeutungsebene entkoppeltem Medium entgegengebracht.
Die Techniken, mit denen Licht in Bildern dargestellt wurde, haben sich über die Jahrhunderte vehement weiterentwickelt. Trotz der immensen Fortschritte in der Malweise handelte es sich bei der Darstellung von Licht lange Zeit nur um einen Sekundäreffekt, der durch den gezielten Auftrag von Farbe erreicht werden konnte. Erst im 20. Jahrhundert begann sich dies durch den Einsatz von reflektierenden und transparenten Materialien zu ändern. Licht wurde nun nicht mehr „nur“ durch Farbe imitiert, sondern als konkretes, der Farbe gleichgesetztes Medium verwendet. Mit der Entwicklung der Elektrizität gelang dann ein weiterer wichtiger Schritt: die Verwendung von selbständig leuchtenden Objekten in den verschiedenen Diziplinen der Kunst. Äußerst kurz zusammengefasst lässt sich die Entwicklung von Licht in der  Kunst (vernachlässigen wir hierbei die Architektur) mit vier Schlagworten beschreiben: imitierend, reflektierend, durchscheinend und emittierend.
Ziel dieses Seminares ist, die Entwicklung in der Lichtdarstellung anhand ausgewählter Beispiele über mehrere Jahrhunderte nachzuvollziehen. Dabei werden sowohl Themen aus dem malerischen, wie auch aus dem plastischen Bereich behandelt. Der Forschungsschwerpunkt soll bei den verschiedenen Themen explizit auf eine Beschreibung der Kunstwerke und die Analyse der Lichtdarstellung ausgerichtet sein. Künstlerbiographien oder weiterführende Informationen sollten, so weit sie für die Thematik überhaupt von Interesse sind, nur einen kleinen Teil der Themenvorstellung ausmachen.

Zeitplan Referate:

·         17.04.2014:
o        Einführung
o       Hans Memling

·     24.04.2014:
o       Thema. Jan van Eyck
o       Rogier van der Weyden
o       Sandro Boticelli

·     01.05.2014:
o       Sitzung entfällt (Feiertag)

·     08.05.2014:
o       Gertgen tot Sint Jans
o       Michelangelo Merisi da Caravaggio
o       Gerrit Dou

·    15.05.2014:
o       Jan Vermeer
o       William Turner
o       Joseph Wright

·     22.05.2014:
o       Casper David Friedrich
o       Paul Cézanne
o       Claude Monet

·     29.05.2014:
o       Sitzung entfällt (Feiertag)

·     05.06.2014:
o       Sitzung entfällt (Rom Exkursion)

·     12.06.2014:
o       Sitzung entfällt (Rom Exkursion)

·     19.06.2014:
o       Sitzung entfällt (Feiertag)

·     26.06.2014:
o       Robert Delaunay
o       Johannes Itten
o       Naum Gabo

·     03.07.2014:
o       Alexander László, Thomas Wilfred, Ludwig Hirschfeld-Mack
o       László Moholy-Nagy
o       Nikolas Braun, Otto Werner

·     10.07.2014
o       Friedrich Wilhelm Murnau
o       Zdenek Pesanek

·     17.07.2014
o       Pablo Picasso
o       Lili Lakich, Nicolas Schöffer
o       Dan Flavin


Abbildungen zu den jeweiligen Referatsthemen

Themen:

BK I: Jan van Eyck:
·        Portrait des Giovanni Arnolfini und seiner Gemahlin Giovanna Cenami (1434)
·        Lucca-Madonna (o. A.)
BK I: Rogier van der Weyden:
·        Lukas – Madonna [Der heilige Lukas zeichnet die Madonna] (1435 – 36
·        Weltgerichtsaltar - Jüngstes Gericht (1443 - 51)
BK I: Hans Memling:

·        Das Jüngste Gericht – Memling-Altar (1466 - 73)
·        Passionsaltar – Greveradenaltar (1491)
BK I: Sandro Boticelli:

·        Geburt der Venus (1480)
·        Allegorie des Frühlings (1482/ 1487)
·        Die Verleumdung (1497)
BK I: Geertgen tot Sint Jans:

·        Verherrlichung der Jungfrau Maria (um 1480)
·        Geburt Christi (um 1484)
BK II: Michelangelo Merisi da Caravaggio:

·        Die Berufung des heiligen Matthäus (1598 – 1601)
·        Das Gastmahl in Emmaus (1601)
·        Die Rosenkranzmadonna (1607)
BK II: Gerrit Dou:

·        Der betende Einsiedler (1637 – 1638)
·        Der Astronom (1650 – 1655)
·        Die verlorenen Jahre (1660er)
BK II: Jan Vermeer
·        Dienstmagd mit Milchkrug (um 1661)
·        Der Astronom (1668)
·        Die Spitzenklöpplerin (1670- 71)
BK II: William Turner, George Philip Reinagle, Francis Danby:
·       W. T.: Fischer zur See (1796)
·       F. D.: Sonnenuntergang am Meer nach einem Sturm (1824)
·       [G. P. R.: Ein Kriegsschiff erster Klasse fährt auf ein Felsenriff und sinkt im Sturm (1826)]
BK II: Joseph Wright:

·       Ein Philosoph doziert über das Modell des Sonnensystems, in welches eine Lampe anstelle der Sonne gesetzt ist (ca. 1760)
·       Zwei Jungen kämpfen über einer Blase (1767 - 70)
·       Zwei Mädchen kleiden ein Kätzchen bei Kerzenlicht ein (1768 - 70)
·       Das Experiment mit einem Vogel in der Luftpumpe (1768)
BK II: Caspar David Friedrich:

·        Neubrandenburg (1816 - 17)
·        Zwei Männer am Meer bei Mondaufgang (1817)
·        Abend (1824)
·        Schiffe im Abend am Hafen (um 1828)
BK II: Paul Cézanne:
·        Bildnisse des Mont Saint-Victoire
BK II: Claude Monet:
·        Impression, Sonnenaufgang (1872)
·        Das Parlament in London (1904)
·        San Giorgio Maggiore in der Dämmerung (1908 - 1912)
BK II: Georges Braque:
·       Viadukt bei L'Estaque (1908)
·       Antwerpener Hafen (1906)
·       u.a. Violine und Palette (1909)
·       Violine und Krug (1910)
BK II: Robert Delaunay:

·        Darstellungen des Eiffelturms (um 1911)
·        Die Fenster No. 3 (1912)
·        Fenster zur Stadt (1912)
·        Die Mannschaft von Cardiff (1913)
BK II: Johannes Itten:
·        Turm des Feuers (1920)
·        Ittens Farbtheorie
BK II: Naum Gabo:
·       Raumkonstruktion C (1919 – 21)
·       Kinetische Konstruktion No. 1 (1920)
·       Säule (1922 – 23)
·       Konstruktion No. 2 (1949)
BK II: Alexander László, Thomas Wilfred, Ludwig Hirschfeld-Mack:
·        A. L.: Farblichtmusik + (Farbsystematik nach Wilhelm Ostwald) (20er Jahre)
·        T. W.: Clavilux (1919)
·        L. H-M.: Farbspiele (20er Jahre)
BK II: Friedrich Wilhelm Murnau:

·        Nosferatu -Eine Symphonie des Grauens (1922) [speziell Lichtsetzung behandeln]
BK II: László Moholy-Nagy:

·        Licht-Raum-Modulator (1922/ 30)
·        Lichtspiel Schwarz-Weiß-Grau (1930)
·        Fotogramme
BK II: Nikolas Braun, Otto Werner:
·       O. W.: Lichtplastik (1921)
·       O. W.: Obelisk (1920)
·       N. B.: Lichtplastik (vor 1933)
BK II: Zdeněk Pešánek:
·       Liegender Torso - Lichtfontaine  (1936)
·       Männer und Frauentorso - Lichtfontaine (1936)
BK II: Pablo Picasso:

·       Guernica (1937)
BK II: Lili Lakich, Nicolas Schöffer:
·       N. S.: Chronos 5 (1960)
·       N. S.: Spatiodynamischer Turm von Lüttich (1961)
·       L. L.:u.a. Don't Jump Up and Down on My Toes, You Loved Me Once You Know (1972) 
BK II: Dan Flavin:

·       Lichttechnische Installationen


Mögliche Scheine:

2-ECTS-Punkte: regelmäßige Teilnahme, Referat (~30 Minuten), Semester-Reader
4-ECTS-Punkte: regelmäßige Teilnahme, Referat (~30 Minuten), Essay (5 – 7 Seiten), Semester-Reader
6-ECTS-Punkte: regelmäßige Teilnahme, Referat (~30 Minuten), Hausarbeit (15 Seiten), Semester-Reader

Abgabe der schriftlichen Arbeiten bis 30.09.2014.

Für einen 2-ECTS-Punkte-Schein schicken Sie bitte eine E-Mail an adrian.fischer∂kit.edu.
(Angaben in der E-Mail: Name, Vorname, Seminar, Thema, gewünschter Schein)

 

 

Vorlesung: Malerei nach der Malerei

PD Dr. Martin Schulz
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 17. April 2014)
Eiermann-Hörsaal

Beschreibung:
Kein anderes Medium der Kunst wurde so häufig für veraltet und beendet erklärt wie die Malerei. Zugleich hat sich kein anderes künstlerisches Medium in einer Weise immer wieder durchgesetzt wie die Malerei, deren Kontinuität in der europäischen Kunstgeschichte ohnehin nie unterbrochen war. Gerade auch gegen die bekannten Vorwürfe des bloßen Illusionismus, der naiven Abbildung sowie der anachronistischen Technik und Handarbeit hat sich insbesondere die figürliche und erzählende Malerei stets neu behauptet (und mit ihr die „großen“ Themen der Kunst): Sie hat sich ferner und nicht zuletzt in ihrer jeweils gegenwärtigen visuellen Kultur der „Neuen Medien“ mit anderen Bildkonzepten erneuert. Die Vorlesung wird zum einen anhand von Fallbeispielen aufzeigen, wie sich die Malerei nach ihrem unzählig oft proklamierten Ende immer wieder neu konstituiert hat. Sie wird zum anderen aber auch die aktuell bleibenden Wechselverhältnisse zwischen Malerei, Fotografie; Film, Video und digitalen Bildern beleuchten. Wie etwa hat die Malerei auf die Fotografie als dem ältesten der neuen Medien reagiert? Und wie hat umgekehrt die Malerei auf die Fotografie gewirkt? „Nach“ der Malerei ist daher nicht allein zeitlich zu verstehen, sondern soll anzeigen, dass die Bilderwelten der Malerei für die Kunst mit anderen Medien stets Vorbild geblieben sind.

Vorlesung 17.04.2014
Vorlesung 23.04.2014
Vorlesung 08.05.2014
Vorlesung 15.05.2014
Vorlesung 22.05.2014
Vorlesung 05.06.2014
Vorlesung 12.06.2014
Vorlesung 03.07.2014
Vorlesung 10.07.2014

Proseminar BK I/II: Deutsche Malerei des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit

PD Dr. Martin Schulz
Dienstag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 15. April 2014)
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Beschreibung:
Die Sammlung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Malerei in der Kunsthalle Karlsruhe zählt zu den größten in Deutschland und genießt internationalen Ruf. Im Seminar, das in der Kunsthalle vor den Originalen stattfinden wird, sollen einzelne Hauptwerke genauer besprochen und analysiert werden. Fragen nach Ikonographie, Stil, Funktion und Kontext werden ebenso eine zentrale Rolle spielen wie prinzipielle Fragen nach den Möglichkeiten einer präzisen kunstwissenschaftlichen Herangehensweise, die nicht zuletzt die Frage nach der Übersetzbarkeit der „alten“ Werke in die Sprache unserer Gegenwart einschließt. Gespräche und Diskussionen mit den KuratorInnen der Kunsthalle sollen diesen Horizont abrunden.


Termine und Themen (zwei Themen je Sitzung!)

15.04.14
Einführung und Vorbesprechung in der Kunsthalle Karlsruhe

06.05.14
Begrüßung von Dr. Holger Jacob-Friesen (Kurator der Kunsthalle)
Böhmischer Meister, Diptychon: Maria mit Kind und Schmerzensmann, um 1360
Oberrheinischer Meister, Fragment des Johannes Altars, um 1410

13.05.14
Meister vom Bodensee, Christus am Kreuz zwischen Maria und Johannes, um 1440
Meister der Karlsruher Passion, Passionszyklus, 1450/55

20.05.14
Friedrich Herlis, Fragmente eines Flügelaltars, 1460/61
Schwäbischer Meister, Maria Zyklus, um 1489

27.05.14
Niederländischer Meister, Anbetung der Hl. Drei Könige, 1480/90
Albrecht Dürer, Schmerzensmann, 1493

03.06.14
Ulrich Apt d.Ä., Anbetung des Kindes, 1510
(Schwäbischer Meister, Christus und Maria als Fürbitter der Menschheit, 1519)
Bernhard Strigel, Fußwaschung Christi/Verkündigung an Maria,1520

10.06.14
Jörg Breu d.Ä, Maria mit Kind und Johannesknaben, um 1520

17.06.14
Martin Schaffner, Petrus und Paulus mit Schweißtuch der Veronika, 1518
Hans Maler, Patrizier Anton Fugger, 1525

24.06.14
(Hans Holbein d.J, Hl. Georg und Hl. Ursula, 1520: muss wohl leider ausfallen, da kurzfristig ins Depot verlagert)
Matthias Grünewald, Christus am Kreuz, 1523/24

01.07.14
Hans Baldung Grien, Geburt Christi, 1530
Lucas Cranach, Maria mit Kind 1518

08.07.14
Lucas Cranach, Die Bildnisse von Melanchton und Luther
Matthias Gerung, Melancholia im Garten des Lebens, 1558

15.07.14
Pieter Coecke von Aelst, Flügelaltar, 1535
Südniederländischer Meister, Bathseba, 1560

 

Hauptseminar BK II: Zeitgenössische Kunstfotografie im globalen Kontext

PD Dr. Martin Schulz
Donnerstag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 17. April 2014)
Seminarraum

Beschreibung:
Die Fotografie als ein künstlerisches Medium ist aus der zeitgenössischen Kunst nicht mehr wegzudenken und bildet sogar eines der größten Spektren der gegenwärtigen Kunstproduktion. Im Seminar sollen einzelne Positionen genauer besehen und gebündelt werden, gerade auch in kulturellen Vergleich, da die Fotografie zugleich eines der ersten global genutzten Bildmedien ist. Obgleich die technischen Grundlagen der Fotografie mittlerweile überall auf der Welt die gleichen sind, zeigen sich dennoch grundlegende Unterschiede in den Bildern. Transkulturelle Phänomene sollen dabei ebenso untersucht werden wie Arbeiten, welche nicht zuletzt die Probleme einer „globalisierten“ Welt widerspiegeln. Doch auch Rückblicke in die Geschichte der Fotografie als Kunstmedium sowie die Lektüre zu einschlägigen Texten der Fototheorie sollen die Veranstaltung ergänzen.

Organisatorisches:
Die Vergabe von mündlichen Referaten wird im ersten Treffen am 17. April erfolgen.

Hauptseminar Ästhetik/Kulturtheorie: Die Bilderfrage im Konfessionellen Zeitalter

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 17. April 2014)
Seminarraum

Beschreibung:
Ausgangspunkt des Seminars ist die Frage nach den Folgen der Reformation und der katholischen Gegenreformation für die Kunst und die Kunsttheorie des 16. Jahrhunderts. Sowohl protestantische als auch katholische Theologen haben sich in dieser Zeit ausführlich mit der Bilderfrage, d.h. mit der Frage der Darstellbarkeit Gottes und dem kirchlichen Bildgebrauch auseinandergesetzt. Im Seminar sollen die verschiedenen Positionen, von Karlstadt und Luther bis Molanus und Paleotti, vorgestellt und diskutiert und nach ihren Auswirkungen auf die künstlerische Entwicklung des 16. und 17. Jahrhunderts befragt werden.

Literatur zur Einführung:
„Die Bilderfrage in der Reformation“, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte, 68/1957: 96-128. – Hubert Jedin: „Das Tridentinum und die Bildenden Künste“, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte, 74/1963: 321-339. – Margarete Stirm: Die Bilderfrage in der Reformation. Diss. Berlin. Heidelberg 1977. – Christian Hecht: Katholische Bildertheologie im Zeitalter von Gegenreformation und Barock. Studien zu Traktaten von Johannes Molanus, Gabriele Paleotti und anderen Autoren. Berlin 1997.


Die Bilderfrage in der Reformation/Teil 1
Die Bilderfrage in der Reformation/Teil 2

Hauptseminar BK II: Martha Rosler und Andrea Fraser

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 16. April 2014)
Seminarraum

Beschreibung:
Ausgehend von den Arbeiten der amerikanischen Künstlerinnen Martha Rosler und Andrea Fraser soll die Geschichte feministischer Positionen in den Installations-, Performance- und Konzept-Künsten seit den 1960er Jahren untersucht werden. Es wird im Seminar darum gehen, nach den Paradigmen der feministischen Kunst, nach ihren ästhetischen Konzepten und ihren Bezügen  zu den feministischen Debatten ihrer Zeit zu fragen sowie den Stellenwert der Werke engagierter Künstlerinnen im Spannungsfeld zwischen Kunstmarkt, Kunstkritik, Ausstellungswesen und feministischer Kunstwissenschaft zu bestimmen.

Literatur zur Einführung:
Sabine Breitwieser (Hg.): Martha Rosler. Positionen in der Lebenswelt. Köln 1999; Yilmaz Dziewior (Hg.): Andrea Fraser. Works 1984 to 2003. Köln 2003; Lisa Gabrielle Mark (Hg.): Wack! Art and the Feminist Revolution. Cambridge/Mass. 2007.

Proseminar BK II: Die Künstler und der 1. Weltkrieg

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 16. April 2014)
Seminarraum

Beschreibung:
Große Teile der Künstlerschaft in Deutschland, insbesondere auch die Künstler der Avantgarde, haben den Weltkrieg begrüßt, waren in den ersten Kriegsjahren geradezu von einer Kriegseuphorie erfasst. Viele der Künstler, die sich freiwillig als Soldaten meldeten, wurden schon nach kurzer Zeit durch die Grausamkeiten des Krieges ernüchtert und entwickelten sich zu Kriegsgegnern, die in den frühen Jahren der Weimarer Republik in ihren Werken auf die sozialen Folgen des Krieges aufmerksam machten. Im Seminar soll die Entwicklung der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Krieg von den frühen 1910er Jahren bis zum Ende der Weimarer Zeit anhand der Werke prominenter Künstler wie Ludwig Meidner, Ernst Barlach, Max Beckmann, Otto Dix und Georg Grosz rekonstruiert und in Referaten vorgestellt werden.

Literatur zur Einführung:
Mathias Eberle: Der Weltkrieg und die Künstler der Weimarer Republik. Stuttgart 1989; Annegret Jürgens-Kirchhoff: Schreckensbilder. Krieg und Kunst im 20. Jahrhundert. Berlin 1993; Dietrich Schubert: Künstler im Trommelfeuer des Krieges 1914-18. Heidelberg 2013; 1914. Die Avantgarden im Kampf. Ausstellungskatalog (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn). Köln 2013.

Vorlesung: Geschichte der Kunst III. Renaissance und Manierismus

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr (Beginn: 17. April 2014)
Hörsaal 37

Beschreibung:
Die Vorlesung zur Kunst der Renaissance und des Manierismus ist die dritte von sechs Epochenvorlesungen über die Geschichte der Kunst von der frühchristlichen Zeit bis zur Gegenwart. Sie zeichnet die Grundzüge und Entwicklungslinien der Kunst und Architektur im 15. und 16. Jahrhundert in Italien, in den Niederlanden und in Deutschland nach.

Literatur zur Einführung:
Jan Bialostocki: Spätmittelalter und beginnende Neuzeit. Berlin 1972 (= Propyläen-Kunstgeschichte); Georg Kauffmann: Die Kunst des 16. Jahrhunderts. Berlin  1970 (= Propyläen-Kunstgeschichte); Hans Belting, Christiane Kruse: Die Erfindung des Gemäldes. Das erste Jahrhundert der niederländischen Malerei. München 1994; Ulrich Pfisterer (Hg.): Die Kunstliteratur der italienischen Renaissance. Eine Geschichte in Quellen. Stuttgart 2002; Rolf Toman (Hg.): Die Kunst der italienischen Renaissance. Köln 2005; Anne-Marie Bonnet, Gabriele Kopp-Schmidt: Die Malerei der deutschen Renaissance. München 2010; Norbert Schneider: Die antiklassische Kunst. Malerei des Manierismus in Italien. Berlin/Münster 2012.


Vorlesung 17.04.14
Vorlesung 24.04.14
Vorlesung 08.05.14
Vorlesung 15.05.14
Vorlesung 05.06.14
Vorlesung 12.06.14
Vorlesung 26.06.14
Vorlesung 03.07.14

Übung: Das Ende einer Kunst der Kunstwerke – Friedrich Nietzsches Artistenmetaphysik und ihr Einfluss auf die Kunst der Moderne und Gegenwart

Dr. Kirsten Voigt
Beginn: Dienstag, 22. April 2014, 15.45 Uhr
Blockveranstaltung in Absprache mit den Studenten (geplanter, möglicher Termin: 21., 22., 23. Juli 2014)
Seminarraum


Beschreibung:
Friedrich Nietzsche propagierte das Ende einer Kunst der Kunstwerke, an deren Stelle erstens die ästhetische Formung des Lebens und zweitens das Denken als Kunst treten sollten. Auch deshalb wird seine Philosophie derzeit so intensiv diskutiert wie selten zuvor. Er war einer der hellsichtigsten Kulturkritiker seiner Epoche, und sein Einfluss auf Künstler, Musiker und Schriftsteller hält von der Moderne über die Postmoderne bis in die Gegenwart an. Die philosophische Begründung eines radikalen Perspektivismus, seine Sicht auf das moderne Subjekt, dessen Selbstgestaltungswillen und die Strukturen seines Zeichengebrauchs, seine Akzentuierung der Bedeutung des Körpers für Kunst und Denken gehören unter anderem zu den unhintergehbaren Einsichten modernen ästhetischen und kulturkritischen Denkens. Diesem Denken wollen wir uns über Nietzsches Schriften selbst und mit Hilfe von Essays über ihn annähern.

Seine Spuren sind konkret u.a. bei Künstlern wie Henry van de Velde, Max Klinger, Hans Olde, Alfred Kubin, Otto Dix, Edvard Munch, Filippo Tomaso Marinetti und den Futuristen, Franz Marc, Richard Huelsenbeck, Giorgio de Chirico, André Masson, Max Ernst, Francis Bacon, Joseph Beuys, Ina Barfuss und Thomas Wachweger, Johannes Grützke, Günter Brus, Werner Büttner / Albert Oehlen, Arnulf Rainer, Gerhard Richter, Gustav Kluge oder Rosemarie Trockel und einer ganzen Reihe weiterer zeitgenössischer künstlerischer Konzepte auffindbar. Motive aus Nietzsches Schriften und seiner Lyrik können ikonographisch verfolgt werden: u.a. das Motiv des Wanderers, des Übermenschen, von Berg und Tal, des Lehrers Zarathustra, der sinkenden Sonnen, Metaphern aus der „Fröhlichen Wissenschaft“, dem „Zarathustra“ und schließlich Nietzsche-Motive in Filmen von Hitchcock, Crichton und Tarkowskij.

Es gilt, einen Fundus an theoretischen und bildhaften Inspirationen zu entdecken.

Themen- und Lektürevorschläge:
Paolo Bianchi: Das LKW, Vom Gesamtkunstwerk zum Lebenskunstwerk oder Ästhetisches Leben als Selbstversuch, Kunstforum 142 (1998), S. 50-61 (außerdem Kunstforum Band 143)
Paolo Bianchi: LKW, Dinge zwischen Leben, Kunst und Werk (Lebenskunstwerke), Linz 1999
Heinz Friedrich: Friedrich Nietzsche – Philosophie als Kunst, München 1999
Bettina Funcke: Die Erfindung des Publikums als Feind – Nietzsche, Warhol, Beuys, in: Rüdiger Schmidt-Grépály (Hrsg.): Auf Nietzsches Balkon, Philosophische Beiträge aus der Villa Silberblick, Schriften aus dem Kolleg Friedrich Nietzsche, Weimar 2009, S. 134-147
Rüdiger Görner: Nietzsches Kunst, Annäherung an einen Denkartisten, Frankfurt am Main und Leipzig 2000
Rüdiger Görner: Wenn Götzen dämmern, Formen ästhetischen Denkens bei Nietzsche, Göttingen 2008
Werner Hofmann: Nietzsche und die Kunst des 20. Jahrhunderts, in: Günther Baum und Dieter Birnbacher: Schopenhauer und die Künste, Göttingen 2005, S. 308-323
Miriam Ommeln: Die Verkörperung von Friedrich Nietzsches Ästhetik ist der Surrealismus, Frankfurt am Main 1999
Wiebrecht Ries: Nietzsche und seine ästhetische Philosophie des Lebens, Tübingen 2012
Harald Seubert (Hrsg.): Natur und Kunst in Nietzsches Denken, Köln, Weimar, Wien, 2002
Barbara Straka (Hrsg.): Artistenmetaphysik – Friedrich Nietzsche in der Kunst der Nachmoderne, Ausstellungskatalog Haus am Waldsee Berlin, Berlin 2001
Ursula Stenger: Die Welt als ein sich selbst gebärendes Kunstwerk – Nietzsches Phänomen des Schöpferischen, Freiburg im Breisgau 1997
Stiftung Weimarer Klassik (Hrsg.): Für FN: Nietzsche in der bildenden Kunst der letzten 30 Jahre, Weimar 1994
Simon Wortmann: „das Wort will Fleisch werden“, Körperinszenierungen bei Heinrich Heine und Friedrich Nietzsche, Stuttgart, Weimar 2011
Beat Wyss: Der Wille zur Kunst, Zur ästhetischen Mentalität der Moderne, Köln 1996

(Primärtexte: Friedrich Nietzsche: Die Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik, Die fröhliche Wissenschaft, Menschliches, Allzumenschliches I und II, Jenseits von Gut und Böse, Zur Genealogie der Moral, Also sprach Zarathustra)

Proseminar BK I/II: Das Porträt zwischen Repräsentationsbedürfnis und Memoria in der frühen Neuzeit

Buket Altinoba, M.A.
Donnerstag, 17.30 - 19.00 Uhr (Beginn: 17. April 2014)
Seminardauer: 17. April - 24. Juli 2014
Seminarraum


Beschreibung:
In keinem anderen Bildthema zeigt sich die Emanzipation vormals untergeordneter Gattungen am deutlichsten und weitreichendsten wie in der Porträtmalerei. Mit dem Erwachen eines frühneuzeitlichen Selbstbewusstseins des Bürgertums – und einem damit einhergehenden Darstellungsdrang des Standes – erhielt das Porträt, das sich allmählich aus dem Kontext der religiösen Stifterbildnisse löste, eine identitätsstiftende und gesellschaftliche Funktion. Nördlich wie südlich der Alpen verdichteten sich in autonomen Einzel- und Gruppenporträts etwa verschiedener Gilden, Institutionen und Ehepaaren unterschiedliche Traditionsstränge, die ihren Ursprung im Kult um Heilige und Könige finden. Während im christlichen Mittelalter eine bildliche Vorsorge um das Seelenheil im Jüngsten Gericht betrieben wurde, kann man nun eine Rückbesinnung auf die „antike Sorge um ruhmreiches Andenken in der Nachwelt“ (A. Assmann/ 1999) konstatieren. So ist auch bei Norbert Schneider zu lesen, dass es sich bei den zahlreichen Bildnissen von Fürsten, Klerikern, Adligen, Humanisten, Bankiers, Kaufleuten und Handwerkern „um die Epoche der Wiederbelebung und genuinen Erneuerung der seit der Spätantike weitgehend verdrängten individualisierenden, wirklichkeitsnahen Darstellung privilegierter oder gesellschaftlich besonders geachteter Persönlichkeiten“ (1999) handelt.  Neben Porträtdarstellungen, die Abstammung und Status etwa durch die Verwendung von Wappen oder spezifischen Symbolen visuell sichtbar machten und damit Standeszugehörigkeit generationsübergreifend sichern konnten, wird im Seminar auf das Phänomen der Künstlerselbstbildnisse sowie auf problematische Fragestellungen wie das „empirische Interesse an der Darstellung von Schwarzen, die immer wieder auf (...) Gemälden vorkommen, meist in der Funktion von Dienern und Sklaven, wie es die absolutistische Herrschaftsdoktrin forderte“ (Schneider/ 2013), einzugehen sein.

Lehrstrategie: Seminaristischer Unterricht mit Referaten und Gruppenarbeit

Literaturangabe:
Assmann, Aleida: Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses. München 1999.
Schneider, Norbert: Porträtmalerei: Hauptwerke europäischer Bildniskunst 1420–1670. Köln 1999.
Schneider, Norbert: Status und Selbstbewusstsein: niederländische Bildnisse des frühen 16. Jahrhunderts. Karlsruhe 2013.

Proseminar BK II: Stoff-Bild-Räume – Zum Textilen in der Kunst von der Moderne bis zu gegenwartsbezogenen künstlerischen Strategien

Buket Altinoba, M.A.
Mittwoch, 17.30 - 19.00 Uhr (Beginn: 16. April 2014)
Seminardauer: 16. April - 23. Juli 2014
Seminarraum


Beschreibung:
Textil tritt in der Kunst vielseitig in Erscheinung. So können einerseits Kunstwerke, die selbst wiederum aus bestimmten Materialien gemacht sind, stoffliche Textilien oder andere Werkstoffe abbilden. Anderseits setzen sich Künstler - insbesondere seit dem Wiederaufleben des Kunsthandwerks im ausgehenden 19. Jahrhundert - mit der materialsprachlichen und körpernahen Qualität des Textilen experimentell auseinander. Im Seminar soll geklärt werden – auch angesichts der Aktualität des Textilen in der Gegenwartskunst – wie und warum Stoff als Material und Idee in den unterschiedlichen künstlerischen Strömungen des vergangen Jahrhunderts Verwendung fand. Hierzu wird ein Bogen gespannt, der von den Wegbereitern der Moderne (van Gogh, Degas und Klimt) über die Avantgardisten (Mondrian, Duchamps und Fontana) bis hin zu den Künstlern reicht, die das Material von der Form befreiten (Minimal Art, Fluxus, Arte Povera und Antiform), sodass mit aktuellen künstlerischen Positionen zum Thema Materialität, Körper und Mythos sowie textilen Netzwerken (Teresa Margolles, Christian Boltanski, Rosemarie Trockel und Peter Kogler) geschlossen werden kann. Dabei sollen Fragen aufgeworfen werden, inwieweit Formen der abstrakten Malerei aus der Struktur von Textilien ableitbar sind und inwiefern Multimedialität, Transkulturalität und Interdisziplinarität eine Rolle spielen. Wichtig ist es hierbei nicht nur die ästhetische Fortführung des Fadens aus dem Bild in den Raum zu thematisieren, sondern auch sozial-revolutionäre Aspekte zu ergründen, die zur Überwindung der Leinwand zugunsten textiler Räumlichkeit beigetragen haben - wie es bei KünstlerInnen etwa Lenore Tawney, Imi Knoebel, Eva Hesse oder Jospeh Beuys der Fall ist.

Lehrstrategie: Seminaristischer Unterricht mit Referaten und Besuch der Ausstellung „Kunst&Textil – Stoff als Material und Idee in der Moderne von Klimt bis heute“ in der Staatsgalerie Stuttgart (gemeinsam mit den TeilnehmerInnen des Seminars „Cut – Papierkunst vom Scherenschnitt bis zur Installation“)