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Sommersemester 2015

Semesterdaten

Semesterbeginn: 1. April 2015
Semesterende: 30. September 2015

Vorlesungsbeginn: 13. April 2015
Vorlesungsende: 19. Juli 2015


Hier finden Sie den Stundenplan für das Sommersemester 2015!
Änderungen vorbehalten!

 

Lehrveranstaltungen Sommersemester 2015

Vorlesungen
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr Geschichte der Kunst V - Das 19. Jahrhundert Prof. Dr. Schulze Fritz-Haller-Hörsaal
(HS 37)
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr Geschichte der Kunstgeschichte Prof. Dr. Papenbrock Eiermann-Hörsaal
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr Das Bild der Armut von der Frühen Neuzeit bis heute Prof. Dr. Scholz-Hänsel Eiermann-Hörsaal
Proseminare
Mittwoch, 8.00 - 9.30 Uhr BK I/II: Malerei der Frührenaissance in Florenz Prof. Dr. Schulze Seminarraum
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: Picasso. Plastische Arbeiten Prof. Dr. Papenbrock Seminarraum
Montag, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: El Greco und die sogenannte "Spanische Schule" Prof. Dr. Scholz-Hänsel Seminarraum
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr BK II: Mexikanische Kunst und Fotografie nach der Revolution Prof. Dr. Scholz-Hänsel Seminarraum
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr BK I: Mittelalterliche Grabmäler Dr. Axtmann Seminarraum
Dienstag, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: Deutsche Malerei - Baselitz, Immendorff, Kiefer, Lüpertz, Polke, Richter Dr. Axtmann Seminarraum
Mittwoch, 11.30 - 13.00 Uhr BK II: Künstlerreisen - Von Dürer bis Pechstein Dr. Axtmann Seminarraum
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr BK I/II: Grenzen des Ertragbaren - Ästhetisierung und Inszenierung von Gewalt und Leid in der Kunst Adrian Fischer, M.A. Seminarraum
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr Pro-/Hauptseminar BK II: Die hôtels particuliers in Paris Dr. Ing. Ulrike Gawlik
(Fachgebiet Baugeschichte)
Seminarraum Baugeschichte (015)
Hauptseminare
Dienstag, 17.30 - 19.00 Uhr BK I/II: Innovation - Strategien des Neuen in der abendländischen Architektur- und Kunstgeschichte Prof. Dr. Schulze Seminarraum
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr BK II: Nicolas Poussin und Claude Lorrain Prof. Dr. Schulze Seminarraum
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr Ästhetik/Kulturtheorie: Walter Benjamin. Ästhetische Schriften Prof. Dr. Papenbrock Seminarraum
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr BK II: Graffiti und Street Art Prof. Dr. Papenbrock Seminarraum
Dienstag, 9.45 - 11.15 Uhr BK II: Madrid (1561-2015): Neue Urbanität zwischen Tradition und Innovation Prof. Dr. Scholz-Hänsel Seminarraum
Montag, 11.30 - 13.00 Uhr BK II: Schloßkapellen Prof. Dr. Krüger Seminarraum
Übungen
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr Arbeit in Archiven Dr. Förster Stadtarchiv
Montag, 8.30 - 11.30 Uhr
(14-tägig)
Kunstvermittlung Dr. Grunow
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr Kritik der Gegenwartskunst Dr. Pohl Seminarraum
27.07. - 31.07.2015
10.00 - 17.00 Uhr
Grundlagen der Fotografie Bernd Seeland
Christoph Engel
Fotowerkstatt
Blockveranstaltung Kunstverweigerungskunst Dr. Voigt Seminarraum
Sprachkurs
Freitag, 12.00 - 14.15 Uhr Italienisch Concetta Pelella Seminarraum

 

Vorlesung: Geschichte der Kunst V - Das 19. Jahrhundert

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr (Beginn: 23. April 2015)
Fritz-Haller-Hörsaal


Beschreibung:
Die Vorlesung zur Kunst des 19. Jahrhunderts ist eine von sechs Epochenvorlesungen zur Geschichte der Kunst von der frühchristlichen Zeit bis zur Gegenwart. Sie zeichnet die Grundzüge und Entwicklungslinien der Kunst und Architektur des Klassizismus, der Romantik, des Biedermeier, des bürgerlichen Realismus und des Impressionismus nach. Es wird die Frage gestellt, wie sich die Künstler mit den ästhetischen und sozialen Normen ihrer Zeit auseinandersetzten, wie sie auf historische Ereignisse wie die Französische Revolution, die Ära Napoleons oder auf die technischen und sozialen Veränderungen im Zuge der Industrialisierung reagierten.

 

Überblickswerke zur Einführung: 
Jutta Held, Norbert Schneider: Sozialgeschichte der Malerei vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Köln 1993; Horst W. Janson, Anthony F. Janson: History of Art. 6. Aufl. London 2001; Rolf Toman (Hg.): Klassizismus und Romantik. Architektur, Skulptur, Malerei, Zeichnung 1750-1848. Potsdam 2006.

 

Teilnahme und mögliche Scheine:
Studierende der Architektur: 2 ECTS-Punkte (regelmäßige Vorlesungs-Teilnahme und Klausur)

Haupt- und Nebenfachstudenten der Kunstgeschichte, regelmäßige Teilnahme 2 ECTS-LP; bei erfolgreicher Klausur  weitere 2 ECTS-LP.


Vorlesung 23. April 2015
Vorlesung 30. April 2015
Vorlesung 7. Mai 2015
Vorlesung 21. Mai 2015
Vorlesung 28. Mai 2015
Vorlesung 11. Juni 2015
Vorlesung 18. Juni 2015
Vorlesung 25 Juni 2015
Vorlesung 2. Juli 2015
Vorlesung 9. Juli 2015

Hauptseminar BK II: Innovation - Strategien des Neuen in der abendländischen Architektur- und Kunstgeschichte

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Dienstag, 17.30 - 19.00 Uhr (Beginn: 21. April 2015)
Seminarraum

Beschreibung:
Das Neue in der Kunst, Novitäten, Reformation oder Revolution, Brüche, Durchbrüche, Moderne, Avantgarde usw. - künstlerische Innovationen gelten allgemein als Kriterien erfolgreicher Kunst, werden sie doch oft als Stationen einer fortschreitenden Entwicklungsgeschichte der Kunst begriffen. Es gibt jedoch auch andere Ansätze, die die Innovation als solche weit davon entfernt sehen, wirklich wesentliche Veränderungen in der Kunst auszulösen. Weniger ästhetische oder symbolische Aspekte seien entscheidend für Veränderungen des Stils. Grundsätzliche Verschiebungen im „Stil“ bedürften dagegen nicht nur eines großen und anhaltenden Aufwandes, sondern setzten soziale und ökonomische Absicherung ebenso voraus wie Veränderungen innerhalb der sozialen Organisation der Kunst, also innerhalb ihres institutionellen Rahmens.

Wir wollen versuchen in diesem eher experimentell angelegten Hauptseminar herauszufinden, ob der Begriff Innovation (immer im Verhältnis zu seinem notwendigen Pendant der Rezeption) in einem eher soziologischen Verständnis (Schumpeter) – eben nicht des nur Neuen an sich - für die Betrachtung zentraler Werke der Architektur und Kunst zu einem weiterführenden Verständnis in Gebrauch genommen werden kann.

Dafür bedarf es einführender Lektürearbeit, die wir zusammen in den ersten Stunden leisten werden. Einige Themen für Referate und Hausarbeiten werde ich zwar vorschlagen, halte es aber eher für sinnvoll, dass wir gemeinsame Überlegungen anstellen, welche Architekturen, Skulpturen, Werke der Malerei oder auch Ensembles der unterschiedlichen Gattungen für eine Betrachtung unter dem Begriff der Innovation besonders geeignet sein könnten. Da heißt kreative und aktive Mitarbeit, ohne die es hier nicht geht.

 

Zum ersten Verständnis der übergreifenden Problematik:
Ulf Wuggenig, Kreativität und Innovation im 19. Jahrhundert: Harrison C. White und die impressionistische Revolution - erneut betrachtet, in: G. Raunig, & U. Wuggenig (Hrsg.), Kritik der Kreativität, Wien 2007, S. 219-36. (http://eipcp.net/policies/cci/wuggenig/de)

Hier finden Sie eine Literaturliste!
 

Mögliche Themen:

  • Das Prinzip Gotik. Seine Erfindung im 12./13. Jahrhundert und seine Vollendung im 19. Jahrhundert – dazu Kunst/Schenkluhn und Kunsts Aufsatz
  • Das Prinzip Giotto. Die Erfindung des Naturalismus in Assisi
  • Hans Belting: Die Erfindung des autonomen Tafelbildes
  • Die Erfindung und Erfolgsgeschichte der Linearperspektive
  • Die Erfindung des Malerischen: Tizians innovatives Spätwerk und seine Wirkungsgeschichte
  • Ulrich Pfisterer: Der Begriff des Neuen
  • Valeska von Rosen, Gabriele Wimböck, Philip Sohm  (Pfisterer): Caravaggio. Gattungserfindungen, Künstlerkonkurrenz und Innovationsdruck um 1600
  • Sybille Ebert-Schifferer: Giovanni Perini Folesani (Pfisterer): Die Reform der Malerei der Carracci.
  • Die Kunstsammlung oder der Kunstsammler – Motoren der Innovation?
  • Innovationsstrategien: Michelangelo und der Regelbruch oder die Renaissance des Uneindeutigen?
  • Bredekamp: St. Peter und Schumpeter - Prozess der schöpferischen Zerstörung
  • Monika Melters: Die Erfindung der Kolossalordnung als Leitsymbol der Barockarchitektur
  • Kollektives Gedächtnis: Philipp II. und der Escorial
  • Rezeption und Innovation: Der Prozess der Erfindung einer Stadtfassade des Königsschlosses in Paris und ihr Erfolg über zwei Jahrhunderte – die sog. Louvre-Ostfassade
  • Die Erfindung und Wirkungsgeschichte von Versailles
  • Charles Perrault: Parallèle des anciens et des modernes en ce qui regarde les arts et les sciences. Faksimiledruck der vierbändigen Originalausgabe Paris 1688–1696, hg. H. R. Jauß. München: Eidos, 1964.
  • Innovationsstrategien: Die „Erfindung der Werkstatt“ bei Rembrandt
  • Innovationsstrategien: Die „Erfindung der Werkstatt“ bei Rubens
  • Reformation und Bildersturm: das Prinzip der produktiven Zerstörung als Antriebskraft der Innovationen der bürgerlichen Kunst der nördlichen Niederlande im 17. Jahrhundert, sog. goldenes Zeitalter
  • Reformation und Gegenreformation – Propaganda Fide
  • Bronislawa  Rosenthal, Der Geniebegriff des Aufklärungszeitalters, Berlin 1933, Hans Brög, Zum Geniebegriff, Ratingen u.a. 1973, August Kuhn-Foelix, Vom Wesen des genialen Menschen: Genie und Innovation?
  • Das Museum als Institution der Innovation?
  • Ist van Gogh innovativ oder ist es das Milieu in Paris?
  • Harrison C. White und die impressionistische Revolution – der Künstler und sein Händler
  • Dieter Daniels u.a.: Der Künstler als Erfinder - Wer hat die Abstraktion erfunden?
  • Picasso als Institution
  • Michael Langer: Ersetzt die Innovation in Moderne und Avantgarde die Kunstqualität?
  • Marcel Duchamps. Erfindung des Readymade
  • Gibt es einen Bauhausstil und wenn nicht, warum assoziieren wir das Haus und seine Ausstattung so oft damit?
  • Joseph Beuys‘ erweiterter Kunstbegriff – die Qualität oder das Fehlen von Qualität im Innovationsprozess – dazu Michael Langers erstes Kapitel „Kunstqualität“
  • Bürger, Gehlen, Bourdieu, Luhmann: Avantgarde und Kreativität (zur Avantgarde das Standardwerk von Klaus von Beyme) – ist die Neoavantgarde überhaupt innovativ?
  • Moderne und Postmoderne. Verlust und Wiederauffindung der Geschichte oder liegt die Innovation in der Negation der Tradition oder in der Negation der Traditionslosigkeit?

 

Studierende und mögliche Scheine:
Studierende der Kunstgeschichte in höheren Semestern:
8 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (ca. 25 Seiten).
Studierende der Architektur:
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (ca. 12 Seiten)

Hauptseminar BK II: Nicolas Poussin und Claude Lorrain

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 22. April 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Die französische Kunst des 'Grand Siècle' wird vor dem 'style Louis XIV' eines Charles Le Brun vor allem durch die klassizistischen Maler Nicolas Poussin (1594-1665) und Claude Lorrain (1600-1682) bestimmt. Beide lebten und arbeiteten vornehmlich in Rom, wo sie das Bild der „klassischen Landschaft“ der Campagna gleichsam vollendeten, indem sie im Sinne Karel van Manders das kulissenhaft gestufte Landschaftsschema aufgaben zugunsten einer tiefenräumlich in fließenden Übergängen unter Beachtung der Luft- und Farbperspektive kontinuierlich von vorn nach hinten erschlossenen Landschaft. Während Lorrain der klassischen Landschaft die Dimension kosmischer Weite hinzufügte, in der das Ereignishafte der Geschichte gegenüber der Unendlichkeit der Natur zurückzutreten schien, übertrug Poussin das Heroische der im Vordergrund angesiedelten Historia unmittelbar auf die streng durchgeformte Landschaft.

Beide Künstler arbeiteten im Auftrag des begüterten Adels und des Klerus, gleichsam ein Gegenbild zu der „profanen“ bürgerlich-holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts. Poussin etwa wurde von Ludwig XIII. zum Hofmaler ernannt, zog sich jedoch, der Hofintrigen überdrüssig, bald wieder nach Rom zurück, wo er in die intellektuellen Kreise der Barberini eingeführt wurde. In seinen Briefen hat er seine kunsttheoretischen Prinzipien formuliert. Sein Werk wurde mit der Zeit zum Inbegriff einer theoretisch reflektierten, von strengen kompositorischen Prinzipien geleiteten Kunst, zur Grundlage der unter Ludwig XIV. formulierten „doctrine classique“, während Claude Lorrain, der als „Raffael der Landschaft“ bald in nahezu allen großen europäischen Sammlungen vertreten war, erst seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch zahllose Druckgraphiken seine große Wirkung entfalten konnte, nicht zuletzt in den romantischen Kompositionen der Landschaftsgärten.

 

Die Themen der Referate  und Hausarbeiten werden wie immer in der ersten Seminarstunde vorgestellt.

 

Erste einführende Literatur: 

Zu Nicolas Poussin:
Badt, Kurt: Die Kunst des Nicolas Poussin, Köln 1969.
Wild, Doris:Nicolas Poussin Bd. 1. Leben, Werk, Exkurse. Bd. 2. Katalog der Werke, Zürich 1980.
Bätschmann Oskar: Dialektik der Malerei von Nicolas Poussin, München 1982.
Blunt, Anthony: Nicolas Poussin, rev. ed London 1995.
Blunt, Anthony: Drawings of Poussin, New Haven 1979.
Wright, Christopher: Poussin. Gemälde. Ein kritisches Werkverzeichnis, Landshut 1989.
Merot, Alain: Nicolas Poussin, New York 1990.
Marin, Louis: „Zu einer Theorie des Lesens in den bildenden Künsten: Poussins Arkadische Hirten“, in: Der Betrachter ist im Bild, hrsg. von Wolfgang Kemp, Berlin 1992, S. 142-68.
Thuillier, Jacques: Nicolas Poussin, Paris 1994.
Katalog der Zeichnungen Nicolas Poussin. 1594-1665, hrsg. von Pierre Rosenberg und L.-A. Prat, Paris 1994.
Nicolas Poussin (1694-1665). Actes du colloque au musée du Louvre 1994, hrsg. von Alain Mérot, 2 Bde., Paris, Musée du Louvre, 1996.
Cropper, Elizabeth/Dempsey, Charles: Nicolas Poussin. Friendship and the Love of Painting, Princeton 1996.
Keazor, Henry: Poussins Parerga, Regensburg 1998.
Mahon, Denis: Nicolas Poussin. Works from his First Years, 1999.
Bruhn, Matthias: Nicolas Poussin. Bilder und Briefe, 2000.
Marin, Louis: Die Malerei zerstören, Berlin 2003.
Joch, Peter: Methode und Inhalt. Momente von künstlerischer Selbstreferenz im Werk von Nicolas Poussin, Hamburg 2003.
Nicolas Poussin, Lettres. Publiés avec une introduction par Pierre de Colombier. Paris 1929.

Zu Claude Lorrain:
Ausst.-Kat. Claude Lorrain. 1600-1682, Washington 1982, Katalog von H. Russell.
Ausst.-Kat. Claude Lorrain, London, Nov. 1982.
Friedlaender, W.: Claude Lorrain, München 1921.
Hetzer, T.: Claude Lorrain, Frankfurt 1947.
Kitson, M.: Claude Lorrain. Liber Veritatis, London 1978.
Roethlisberger, Marcel: Claude Lorrain The Paintings, New Haven 1961 (Neuausgabe New York 1979).
Roethlisberger, Marcel: Claude Lorrain The Drawings, Berkeley 1968.
Waetzold, S.: Die klassische Landschaft, Leipzig 1927.

Weiterführende Literatur

zu Nicolas Poussin
zu Claude Lorrain
 

 

Teilnahme und mögliche Scheine:

Studierende der Kunstgeschichte:
8 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (ca. 25 Seiten)

Studierende der Architektur:
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (ca. 12 Seiten)

Proseminar BK I/II: Malerei der Frührenaissance in Florenz

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Mittwoch, 8.00 - 9.30 Uhr (Beginn: 22. April 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
In dieser Veranstaltung werden wir eine Reihe von Hauptwerken der Florentiner Maler in Florenz unter verschiedenen Aspekten und methodischen Ansätzen zu analysieren versuchen.

Der Begriff rinascità (ital. "Wiedergeburt") wurde von dem Florentiner Giorgio Vasari erst 1550 geprägt und definiert das Wiedererwachen der Künste und Wissenschaften in der Überwindung des Mittelalters, der „Gotik“, der tausend finsteren Jahre seit dem Untergang des antiken Rom.

Im Quattrocento, genauer seit den 20ern Jahren des 15 Jahrhunderts, formulieren in Florenz Masaccio und Paolo Uccello in der Malerei, Donatello in der Skulptur und Brunelleschi in der Architektur kraftvolle, neue künstlerische Tendenzen. Masaccios Freskenzyklus in der Brancacci-Kapelle von Santa Maria del Carmine in Florenz, Ereignisse aus der Vita des heiligen Petrus, zeigt in der berühmtesten Szene des „Zinsgroschens“ eine zuvor nicht gekannte Plastizität und Individualität der Figuren, die noch  Michelangelo und andere Künstler einer späteren Generation bewunderten und kopierten. Mit seinem Fresko der Trinität in Santa Maria Novella projiziert Masaccio, vielleicht unter Anleitung Brunelleschis, mit Hilfe der Zentralperspektive erstmals einen wissenschaftlich fundierten dreidimensionalen Raum auf die Wandfläche. Ein dramatischer Vorgang in jedem Sinne des Wortes, Paradigmenwechsel in mancher Hinsicht.

Leon Battista Alberti ist der Theoretiker dieser Zeit, zugleich einer der wichtigsten und gebildetsten Architekten, Bildhauer und Maler der Frührenaissance. Er schreibt 1436 in der Widmung der italienischen Ausgabe seines Traktats über die Malerei: „Dann aber, ..., erfuhr ich es, dass in vielen, besonders aber in dir, Filippo, und in dem uns so eng befreundeten Donato, dem Bildhauer, und in jenen andern Nenio und Luca und Masaccio ein Geist lebt, der zu jeder rühmlichen Sache fähig ist, und der durchaus keinem der Alten, wie berühmt er auch in diesen Künsten gewesen sein mag, nachzusetzen ist.“

Zu diesen Neuerern gehörten auch Fra Angelico, Filippo Lippi, Michelino, Benozzo Gozzoli, Alessio Baldovinetti, seit der Jahrhundertmitte konnten sich mit Botticelli, Ghirlandaio und Filippino Lippi bald auch wieder große Werkstätten in Florenz etablieren.

Auch Piero della Francesca, in Arezzo tätig, kann aufgrund seines enormen Einflusses auf Künstler wie z.B. Luca Signorelli oder Perugino, die in Florenz arbeiteten, nicht aus der Betrachtung ausgeschlossen werden. Das gilt auch für den Bereich des Exports der Florentiner Schule, d.h. Werke, die im nicht immer befreundeten „Ausland“, vor allem in Rom entstanden– zuerst Fra Angelico in der Cappella Niccolina des Papstpalastes, dann Filippino Lippi in s. Maria sopra Minerva, gerühmt die Wände der Sixtina in Rom -, aber auch im benachbarten Prato für Furore sorgten, da ihre Herstellung z.T. unter politisch brisanten Verhältnissen erfolgte.

Literatur zur Einführung:
Belser Stilgeschichte, Bd. V, S. 11-54: „Einführung in die Malerei der Renaissance“; Werner Jacobsen: Die Maler von Florenz zu Beginn der Renaissance, München, Berlin 2001; Michael Baxandall: Die Wirklichkeit der Bilder. Malerei und Erfahrung im Italien des 15. Jahrhunderts, Frankfurt am M. 1977; Peter Burke: Culture and Society in Renaissance Italy, London 1972; deutsch: Peter Burke, Die Renaissance, 4. erw. und erg. Aufl. Berlin 1998.

Aber auch:
Martin Wackernagel, Der Lebensraum des Künstlers in der florentinischen Renaissance. Aufgaben und Auftraggeber, Werkstatt und Kunstmarkt, Leipzig 1938; Frederick Antal, Florentine Painting and its Social Background. The Bourgeois Republic before Cosimo de' Medici Advent to Power: XIV and Early XV Centuries, London 1947; Arnold Esch: Kunstförderung im Italien des 15. Jahrhunderts. Fragen zwischen Geschichte und Kunstgeschichte, Opladen 1997; Michael Gross: Maß und Proportion in der italienischen Malerei der Frührenaissance, München Diss., 1993; Steffi Roettgen, Wandmalerei der Frührenaissance in Italien, 2 Bde., München: Hirmer, 1996; Wolfram Prinz: Die Storia oder Die Kunst des Erzählens in der italienischen Malerei und Plastik des späten Mittelalters und der Frührenaissance 1260 – 1460, 2 Bde, Mainz 2000; Ronald G.  Kecks: Domenico Ghirlandaio und die Malerei der Florentiner Renaissance, München 2000; Florenz in der Frührenaissance. Kunst und Literatur in der Sphäre des Humanismus, Festschrift für Paul Oskar Kristeller zum 90. Geburtstag, hg. von Justus Müller Hofstede (Vorwort), Paul O Kristeller, Willi Hirdt, Dieter Schaller, Andreas Tönnesmann, Rheinbach 2002; Italien und Flandern. Die Geburt der Renaissance; Italien und Flandern. Die Geburt der Renaissance, Lina Castelfrachi Vegas (Hg.), 2. Aufl. Stuttgart, Zürich 1994.

Und immer noch:
Giorgio Vasari: Le Vite de’ più eccellenti architetti, pittori, et scultori italiani, da Cimabue infino a’ tempi nostril, Firenze 1550 – verschiedene, auch deutsche Ausgaben.
Jacob Burckhardt: Die Kultur der Renaissance in Italien, Basel 1860.

Studierende und mögliche Scheine:
Studierende ab 2. Semester Kunstgeschichte:
2 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Essay (7 Seiten)
6 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (15 Seiten)

Vorlesung: Geschichte der Kunstgeschichte

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 15. April 2015)
Eiermann-Hörsaal


Beschreibung:
1865 wurde am Karlsruher Polytechnikum, dem Vorläufer der heutigen Universität, der Plan gefasst, eine Professur für Kunstgeschichte einzurichten. Der Karlsruher Lehrstuhl gehört damit zu den ältesten kunstgeschichtlichen Professuren in Deutschland. Dies soll zum Anlass einer Vorlesung über die Geschichte des Faches Kunstgeschichte an den Universitäten von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart genommen werden. Es wird dabei nicht nur um die inzwischen fast 150 Jahre alte Geschichte der Karlsruher Kunstwissenschaft, sondern um die fachgeschichtlichen Entwicklungen im gesamten deutschsprachigen Raum gehen. In kursorischer Folge wird die Entstehung der Kunstgeschichte als wissenschaftliche Disziplin und universitäres Fach, die Geschichte ihrer Institutionen und handelnden Personen sowie ihrer wissenschaftlichen Theorien und Methoden behandelt. Eine besondere Rolle werden die gesellschaftliche Bedeutung und die politische Entwicklung des Faches spielen.

Literatur zur Einführung:
Peter Betthausen, Peter H. Feist, Christiane Fork: Metzler Kunsthistoriker Lexikon. Zweihundert Porträts deutschsprachiger Autoren aus vier Jahrhunderten. Stuttgart, Weimar 1999. – Heinrich Dilly: Kunstgeschichte als Institution. Studien zur Geschichte einer Disziplin. Frankfurt am Main 1979. – Heinrich Dilly (Hg.): Altmeister moderner Kunstgeschichte. Berlin 1990. – Udo Kultermann: Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft. Düsseldorf 1966. – Hubert Locher (Hg.): Kunstgeschichte im 20. Jahrhundert. Eine kommentierte Anthologie. Darmstadt 2007. – Ulrich Pfisterer (Hg.): Klassiker der Kunstgeschichte.2 Bde. München 2007. – Regine Prange (Hg.): Kunstgeschichte 1750-1900. Eine kommentierte Anthologie. Darmstadt 2007.

Vorlesung 15. April 2015
Vorlesung 22. April 2015
Vorlesung 29. April 2015
Vorlesung 6. Mai 2015
Vorlesung 20. Mai 2015
Vorlesung 27. Mai 2015
Vorlesung 10. Juni 2015
Vorlesung 17. Juni 2015
Vorlesung 24. Juni 2015
Vorlesung 1. Juli 2015
Vorlesung 8. Juli 2015
 

Proseminar BK II: Picasso. Plastische Arbeiten

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 15. April 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Nicht nur in der Malerei, auch auf dem Gebiet der Plastik hat Picasso in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Entwicklungen der Avantgarde maßgeblich mitbestimmt. Seismographisch reagierte er auf die neuesten künstlerischen Entwicklungen und gehörte zu den ersten, die die Ideen des Kubismus und des Futurismus, des Konstruktivismus und des Surrealismus auf die Plastik übertrugen. Von den klassischen Bildhauern, aber auch von den bildhauernden Malern der klassischen Moderne unterschied er sich vor allem durch die Vielgestaltigkeit seines plastischen Werks. Im Seminar sollen wichtige Werkgruppen aus seinem plastischen Œuvre vorgestellt und im Kontext der historischen Avantgarden analysiert werden.

Literatur zur Einführung:
Carola Giedion-Welcker: Plastik des 20. Jahrhunderts. Volumen und Raumgestaltung. Stuttgart 1955. – Werner Hofmann: Die Plastik des 20. Jahrhunderts. Frankfurt 1958. – Peter H. Feist: Figur und Objekt. Plastik im 20. Jahrhundert. Leipzig 1996. – Werner Spies: Picasso. Das plastische Werk. Stuttgart 21983. – Eduard Trier: Bildhauertheorien im 20. Jahrhundert. Berlin 51999.

Hauptseminar Ästhetik/Kulturtheorie: Walter Benjamin. Ästhetische Schriften

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 16. April 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Gegenstand des Seminars sind die kunsttheoretischen und ästhetischen Schriften von Walter Benjamin, die die Kunst im Kontext ihrer technischen und geschichtlichen Voraussetzungen zu begreifen versuchen. Vom „Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik“ (1920) bis zum unvollendeten Passagen-Werk (1940) sollen ausgewählte  Texte von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars in Referaten vorgestellt, analysiert und diskutiert werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zu umfangreicher Textlektüre.

Literatur zur Einführung:
Walter Benjamin: Aura und Reflexion. Schriften zur Kunsttheorie und Ästhetik. Ausgewählt und mit einem Nachwort von Hartmut Böhme und Yvonne Ehrenspeck. Frankfurt/M. 2007; Burkhardt Lindner (Hg.): Benjamin-Handbuch. Stuttgart/Weimar 2006.

http://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Walter+Benjamin+%281892-1940%29%22

Hauptseminar Bildende Kunst II: Graffiti und Street Art

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 16. April 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Nach der gewaltsamen Niederschlagung der Rassenunruhen in den USA gegen Ende der 1960er Jahre entwickelte sich mit dem Graffiti eine Gegenkultur, die ihren Protest nicht mehr in einer offen demonstrativen Haltung, sondern anonym, vereinzelt, in Form einer Guerilla-Taktik artikulierte. Die Graffiti-Szene verdichtete sich zu Beginn der 1970er Jahre in den sozial und strukturell benachteiligten Ghettos von New York, insbesondere in der Bronx, und wurde überwiegend von afroamerikanischen und puertorikanischen Jugendlichen getragen. Zu einer weltweiten Bewegung wurde Graffiti zu Beginn der 1980er Jahre, als es – in Kombination mit Rap und Breakdance – Teil der Hip-Hop-Bewegung wurde. Im Seminar soll es darum gehen, Graffiti und die spätere Street Art als Medienphänomene und Gegenstand wissenschaftlicher Arbeiten zu untersuchen. Dazu werden die verschiedenen medialen Repräsentationen von Graffiti (Foto, Film, Ausstellungen, Feuilleton, Internet, wissenschaftliche Arbeiten usw.) einzeln  in den Blick genommen und analysiert.

Einführende Literatur:
Jean Baudrillard: Kool Killer oder der Aufstand der Zeichen. Berlin 1978; Henry Chalfant, Martha Cooper: Subway Art. New York 252009; Johannes Stahl (Hg.): An der Wand. Graffiti zwischen Anarchie und Galerie. Köln 1989.

Vorlesung: Das Bild der Armut von der Frühen Neuzeit bis heute

Prof. Dr. Michael Scholz-Hänsel
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 14. April 2015)
Eiermann-Hörsaal


Beschreibung:
Darstellungen von Armut bilden geradezu ein Leitmotiv der Kunstgeschichte. Insbesondere seit der Frühen Neuzeit finden sich viele namhafte Künstler und Künstlerinnen, die sich des Themas angenommen haben; von Hieronymus Bosch über Caravaggio und Ribera bis zur Arte Povera. Aber auch in medialer Hinsicht stellte das Bild der Armut besondere Herausforderungen, wie zahlreiche Beispiele aus Druckgrafik, Fotografie und Film belegen; von Käthe Kollwitz über die Farm Security Administration bis zu Sebastião Salgado. – Aufbauend auf den Ergebnissen des Trierer Sonderforschungsbereiches „Fremdheit und Armut. Wandel von Inklusions- und Exklusionsformen von der Antike bis zur Gegenwart“ und eigenen Publikationen, die in verschiedenen Projekten erarbeitet wurden, liefert die Vorlesung einen Einblick sowohl in den aktuellen Forschungsstand wie auch konkurrierende Interpretationsansätze. Da es in der Regel um ganz konkrete Beispiele geht, kann sie aber auch als alternative kunsthistorische Überblicksvorlesung besucht werden.

 

Einführende Literatur:
Sudeck, Elisabeth: Bettlerdarstellungen vom Ende des XV. Jahrhunderts bis zu Rembrandt. Straßburg 1931 (Diss. Freiburg i. Br. 1929). - Andreas Gestrich und Lutz Raphael (Hrsg.): Inklusion/Exklusion. Studien zu Fremdheit und Armut von der Antike bis zur Gegenwart. Frankfurt a. M. 2004. – Nichols, Tom: The Art of Poverty. Irony and Ideal in Sixteenth-Century Beggar Imagery. Manchester 2007. – Pitz, Andreas (Hrsg.): Arme habt ihr allezeit. Frankfurt a. M. 2009. – Uerlings, Herbert, Trauth, Nina und Clemens, Lukas (Hrsg.): Armut. Perspektiven in Kunst und Gesellschaft, Darmstadt 2011. – Eißner, Franziska und Scholz-Hänsel, Michael (Hrsg.): Armut in der Kunst der Moderne, Marburg 2011.

Armut 1
Armut 2
Armut 3
Armut 4
Armut 5
Armut 6
Armut 7
Armut 8


 

 

Hauptseminar BK II: Madrid (1561-2015): Neue Urbanität zwischen Tradition und Innovation

Prof. Dr. Michael Scholz-Hänsel
Dienstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 14. April 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Die spanische Hauptstadt ist bei uns vor allem als Pionierort der „Occupy Bewegung“ und für Kunsthistoriker als Sitz des Prado bekannt. Als 2008 im Deutschen Architek­turmuseum in Frankfurt a. M. die Ausstellung „New Urbanity. Die europäische Stadt im 21. Jahrhundert“ stattfand, war es Barcelona, nicht Madrid, das für Spanien stand. Doch seitdem ist viel passiert. Noch kurz vor der Krise wurde die spanische Haupt­stadt durch das Programm „Madrid Río“ mit einem Etat von mehr als 4 Milliarden Euro, den Ausbau des Museumsboulevards mit Bauten von Rafael Moneo, Jacques Herzog & Pierre de Meuron (vgl. Elbphilharmonie), Jean Nouvel etc. und die Errich­tung spektakulärer Hochhäuser grundlegend umgestaltet und erhielt dafür in der Fach­presse viel Aufmerksamkeit. – Das Seminar fragt nach den Besonderheiten dieser Stadt, die ähnlich wie Berlin erst spät zur Metropole aufstieg. Gibt es kultur­geschichtliche Gründe, dass gerade Madrid zu einem Zentrum des Protestes wurde, und inwieweit ist „Madrid Río“ auch eine Antwort auf das Projekt „Plätze und Skulp­turen“ in Barcelona? Neben Stadtplanung und Architektur, soll auch das Bild der Stadt in der Malerei (Goya!), der Fotografie und dem Film zur Sprache kommen; nicht zuletzt die „Stadtmöblierung“ mit Skulpturen verdient kritische Aufmerk­samkeit.

 

Einführende Literatur:
Barbara Borngässer u.a.: Madrid und der Prado, Königs­winter 2009 (derzeit günstig zu kaufen); New Urbanity. Die europäische Stadt im 21. Jahrhundert, Kat. der Ausst. im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt a. M., Salz­burg 2008;  Joaquín Medina Warmburg: Projizierte Moderne. Deutschsprachige Ar­chi­tekten und Stadtplaner in Spanien (1918-1936), Frankfurt a. M. 2005; Gisela Noe­hles:-Doerk: Madrid und Zentralspanien, Stuttgart 1986.

Erste Themen:

  • Die Residenzstadt  der spanischen Habsburger
  • Die Aufklärer-Stadt der Bourbonen
  • Der „Salón del Prado“ als Museumsboulevard

Proseminar BK II: Mexikanische Kunst und Fotografie nach der Revolution

Prof. Dr. Michael Scholz-Hänsel
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 13. April 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
In Anbetracht der allgegenwärtigen grausamen Bilder aus Mexikos Drogenkriegen kann leicht vergessen werden, dass das Land lange Zeit Modelle für avantgardistische und revolutionäre Kunst vor allem in den USA und Europa lieferte. Nach der mexikanischen Revolution (1910-20) waren es zunächst die Muralisten (Wandmaler) José Clemente Orozco, Diego Rivera und David Alfaro Siqueiros, die moderne Künstler wie Jackson Pollock inspirierten. Aber auch die Fotografie erlebte eine frühe Blüte, etwa mit Werken von Manuel Alvarez Bravo oder der Wahl-Mexikanerin Tina Modotti. In neuerer Zeit ist es Frida Kahlo, die mit ihrer komplexen Bildsprache alle anderen zu überstrahlen scheint. War sie eine Surrealistin, wie André Breton meinte? - Das Seminar versucht einen ersten Überblick, durchaus über die angesprochenen Klassiker hinaus, zu vermitteln und wird auch die Rezeption, besonders in den USA und der DDR (etwa bei Werner Tübke), sowie die aktuellen „Blüten“ der Kulturindustrie im Umgang mit Kahlo, thematisieren. – Eine gute Ergänzung könnten die mexikanischen Filme von Luis Buñuel bilden.

Einführende Literatur:
Wand Bild Mexico, Ausst.-Kat. Nationalgalerie Berlin, Berlin 1982; Billeter, Erika (Hrsg.): Imagen de Mexico, Ausst.-Kat. Schirn Kunsthalle Frankfurt, Frankfurt a. M. 1987; Bernecker, Walther L. u.a. (Hrsg.): Mexiko heute, Frankfurt a. M. 2004; Frida Kahlo. Retrospektive, Ausst.-Kat. Martin-Gropius-Bau, Berlin 2010; Weber, C. Sylvia (Hrsg.): Mexicanidad, Ausst.-Kat. Kunsthalle Würth, Künzelsau 2012; Anreus, Alejandro u.a. (Hrsg.): Mexican Muralism. A Critical History, Berkley. Los Angeles. London 2012.

Erste Themen:

  • Mexikanische Kunst und Kultur vor Kolumbus
  • Mexikanische Kunst nach Kolumbus und vor der Revolution
  • Die Wandmaler: Orozco, Rivera und Siqueiros

Proseminar BK II: El Greco und die sogenannte "Spanische Schule"

Prof. Dr. Michael Scholz-Hänsel
Montag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 13. April 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Der Begriff der „Spanischen Schule“ erhielt erst spät seine entscheidende Prägung und als ihr Katalysator fungierte mit El Greco ein Künstler, der in seinem Werk sehr unterschiedliche Malereitraditionen verbindet, die eigentlich keine nationale Zuordnung erlauben. Dies ist ideales Material, um eine zentrale kunsthistorische Kategorie - die der „Malereischule“ - nicht nur für Spanien einer kritischen Revision zu unterziehen. Dem Ansatz kommen sowohl Vorarbeiten in Deutschland, wie der Katalog „El Greco und die Moderne“ (2012), als auch das gerade gefeierte 400.Todesjahr El Grecos 2014 zugute, in dem es nicht nur in Spanien zahlreiche Ausstellungen und neue Publikationen gab. – Das Seminar, für dessen Besuch es keiner Spanisch-Kenntnisse bedarf, behandelt zunächst Biografie und Werk El Grecos, eines der Hauptmeister der Kunstgeschichte zwischen Renaissance und Barock. Danach werden mit Blick auf El Grecos Nachfolge grundlegende methodische Fragen unseres Faches thematisiert.

Einführende Literatur:
Mayer, August L.: Geschichte der spanischen Malerei, Leipzig 1913 und 1922; Scholz-Hänsel, Michael: El Greco, Köln 2004; Weniger, Matthias (Hrsg.): Kat. der Ausst. Greco, Velázquez, Goya. Spanische Malerei aus deutschen Sammlungen, München 2005 (vor allem der Artikel von Portús); Scholz-Hänsel, Michael und Wismer, Beat (Hrsg.): Kat. der Ausst. El Greco und die Moderne, Ostfildern 2012.

Erste Themen:

  • El Greco: Biografie und Werk (inklusive der italienischen Zeit)
  • El Greco: Biografie und Werk (die spanische Zeit)
  • Die Wiederentdeckung der spanischen Kunst im 19. Jahrhundert
  • Die Wiederentdeckung El Grecos durch den deutschen Expressionismus

Kontroverse Deutungen spanischer Kunst

Hauptseminar BK II: Schloßkapellen

Prof. Dr. Jürgen Krüger
Montag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 20. April 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Herrschaftliche Kapellen finden sich in vielen Burgen und Schlössern. Ihre Ausstattung kann als überdurchschnittlich angesehen werden. Eine bsonders dichte Gruppe sind die Schlosskapellen der Renaissance in den Ländern der Reformation.
Das Seminar soll jedoch nicht enggeführt werden und sich auf diese Gruppe konzentrieren, sondern es wird angestrebt, das Thema in seiner Vielfalt und Vielgestaltigkeit zu begreifen.
Grundsätzliche Fragen nach der Entwicklung, Verbreitung und Ausstattung stehen im Vordergrund.
Es soll also zeitlich und regional ein weiter Bogen geschlagen werden.

 

Das Seminar ist in verschidene Projektstadien unterteilt:
1.Erarbeiten eines Pools an Kapellen über verschiedene Zeiten und Regionen.
2.Exemplarische Analyse von einzelnen Kapellen, wozu die Parameter erarbeitet werden.
3.Abschließende vergleichende Diskussion der Ergebnisse.

Eine Liste mit zu behandelnden Objekten wird mit Absicht nicht zur Verfügung gestellt, damit das Seminar offen bleibt. Es ist jedoch möglich, sich schon vor Seminarbeginn ein Thema abzusprechen. Dies ist dann jedoch verbindlich!

 

Vorausgesetzt werden:

  • Selbständiges Recherchieren der relevanten Bibliographie in digitalen und gedruckten Medien

 

Gefordert werden die üblichen Dinge:

  • Regelmäßige Teilnahme
  • Kurzreferate in Seminarveranstaltungen
  • Ausführliche Hausarbeit (für qualifizierten Hauptseminarschein)

 

Ziel des Seminars ist es, grundlegende Techniken der Kunstgeschichte zu üben:

  • Einüben von Vortragstechniken
  • Anfertigen einer schriftlichen Hausarbeit
  • Beschreibung

Proseminar BK I: Mittelalterliche Grabmäler

Dr. Alexandra Axtmann
Dienstag, 11.30 – 13.00 Uhr (Beginn: 14. April 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Im Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele ein Überblick über die unterschiedlichen Typen mittelalterlicher Grabmäler erarbeitet werden. Dabei sollen nicht nur die jeweiligen stilistischen, regionalen wie ikonographischen Besonderheiten und Traditionen, sondern auch Fragen zu Auftraggeber, Funktion, Kontext und liturgischer Einbindung untersucht werden.

Organisatorisches:
Die Übernahme eines Kurzreferates sowie die kontinuierliche Mitarbeit sind verpflichtend. Die Teilnahme an der ersten Sitzung ist obligatorisch; in dieser werden die Referatsthemen vergeben.

NEU: Bitte informieren Sie sich vorab über die Referatsthemen (s. unten). In der ersten Sitzung müssen Sie festlegen, ob Sie eine Hausarbeit schreiben möchten oder nicht.

NEU: Nach erfolgreicher Anmeldung über das Studierendenportal besteht bis zum 4.4.2015 die Möglichkeit der Reservierung der ersten Referatsthemen (s.u.). Wenden Sie sich dazu bitte per E-Mail direkt an mich (alexandra.axtmann∂kit.edu) mit der Angabe, ob Sie eine Hausarbeit schreiben werden oder nicht. Alle anderen Themen werden erst in der ersten Sitzung verteilt.

 

Mögliche Scheine:
2 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Essay (7 Seiten)
6 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (15 Seiten)

 

Referatsthemen:
Die Bestattung in antiken Sarkophagen, Papst Anastasius IV. im Helena-Sarkophag (28.4.)
Das Grabmal für Papst Klemens II. In Bamberg (28.4.)
Das Grabmal Rudolfs von Schwaben in Merseburg  (5.5.)
Das Grabmal Erzbischofs Friedrich von Wettin in Magdeburg (5.5.)
Die Grabmäler für Peter von Aspelt und Siegfried III. von Eppstein in Mainz
Das Grabmal Bischofs Wolfhart von Rot in Augsburg
Das Grabmal Königs Rudolf von Habsburg in Speyer
Das Tischgrab des Konrad Groß in Nürnberg
Das Doppelgrabmal der Gebrüder Werdt in Straßburg
Das Elisabeth-Mausoleum in Marburg
Die Professorengrabmäler in Bologna
Die Scaliger-Grabmäler in Verona
Die Grabmäler der Anjou in Neapel
Englische Chantry Chapels
Der Transi und Doppelgrabmäler mit Transi, Bsp. Grabmal des Erzbischofs von Canterbury
Das Sebaldusgrab in Nürnberg
Grabmal Maximilians I. in Innsbruck

 

 

Literaturauswahl zur Einführung:

In der Badischen Landesbibliothek (Hauptlesesaal) und in unserer Institutsbibliothek ist ein Semesterapparat mit folgenden Büchern zur Einführung eingerichtet:

 

  • Bauch, Kurt: Das mittelalterliche Grabbild. Figürliche Grabmäler des 11. bis 15. Jahrhunderts in Europa. Berlin 1976 (BLB, KUGE)
  • Körner, Hans: Grabmonumente des Mittelalters. Darmstadt 1997 (KUGE)
  • Maier, Wilhelm (Hg.): Grabmäler Tendenzen der Forschung an Beispielen aus Mittelalter und früher Neuzeit. Berlin 2000 (KUGE)
  • Panofsky, Erwin: Grabplastik. Vier Vorlesungen über ihren Bedeutungswandel von Alt-Ägypten bis Bernini. Mit einer Vorbemerkung von Martin Warnke. Köln 1993 (BLB, KUGE)
  • Sauer, Joseph: Symbolik des Kirchengebäudes und seiner Ausstattung in der Auffassung des Mittelalters. Mit Berücksichtigung von Honorius Augustodunensis, Sicardus und Durandus. Freiburg i. Br. Zweite vermehrte Auflage 1924

Link zum Download: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/sauer1924

Proseminar BK II: Deutsche Malerei - Baselitz, Immendorf, Kiefer, Lüpertz, Polke, Richter

Dr. Alexandra Axtmann
Dienstag,  14.00 -15.30 Uhr (Beginn: 14. April 2015)
Seminarraum

 

Beschreibung:
Im Seminar soll ein Überblick über das jeweilige Werk der deutschen Maler Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Markus Lüpertz, Sigmar Polke und Gerhard Richter erarbeitet werden. Allen gemeinsam ist ein revolutionärer künstlerischer Geist am Beginn ihrer Laufbahn, der sich gegen die im Nachkriegsdeutschland propagierte „Weltsprache Abstraktion“ wendet, die Beschäftigung mit der deutschen Geschichte und Alltagskultur sowie die Herausbildung einer ganz eigenen erkennbaren „Handschrift“, die sich zwischen Realismus, Figuration und Abstraktion bewegt. Die Referate sollen die jeweils spezifische Malweise, die Umsetzung der Bildthemen und ikonographischen Traditionen vorstellen. Bei einigen wollen wir auch deren sich im Laufe der Zeit enorm veränderte Rezeption in der Kunstkritik und auf dem Kunstmarkt und die Reaktion der Künstler selbst auf diese veränderte Wahrnehmung besprechen.

Organisatorisches:
Die Übernahme eines Kurzreferates sowie die kontinuierliche Mitarbeit sind verpflichtend. Die Teilnahme an der ersten Sitzung ist obligatorisch; in dieser werden die Referatsthemen vergeben.

NEU: Bitte informieren Sie sich vorab über die Künstler und Referatsthemen (s. unten). In der ersten Sitzung müssen Sie festlegen, ob Sie eine Hausarbeit schreiben möchten oder nicht.

NEU: Nach erfolgreicher Anmeldung über das Studierendenportal besteht bis zum 4.4.2015 die Möglichkeit der Reservierung der ersten Referatsthemen (Baselitz, s.u.). Wenden Sie sich dazu bitte per E-Mail direkt an mich (alexandra.axtmann∂kit.edu) mit der Angabe, ob Sie eine Hausarbeit schreiben möchten oder nicht. Alle anderen Themen werden erst in der ersten Sitzung vergeben werden.

Für Baselitz empfiehlt sich der Besuch der Ausstellung „Georg Baselitz. Werke aus der Sammlung Frieder Burda“ im Museum Frieder Burda in Baden-Baden (! Nur noch bis 3. Mai 2015; Eintritt mit unserem Kunsthistorikerausweis: 5 €).

Mögliche Filmabende: Gerhard Richter, Georg Baselitz, Markus Lüpertz.

Mögliche Exkursionen: Städel Frankfurt.

 

Mögliche Scheine:
2 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Essay (7 Seiten)
6 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (15 Seiten)

 

Referatsthemen:

Georg Baselitz  (28.4. + 5.5.)
Körper und Frakturbilder, „Helden“, Kopfstand, Fingermalerei, Bilder der 1980er und 1990er Jahre, Werke ab 2000 und Remix

 

Gerhard Richter  (12.5., 19.5. + 26.5)
„Kapitalistischer Realismus“, früher und später „Fotorealismus“, Abstraktionen, Grau, Farben

 

Sigmar Polke  (2.6. + 9.6.)
Kugelschreiber, Punkte, Stellungnahmen zur Kunst, Stoff und Alchemie

 

Markus Lüpertz  (16.6.)
Dithyrambische Malerei, deutsche Motive, neuer Expressionismus

Jörg Immendorff  (23.6.)
Was Malen? –Thema Kunst, „Café Deutschland“

 

Anselm Kiefer  (30.6. + 7.7.)
Besetzungen, Deutschlands Geisteshelden und Wege der Weltweisheit, Landschaften, archaische Architekturen, Kosmisches, jüdische Mystik

 

Literaturauswahl zur Einführung:

  • Damus, Martin: Kunst in der BRD 1945-1990. Funktionen der Kunst in einer demokratisch verfaßten Gesellschaft. Hamburg 1995
  • Kunst in der Bundesrepublik Deutschland 1945-1985, Ausst.-Kat. Nationalgalerie, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin. Berlin 1985
  • Kunst und Kalter Krieg. Deutsche Positionen 1945-89, Ausst.-Kat. County Museum of Art Los Angeles/ Germanisches Nationalmuseum Nürnberg/ Deutsches Historisches Museum Berlin. Köln 2009
  • Roh, Juliane: Deutsche Kunst der 60er Jahre: Malerei, Collage, Op-Art, Graphik. München 1971
  • Sager, Peter: Neue Formen des Realismus. Kunst zwischen Illusion und Wirklichkeit. Köln 21977
  • Thomas, Karin: Zweimal deutsche Kunst nach 1945. 40 Jahre Nähe und Ferne. Köln 1985
  • 40 Jahre Kunst in der Bundesrepublik Deutschland, Ausst.-Kat. Schloss Oberhausen/ Staatliche Kunsthalle Berlin. Berlin 1989

 

Proseminar BK II: Künstlerreisen - Von Dürer bis Pechstein

Dr. Alexandra Axtmann
Mittwoch,  11.30 -13.00 Uhr (Beginn: 15. April 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Künstler reisten von je her. Dabei war das wichtigste Reiseland seit der Renaissance Italien, dem aber Paris um 1900 den Rang ablief; letztlich blieben beide Ziele eine Art Pflichtprogramm für jeden Künstler. Mit der kolonialen Expansion der europäischen Großmächte im 19. Jahrhundert suchten Künstler vermehrt auch außereuropäische Ziele auf -  Paul Gauguin ist hier wohl der berühmteste Fernreisende dieser Zeit. Nach einer Einführung zum Thema mit Beispielen des künstlerischen Reisens im Mittelalter, wollen wir von Albrecht Dürer bis Max Pechstein chronologisch die Reisen der Maler untersuchen und dabei folgende Fragen stellen: Wohin reisten die Künstlerinnen und Künstler und wie kamen Sie dort hin? Welche Motivation stand dahinter? Welche Reiseerfahrung brachten Sie mit? Gibt es schriftliche Äußerungen und wie sind diese überliefert? Und vor allem wie haben die Reisen ihr Werk beeinflusst oder verändert?

Organisatorisches:
Die Übernahme eines Kurzreferates sowie die kontinuierliche Mitarbeit sind verpflichtend. Die Teilnahme an der ersten Sitzung ist obligatorisch; in dieser werden die Referatsthemen vergeben.

NEU: Bitte informieren Sie sich vorab über die Künstler und Referatsthemen (s. unten). In der ersten Sitzung müssen Sie festlegen, ob Sie eine Hausarbeit schreiben möchten oder nicht.

NEU: Nach erfolgreicher Anmeldung über das Studierendenportal besteht bis zum 4.4.2015 die Möglichkeit der Reservierung der ersten vier Referatsthemen (s.u.). Wenden Sie sich dazu bitte per E-Mail direkt an mich (alexandra.axtmann∂kit.edu) mit der Angabe, ob Sie eine Hausarbeit schreiben möchten oder nicht. Alle anderen Themen werden erst in der ersten Sitzung vergeben werden.

Für Gauguin empfiehlt sich der Besuch der Ausstellung „PAUL GAUGUIN“ (noch bis 28. Juni 2015) in der Fondation Beyeler in Basel.

 

Mögliche Scheine:
2 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Essay (7 Seiten)
6 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (15 Seiten)

 

Referatsthemen:
Albrecht Dürer (29.4.): Venedig, Niederlande
Peter Paul Rubens (6.5.): Italien, Spanien und London
Pieter van Laer und die Bamboccianti: Rom
Frans Post: Brasililen
Albert Eckhout: Brasilien
Giovanni Lorenzo Bernini: Paris
William Hodges: mit James Cook auf Südsee-Expedition
Johann Georg Adam Forster: mit James Cook auf Südsee-Expedition
William Turner: Schweizer Alpen
Eugène Delacroix: Marokko
Gustav Bauernfeind: Orient
Henri Matisse: Marokko, Tahiti
Paul Gauguin: Tahiti, Marquesasinseln
Paul Klee: Tunis, Ägypten
August Macke: Tunis
Emil Nolde: Neuguinea
Max Pechstein: Palau-Inseln

 

 

Literaturauswahl zur Einführung:
In der Badischen Landesbibliothek (Hauptlesesaal) ist ein Semesterapparat mit folgenden Büchern zur Einführung eingerichtet:

 

  • Bausinger, Hermann (Hg.): Reisekultur. Von der Pilgerfahrt zum modernen Tourismus. München 1991
  • Joppien, Rüdiger/ Smith, Bernard: The art of Captain Cook's voyages. 4 Bde. New Haven [u.a.] 1985-1988
  • Mit dem Auge des Touristen. Zur Geschichte des Reisebildes. Ausst.-Kat. Kunsthistorisches Institut der Universität Tübingen in der Kunsthalle Tübingen.  Tübingen 1981
  • Rees, Joachim: Künstler auf Reisen. Von Albrecht Dürer bis Emil Nolde. Darmstadt 2010
  • Orte der Sehnsucht. Mit Künstlern auf Reisen. Ausst.-Kat. LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster. Regensburg 2008
  • Otterbeck, Christoph: Europa verlassen. Künstlerreisen am Beginn des 20. Jahrhunderts. Köln/ Weimar/ Wien 2007

Proseminar BK I/II: Grenzen des Ertragbaren - Ästhetisierung und Inszenierung von Gewalt und Leid in der Kunst

Adrian Fischer, M.A.
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 16. April 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Dieses Seminar soll Einblick in die Frage geben, welche Rolle Gewalt und Leid in der Kunst spielen, wie sie thematisiert, inszeniert und sogar ästhetisiert werden. Die Analyse dieser Fragestellung wird anhand von Kunstwerken, sowohl aus verschiedensten Zeitepochen, als auch verschiedenen Kategorien wie Malerei, Plastik, Film, Aktionskunst und Performance erfolgen. Dabei sollen auch die ikonographischen Entwicklungen und die Reaktionen des Zeitgenössischen Publikums eruiert werden. Bei den Themen aus dem 20. Jahrhundert werden zudem Beispiele auftauchen, die zutiefst verstören und schockieren. Hierbei muss den Fragen nachgegangen werden, was Kunst darf, ob es für künstlerische Handlungen Grenzen gibt, wann Kunst noch Kunst ist und nicht zuletzt, wo die Grenzen des Ertragbaren liegen.

Mögliche Scheine:
2-ECTS: Referat, regelm. Teilnahme, SR.
4-ECTS: Referat, regelm. Teilnahme, Essay (5-Seiten), SR.
6-ECTS: Referat, regelm. Teilnahme, Hausarbeit (15-Seiten), SR.

Themen (Doppelbelegung erst nach Vergabe aller offenen Themen möglich!!)
Die Themenvergabe erfolgt per Mail über Herrn Fischer, adrian.fischer∂kit.edu

 

  1. BK l: Hagesandros, Polydoros, Athanadoros (Laokoon-Gruppe, Vatikanische Museen, 1 Jh. v. Chr. - 1 Jh. n. Chr.) - Thema vergeben!
  2. BK l: Giotto di Bondone (Fresken, Cappella degli Scrovegni, Padua, 1304 - 1306) - Thema vergeben!
  3. BK l: Sandro Botticelli (Federzeichnungen zur 'Göttlichen Komödie' von Dante Alighieri, 1480 - 95) - Thema vergeben!
  4. BK ll: Tizian (David und Goliath, 1543 - 1544; Tityos, 1549; Martyrium des heiligen Laurentius, 1550) - Thema vergeben!
  5. BK ll: Michelangelo Merisi da Caravaggio (Judith enthauptet Holofernes, 1598); Artemisia Gentileschi (Judith und Holofernes, 1614 - 20) - Thema vergeben!
  6. BK ll: Peter Paul Rubens (Das Haupt der Medusa, 1617 - 18; Der Höllensturz der Verdammten, 1620)
  7. BK ll: Rembrandt van Rijn (Die Blendung des Simsons, 1636)
  8. BK ll: Eugène Delacroix (Der Tod des Sardanapal, 1827 - 28; Die Freiheit führt das Volk, 1830)
  9. BK ll: Théodore Géricault (Das Floß der Medusa, 1819) - Thema vergeben!
  10. BK ll: Arnold Böcklin (Die Pest, 1898)
  11. BK ll: Max Beckmann (Die Nacht, 1918 - 19)
  12. BK ll: Gert Heinrich Wollheim (Der Verwundete, 1919)
  13. BK ll: Pablo Picasso (Massaker in Korea, 1951)
  14. BK ll: Stanley Kubrick (Clockwerk Orange, 1971) - Thema vergeben!
  15. BK ll: Wiener Aktionismus - Günther Brus (Selbstverstümmlungen 1965; Die Zerreißprobe 1970) - Thema vergeben!
  16. BK ll: Wiener Aktionismus - Hermann Nitsch (Orgien-Mysterien Theater)
  17. BK ll: Marina Abramović (Rhythm 0, 1974) - Thema vergeben!
  18. BK ll: Chris Burden (Shoot, 1971; Doomed, 1975)
  19. BK ll: Gina Pane (Psyche 1974; weitere Aktionen bis 1981) - Thema vergeben!
  20. BK ll: Gerhard Richter (18. Oktober 1977, 1988)
  21. BK ll: Jeff Wall (Dead Troops Talk, 1992)
  22. BK ll: James Nachtwey (Inferno, 1999) - Thema vergeben!
  23. BK ll: Gottfried Helnwein (Los Caprichos, 2006; The Disasters of War, 2007; u.a.) - Thema vergeben!


Mögliche Sonderthemen (bisher von der Forschung kaum bearbeitet):

  • BK ll: Pjotr Andrejewitsch Pawlenski (Aktionen 2010 - heute) [Anm. sollte nur von Studierenden übernommen werden, die auch russische Quellen erschließen können]
  • BK ll: Vann Nath (Bildnisse der Foltermethoden des kambodschanischen S-21 Gefängnisses)

Seminarplan

16.04.15

      Einführung

23.04.15

entfällt

30.04.15 - (13:30 - 15:45)

  • Laokoon-Gruppe
  • Giotto di Bondone
  • Donatello
  • Giovanni Bellini

07.05.15 - (13:30 - 15:45)

  • Sandro Botticelli
  • Gerard David
  • Tizian
  • Caravaggio

14.05.15

FEIERTAG

21.05.15 - (14:00 - 15:30)

  • Peter Paul Rubens
  • Rembrandt van Rijn
  • Théodore Géricault

28.05.15 - (14:00 - 15:30)

  • Arnold Böcklin
  • Max Beckmann
  • Francis Bacon

04.06.15

FEIERTAG

11.06.15 - (14:00 - 15:30)

  • Pablo Picasso
  • Stanley Kubrick

25.06.15 - (14:00 - 15:30)

  • Günther Brus
  • Hermann Nitsch
  • Marina Abramović

02.07.15 - (14:00 - 15:30)

  • Chris Burden
  • Gina Pane
  • Gerhard Richter

09.07.15

  • Jeff Wall
  • James Nachtwey
  • Gottfried Helnwein
  • Abschlussbesprechung

16.07.15

entfällt

 

Pro-/Hauptseminar BK II: Die hôtels particuliers in Paris

Dr. Ing. Ulrike Gawlik in Zusammenarbeit mit Dipl.Ing. Hélène Antoni
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 16. April 2015)
Seminarraum Baugeschichte (Zi.Nr. 015)


Beschreibung
Paris - Schon im Mittelalter wurden das Wort hôtel für fürstliche Residenzen verwendet, um sich zunächst von Handelshäusern, später von Bauten des Bürgertums (maisons) zu distanzieren. Parallel zur semantischen Geschichte des Wortes in der französischen Sprache entwickelte sich in Paris ab dem 15. Jahrhundert bis zur Belle Epoque, am Anfang des 20. Jahrhunderts, eine besondere Wohnarchitektur des Adels. Inspiriert von den italienischen palazzi der Renaissance, wird das hôtel particulier ausschließlich Thema des Seminars sein. Es besteht die Möglichkeit sich einen umfassenden Überblick über die städtebauliche Lage, die Architektur, die Ausstattung und die Gartengestaltung der wichtigsten Pariser hôtels – von dem spätmittelalterlichen hôtel de la Faye, über das hôtel de Sully (Louis XIII.), das  hôtel de Soubise (Louis XIV.) und das hôtel de Matignon (Régence), bis hin zum 1. Weltkrieg (hôtel Paulihac) zu erarbeiten.

Organisatorisches
Das Seminar kann als Baugeschichtliches Seminar I/II (Architektur) sowie als Pro- und Hauptseminar (Kunstgeschichte) belegt werden. Die Übernahme eines Referates, (das Erarbeiten einer Seminararbeit) sowie die kontinuierliche Mitarbeit sind verpflichtend. Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt in der ersten Sitzung am 16. 04. 15 im Seminarraum der Baugeschichte (015).

Die Anmeldung für dieses Seminar erfolgt in der ersten Vorlesungswoche über das Fachgebiet Baugeschichte. Bitte beachten Sie hierzu die entsprechenden Ankündigungen!

 

Mögliche Scheine

Architektur (Bachelor, Master)
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit

Kunstgeschichte/ Ergänzungsfach Baugeschichte
2 ECTS Punkte (PS/HS): regelmäßige Teilnahme + Referat
4 ECTS Punkte (PS/HS): regelmäßige Teilnahme + Referat + Essay
6 ECTS Punkte (PS): regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit
8 ECTS Punkte (HS): regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit

Übung: Arbeit in Archiven

Dr. Katja Förster
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 13. April 2015)
Stadtarchiv, Markgrafenstraße 29

Beschreibung:
Die Übung findet vorwiegend im Stadtarchiv Karlsruhe, Markgrafenstr. 29, statt.
Anhand der Bearbeitung originaler Bauordnungsamtakten mit Baugesuchen, Korrespondenzen, Planskizzen etc. in deutscher Schrift (Sütterlin) wird den Studierenden der Umgang mit Archivalien näher gebracht sowie Einblicke in die Karlsruher Stadtbaugeschichte mit ihren verschiedenen Baustilen gegeben.

Des Weiteren werden die wichtigsten Archive der Stadt besucht: Generallandesarchiv, Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Denkmalamt etc.

Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte

Projekt Kunst für Kids – angewandte Kunstvermittlung

Dr. Sonja Grunow

Blockseminar Termine
Mo, 20.04.15, 9.00 Uhr - 10.30 Uhr Einführung und Themenvergabe (Seminarraum)
Mo, 27.04.15, 9.00 Uhr - 10.30 Uhr Besprechung der Konzepte für den 04.05.15 (Maryland Grundschule, Nordstadt)
Mo, 04.05.15, 8.30 Uhr - 12.10 Uhr Praxistag in der Maryland Grundschule, Nordstadt
Mo, 11.05.15, 9.00 Uhr - 10.30 Uhr Besprechung der Konzepte für den 18.05.15 (Seminarraum)
Mo, 18.05.15, 8.30 Uhr - 12.10 Uhr Praxistag in der Maryland Grundschule, Nordstadt
Mo, 08.06.15, 9.00 Uhr - 10.30 Uhr Besprechung der Konzepte für den 15.06.15 (Seminarraum)
Mo, 15.06.15, 8.30 Uhr - 12.10 Uhr Praxistag in der Maryland Grundschule, Nordstadt
Mo, 22.06.15, 9.00 Uhr - 10.30 Uhr Besprechung der Konzepte für den 29.06.15 (Seminarraum)
Mo, 29.06.15, 8.30 Uhr - 12.10 Uhr Praxistag in der Maryland Grundschule, Nordstadt
Mo, 06.07.15, 9.00 Uhr - 10.30 Uhr Nachbesprechung (Seminarraum)

Beschreibung:
Als KunsthistorikerInnen ist es eine unserer Aufgaben, Kunst verständlich zu erklären. Kunstvermittlung für Kinder ist eine Aufgabe, die durch den Ausbau der Grundschulen auf Ganztagesschulen zu den außerschulischen Bildungsangeboten gehört, auf die in Zukunft vermehrt zurückgegriffen werden wird.
Durch eine Kooperation mit der Maryland Grundschule haben in dieser Übung alle Teilnehmenden die Möglichkeit eine Bildbesprechung vor „echtem Publikum“, durchzuführen. Neben der Erarbeitung des Kunstwerkes im pädagogischen Gespräch mit der Schulklasse steht hierbei immer auch die praktische Erfahrung des „Kunst-Schaffens“ im Anschluss. Hier werden Ideen und Anregungen der Kinder, welche durch die Bildbetrachtung entstandenen sind, in deren eigene kreative Arbeit umgesetzt.
Die Teilnehmenden werden ihre eigene Bildbesprechung konzipieren und fachliches Wissen, persönliches Auftreten, sprachliche Ausdrucksformen sowie pädagogische und didaktische Fähigkeiten schulen. Durch ein ausführliches Feedback erhält jeder Teilnehmende eine Rückmeldung über den Erfolg seiner Kunststunde.

 

Organisatorisches:
Diese Übung findet teilweise in der Maryland Grundschule, Rhode-Island-Allee 70, 76149 Karlsruhe statt. Treffpunkt ist vor dem Haupteingang des Gebäudes.

Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte

Übung: Grundlagen der Fotografie

Bernd Seeland, Fotografenmeister
Christoph Engel, Dipl.-Des. (FH)

Workshop als Kompaktwoche
27.07. - 31.07.2015, 10.00 - ca. 17.00 Uhr

Zentrale Fotowerkstatt

Anmeldung ab dem 3. Fachsemester BA und 1. Fachsemester MA möglich ggf. als Nachrücker
Anmeldung: ab Dienstag, 14.04.2015 bis einschließlich Freitag, 24.04.2015
persönlich in der Zentralen Fotowerkstatt, Gebäude 20.40, Raum -102

Beschreibung:
In der Veranstaltung werden in einem ersten Teil die theoretischen und praktischen Grundlagen der Fotografie anhand praktischer Übungen mit verschiedenen Kameraformaten und -systemen vermittelt. Der theoretische Teil umfasst sowohl die Geschichte der Fotografie, die Grundlagen der Fototechnik als auch die Analyse fotografischer Bilder sowie eine Anleitung zum Verstehen der Wirkungsweisen in der Fotografie. Der praktische Teil gibt einen Überblick über die verschiedenen Kamerasysteme, die Bildgestaltung, der Einsatz vom Licht, Labortechniken sowie den Umgang mit digitalen Bilddateien und das Basiswissen in der elektronischen Bildbearbeitung.

Der zweite Teil der Veranstaltung behandelt die konkrete Auseinandersetzung mit einer künstlerischen Position in der Fotografie in Form eines Kurzreferates und der Ausarbeitung einer eigenen praktischen Fotoarbeit.

Literatur:

Charlotte Cotton, Fotografie als zeitgenössische Kunst, Deutscher Kunstverlag, Berlin, 2011
Stephen Shore, Das Wesen der Fotografie Phaidon, Berlin, 2009
Robert Hirsch, Mit der Kamera Sehen. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2008

Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte

Unkostenbeitrag für Verbrauchsmaterialien:
10,00 Euro pro Teilnehmer

Kritik der Gegenwartskunst

Dr. Claudia Pohl gemeinsam mit Marco Hompes M.A.
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 22. April 2015)
Seminarraum

Beschreibung:
Die Veranstaltung umschließt Lektüre, Galerie – und Atelierbesuche. Ausgangspunkt ist die Frage, welche Bedeutung der Beschäftigung mit dem Material der Kunst zukommt und was dieses Material heute ist. Material meint hier nicht mehr den Umgang mit den tradierten Werkstoffen, in denen sich eine Arbeit konkretisiert und /oder deren Historizität. Als Material der Kunst kann und wird auch der Ausstellungsraum begriffen oder etwa Strukturen im öffentlichen Raum, wobei eine künstlerische Arbeit temporär sein kann und sich ihr Wert in der Erfahrung des Betrachters manifestiert. Dieses Verständnis  setzt eine Offenheit gegenüber allen Techniken und Konditionen der künstlerischen Produktion voraus. Im Gegensatz zum traditionellen Verständnis des Materials stehen demnach nicht (mehr) erklärte Inhalte der Kunst im Vordergrund, sondern vielmehr gerade deren Abwesenheit und damit die Frage, was Kunst heute sein könnte. Hat vor dem Hintergrund dieser künstlerischen Praxis das klassische Verhältnis zwischen Form und Inhalt tatsächlich ausgedient? Welche Kriterien lassen sich dennoch zur Bewertung der Gegenwartskunst entwickeln und wo leiten wir sie her?

Themen- respektive Terminverschiebungen müssen eingeplant werden.
Die Studierenden, die einen Platz in der Übung erhalten, werden gebeten, sich nach Abschluss der Anmeldung per E-Mail an helga.lechner∂kit.edu für ein Referatsthema anzumelden!

Daten und Themen:

22.4. Einführung:

Kunst und Material,

Beispiel Prof. Leni Hofmann, Staatliche Akademie der bildenden Künste Karlsruhe

Themen, Konditionen

23.-26. April 2015: Künstlermesse

Besuch+Kontakt Sophie Innmann

29.4. Galerie Meyer Riegger Karlsruhe:

-
John Armleder, Hans-Peter Feldmann, Eva Koťátková, Jonathan Monk u.a. - Of the few things we do, the only one we really do is to imagine what we will do
invited by Mehdi Chouakri
 28.03. - 15.05.2015

Rundgang

06.5. Text: Juliane Rebentisch: Theorien der Gegenwartskunst-zur Einführung, Hamburg 2013. Einleitung: Zur Gegenwart der Gegenwartskunst, S. 9 – 24.

*Handout zum Inhalt des Textes

13.5. Städtische Galerie, Thema Raum, Material, Präsenz

Karsten Födinger, Leni Hoffmann

* Handout zu den Künstlern

20.5. Sophie Innmann, Ü-raum Institut

* Handout zu der Künstlerin

27.5. Defining Contemporary Art, 25 years in 200 pivotal artworks, London Phaidon 2011, im ZKM, Bibliothek

s. youtube: 3 Kuratoren, freie Auswahl von 3  vorgestellten Künstlern,

* Handout zu den Künstlern

03.6. Benjamin Appel, Atelierbesuch

* Handout zu dem Künstler

10.6. Cynthia Cong, Atelierbesuch

* Handout zu der Künstlerin

17.6. Städtische Galerie

David Semper, Werner-Stober-Preisträger 2015 (bis 5.7.)

* Handout zu dem Künstler

24.6. Melanie Dorfer, Atelierbesuch

* Handout zu der Künstlerin

01.7. Hinterzimmer – Ateliergemeinschaft und Ausstellungsraum, 3 Künstler zur Auswahl: Simon Pfeffel, Sara Wahl, u.a.

Fragen zu den Arbeiten entwickeln

08.7. Enrico Bach, Atelierbesuch

* Handout zu dem Künstler

15.7. Abschluß und Kritik

Übung: Kunstverweigerungskunst

Dr. Kirsten Voigt
Blockseminar nach Absprache mit den TeilnehmerInnen
1. Termin:
Freitag, 17. April, 17.30 Uhr
Seminarraum


Beschreibung:
Immer öfter verweigern sich Künstler – dem klassischen Werkbegriff, dem Markt, den hergebrachten Institutionen, der Kunst selbst oder dem Publikum. Kunst propagiert Anti-Kunst, tritt in den Streik, macht Destruktion zur Werkstrategie, erschwert oder verunmöglicht ästhetische Wahrnehmung. An deren Stelle treten die Aufforderung zur Interaktion oder Eigeninitiative, soziale Praktiken, therapeutische oder politische Aktivitäten. Differierende Formen dieser Kunstverweigerungskunst sind Gegenstand der Veranstaltung. Zur Grundlage unserer Auseinandersetzung mit diesem globalen Phänomen der Erweiterung des Kunstbegriffs machen wir als Reader die Bände 231 und 232 der Zeitschrift „Kunstforum International“, die sich diesem Thema ausführlich widmen.

Termine: 12., 19. und 26. Juni, Beginn jeweils um 15.30 Uhr (bis zirka 20 Uhr) 
Die Referate werden in der Reihenfolge, die unten folgt, gehalten.

Reader: Kunstforum International Band 231 und 232

 

Herbert Kopp-Oberstebrink und Judith Elisabeth Weiss: Im Labyrinth der Dialektik von Innerhalb und Außerhalb? Von der Verweigerungskunst zur Kunstverweigerung

Kerstin Skrobanek: Die Kunstverweigerung endet in den Armen der Kunst – Fluxus als Ausgangspunkt späterer Verweigerungsstrategien

Kirsten Voigt: „Artivismus“, Pragmatismus und Narrativierung – Signaturen einer Kunst als sozialer Praktik

Anna Spohn: Handlung, Teilnahme und Beteiligung – Partizipation zwischen Politik und Kunst

Gunnar Schmidt: Objektzerstörungen – Vom versehrten Werk zur Realitätsverweigerung

Judith Elisabeth Weiss: Kunst-Streik. Konstruktionen der Obstruktion

Diana B. Wechsler: Fokus Südamerika: Kunst über ihre Grenzen hinaus

Herbert Kopp-Oberstebrink: Die Kunst im Exil des Denkens – Anmerkungen zu Francesco Matarreses Grenzgängen zwischen Kunst und ästhetischer Theorie

Judith Weiss, Herbert Kopp-Oberstebrink: Interview mit Gustav Metzger: Verweigerung war für mich eine Pflicht

Herbert Kopp-Oberstebrink: Interview mit Francesco Matarrese: Am Firmament existieren die gangbaren Wege

Herbert Kopp-Oberstebrink: Gegenkunst, Anti-Kunst, Nicht-Kunst, Kunstlosigkeit
Dispositive der Verweigerung

Erik Porath: Psychoanalyse und Verweigerung

Vanessa Joan Müller: Ich möchte lieber nicht, Die Kunst des produktiven Nichtstuns

Judith Elisabeth Weiss: Figuren des Verschwindens, Die Utopie vom Ausstieg aus der Kunst

Akiko Bernhöft: On Kawara

Gunnar Schmidt: Ori Gersht

Anna Spohn: Superflex, Aktivismus als Konzept

Kirsten Voigt: Wochenklausur, Problemlösung als kreativer Prozess

Kirsten Voigt: Lois Weinberger, Anti-Kultivierung: Das Ruderal-Konzept

Kerstin Skrobanek: Florian Slotawa, Nichts hinzufügen

Kerstin Skrobanek: Matthew Rana und das Speech and What Archive Follow Fluxus

Herbert Kopp-Oberstebrink: Ryan Gander, Culturefield, oder Kunst als Notausgang in die Gegenwelt

Thomas Hirschhorn: Intervention, Formgebung als Widerstand

Judith Elisabeth Weiss: Michael Landy, „Ich sehe meinen Sinn innerhalb der Kunst – Der Besitz, die Zerstörung, das Heilige“

Kirsten Voigt: Zentrum für Politische Schönheit, Philipp Ruch: „Die Hoffnung auf den moralischen Fortschritt der Menschheit liegt in der Kunst.“

Italienisch-Sprachkurs

Concetta Pelella
Freitag, 12.00 - 14.15 Uhr (Beginn: 24. April 2015)
Seminarraum


Buch zum Sprachkurs:
un giorno in Italia 1 Bonacci editore ISBN 9788875733742
Bitte ab der 1. Unterrichtsstunde dabei haben!
Der Sprachkurs wird ausschließlich für Studierende des Faches Kunstgeschichte angeboten!
Der Kurs ist nicht für Neueinsteiger!