Home | Impressum | Sitemap | KIT

Wintersemester 2015/16

Semesterdaten

Semesterbeginn: 1. Oktober 2015
Semesterende: 31. März 2016

Vorlesungsbeginn: 19. Oktober 2015
Vorlesungsende: 13. Februar 2016

Hier finden Sie die Stundenplanübersicht für das Wintersemester 2015/16 (Änderungen/Ergänzungen vorbehalten!)
 

Lehrveranstaltungen Wintersemester 2015/16

Vorlesung
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr Geschichte der Kunst VI -
Das 20. Jahrhundert
Jehle Fritz-Haller-Hörsaal
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr Politische Kunst und Architektur Schulze Eiermann-Hörsaal
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr Pieter Bruegel und seine Zeit Papenbrock Eiermann-Hörsaal
Proseminare
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr PS/HS BK II: Skulptur/Zeit. Kunst des Klassizismus Jehle Seminarraum
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr BK I/II: Malerei der Frührenaissance in Florenz Schulze Seminarraum
Mittwoch, 11.30 - 13.00 Uhr GK: Grundlagen der Kunstwissenschaft Schulze Seminarraum
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr BK I/II: Frühe Niederländische Malerei Papenbrock Seminarraum
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr MK: Methoden der Kunstwissenschaft Axtmann Seminarraum
Dienstag, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: Deutsche Malerei II Axtmann Seminarraum
Montag, 11.30 - 13.00 Uhr BK I/II: Römische Mosaiken Krüger Seminarraum
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr PS/HS, BK II: Wien - Aspekte der Stadtplanungs-
und Architekturgeschite, Gartenkunst und
Parkgestaltung
Gawlik Seminarraum
Hauptseminare
Dienstag, 9.45 - 11.15 Uhr HS/PS BK II: Faces - Zur Geschichte
des Selbstportraits in den Künsten
Jehle Seminarraum
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr HS/PS BK II: Kunst der deutschen
Romantik
Jehle Seminarraum
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr ÄK: Geschichte der Ästhetik von der Aufklärung
bis zum Beginn der Moderne
Papenbrock Seminarraum
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr BK II: Werkbundsiedlungen 1927 - 1933 Papenbrock Seminarraum
Übungen
Termine s. Ankündigungstext Kuratorische Praxis - Am Beispiel des
Badischen Kunstvereins zwischen inter-
nationaler Gegenwartskunst und regionalem
(Mitglieder)Programm
Casser
Termine s. Ankündigungstext 1-2-3 verkauft!
Organisation und Durchführung einer Auktion
im Rahmen der Ausstellung "Is ja'n Ding.
Objekte mit Geschichte" im Badischen
Landesmuseum
Grunow
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr Künstler als Kuratoren Hompes Seminarraum
Termine s. Ankündigungstext Wechselnde Horizonte - Landschaftsmalerei
aus vier Jahrhunderten in der Staatlichen
Kunsthalle, Übung vor Originalen
Voigt
Workshop als Kompaktwoche
15. - 19.02.2016
Grundlagen der Fotografie Engel/
Seeland
Zentrale
Fotowerkstatt
Tutorien
Donnerstag, 15.45 - 17.15 Uhr Tutorium zu Methoden der
Kunstwissenschaft
Benterbusch Seminarraum
Mittwoch, 8.00 - 9.30 Uhr Tutorium zu Grundlagen der
Kunstwissenschaft
Leidig Seminarraum

 

Vorlesung: Geschichte der Kunst VI - Das 20. Jahrhundert

Prof. Dr. Oliver Jehle
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr (Beginn: 22. Oktober 2015)
Fritz-Haller-Hörsaal


Beschreibung:
Nahezu jede Errungenschaft früherer Kunstepochen scheint im zwanzigsten Jahrhundert zur Disposition zu stehen, sei es die überkommene Zentralperspektive oder die impressionistische Auflösung der Kontur. Einfallsreich sind diese Spiele mit ästhetischen und gesellschaftlichen Normen, die sich nicht allein als Polemik gegen klassische Bildkonventionen, sondern immer auch als Suche nach neuen Entwürfen präsentieren. Auf Kubismus und Abstraktion folgen so Kunstströmungen, welche die öffentlich Reflexion über die Kunst und ihre Funktionen zum eigentlichen Gegenstand erklären: sei es Dada oder die Aktionskunst des Fluxus. Die Vorlesung folgt der Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert – von den "Väter[n]  der modernen Kunst"  (Werner Hofmann), Cézanne und van Gogh, Gauguin und Seurat  über die klassische Avantgarde und die europäische Nachkriegsmoderne - und wird mit der Präsentation der Kunst nach 1945 den Bogen schließen.

Literatur:
Werner Hofmann, Grundlagen der modernen Kunst. Stuttgart 1966.
Werner Hofmann, Die Moderne im Rückspiegel. Hauptwege der Kunstgeschichte. München 1998.
Susanne Partsch, 20. Jahrhundert I (=Kunst-Epochen, Bd. 11), Stuttgart 2010.
Uwe M. Schneede, Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert. Von den Avantgarden bis zur Gegenwart. München 2001


Vorlesung 1

Vorlesung 2

Vorlesung 3

Vorlesung 4

Vorlesung 5

Vorlesung 6

Vorlesung 7

Vorlesung 8

Vorlesung 9

Vorlesung 10

Vorlesung 11

Vorlesung 12

Lexikonartikel

Alliez

von Bismarck

Hofmann

 

Vorlesung: Politische Kunst und Architektur

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 20. Oktober 2015)
Eiermann-Hörsaal

Beschreibung:
Kunst hat im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlichen Funktionen dienen müssen, zunächst religiösen, dann auch ästhetischen, abbildenden, erinnernden, aber auch politischen. Allerdings können sich die verschiedenen Funktionen bei einem einzelnen Kunstwerk oder einem architektonischen Ensemble durchaus überlagern bzw. nebeneinander bestehen. In dieser Vorlesung steht die politische Funktion von Kunst und Architektur im Mittelpunkt, denn Kunst – Architektur ohnehin – hat zu allen Zeiten im Dienst der Politik gestanden, hat Herrschaftsrechte oder –ansprüche bildhaft anschaulich werden lassen, Herrschaft legitimiert, auf der anderen Seite – und nicht erst im 20. Jahrhundert - aber auch kritisiert.

 

Literatur zur Einführung:
Aufgrund der Fülle von Literatur zu den einzelnen Themen und Epochen ist es nahezu unmöglich, auch kaum sinnvoll  , eine komplette Bibliographie zum Thema zu erstellen. Deshalb nenne ich hier nur einige einführende Titel sowie wenige subjektiv ausgewählte Einzelstudien.

Martin Warnke (Hg.): Politische Kunst. Gebärden und Gebaren, Berlin 2004.
Ursula Frohne (Hg.), Schwerpunkt: Politische Kunst heute, Göttingen 2008.
Martin Warnke (Hg.): Politische Architektur in Europa vom Mittelalter bis heute. Repräsentation und Gemeinschaft, Köln 1984.
Martin Warnke, Bau und Überbau. Soziologie der mittelalterlichen Architektur nach den Schriftquellen, Frankfurt 1984.
Hermann Hipp, Ernst Seidl (Hgg.): Architektur als politische Kultur, Berlin 1996.
Franz Matsche: Die Kunst im Dienst der Staatsidee Kaiser Karls VI., 2 Bde., Berlin, New York 1981.

 

Teilnahme und mögliche Scheine:
Haupt- und Nebenfachstudenten der Kunstgeschichte, regelmäßige Teilnahme 2 ECTS-LP; bei erfolgreicher Klausur  weitere 2 ECTS-LP

Vorlesung 1

Vorlesung 2

Vorlesung 3

Vorlesung 4

Vorlesung 5

Vorlesung 6

Vorlesung 7

Vorlesung 8-Teil I
Vorlesung 8 - Teil II

Vorlesung 9

Vorlesung 10

Vorlesung 11

Vorlesung 12

Vorlesung 13

 

 

 

 

Vorlesung: Pieter Bruegel und seine Zeit

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 21. Oktober 2015)
Eiermann-Hörsaal

Beschreibung:
In dieser Vorlesung geht es um die Ikonographie des Sehens und Verstehens in den späten biblischen Bildern Pieter Bruegels d. Ä. und um die kunsttheoretischen, religionspolitischen und herrschaftskritischen Implikationen dieser Ikonographie. Bruegel stand in engem Kontakt zur intellektuellen und politischen Elite in den Niederlanden. Seine Werke werden vor dem Hintergrund der religiösen und politischen Auseinandersetzungen seiner Zeit untersucht.

Literatur zur Einführung:
Fritz Grossmann: Pieter Bruegel. Köln 1955. – Carl Gustav Stridbeck: Bruegelstudien. Stockholm 1956. –Jürgen Müller: "Pieter Bruegel". In: Allgemeines Künstlerlexikon. München/Leipzig (Saur), 14/1996: 474-478. – Philippe u. Françoise Roberts-Jones: Pieter Bruegel der Ältere. München 1997.

Vorlesungsplan/Themen:
21.10.15          Einführung, Themenstellung
28.10.15          Biographie, Forschung, Geschichte
04.11.15          Bruegel: Frühe Landschaften
11.11.15          Bruegel: Ikarussturz
18.11.15          Bruegel: Turmbau zu Babel
25.11.15          Bruegel: Kreuztragung
02.12.15          Bruegel: Anbetung der Könige, Christus und die Ehebrecherin
09.12.15          Bruegel: Kindermord von Bethlehem
16.12.15          Bruegel: Predigt des Johannes
23.12.15          Bruegel: Bekehrung Pauli
13.01.16          Bruegel: Blindensturz
20.01.16          Bruegel: Bauernhochzeit, Bauerntanz, Bauernkirmes
27.01.16          Bruegel: Elster auf dem Galgen
03.02.16          Zusammenfassung
10.02.16          Klausur

Vorlesung 2
Vorlesung 3
Vorlesung 4
Vorlesung 5
Vorlesung 6
Vorlesung 7
Vorlesung 8
Vorlesung 9
Vorlesung 10
 

Proseminar/Hauptseminar BK II: Skulptur/Zeit. Kunst des Klassizismus

Prof. Dr. Oliver Jehle
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 19. Oktober 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Ovids Geschichte des Pygmalion erzählt von Verlebendigung. Grundlegend ist dabei der Prozess des Übergangs. So figuriert Pygmalions wacher Traum als theoretisches Modell eines neuen Denkens über das, was das Betrachten von Kunstwerken sein kann: Neigt man dazu zu glauben, dass sich erst in der Moderne die Aufmerksamkeit vom finalen Werk auf den Prozess im Akt der Wahrnehmung verlegte, zeigt der Klassizismus, wie sehr der Betrachter schon im 18. Jahrhundert zum Teilhaber, ja, zum Mithandelnden des Kunstwerkes avancierte. Aus diesen Verlebendigungen und damit aus der Wahrnehmung der Zeit resultiert ein neuartiges Verhältnis von Kunst und Betrachtung: Was für eine Situation stellt eine Skulptur her? Wie situiert sie den Betrachter? Welche Konventionen, Ideologien und Bedeutungen prägen die Wahrnehmung einer Skulptur um 1800? Dieser dynamischen Beziehung von Betrachter, Raum und Objekten gilt unser Interesse, lassen sich doch so aktuelle bildwissenschaftliche Fragen für das Medium Skulptur formulieren.

Literatur

  1. Ausstellungskatalog Künstlerleben in Rom. Berthel Thorvaldsen (1770 –1844). Der dänische Bildhauer und seine deutschen Freunde, hrsg. von Gerhard Bott, Heinz Spielmann, Nürnberg 1991
  2. Oskar Bätschmann: »Pygmalion als Betrachter. Die Rezeption von Plastik und Malerei in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts«, in: Wolfgang Kemp (Hg.): Der Betrachter ist im Bild. Kunstwissenschaft und Rezeptionsästhetik, Köln 1992, S. 237-279
  3. Inka Mülder-Bach: »Eine ›neue Logik für den Liebhaber‹: Herders Theorie der Plastik«, in: Hans-Jürgen Schings (Hg.): Der ganze Mensch, Stuttgart, Weimar 1994, S. 341-371
  4. Skulptur – Zwischen Realität und Virtualität, hrsg. von Jens Schröter, Christian Spies, Gundolf Winter, München 2006
  5. Johannes Myssok, Canova. Die Erneuerung der klassischen Mythen in der Kunst um 1800, Petersberg 2007.


Texte zum downloaden

Lessing

Bätschmann

Muelder-Bach

 

 

 

 

Proseminar BK I/II: Malerei der Frührenaissance in Florenz

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 21. Oktober 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
In dieser  Einführungsveranstaltung für Studienanfänger werden wir eine Reihe von Hauptwerken der Florentiner Maler in Florenz unter verschiedenen Aspekten und methodischen Ansätzen zu analysieren versuchen. Im Quattrocento, genauer seit den 20er Jahren des 15. Jahrhunderts, formulieren in Florenz Masaccio und Paolo Uccello in der Malerei, Donatello in der Skulptur und Brunelleschi in der Architektur kraftvolle, neue künstlerische Tendenzen. Masaccios Freskenzyklus in der Brancacci-Kapelle von Santa Maria del Carmine in Florenz, Ereignisse aus der Vita des heiligen Petrus, zeigt in der berühmtesten Szene des „Zinsgroschens“ eine zuvor nicht gekannte Plastizität und Individualität der Figuren, die noch  Michelangelo und andere Künstler einer späteren Generation bewunderten und kopierten. Mit seinem Fresko der Trinität in Santa Maria Novella projiziert Masaccio, vielleicht unter Anleitung Brunelleschis, mit Hilfe der Zentralperspektive erstmals einen wissenschaftlich fundierten dreidimensionalen Raum auf die Wandfläche. Ein dramatischer Vorgang in jedem Sinne des Wortes, Paradigmenwechsel in mancher Hinsicht.

Literatur zur Einführung:
Belser Stilgeschichte, Bd. V, S. 11-54: „Einführung in die Malerei der Renaissance“; Werner Jacobsen: Die Maler von Florenz zu Beginn der Renaissance, München, Berlin 2001; Michael Baxandall: Die Wirklichkeit der Bilder. Malerei und Erfahrung im Italien des 15. Jahrhunderts, Frankfurt am M. 1977; Peter Burke: Culture and Society in Renaissance Italy, London 1972; deutsch: Peter Burke, Die Renaissance, 4. erw. und erg. Aufl. Berlin 1998.

Aber auch:
Martin Wackernagel, Der Lebensraum des Künstlers in der florentinischen Renaissance. Aufgaben und Auftraggeber, Werkstatt und Kunstmarkt, Leipzig 1938; Frederick Antal, Florentine Painting and its Social Background. The Bourgeois Republic before Cosimo de' Medici Advent to Power: XIV and Early XV Centuries, London 1947; Arnold Esch: Kunstförderung im Italien des 15. Jahrhunderts. Fragen zwischen Geschichte und Kunstgeschichte, Opladen 1997; Michael Gross: Maß und Proportion in der italienischen Malerei der Frührenaissance, München Diss., 1993; Steffi Roettgen, Wandmalerei der Frührenaissance in Italien, 2 Bde., München: Hirmer, 1996; Wolfram Prinz: Die Storia oder Die Kunst des Erzählens in der italienischen Malerei und Plastik des späten Mittelalters und der Frührenaissance 1260 – 1460, 2 Bde, Mainz 2000; Ronald G.  Kecks: Domenico Ghirlandaio und die Malerei der Florentiner Renaissance, München 2000; Florenz in der Frührenaissance. Kunst und Literatur in der Sphäre des Humanismus, Festschrift für Paul Oskar Kristeller zum 90. Geburtstag, hg. von Justus Müller Hofstede (Vorwort), Paul O Kristeller, Willi Hirdt, Dieter Schaller, Andreas Tönnesmann, Rheinbach 2002; Italien und Flandern. Die Geburt der Renaissance; Italien und Flandern. Die Geburt der Renaissance, Lina Castelfrachi Vegas (Hg.), 2. Aufl. Stuttgart, Zürich 1994.

Und immer noch:
Giorgio Vasari: Le Vite de’ più eccellenti architetti, pittori, et scultori italiani, da Cimabue infino a’ tempi nostril, Firenze 1550 – verschiedene, auch deutsche Ausgaben.
Jacob Burckhardt: Die Kultur der Renaissance in Italien, Basel 1860.

Studierende und mögliche Scheine:
30 Studierende ab 2. Semester Kunstgeschichte: 6 ECTS-Punkte.

Aufgrund des Abbruchs dieser Lehrveranstaltung im SS 2015 werden wie angekündigt bei der Platzvergabe zunächst die 21 Teilnehmer vom SS 2015 berücksichtigt, die bereits ein Referatsthema übernommen haben.

 

Proseminar GK: Grundlagen der Kunstwissenschaft

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Mittwoch, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 21. Oktober 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Diese Veranstaltung wendet sich ausschließlich an Studienanfänger und dient der Orientierung im Fach Kunstgeschichte. Sie führt in die Gegenstandsbereiche des Faches (Malerei, Graphik, Plastik, Architektur, Stadtplanung, Kunstgewerbe, neue Medien usw.) ein, und zwar sowohl unter technischen Aspekten wie auch unter dem Gesichtspunkt von Funktionen (z. B. Bauaufgaben) und ikonographischen Bedeutungen (z. B. Malereigattungen wie Historienbild, Porträt, Landschaftsmalerei, Stilleben usw.).
Der erste Versuch der (gemeinsamen) Arbeit am Objekt ist die analytische Beschreibung mit dem Ziel, sich über die Objekthaftigkeit und Materialität des jeweiligen Gegenstandes als Medium historischer Bedeutungen bewusst zu werden.

Organisatorisches:
In jeder Sitzung versucht ein Teilnehmer, das Objekt zu beschreiben, ein anderer führt ein Spiegelstrich-Protokoll, das jeweils im darauffolgenden Tutorium besprochen wird. Die kontinuierliche Mitarbeit aller Studierenden durch Diskussionsbeiträge wird erwartet, evtl. kleinere Hausaufgaben sind möglich.
Das begleitende Tutorium, dessen Besuch obligatorisch ist, führt vornehmlich in die Praxis des kunstwissenschaftlichen Arbeitens, die Lektüre wissenschaftlicher Texte und in die wissenschaftliche Terminologie ein.

Literatur zur Einführung:
Allgemein zur Kunstgeschichte:
Ernst H. Gombrich, Die Geschichte der Kunst, London 2001 (Neuauflage).
Udo Kultermann, Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft, überarb. und erw. Neuauflage, Frankfurt/Berlin/Wien: Prestel, 1996.
Zum Studium:
Jutta Held, Norbert Schneider, Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche, Institutionen, Problemfelder, Köln/Weimar 2007.
Marcel Baumgarten, Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Köln 1998.
Gegenstandsbereiche und Methodik:
Hans Belting, Heinrich Dilly u. a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung, 6. überarbeitete und erweiterte Aufl., Berlin 2003.
Marlite Halbertsma, Kitty Zijlmans, Gesichtspunkte. Kunstgeschichte heute, 2. Aufl., Berlin 1995.
Wolfgang Brassat, Hubertus Kohle, Methoden-Reader Kunstgeschichte: Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft, Köln 2003.
Einzelne Themen:
Werner Busch (Hg.), Funkkolleg Kunst. Eine Geschichte der Kunst im Wandel ihrer Funktionen, München/Zürich 1997 (und ältere zweibändige Ausg.).
Monika Wagner (Hg.), Moderne Kunst. Das Funkkolleg zum Verständnis der Gegenwartskunst, Reinbek bei Hamburg 1991 (und neuere Aufl.).
Weitere Literatur siehe auch Hilfestellungen für Studienanfänger auf der Homepage.

Studierende und mögliche Scheine:
30 Studierende des 1. Semesters der Kunstgeschichte: 8 ECTS-Punkte bei regelmäßiger Teilnahme an GK und Tutorium sowie bestandener Klausur in der letzten Sitzung.

Raffael

Aachener Pfalzkapelle

Buon Governo und Duccio

Masaccio und van Eycks Madonna Rolin

Botticellis Primavera St. Peter

Caravaggios Contarelli-Kapelle

Rembrandt; Velazquez

Bernini

Fischer von Erlach-Karlskirche

David/C.D. Friedrich

van de Velde

Manets Bar und Weltausstellung 1851

 

Proseminar BK I/II: Frühe Niederländische Malerei

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 21. Oktober 2015)
Seminarraum

Beschreibung:
Die frühniederländische Malerei ist ein Spiegel der bürgerlichen Kultur des 15. Jahrhunderts, ihrer Denk- und Lebenswelt. Anhand ausgewählter Beispiele von Jan van Eyck bis Hieronymus Bosch werden ihre spezifischen Themen und Darstellungsformen und ihre theologischen, politischen und sozialen Implikationen untersucht.

Organisatorisches:
Die Referatsthemen vom 4., 11., 18. und 25. November werden bereits vor Semesterbeginn vergeben. Interessierte Studierende, die einen Platz im Seminar erhalten haben, können sich per Mail an helga.lechner∂kit.edu für ein Referat anmelden!
 

Einführende Literatur:
Erwin Panofsky: Early Netherlandish Painting. Its Origins and Character. 2 Bde. Cambridge 1953. – Hans Belting, Christiane Kruse: Die Erfindung des Gemäldes: das erste Jahrhundert der niederländischen Malerei. München 1994.

Seminarplan/Themen:
21.10.15         
Einführung
28.10.15         
Geschichte der Niederlande im 15. Jahrhundert
04.11.15         
Vorläufer der frühniederländischen Malerei
11.11.15         
Jan van Eyck: Genter Altar (1427-32)
18.11.15         
Jan van Eyck: Madonna in der Kirche (um 1425)
Jan van Eyck: Das Ehepaar Arnolfini (1434)
25.11.15         
Jan van Eyck: Madonna des Kanzlers Rolin (1436)
Jan van Eyck: Madonna des Kanonikus van der Paele (1436)
02.12.15         
Robert Campin: Geburt Christi (Dijon, 1420)
Robert Campin: Mérode-Altar (um 1525/26)
09.12.15         
Rogier van der Weyden: Kreuzabnahme (um 1435-1440)
Rogier van der Weyden: Lukas malt die Madonna (um 1435-1440)
16.12.15         
Rogier van der Weyden: Sakramentenaltar (um 1445-1450)
Rogier van der Weyden: Columba-Altar (um 1460)
23.12.15         
Dieric Bouts: Gerechtigkeit Kaiser Ottos III. (um 1460)
Dieric Bouts: Abendmahlsaltar (1468)
13.01.16         
Hugo van der Goes: Portinari-Altar (um 1479)
Hugo van der Goes: Anbetung der Hirten (um 1480)
20.01.16         
Hans Memling: Johannes-Altar (um 1479)
Hans Memling: Ursula-Schrein (1489)
27.01.16         
Gerard David: Urteil des Kambyses (1498)
Gerard David: Taufe Christi (um 1502-08)
03.02.16         
Hieronymus Bosch: Heuwagen-Triptychon (um 1490)
Hieronymus Bosch: Garten der Lüste (um 1505)
10.02.16         
Schlussdiskussion

Proseminar MK: Methoden der Kunstwissenschaft

Dr. Alexandra Axtmann
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 20. Oktober 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Das Proseminar ist ein Pflichtseminar für Studierende im ersten Studienjahr.
Gegenstand des Seminars ist die Methodengeschichte unseres Faches, die wir anhand von Texten erarbeiten werden. Ausgehend von den Künstlerviten Giorgio Vasaris, den Kunstbeschreibungen Johann Joachim Winckelmanns, der Stilanalyse, Ikonographie und Ikonologie, Gender Studies, Sozialgeschichte und Rezeptionsästhetik bis zur Bildanthropologie sollen wissenschaftliche Methoden der Kunstwissenschaft vorgestellt, diskutiert und auch angewendet werden.

Organisatorisches:
Die Übernahme eines Referates und die kontinuierliche Mitarbeit durch wöchentliche Textzusammenfassungen sind erforderlich.
Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt in der ersten Sitzung am 20. Oktober 2015.
Ein Tutorium, dessen Besuch obligatorisch ist, führt in die Praxis des kunstwissenschaftlichen Arbeitens und die Lektüre wissenschaftlicher Texte ein.
Die für das Seminar relevanten Texte werden in Form eines Readers für alle Studierenden zur Verfügung gestellt.

Mögliche Scheine:
8 ECTS-Punkte

Zu erbringende Leistungen:

  • regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit am MK-Seminar +
  • regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit an dem zugehörigen Tutorium +
  • Referat im MK-Seminar zu einer Methode mit ausführlichem Thesenpapier +
  • Klausur am 2.02.2016 +
  • im Tutorium Kurzreferate und kleinere Hausaufgaben

Literaturauswahl zur Einführung:

  • Belting, Hans u. a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 5. überarb. Auflage. Berlin 1996
  • Brassat, Wolfgang/ Kohle, Hubertus: Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. Köln 2003
  • Heinrich Dilly (Hg.): Altmeister moderner Kunstgeschichte. 2. Aufl. Berlin 1999.
  • Halbertsma, Marlite/ Zijlmans, Kitty (Hg.): Gesichtspunkte. Kunstgeschichte heute. Berlin 1995
  • Held, Jutta/ Schneider, Norbert: Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche, Institutionen, Problemfelder. Köln/Weimar 2007
  • Kultermann, Udo: Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft. Überarb. und erw. Neuaufl. München 1990
  • Paul von Naredi-Rainer (Hg.): Hauptwerke der Kunstgeschichtsschreibung. Stuttgart 2010.

Methoden-Reader:
1 Plinius Naturkunde Buch 35
2 Vasari Leonardo da Vinci
 

Proseminar BK II: Deutsche Malerei II

Dr. Alexandra Axtmann
Dienstag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 20. Oktober 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Das Seminar schließt an das Seminar „Deutsche Malerei – Baselitz, Immendorff, Kiefer, Lüpertz, Polke, Richter“ aus dem Sommersemester 2015 an und möchte zunächst einige Maler näher beleuchten, die zeitgleich ebenfalls gegenständlich bzw. figurativ gearbeitet haben wie die Schule der Neuen Prächtigkeit, die Gruppe Zebra, die Berliner Kritischen Realisten, Karl Horst Hödicke oder Konrad Klapheck und Vertreter der „Alten Leipziger Schule“. Anschließend sollen die „Jungen Wilden“ der 1980er Jahre aus den Zentren Berlin und Hamburg und zuletzt Neo Rauch betrachtet werden, der der „Neuen Leipziger Schule“ zuzuordnen ist. Die Referate sollen die jeweils spezifische Malweise, die Umsetzung der Bildthemen und ikonographischen Traditionen sowie den politischen und gesellschaftlichen Kontext vorstellen. Darüber hinaus soll auch nach der kritischen Auseinandersetzung mit diesen Künstlern gefragt werden. Wie ging bzw. geht die Kunstkritik und Kunstwissenschaft mit ihnen um?

Organisatorisches:
Die Teilnahme an dem Seminar „Deutsche Malerei“ aus dem SoSe 2015 ist keine Voraussetzung für dieses Seminar. Eine Exkursion in das Städel-Museum nach Frankfurt a. M. ist geplant.

NEU: Bitte informieren Sie sich vorab über die Künstler und Referatsthemen (s. unten). In der ersten Sitzung (20.10.2015) müssen Sie festlegen, ob Sie eine Hausarbeit schreiben möchten oder nicht.

NEU: Nach erfolgreicher Anmeldung über das Studierendenportal besteht bis zum 10.10.2015 die Möglichkeit der Reservierung von Referatsthemen – allerdings nur für Studenten, die einen 4 oder 6 ECTS-Punkte-Schein anstreben. Wenden Sie sich dazu bitte per E-Mail direkt an mich (alexandra.axtmann∂kit.edu).

Alle anderen Themen werden erst in der ersten Sitzung vergeben werden!

Literaturauswahl zur Einführung
(alle Bücher sind im Semesterapparat in der Badischen Landesbibliothek und in unserer Institutsbibliothek zu finden)

Bown, Matthew Cullerne: Socialist realist painting. New Haven 1998 Faust, Wolfgang Max/ Vries, Gerd de: Hunger nach Bildern. Deutsche Malerei der Gegenwart. Köln 1982 Hofer, Sigrid (Hg.): Grenzgänge zwischen Ost und West. Dresden 2012 Klotz, Heinrich: Die Neuen Wilden in Berlin. Stuttgart 1984 Kultermann, Udo: Neue Formen des Bildes. Neue veränderte Ausgabe, Tübingen 1975 Sager, Peter: Neue Formen des Realismus. Kunst zwischen Illusion und Wirklichkeit. Köln 1973/1977 Thomas, Karin: Zweimal deutsche Kunst nach 1945. 40 Jahre Nähe und Ferne. Köln 1985

Ausstellungskataloge

Aufbruch Realismus. Die neue Wirklichkeit im Bild nach `68. Ausst.-Kat. Städtische Museen Heilbronn/ Kunsthalle Vogelmann. Bielefeld 2012 Die 80er. Figurative Malerei in der BRD. Ausst.-Kat. Städel Museum Frankfurt. Ostfildern 2015 Durchblick. Ausst.-Kat. Ludwig-Institut für Kunst der DDR Oberhausen/ Staatliche Kunsthalle Berlin. Oberhausen 1984 Flashback, eine Revision der Kunst der 80er Jahre. Ausst.-Kat. Kunstmuseum Basel, Museum für Gegenwartskunst. Ostfildern-Ruit 2005 German Pop. Ausst.-Kat. Schirn Kunsthalle Frankfurt. Köln 2014 Kunst in der Bundesrepublik Deutschland 1945-1985. Ausst.-Kat. Nationalgalerie, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin. Berlin 1985 Kunst und Kalter Krieg. Deutsche Positionen 1945-89. Ausst.-Kat. County Museum of Art Los Angeles/ Germanisches Nationalmuseum Nürnberg/ Deutsches Historisches Museum Berlin. Köln 2009 Obsessive Malerei. Ein Rückblick auf die "Neuen Wilden". Ausst.-Kat. ZKM, Museum für Neue Kunst Karlsruhe. Ostfildern-Ruit 2003

Mögliche Scheine:
2 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat (15 min)
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat (30 min) + Essay (ca. 5-7 Seiten)
6 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat (45 min) + Hausarbeit (ca. 15 Seiten)

Mögliche Referatsthemen (in zeitlicher Reihenfolge):

Schule der Neuen Prächtigkeit
Matthias Koeppel
Johannes Grützke

Gruppe Zebra
Peter Nagel
Dieter Asmus

Konrad Klapheck

Karl Horst Hödicke

Kritische Realisten Berlin
Klaus Vogelgesang
Wolfgang Petrick

„Alte Leipziger Schule“
Volker Stelzmann
Arno Rink

„Junge Wilde“
Martin Kippenberger
Werner Büttner
Rainer Fetting
Helmut Middendorf
Elvira Bach
Ina Barfuss

„Neue Leipziger Schule“
Neo Rauch 

Proseminar BK I/II: Römische Mosaiken

Prof. Dr. Jürgen Krüger
Montag, 11.30 - 13.00 Uhr (Achtung geänderter Anfangstermin: 9. November 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Ein faszinierendes Thema der Kunst in Rom stellen die Mosaiken dar, die einen großartigen Bestand darstellen. Oft als „Malerei für die Ewigkeit“ bezeichnet, kann mit ihnen die Entwicklung der Künste und der Themen über viele Jahrhunderte verfolgt werden.

 

Im Seminar werden die wichtigsten Mosaikbilder bzw. –zyklen behandelt. Dabei geht es darum, grundlegende Techniken der Kunstgeschichte zu üben:

  • Einüben von Vortragstechniken
  • Beschreiben des Gegenstands
  • Anfertigen einer schriftlichen Hausarbeit
  • Architekturbeschreibung

 

Gefordert werden die üblichen Dinge:

  • Regelmäßige Teilnahme
  • Kurzreferat in einer Seminarveranstaltung
  • Ausführliche Hausarbeit

 

Vorausgesetzt werden:

  • Selbständiges Recherchieren der relevanten Bibliographie in digitalen und gedruckten Medien über die hier angegebenen Überblickswerke hinaus
  • Grundkenntnisse in der Vortragstechnik

 

Einzelne Sitzungen müssen aus organisatorischen Gründen ausfallen (26.10., 2.11., 23.11.). In der ersten Stunde wird besprochen, ob Ersatztermine nötig und möglich sind.

 

Bei entsprechenden Vorleistungen ist der Erwerb eines Hauptseminarscheins möglich. Vorherige Absprache ist notwendig.

 

Mögliche Scheine:
2 ETCS-Punkte: regelmäßige Teilnahme, Referat (1/4 Stunde)
4 ECTS-Punkte: regelmäßige Teilnahme, Referat (1/2 Stunde), Essay (6 Seiten)
6 ECTS-Punkte: regelmäßige Teilnahme, Referat (1/2 Stunde), Hausarbeit (15 Seiten)

 

N.B. zur Hausarbeit: Nicht zum Umfang (gezählte Seiten) zählen: Deckblatt, Titelseite, Inhaltsverzeichnis, Anlagen (Bilder, Tabellen, etc.). Der Hauptteil der Arbeit, in dem das ausgewählte Objekt bzw. das gestellte Problem abgehandelt werden, muss 75% der gesamten Seitenzahl ausmachen. Diese Seiten liegen der Notengebung zugrunde. Die Arbeit soll in neuer deutscher Rechtschreibung abgefasst sein. Als Grundlage wird der Duden empfohlen.

 

Themen (in dieser Reihenfolge werden sie im Lauf des Semesters behandelt):
1) S. Costanza, Tonnengewölbe und Apsiden
2) S. Maria Maggiore, Langhausmosaiken
3) S. Maria Maggiore, Triumphbogen
4) Baptisterium der Laterankirche, Apsis
5) SS. Cosma e Damiano, Apsis
6) S. Prassede, Zeno-Kapelle
7) S. Prassede, Apsis
8) S. Clemente, Apsis
9) S. Maria in Trastevere, Apsis
10) S. Paolo fuori le Mura, Apsis
11) S. Maria Maggiore, Fassade
12) S: Giovanni in Laterano, Apsis
13) S. Pietro in Vaticano
14) St. Paul’s Within the Walls, Apsis
15) Evangelische Christuskirche, Apsis

Weitere Themen auf Vorschlag bzw. nach Vereinbarung

 

Literatur:
Joseph Wilpert: Die römischen Mosaiken und Malereien der kirchlichen Bauten vom IV. bis XIII. Jahrhundert; Originalausgabe Freiburg 1916 (auch als Digitalisat)
Joachim Poeschke: Mosaiken in Italien 300 – 1300; München 2009

Proseminar/Hauptseminar BK II: Wien - Aspekte der Stadtplanungs- und Architekturgeschichte, Gartenkunst und Parkgestaltung

Dr.-Ing. Ulrike Gawlik
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 22. Oktober 2015)
Seminarraum Baugeschichte (015)

Achtung: Die Anmeldung für die Veranstaltung erfolgt für alle Interessierten (handschriftlich in eine Liste) ab dem 12.10.2015 bei Frau Schütz im Sekretariat des Fachgebietes Baugeschichte (Raum 017).


Beschreibung
Wien – die Stadt der Habsburger sowie die Hauptstadt der Republik Österreich, deren Gartenkunst, Architektur und Städtebau zur Zeit Maria Theresias und ihres Sohnes Joseph II. (18. Jahrhundert), während der Regentschaft Kaiser Franz Josephs (1848-1916) sowie während des „Roten Wiens“ (1920er – frühe 1930er Jahre) sind Themen des Seminars. Beginnend mit einem Exkurs zur Baugeschichte des Stephansdoms soll die barocke Architektur Fischer von Erlachs (Vater und Sohn) sowie Johann Lukas von Hildebrandts (18. Jh.), die historistische Architektur der Beteiligten am Bau der Ringstraße (u.a.: Theophil von Hansen, Eduard van der Nüll, August Sicard von Sicardsburg, Heinrich Ferstel und Gottfried Semper) und die moderne Architektur Otto Wagners, Adolf Loos‘ und Josef Hoffmanns betrachtet werden. Daneben steht die Beschäftigung mit der Gartenkunst in Schönbrunn, Belvedere, Laxenburg und Neuwaldegg, in einstigen bürgerlichen Privatgärten (z.B.: „Rothschildgärten“), die später in öffentliche Grünanlagen umgewandelt wurden sowie mit öffentlichen Parkanlagen, die unter dem Wiener Gartenamtsleiter Fritz Kratochwjle (20. Jh.) gestaltet wurden. Der Blick auf den sozialen Wohnungsbau der 1920er Jahre (z.B.: Karl-Marx-Hof) schließt die Behandlung des Themas ab. Es stehen 15 Seminar- bzw. Exkursionsplätze zur Verfügung.
 

Organisatorisches
Das Seminar kann als Baugeschichtliches Seminar I/II (Architektur) belegt werden. Das baugeschichtliche Seminar kann in der Kunstgeschichte voll angerechnet werden (als Pro- oder Hauptseminar).

Die Übernahme eines Referates, (das Erarbeiten einer Seminararbeit) sowie die kontinuierliche Mitarbeit sind verpflichtend. Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt in der ersten Sitzung am 22. 10. 2015 im Seminarraum der Baugeschichte (015).

Für März 2016 ist eine 5-tägige Exkursion nach Wien (An- und Abreise jeweils über Nacht des Tages zuvor bzw. danach) geplant, die Frau Dr. Alexandra Axtmann voraussichtlich als Gast begleiten wird. Ein ergänzender kunstgeschichtlicher Themenblock mit Einblicken in die Malerei des Biedermeier, der Zeit des Fin de Siècle und der Secession wird dazu am Ende der Vorlesungszeit angeboten werden.

Die verfügbaren 15 Exkursionsplätze werden in der ersten Seminarstunde verbindlich vergeben. Die Studenten übernehmen vor Ort Referate.

Die Exkursion ist für Studenten der Architektur (BA, MA) und für Studierende der Kunstgeschichte ab Beginn des dritten Studienjahres (auch MA) gedacht. Für Studierende des ersten und zweiten Studienjahres (Kunstgeschichte), die das Seminar als Proseminar besuchen, ist diese nicht vorgesehen.

Exkursionszeitraum: 13.3./14.3.2016 – 18.3./19.3.2016 (Hin- und Rückfahrt mit dem Nachtzug, die Exkursionswoche endet mit Palmsonntag)

 

Mögliche Scheine
Architektur (Bachelor, Master
)
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit
Kunstgeschichte/ Ergänzungsfach Baugeschichte
2 ECTS Punkte (PS/HS): regelmäßige Teilnahme + Referat
4 ECTS Punkte (PS/HS): regelmäßige Teilnahme + Referat + Essay
6 ECTS Punkte (PS): regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit
8 ECTS Punkte (HS): regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit

Hauptseminar/Proseminar BK II: Kunst der deutschen Romantik

Prof. Dr. Oliver Jehle
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 22. Oktober 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Im Jahr 1980 veröffentlichte der englische Kunsthistoriker William Vaughan einen Bildband „German Romantic Painting“, in dessen Nachwort er schrieb: „Heute ist es uns nur allzu klar, daß die Linie von den nationalistischen Bekenntnissen eines Fichte, Kleist und Friedrich zu denen von Nietzsche und Wagner und schließlich denen der Nationalsozialisten führt.“ Wir werden versuchen, im Rahmen des HS einen differenzierten Blick auf die Kunst der deutschen Romantik zu gewinnen.

Literatur:
Bitte klären Sie in der Sprechstunde und in Rücksprache mit mir die für die Referate und Hausarbeiten zu verwendende Literatur. Als erster Überblick bieten sich an:

Rüdiger Safranski, Romantik. Eine deutsche Affäre, München 2007
Eckhart Kleßmann, Die deutsche Romantik, Köln 1979

Organisatorisches:
Studierende, die einen Platz im Seminar erhalten haben, können sich für ein Referat per Mail an helga.lechner∂kit.edu anmelden!

Themen:

Einführung
Rettung der Kunst? Goethe und die Weimarer Preisaufgaben

Protoromantik? Füssli und die Neukonzeption des Klassizismus

Ossian  in Rom. Zur Wirkungsgeschichte von Asmus Jakob Carstens‘ Gemälde

Wackenroder, Tieck und die bildende Kunst

Kosmos Runge I: Die Porträts

Kosmos Runge II: Zur Poetologie von Malerei und Dichtung – Die Lehrstunde der Nachtigall

Kosmos Runge III:  Die Zeiten im Urteil von Goethe und Görres

Caspar David Friedrich: Transzendenz und Naturästhetik

Caspar David Friedrich: Landschaftsmalerei und politische Ikonographie

Im Gegenlicht: Carl Blechen und die italienische Landschaft

„Verwandlung der Welt“? Die romantische Arabeske

Carl Rottmann auf dem „Schlachtfeld von Marathon“

„Am italienischen Wesen soll die Welt genesen“ – Overbeck und die Kunst der Nazarener

Kunst für die Welt. Der Siegeszug der Düsseldorfer Malerschule

Ernste Spiele? Der Geist der Romantik in der Kunst nach 1900
Schlussbesprechung

Hauptseminar/Proseminar BK II: Faces - Zur Geschichte des Selbstportraits in den Künsten

Prof. Dr. Oliver Jehle
Dienstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 20. Oktober 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Das Künstlerselbstbildnis gilt der Kunstgeschichte traditionell als Schauplatz des Individuums, als in Stein gehauenes, als gemaltes oder auch in Metall geprägtes Dokument seiner Einzigartigkeit. Das Selbstportrait ist aber zugleich das bevorzugte Medium der Selbstinszenierung – denn es  bietet die Möglichkeit, sich als Hofmaler oder Handwerker, als Intellektuellen oder Illiteraten, als Melancholiker, ja: als Märtyrer der Kunst eine eigene Rolle zu geben und diese piktural festzuschreiben. Den bildlichen Mitteln solcher Stilisierung möchte das Seminar nachgehen, der Gestik und Mimik, den symbolgesättigten Attributen und szenischen Arrangements. In 28 Selbstportraits aus 600 Jahren Kunstgeschichte werden wir den Künstlern begegnen – so, wie sie gesehen werden wollen.

Literatur

  1. Oskar Bätschmann, Michael Groblewski (Hg.), Kultfigur und Mythenbildung. Das Bild vom Künstler und sein Werk in der zeitgenössischen Kunst, Berlin 1993
  2. Andreas Beyer, Das Porträt in der Malerei, München 2002
  3. Gottfried Boehm, Bildnis und Individuum. Über den Ursprung der Porträtmalerei in der italienischen Renaissance, München 1985
  4. Gottfried Boehm, „Die opaken Tiefen des Inneren. Anmerkungen zu den frühen Selbstporträts“, in: Michael Hesse, Max Imdahl (Hg.), Studien zu Renaissance und Barock. Manfred Wundram zum 60. Geburtstag, Frankfurt am Main 1986, S. 21–61.
  5. Richard Brilliant, Portraiture, London 1991
  6. Richard van Dülmen, Die Entdeckung des Individuums 1500–1800, Frankfurt am Main 1997
  7. Rudolf Preimesberger, „Einleitung“, in: Ders., Hannah Baader, Nicola Suthor (Hg.), Porträt, Berlin 1999, S. 13–64.
  8. Matthias Winner (Hg.), Der Künstler über sich selbst in seinem Werk, Berlin 1992


Organisatorisches:
Studierende, die einen Platz im Seminar erhalten haben, können sich für ein Referat per Mail an helga.lechner∂kit.edu anmelden!


Themen:

Einführung
Peter Parler, Büste des Künstlers, zwischen 1374 und 1385, Inschrift von 1392, Prag Veitsdom/
Leon Battista Alberti, Plakette mit Selbstbildnis, 1432/34, Washington, National Gallery of Art

Jan van Eyck, Der Mann mit dem roten Turban, 1433, London, National Gallery/
Pietro Perugino, Selbstbildnis, Florenz, Galleria degli Uffizi

Albrecht Dürer, Selbstbildnis, 1500, München, Bayerische Staatsgemäldesammlung, Alte Pinakothek/
Giorgione, Selbstbildnis als David, um 1510, Braunschweig, Herzog Anton Ulrich Museum

Parmigianino, Selbstbildnis im Konvexspiegel, 1523/24, Wien, Kunsthistorisches Museum/
Giovanni Battista Paggi, Bildnis eines Architekten und Selbstbildnis des Malers, Würzburg, Martin von Wagner-Museum

Maerten van Heemskerck, Selbstbildnis vor dem Kolosseum, 1553, Cambridge, Fitzwilliam Museum/
Frans Floris, Selbstbildnis, 1558, Florenz, Galleria degli Uffizi

Sofonisba Anguissola, Bernardino Campi malt Sofonisba Anguissola, um 1559, Siena, Pinacoteca Nazionale/
Annibale Carracci, Selbstbildnis auf der Staffelei, um 1604, St. Petersburg, Eremitage

Salvator Rosa, Selbstbildnis, um 1641, London, National Gallery/
Nicolas Poussin, Selbstbildnis, 1650, Paris, Louvre

Rembrandt Harmensz van Rijn, Selbstbildnis als Zeuxis, um 1663, Köln, Wallraff-Richartz-Museum/
Carlo Dolci, Selbstbildnis, 1674, Florenz, Galleria degli Uffizi

William Hogarth, Selbstbildnis mit seinem Hund, 1745, London, Tate Gallery/
Sir Joshua Reynolds, Selbstbildnis, 1747/48, London, National Portrait Gallery

Franz Xaver Messerschmidt, Ein absichtlicher Schalksnarr, nach 1770, Wien, Österreichische Galerie Belvedere/
Jean Baptiste-Siméon Chardin, Selbstbildnis mit Augenschirm, 1775, Paris, Louvre

Caspar David Friedrich, Selbstbildnis, 1810, Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett/
Francisco José de Goya y Lucientes, Selbstbildnis mit seinem Arzt Arrieta, 1820, Minneapolis, The Minneapolis Institute of Arts

Eduard Manet, Selbstportait, 1879, New York, Sammlung Loeb/
Paul Cézanne, Selbstbildnis mit weißem Turban, 1881/82, München Bayerische Staatsgemäldesammlung, Neue Pinakothek

Edvard Munch, Selbstporträt mit Zigarette, 1895, Oslo, Nasjonalgalleriet/
Lovis Corinth, Selbstbildnis mit Skelett, 1896, München, Staatliche Galerie im Lenbachhaus

Otto Dix, An die Schönheit, 1922, Wuppertal, von der Heydt-Museum/
Francis Bacon, Selbstbildnis, 1972, Privatbesitz

Erwin Wurm, Selbstporträt als Essiggurkerl, 2008
Schlussbesprechung

 

 

Hauptseminar Ästhetik/Kulturtheorie: Geschichte der Ästhetik von der Aufklärung bis zum Beginn der Moderne

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 22. Oktober 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Gegenstand des Seminars sind die ästhetischen Theorien der Aufklärung, der Klassik; der Romantik und des Realismus in Deutschland. Von Baumgarten bis Rosenkranz sollen Ästhetiken und Kunsttheorien, ihre Programmatiken und Konzepte, ihre Kategorien und Begriffe von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars in Referaten vorgestellt, analysiert und diskutiert werden.

Organisatorisches:
Die Referatsthemen vom 5., 12., 19. und 26. November werden bereits vor Semesterbeginn vergeben. Interessierte Studierende, die einen Platz im Seminar erhalten haben, können sich per Mail an helga.lechner∂kit.edu für ein Referat anmelden!

Literatur zur Einführung:
Willi Oelmüller/Ruth Dölle-Oelmüller/Norbert Rath: Diskurs: Kunst und Schönes. Paderborn 1982. – Norbert Schneider: Geschichte der Ästhetik von der Aufklärung bis zur Postmoderne. Stuttgart 1996. – Julian Nida-Rümelin/Monika Betzler (Hg.): Ästhetik und Kunstphilosophie von der Antike bis zur Gegenwart. Stuttgart 1998. – Michael Kelly (Hg.): Encyclopedia of Aesthetics. 4 Bde. New York 1998.

Seminarplan/Themen:
22.10.15
Einführung
29.10.15
Ästhetik, Kunstphilosophie, Kunsttheorie: Begriff und Geschichte
05.11.15
Alexander Gottlieb Baumgarten:
Baumgartens Ästhetik: Konzept, Begriff und Definition (1750-58)
Der Wahrheitsbegriff in Baumgartens Ästhetik
Der „felix aestheticus“
12.11.15
Johann Joachim Winckelmann (und Anton Raphael Mengs)
Winckelmann: Gedanken über die Nachahmung ... (1755)
Winckelmann: Geschichte der Kunst des Altertums (1764)
Mengs: Gedanken über die Schönheit ... (1762)
19.11.15
Gotthold Ephraim Lessing
Laokoon oder über die Grenzen der Malerei und Poesie (1766)
Die Theorie des „fruchtbaren Moments“
Zeichen- und Handlungstheorie in Lessings Laokoon
26.11.15         
Johann Gottfried Herder
Von deutscher Art und Kunst (1770/71)
Plastik (1778)
03.12.15         
Johann Wolfgang von Goethe
Von deutscher Baukunst (1772)
Einfache Nachahmung der Natur, Manier, Stil (1789)
10.12.15         
Immanuel Kant
Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen (1764)
Kritik der Urteilskraft, 1. Teil (1790)
17.12.15         
Friedrich Schiller
Kallias oder über die Schönheit (1793)
Über die ästhetische Erziehung des Menschen in Briefen (1793)
Über Anmut und Würde (1793)
14.01.16         
Friedrich Wilhelm Schelling
System des transzendentalen Idealismus (1800)
Vorlesungen über die Philosophie der Kunst (1802/03)
Über das Verhältnis der bildenden Künste zur Natur (1807)
21.01.16         
Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Vorlesungen über die Ästhetik (1818-1829). Entstehung u. Edition
Vorlesungen über die Ästhetik. Kategorien und Begriffe
Hegels Künstlerbild
28.01.16         
Arthur Schopenhauer
Die Welt als Wille und Vorstellung (1844)
Schopenhauers Künstlerbild
04.02.16         
Karl Rosenkranz
Ästhetik des Häßlichen (1853): Kategorien/Begriffe
Die Ästhetik des Häßlichen als Spiegel ihrer Zeit
11.02.16         
Schlussdiskussion

Hauptseminar BK II: Werkbundsiedlungen 1927-1933

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 22. Oktober 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Die Stuttgarter Weißenhofsiedlung (1927) stand am Anfang einer Reihe von Ausstellungen zum "Neuen Bauen" und "Neuen Wohnen". Bis 1933 entstanden in Europa zwölf vergleichbare Mustersiedlungen und Bauausstellungen: in Brünn (1928), Berlin (1928), Karlsruhe (1929), Breslau (1929), Linz (1929), Stockholm (1930), Basel (1930), Zürich (1931), Winterthur (1932), Wien (1932), Prag (1932) und Mailand (1933). Im Seminar sollen die einzelnen Ausstellungen vorgestellt und insbesondere auf ihre gesellschaftlichen und architekturtheoretischen Konzepte befragt werden.

Organisatorisches:
Die Referatsthemen vom 5., 12., 19. und 26. November werden bereits vor Semesterbeginn vergeben. Interessierte Studierende, die einen Platz im Seminar erhalten haben, können sich per Mail an helga.lechner∂kit.edu für ein Referat anmelden!

Einführende Literatur:
Johannes Cramer, Niels Gutschow: Bauausstellungen. Eine Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Stuttgart 1984; Norbert Huse: Neues Bauen 1918 bis 1933. Moderne Architektur in der Weimarer Republik. Berlin 2/1985; Barbara Miller Lane: Architektur und Politik in Deutschland 1918-1945. Braunschweig 1986.

Seminarplan/Themen:
22.10.15          Einführung
29.10.15          Geschichte des Werkbundes / Geschichte der Bauausstellungen
05.11.15          Stuttgart 1927: "Die Wohnung" (Weißenhof)
12.11.15          Brünn 1928: "Das neue Haus"
19.11.15          Breslau 1929: "Wohnung und Werkraum"
26.11.15          Karlsruhe 1929: "Die Gebrauchswohnung" (Dammerstock)
03.12.15          Stockholm 1930: „Stockholmer Ausstellung“
10.12.15          Basel 1930: "1. Schweizerische Wohnungsausstellung (WOBA)" (Eglisee)
17.12.15          Zürich 1931/33: "Wohnausstellung Neubühl"
14.01.16          Wien 1932: "Internationale Werkbundausstellung“ (Siedlung Lainz)
21.01.16          Prag 1932: "BABA"
28.01.16          Winterthur 1932: Wohnausstellung Haus Siegrist, Siedlung Leimenegg
04.02.16          Exkurs: Stuttgart 1933: Kochenhofsiedlung („Deutsches Holz“)
11.02.16          Schlussdiskussion

Übung: Kuratorische Praxis - Am Beispiel des Badischen Kunstvereins zwischen internationaler Gegenwartskunst und regionalem (Mitglieder-)Programm

Anja Casser

Blockseminar nach Absprache mit den TeilnehmerInnen
Vorbesprechung: 19. Oktober, 17.30  - 19 Uhr
Badischer Kunstverein, Waldstraße 3, 76133 Karlsruhe


Beschreibung:
Der Badische Kunstverein als zweitältester Kunstverein in Deutschland blickt auf eine reichhaltige Geschichte zurück. Seit seiner Gründung widmet sich der Kunstverein der Präsentation internationaler zeitgenössischer Kunst, gleichzeitig ist er in seiner Vereinsstruktur mit dem lokalen Kunstschaffen eng verbunden. In der Übung soll die Herausforderung zwischen internationalem Kunstgeschehen und regionalen Anknüpfungen anhand der alljährlichen Mitgliederausstellung thematisiert, aber vor allem auch praktisch erprobt werden. Die Einsendungen der Arbeiten der Künstlermitglieder stellt den Kunstverein jedes Jahr vor eine kuratorische Herausforderung: Um die 200 Kunstwerke unterschiedlicher Materialität und Formate werden eingereicht und in einer gemeinsamen Ausstellung präsentiert. Wie kann so eine Ausstellung aussehen? Welche Möglichkeiten und Konzepte gibt es, um den vielen Kunstwerken zu begegnen und gerecht zu werden? Die kommende Ausstellung im Winter wird gemeinschaftlich konzipiert und realisiert – bis hin zur gemeinsamen Hängung im Kunstverein. Für die Referate suchen sich die StudentInnen ein spezifisches Kunstwerk der Mitglieder aus und besprechen dieses in enger Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen.

Literatur:  
Bernd Milla und Heike Munder (Hg.), Tatort Kunstverein, 2001
Die Letzen ihrer Art. Kunstvereine. Eine Reise zu den Dinosauriern des Kunstbetriebs, 2010
Jutta Dresch und Wilfried Rößling, 175 Jahre Badischer Kunstverein Karlsruhe, Bilder im Zirkel, 1993

Übung: 1-2-3 verkauft! Organisation und Durchführung einer Auktion im Rahmen der Ausstellung "Is ja'n Ding. Objekte mit Geschichte" im Badischen Landesmuseum

Dr. Sonja Grunow

Termine
Dienstag, 27.10.15, 08.00 Uhr-09.30 Uhr, Seminarraum
Dienstag, 10.11.15, 08.00 Uhr-09.30 Uhr, Seminarraum
Dienstag, 24.11.15, 08.00 Uhr-09.30 Uhr, Seminarraum
Dienstag, 08.12.15, 08.00 Uhr-09.30 Uhr, Seminarraum
Dienstag, 22.12.15, 08.00 Uhr-09.30 Uhr, Seminarraum
Dienstag, 19.01.16, 08.00 Uhr-09.30 Uhr, Seminarraum
Dienstag, 02.02.16, 08.00 Uhr-09.30 Uhr, Seminarraum
Dienstag, 16.02.16, 08.00 Uhr-09.30 Uhr, Seminarraum
Samstag, 27.02.16, 15.00 Uhr-22.00 Uhr, Badisches Landesmuseum

Beschreibung:
Die Konzeption, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen ist ein potentielles Arbeitsfeld für KunsthistorikerInnen. In Kooperation mit dem Badischen Landesmuseum soll eine Auktion im Rahmen der Ausstellung „Ist ja’n Ding. Objekte mit Geschichte“ organisiert und durchgeführt werden.

Hierbei werden die Studierenden „Objekte mit Geschichte“ von Karlsruher Bürgern akquirieren, deren Geschichte recherchieren und für einen Auktionskatalog textlich aufarbeiten. Darüber hinaus muss die Versteigerung selbst geplant und durchgeführt werden: Von Auktionator über Catering und Einladungen bis hin zu den rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Übung erfordert durch ihren hohen Praxisbezug viel Engagement von Seiten der Studierenden, da sie für das Gelingen einer großen öffentlichen Veranstaltung verantwortlich sind.

Organisatorisches:
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte

Übung: Künstler als Kuratoren

Marco Hompes, M.A.
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 21. Oktober 2015)
Seminarraum


Beschreibung:
Im WS 2015/16 lassen sich sowohl in der Staatlichen Kunsthalle wie in der Städtischen Galerie in Karlsruhe zahlreiche künstlerische Positionen der Gegenwartskunst kennenlernen. Angesichts der allgegenwärtigen Konjunktur des Zeitgenössischen in den Geschichtswissenschaften ist zu fragen, was diese Entwicklung, die Künstler/innen zu Kuratoren/innen nicht nur ihrer eigenen Ausstellungen, sondern auch von Sammlungen macht, für die kunsthistorische Forschung und Lehre an Universitäten und Kunsthochschulen bedeuten kann. Aufbauend auf der Veranstaltung des Sommersemesters (Kritik der Gegenwartskunst) - wobei die Teilnahme hieran keine Voraussetzung für die Übung des Wintersemesters darstellt –soll anhand von Werkbeschreibungen den Teilnehmern/innen der Veranstaltung ermöglicht werden, eigene Kriterien zu erarbeiten und Positionen zu vergleichen, um ein tiefergehendes Verständnis der Problematik vorzubereiten.

Die Übung findet in der Staatlichen Kunsthalle (Orangerie) und in der Städtischen Galerie Karlsruhe statt; im Zentrum stehen drei Ausstellungen: Forest (Bethan Huws), die Werkschau der Professoren der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und die Veranstaltung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e. V., ars viva 2016.

Organisatorisches:
Von den Teilnehmern/innen der Übung wird erwartet, dass sie einen kurzen Text zu ihrem Referatsthema verfassen. Hierfür steht ihnen eine individuelle Betreuung durch die Dozenten zur Verfügung.

Übung: "Wechselnde Horizonte – Landschaftsmalerei aus vier Jahrhunderten in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, Übung vor Originalen"

Dr. Kirsten Voigt
Blockseminar
Einführungstermin: Montag, 26. Oktober 2015, 9.45 - 11.15 Uhr

Seminarraum


Beschreibung:
„Wechselnde Horizonte“ sind das Thema dieser Übung vor Originalen: Anhand von Werken aus der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe wollen wir beobachten, wie Landschaft zum Bild wird. Es wird uns möglich sein, zu definieren, was Landschaft von Natur unterscheidet, und Reisen durch Raum und Zeit zu unternehmen: von den Niederlanden über Deutschland und die Alpen in italienische Gefilde und bis nach Brasilien oder Japan. Auf diesen Exkursionen durch Landschaftsbilder Alter Meister und Bildlandschaften der Moderne soll uns interessieren, welche historischen und systematischen Fragen wir an die Landschaftsmalerei stellen können und welche Antworten wir aufgrund der Bilder oder der zeithistorischen Kontexte auf die Frage nach dem Naturbewusstsein und dem Wissen über Natur erhalten können. Verschiedene Landschaftstypen, Kompositionsstandards, das malerische Spiel mit Licht, Schatten, Staffage und der Symbolik der Jahreszeiten gehören zu den Themenfeldern, die wir erkunden wollen.


Die Veranstaltung ist als Blockseminar gegen Ende des Semesters gedacht – die Termine werden mit den StudentInnen in einer ersten Sitzung Anfang des Semesters abgestimmt – genauer Termin wird noch bekanntgegeben. Erwartet wird von den TeilnehmerInnen ein mündliches Referat mit Thesenpapier zu jeweils einem der Werke der Themenliste, die in der ersten Sitzung ausgegeben wird.

Übung: Grundlagen der Fotografie

Bernd Seeland, Fotografenmeister
Christoph Engel, Dipl.-Des. (FH)

Workshop als Kompaktwoche
15.02. – 19.02.2016, 10.00 – ca. 17.00 Uhr
Zentrale Fotowerkstatt
8 TeilnehmerInnen


Beschreibung:
In der Veranstaltung werden in einem ersten Teil die theoretischen und praktischen Grundlagen der Fotografie anhand praktischer Übungen mit verschiedenen Kameraformaten und -systemen vermittelt. Der theoretische Teil umfasst sowohl die Geschichte der Fotografie, die Grundlagen der Fototechnik als auch die Analyse fotografischer Bilder sowie eine Anleitung zum Verstehen der Wirkungsweisen in der Fotografie. Der praktische Teil gibt einen Überblick über die verschiedenen Kamerasysteme, die Bildgestaltung, der Einsatz vom Licht, Labortechniken sowie den Umgang mit digitalen Bilddateien und das Basiswissen in der elektronischen Bildbearbeitung. Der zweite Teil der Veranstaltung behandelt die konkrete Auseinandersetzung mit einer künstlerischen Position in der Fotografie in Form eines Kurzreferates und der Ausarbeitung einer eigenen praktischen Fotoarbeit.

Literatur:
Charlotte Cotton, Fotografie als zeitgenössische Kunst, Deutscher Kunstverlag, Berlin, 2011
Stephen Shore, Das Wesen der Fotografie, Phaidon, Berlin, 2009
Robert Hirsch, Mit der Kamera Sehen. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2008

Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte

Unkostenbeitrag für Verbrauchsmaterialien:
10,00 Euro pro Teilnehmer

Anmeldung:
ab Dienstag, 20.10.2015 bis einschließlich Freitag, 30.10.2015
persönlich in der Zentralen Fotowerkstatt, Gebäude 20.40, Raum -102