Home | Impressum | Sitemap | KIT

Sommersemester 2016

Semesterdaten

Semesterbeginn: 1. April 2016
Semesterende: 30. September 2016

Vorlesungsbeginn: 18. April 2016
Vorlesungsende: 23. Juli 2016

Hier finden Sie den Stundenplan für das Sommersemester 2016 (Änderungen vorbehalten!)

Lehrveranstaltungen Sommersemester 2016

Vorlesungen      
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr Geschichte der Kunst I -
Das frühe Mittelalter
Jehle Fritz-Haller-Hörsaal
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr

Architektur der Moderne:
Vom Jugendstil zum Bauhaus

Schulze Eiermann-Hörsaal
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr Graffiti. Geschichte und Typologie Papenbrock Eiermann-Hörsaal
Proseminare      
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: Sensations! British Art Jehle Seminarraum
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr BK II: Holländische Genremalerei Schulze Seminarraum
Mittwoch, 11.30 - 13.00 Uhr GK: Grundlagen der Kunstwissenschaft Schulze Seminarraum
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: Impressionismus Papenbrock Seminarraum
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr MK: Methoden der Kunstwissenschaft Axtmann Seminarraum
Dienstag, 14.00 - 15.30 Uhr PS/HS BK I: Vom Öffnen und Schließen in der mittelalterlichen Kunst Axtmann Seminarraum
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr PS/HS BK II: Karlsruher Gärten 1750 - 1850. Untersuchungen zur Genese herrschaftlicher Parks, städtischer Versorgungsgärten sowie Freiflächen jenseits des Residenzgartens Gawlik Seminarraum
Baugeschichte
Hauptseminare      
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr HS/PS BK II: Wiener Moderne: "Experiment
Weltuntergang"?
Jehle Seminarraum
Dienstag, 9.45 - 11.15 Uhr BK II: "Ganymed boarding" -
die Meisterwerke des Kunsthistorischen
Museums Wien
Jehle Seminarraum
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr ÄK: Ästhetische Theorien der Moderne Papenbrock Seminarraum
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr BK II: Design der Nachkriegszeit Papenbrock Seminarraum
Übungen      
Termine s.
Ankündigungstext
Kunstvermittlung im Museum Grunow  
Freitag, 9.15 - 10.45 Uhr Kuratoren zwischen Wissenschaft und
Praxis
Klaassen Seminarraum
Termine s.
Ankündigungstext
Landschafts-Perspektiven:
Texte zur Ästhetik und Ethik der
Natur-Darstellung
Voigt  
25. - 29. Juli 2016 Grundlagen der Fotografie Engel/
Seeland
 
Tutorien      
Freitag, 11.30 - 13.00 Uhr Tutorium zu Methoden der
Kunstwissenschaft
Benterbusch Seminarraum
Donnerstag, 15.45 - 17.15 Uhr Tutorium zu Grundlagen der
Kunstwissenschaft
Heyer Seminarraum

 

Vorlesung: Geschichte der Kunst I - Das frühe Mittelalter

Prof. Dr. Oliver Jehle
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 21. April 2016)
Fritz-Haller-Hörsaal


Beschreibung:
Anhand exemplarischer Werke und ihrer Betrachtung wird die Vorlesung den Mythos zu entkräften suchen, das Mittelalter sei ein „dunkles“ Zeitalter gewesen. Gewiss steht die Kunstpolitik der Kirche und der Einsatz der Künste im Zentrum unseres Interesses, doch lassen sich gerade auf diesem Feld nicht nur gattungs- oder funktionsgeschichtliche Fragen erörtern. Gibt es die Möglichkeit gesteigerter Kunsterfahrung bereits vor der Jahrtausendwende? Wurden Techniken und Materialien gezielt eingesetzt, um die Grenzen einer Rezeptionsästhetik avant la lettres zu vermessen? Mit Blick auf die Fertigkeiten und den Erfindungsreichtum der zeitgenössischen Künstler ließe sich so die Frage nach der Modernität dieser Arbeiten stellen und nach dem Status, den der Künstler als artifex einnahm.

Vorlesung 1
Vorlesung 2
Vorlesung 3
Vorlesung 4
Vorlesung 5
Vorlesung 6
Vorlesung 7
Vorlesung 8

Reudenbach
Büttner_Gottdang
Begriffsdefinitionen
Stilgeschichte - Teil I
Stilgeschichte - Teil II
 

Literatur:
Bruno Reudenbach, Die Kunst des Mittelalters, Bd. 1: 800–1200 (C.H. Beck Wissen: Kunstepochen), München 2008; Anton Legner, Der Artifex. Künstler im Mittelalter und ihre Selbstdarstellung, Köln 2010.

Vorlesung: Architektur der Moderne: Vom Jugendstil zum Bauhaus

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 19. April 2016)
Eiermann-Hörsaal


Beschreibung:
Mit der Berufung von Peter Behrens zum künstlerischen Berater der AEG Berlin und der Gründung des Deutschen Werkbundes im Jahre 1907 ist das Datum benannt, mit dem ein grundsätzliches Umdenken über Form und Präsentation der Industrie, ihrer Architektur und ihrer Produkte einsetzte. Das Verhältnis von Zweck und Form war seit der Kritik Gottfried Sempers an der Londoner Weltausstellung von 1851 ins Zentrum heftiger Auseinandersetzungen um die Frage nach dem neuen Stil des industriellen Zeitalters geraten. Beeinflusst von der Arts und Crafts-Bewegung in England widmeten sich eine Reihe bedeutender Künstler der Architektur und den „nützlichen Künsten“. Allerdings geriet der neue Stil oder Jugendstil unter dem Schlagwort Sachlichkeit bald in Verruf; die Jahre vor dem ersten Weltkrieg wurden bestimmt von der Arbeit des Werkbunds und einiger herausragender Förderer aus der Industrie, deren Architekten und Gestalter im ausgehenden Wilhelminismus dem imperialistischen Muskelspiel der Formen entscheidende Wendungen in Richtung Sachlichkeit und Materialgerechtigkeit gaben.

Nach dem Krieg, 1919, wurde Walter Gropius auf Vorschlag Henry van de Veldes nach Weimar berufen und gründete auf dem Fundament und in den Bauten des Altmeisters das Staatliche Bauhaus, eine Schule für Architekten, Künstler und Gestalter, an der Modernität und Funktionalität proklamiert und neue Produktionsformen erprobt wurden.

1925 bereits musste das Bauhaus aus politischen Gründen seinen Sitz nach Dessau verlegen. Gropius entwarf ein programmatisches Schulgebäude, das im Dezember 1926 bezogen wurde. Gleichzeitig entstanden vier sogenannte Meisterhäuser mit Wohn- und Arbeitsräumen für die Hochschullehrer und der erste Abschnitt der Arbeitersiedlung Dessau-Törten. Die Klarheit, Helligkeit und Funktionalität des Werkstättentrakts mit der markanten Glasfassade wurde sofort als Inbegriff der Moderne, als Umsetzung von Programm und Anspruch der neuen Bildungseinrichtung verstanden – ein Maßstab für die Architektur des Neuen Bauens.

Angesichts der großen Wohnungsnot in der Weimarer Republik wurden neben rein ästhetischen Kriterien allerdings auch sozialpolitische Forderungen an die moderne Architektur herangetragen, eine Reform des Wohnungsbaus schien dringend notwendig. So war Ludwig Mies van der Rohe verantwortlich für die künstlerische Planung und Ausführung der Weißenhofsiedlung in Stuttgart im Rahmen der Werkbundausstellung „Die Wohnung“ von 1927. Josef Frank versuchte anlässlich der Wiener Werkbundausstellung von 1932 Siedlungshäuser unter dem Gedanken von Wirtschaftlichkeit auf kleinsten Raum planen zu lassen. Ihm ging es dabei weniger um neueste Baumethoden oder um einen neuen Baustil, sondern vielmehr um funktionelle Lösungen. Bei Frank und Taut findet man auch die ersten Ansätze einer Selbstkritik des Neuen Bauens.

Neben Architektur, Stadtplanung und Kunst werden als weitere wichtige Themen vor allem  Ausstattung und Produktgestaltung, Plakatkunst und Typographie, Theater, Reformtheater und Bühne behandelt.

Vorlesung 19. April 2016
Vorlesung 26. April 2016
Vorlesung 3. Mai 2016
Vorlesung 10. Mai 2016
Vorlesung 17. Mai 2016
Vorlesung 31. Mai 2016
Vorlesung 7. Juni 2016
Vorlesung 14. Juni 2016
Vorlesung 21. Juni 2016
Vorlesung 28. Juni 2016
Vorlesung 5. Juli 2016
Vorlesung 12. Juli 2016
Vorlesung 19. Juli 2016
 


Literatur zur Einführung:

  • Nikolaus Pevsner: Wegbereiter moderner Formgebung von Morris bis Gropius, Köln 1983
  • Sigfried Giedion: Raum, Zeit, Architektur. Die Entstehung einer neuen Tradition, 5. Aufl. Zürich 1992 (1941)
  • Banham, Reyner: Die Revolution der Architektur. Theorie und Gestaltung im ersten Maschinenzeitalter, Braunschweig 1990 (1964) (Bauwelt-Fundamente 89)
  • Kenneth Frampton: Die Architektur der Moderne. Eine kritische Baugeschichte, erw. Fassung der Orig.-Ausg. 5. Aufl. Stuttgart 1995 (1983)
  • Leonardo Benevolo: Geschichte der Architektur im 19. und 20. Jahrhunderts, mit e. Nachtrag von Paulhans Peters, 3 Bde., München 1978, 1988
  • Henry-Russell Hitchcock: Die Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts, mit e. Einf. von Heinrich Klotz, München 1994 (engl. 1958)
  • Julius Posener (Hg.): Anfänge des Funktionalismus. Von Arts und Crafts zum Deutschen Werkbund, Berlin, Frankfurt, Wien 1964
  • Richard Hamann und Jost Hermand: Stilkunst um 1900, 2. Aufl. München 1975 (1967) (Epochen deutscher Kultur von 1870 bis zur Gegenwart; Bd. 4)
  • Werner Oechslin: Stilhülse und Kern. Otto Wagner, Adolf Loos und der evolutionäre Weg zur modernen Architektur, Zürich 1994 (Studien und Texte zur Geschichte der Architekturtheorie)


Teilnahme und mögliche Scheine:
Haupt- und Nebenfachstudenten der Kunstgeschichte, regelmäßige Teilnahme 2 ECTS-LP; bei erfolgreicher Klausur weitere 2 ECTS-LP

Vorlesung: Graffiti. Geschichte und Typologie

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 20. April 2016)
Eiermann-Hörsaal


Beschreibung:                                                             
Graffiti ist ein weit verbreitetes jugendkulturelles Phänomen, das im städtischen Raum beinahe omnipräsent ist. Seinen Ursprung hat dieses Phänomen im American Graffiti der 60er und 70er Jahre, das im Zuge der Hip-Hop-Bewegung zu weltweiter Popularität gelangte. In der Vorlesung werden die Geschichte und die Entwicklung der Graffiti-Bewegung in den USA und in Europa nachgezeichnet, die verschiedenen Erscheinungsformen in der szeneeigenen Terminologie vorgestellt und erläutert und die Möglichkeiten des wissenschaftlichen Umgangs mit dem Phänomen Graffiti in kunst-, medien- und sozialgeschichtlicher Perspektive diskutiert.

Literatur zur Einführung:
Craig Castleman: Getting Up. Subway Graffiti in New York. Boston 1982; Johannes Stahl (Hg.): An der Wand. Graffiti zwischen Anarchie und Galerie. Köln 1989; Bernhard van Treeck: Graffiti Lexikon. Street Art. Legale und illegale Kunst im öffentlichen Raum. Moers 1993; Martin Papenbrock, Doris Tophinke: „Graffiti. Formen, Traditionen, Perspektiven“, in: Heiko Hausendorf, Marcus Müller (Hg.): Handbuch Sprache in der Kunstkommunikation. Berlin: de Gruyter 2016, 88-108 (= Handbuch Sprachwissen, Bd. 16).


Vorlesungsplan/Themen:
20.04.16 Einführung
27.04.16 Historische Vorläufer des modernen Graffiti
04.05.16 Das ABC des Szene-Graffiti
11.05.16 Die Anfänge des American Graffiti
18.05.16 Graffiti-Filme
25.05.16 Die Anfänge des europäischen Graffiti
01.06.16 American Graffiti in Europa
08.06.16 Die Kunst des Taggens
15.06.16 Die Professionalisierung des Graffiti
22.06.16 Juristische Aspekte
29.06.16 Banksy
06.07.16 Moses & Taps
13.07.16 Highlights
20.07.16 Klausur


Vorlesung 27. April 2016
Literatur
Graffiti. Formen, Traditionen, Perspektiven
Zur praktischen Kultur des Szene-Graffiti
Vorlesung 4. Mai 2016
Vorlesung 11. Mai 2016
Vorlesung 18. Mai 2016
Vorlesung 8. Juni 2016
Vorlesung 15. Juni 2016
Vorlesung 21. Juni 2016
Vorlesung 28. Juni 2016
Vorlesung 6. Juli 2016
Vorlesung 13. Juli 2016

 


 

Hauptseminar/Proseminar BK II: Wiener Moderne: "Experiment Weltuntergang"? (mit Exkursion nach Wien)

Prof. Dr. Oliver Jehle
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 18. April 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
Kaum war der Wiener Malerfürst Hans Makart (1840-84) gestorben, der über Jahre die Wiener Gesellschaft dominiert und jedem, der etwas auf sich hielt, die Spielart eines farbentrunkenen Historismus als dernier crie verkaufte, wurde sein Nachlass veräußert und in alle Winde zerstreut.  Der Plunder war verkauft, „[d]ie Unzurechnungsfähigkeit des Publikums“ von der Ludwig Hevesi im Rückblick schrieb, fand ein schnelles Ende und die nachfolgende Generation, die ‚Wiener Moderne‘, probte den Befreiungsschlag auf allen Bühnen.

Wien versammelte in einer denkbar kurzen Zeitspanne  große Namen der Kunstgeschichte und  wurde zum „Brennspiegel“ (Nautz, Vahrenkamp) nicht allein avantgardistischer Strömungen, sondern zu einem Ort, an dem Kämpfe ausgefochten, konträre künstlerische Positionen im Wettstreit lagen. Wir werden die Protagonisten dieses Kulturbetriebs in den Fokus rücken. Neben der Kunst der Maler und Architekten wird es auch um die Wechselbeziehungen zwischen Literatur und Kunst gehen – um  Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal als Chronisten einer untergehenden Welt, um Karl Krauss, der als bissiger Chronist seiner Zeit die giftgrüne Begleitstimme lieferte.
 

Die erste Sitzung im Semester dient der Vorstellung der Themen:

  1. Hans Makart, Bacchus und Ariadne, 1873 –74, Öl auf Leinwand, 476 x 784 cm, Belvedere, Wien.
  2. Die Wiener Secession: Gustav Klimt, Kolo Moser, Josef Hoffmann, Joseph Maria Olbrich.
  3. Gustav Klimt, Beethoven-Fries, 1901, Wiener Secession.
  4. Gustav Klimt, Judith, 1901, Öl auf Leinwand, 84 x 42 cm; und Ders., Der Kuß, 1908, Öl auf Leinwand, 180 x 180 cm.
  5. Oskar Kokoschka, Pietà, 1908/09, Plakat zur Uraufführung seines Dramas „Mörder, Hoffnung der Frauen“, Privatbesitz. Oskar Kokoschka, Die träumenden Knaben (Dieses illustrierte Buch entstand im Auftrag der Wiener Werkstätten, die sich ein Kinderbuch von Kokoschka wünschten. Ersterscheinung: Ostern 1908).
  6. Oskar Kokoschka, Die Windbraut, 1914, Öl auf Leinwand, 181 x 221 cm, Basel, Kunstmuseum.
  7. Egon Schiele, Der Prophet (Doppelselbstbildnis), 1911, Öl auf Leinwand, 110,5 x 50,5 cm; Ders., Eremiten (Selbstbildnis Schieles mit Gustav Klimt), 1912.
  8. Egon Schiele, Mutter mit zwei Kindern III, 1915-17, Öl auf Leinwand, 150 x 159 cm. Kommentar: Arthur Roessler, Egon Schiele, in: Kritische Fragmente, Wien 1918, S. 144f.
  9. Richard Gerstl, Selbstporträt lachend, 1908, Öl auf Leinwand, 40 x 30 cm und: Ders., Selbstbildnis als Halbakt vor blauem Hintergrund, um 1904, Öl auf Leinwand, 160 x 110 cm.
  10. Alfred Kubin, Epidemie, um 1901/02, Tuschfeder, laviert, gespritzt, Einfassungslinien auf Kartonpapier, 26,5 x 25,7 cm, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München.
  11. Alfred Kubin, Das Seegespenst, um 1905, Salzburg, Salzburger Landessammlungen – Rupertinum. Kommentar: Arthur Roessler, Alfred Kubin, in: Kritische Fragmente, Wien 1918, S. 116 und S. 122
  12. Arnold Schönberg, Der rote Blick, 1910, Öl auf Pappe, 32,2 x 24,6 cm,  Städtische Galerie im Lenbachhaus, München. Kommentar von Wassily Kandinsky, Die Bilder, in: Arnold Schönberg, hrsg. v. Alban Berg, München 1912


Literatur:
Werner Hofmann (Hrsg.), Experiment Weltuntergang. Wien um 1900 (Ausst.-Kat. Der Hamburger Kunsthalle), München 1981; Gotthard Wunberg (Hrsg.), Die Wiener Moderne: Literatur, Kunst und Musik zwischen 1890 und 1910, Stuttgart 2000.

Proseminar BK II: Sensations! British Art

Prof. Dr. Oliver Jehle
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 21. April 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
Die großen Namen der englischen Kunst, sei es Gainsborough oder Reynolds, Constable oder Turner, gehören dem 18. und 19. Jahrhundert an. Wenn Nikolaus Pevsner von der „Englishness of English Art“ sprach, so suchte er danach, die Eigenheiten und Charakteristika einer Kunst zu fassen, die Jahrhunderte zuvor auf den Import von Malern und Stilen angewiesen war. Das Seminar verfolgt – neben den „Großen Engländer[n]“ (Meier-Graefe) – gerade die Spuren der ‚fremden‘ Künstler, die nach der „Englishness“ suchten und dabei zu Protagonisten der englischen Kunst wurden.


Die erste Sitzung im Semester dient der Vorstellung der Themen:

  1. Hans Holbein d.J. und Thomas Morus.
  2. Hans Holbein d. J., Die Gesandten (Jean de Dinteville und Georges de Selve), 1533, London, National Gallery, 206 x 209 cm, Öl auf Holz).
  3. Elisabeth I. von England und die Künste (George Gower, [1540 –1596], Elizabeth I.: The "Armada" portrait, um 1588, 105,4 cm x 133,5 cm, Öl auf Holz, Woburn Abbey, Bedfordshire).
  4. Mäzenatentum: Rubens, van Dyck und Thomas Howard, Graf von Arundel (1586 –1646).
  5. “Principall Paynter”: Anton van Dyck in England.
  6. Restauration Britain: Peter Lely, Inigo Jones und Christopher Wren.
  7. William Hogarth, Marriage a-la-Mode.
  8. Die Lunar Society und das Vakuum. Wright of Derby und die Naturwissenschaft.
  9. Thomas Gainsboroughs Historien: Diana und Actäon.
  10. „Wasser, von Turner gemalt“ – Ruskin und Turners Sklavenschiff (1840).
  11. Joshua Reynolds „The Archers“:  Spiele mit dem Archaischen?
  12. John Constables „Mood“. Über den Augenblick in der Landschaftsmalerei.
  13. Die Präraffaeliten: Ästhetik des fin de Siécle?
  14. Omega Workshops – Roger Fry und die Bloombsbury Group.
  15. Francis Bacon und Lucian Freud.


Literatur:
Bitte besprechen Sie im Vorfeld mit mir die zu verwendende Literatur. Allgemein zur Einführung sei genannt: Nikolaus Pevsner, Englishness of English Art, New York 1956 [https://archive.org/details/englishnessofeng00pevs]; Werner Busch, Englishness. Beiträge zur englischen Kunst des 18. Jahrhunderts von Hogarth bis Romney, Berlin 2010



 

Proseminar BK II: Holländische Genremalerei

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 20. April 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
„Der Zauber des Alltäglichen“ lautete der Titel einer Ausstellung im Frankfurter Städel zur holländischen Genremalerei des 17. Jahrhunderts. Man sprach von einen Spiegel der damaligen Alltagswelt, Szenen volkstümlich erzählenden Charakters, wobei manches Bild dieser Kunstgattung zuverlässiger über das Leben und Treiben in eleganten Interieurs, sauber geputzten Bürgerstuben, zwielichtigen Bordellen und lauten Tanzdielen oder nach Tabak stinkenden Spelunken berichtet, als andere Quellen.
Der holländische Naturalismus verrät uns einiges, aber er verdeckt auch viel, scheint er doch im Dienst einer tieferen Wirklichkeit zu stehen. Die Funktion der Bilder erschöpft sich nicht in der vordergründigen Abbildung der Wirklichkeit, aber auch nicht in einem ebenso vordergründigen Symbolismus. Vielmehr geht man heute von einer engen Beziehung der Malerei mit der Literatur aus, waren einige der Künstler doch Mitglied in einer der vielen Rhetorikergesellschaften, man sprach etwa von einer stummen Poesie der Bilder, der es nachzuspüren ginge. Natürlich spielen die Emblembücher eine große Rolle, dass es nichts Leeres und Bedeutungsloses in den Dingen der Welt gebe, der Sinn aber oft maskiert erscheine, es eines Schlüssels der Interpretation bedürfe, um in den Bildern dem oft mehrschichtigen Bdeutungsgehalt näherzukommen. Details, Versatzstücke, Verweise, Bilder in Bildern gehören zu dieser oft moralisierenden Technik des Versteckens.
Es gilt in diesem Seminar also den schillernden Seifenblasen ein wenig anzuhängen, ihre Vollkommenheit zu erkennen, ehe sie in der Enttäuschung des Nichts zerplatzen.


Themen und Termine
20.04.    1. PS  
Besprechung der Themen
27.04.    2. PS
Einführung
04.05.    3. PS:
1. Typen - Frans Hals: „Lustige Gesellschaft“, New York, Metropolitan Museum of Art; „Peeckelhaering“, um 1628-30, Kassel, Staatliche Museen, Gemäldegalerie Alte Meister; „Malle Babbe“, um 1633-35, Berlin, Gemäldegalerie
2. Heilig oder unheilig? - Rembrandt: Die Heilige Familie, 1646, Kassel, Staatliche Kunstsammlungen
11.05.    4. PS:
1. Häusliche Themen in der Nachfolge Rembrandts: Nicolaes Maes: „Die neugierige Lauscherin“, 1967 bei Christie‘s versteigert, „Die Näherin, 1655, Privatsammlung, „Der Diebstahl“, Privatsammlung; Das lauschende Mädchen, 1656, London, Wallace Collection; Die schlafende Küchenmagd, 1655, London, National Gallery -
2. Und die Schülerin: Judith Leyster - „Mann bietet junger Frau Geld an“, 1631, Den Haag, Mauritshuis, „Lustige Gesellschaft“, 1630, Paris, Louvre -
18.05.    5. PS:
1. Bauerngenre: Adrian Brouwer – „Das Gehör“, „Der Geruch“ oder „Zwei rauchende Bauern am Kamin“, um 1633, „Raufende Kartenspieler in einer Schenke“, um 1625, alle München, Alte Pinakothek –
2. Warum schläft der Soldat? - Carel Fabritius: „Die Schildwache“, 1654, Schwerin, Staatliches Museum;  „Mann mit Musikinstrumenten in Delft“, 1652, National Gallery, London, Nr. 3714
25.05.    6. PS:
1. Arztbesuche: Gerard Dou – „Die wassersüchtige Frau“, um 1663, Paris, Louvre, „Beim Arzt“, Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, „Der Zahnarzt“, 1672, Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister –
2. Seifenblasen: Frans von Mieris – „Die Familie des Künstlers“, 1675, Florenz, Galleria degli Uffizi, „Der Seifenbläser“, 1663, Den Haag, Mauritshuis, „Die Arztvisite“, 1657, Wien, Kunsthistorisches Museum -
01.06.    7. PS:
1. Daheim und unterwegs? - Gabriel Metsu: Familienportrait, Berlin-Dahlem, Staatliches Museum, rechs: Selbstbildnis des Künstlers mit seiner Frau Isabella de Wolff im Wirtshaus, 1661, Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister
2. Väterlich? - Gerhard Ter Borch: „Die väterliche Ermahnung“, um 1654/55, Berlin, Gemäldegalerie, „Der verweigerte Brief“, um 1655, München, Alte Pinakothek -
08.06.    8. PS:
1. Rhetoriker - Jan Steen:  „Rhetoriker am Fenster“, um 1661/66, Philadelphia Museum of Art; „Fest der Rhetorikerkammer nahe eines Stadttores“, Privatsammlung -
2. Sprichwörter - Jan Steen:  „Wie die Alten sungen, so pfeifen die Jungen“, 1663-65, Den Haag, Mauritshuis; Jan Steen, „Das menschliche Leben“, 1665, Den Haag, Mauritshuis –
15.06.    9. PS:
1. Genremalerei? – Rembrandt: „Selbstbildnis mit Saskia“ oder „Der Verlorene Sohn im Wirtshaus“ oder „Allegorie von Liebe und Wein“, um 1638, Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister
2. Bilderrätsel: Samuel van Hoogstraten: Wem gehören die “Pantoffeln”?, um 1670, Paris, Louvre -
22.06.    10. PS:
1. Mutter und Kind - Pieter de Hooch: „Mutter mit zwei Kindern“, 1658, Privatsammlung, „Mutter mit Kind“, um 1658/60, „Die Mutter“, um 1661/63, Berlin, Gemäldegalerie; „Die Apfelschälerin mit Kind“, London, Wallace Gal. –
2. Privat und öffentlich - Pieter de Hooch: „Delfter Hof“, 1658, London, Nat.Gal., „Beim Glas Wein in der Laube“, 1658, Privatsammlung,  –
29.06.    11. PS:
1. Wein, Weib… - Jan Vermeer: „Das Glas Wein“, um 1660/61, Berlin, Gemäldegalerie, „Das Mädchen mit dem Weinglas“, Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Mus. –
2. …und Gesang? - Jan Vermeer: „Die Musikstunde“, um 1662/65, H.M. Queen Elisabeth II.; : „Das Konzert“, 1650, Standort Boston, Isabella Stewart Gardner Museum und „Dame am Virginal oder am Spinett sitzend, um 1675, London, National Gallery –
06.07.    12. PS
1. Die einfigurigen Gemälde - Jan Vermeer: „Junge Dame mit Perlenhalsband“, Berlin, Gemäldegalerie, „Die Perlenwägerin“, um 1662/65, Washington, Nat. Gal.; „Die Spitzenklöpplerin“, um 1665, Paris Louvre –
2. Briefe: Nähe und Ferne - Jan Vermeer: Die Briefleserin“, 1662/63, Amsterdam, Rijksmuseum; Briefschreibendes Mädchen, um 1666, Washington D.C., National Gallery of Art; Brieflesendes Mädchen am Fenster, um 1659, Dresden
13.07.
Voraussichtlich Fakultätsrat


Literatur zur Einführung:

  • Jacob Burckhardt: Über die niederländische Genremalerei (1874), in ders.: Die Kunst der Betrachtung. Aufsätze und Vorträge zur Bildenden Kunst, herausgegeben von Henning Ritter, Köln 1984, 335-79.
  • Lothar Brieger: Das Genrebild: Die Entwicklung der bürgerlichen Malerei, München 1922 .Ernst H. Gombrich: Mirror and Map. Theories of Pictorial Representation, in: Philosophical Transactions of the Royal Society of London (Vol. 270, No. 903) 1975, S. 119-49.
  • Erwin Panofsky: Sinn und Deutung in der bildenden Kunst, Köln 1975
  • Arthur K. Wheelock jr.: Perspective, optics and Delft artists around 1650, New York 1977
  • Ausst.-Kat. Tot lering en vermaak. Betekenissen van Hollandse genrevoorstellingen uit de zeventiende eeuw, Amsterdam 1976.
  • Ausst.-Kat. Die Sprache der Bilder. Realität und Bedeutung in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, Braunschweig 1978.
  • Hans-Joachim Raupp, Ansätze zu einer Theorie der Genremalerei in den Niederlanden im 17. Jahrhundert, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte 46, 1983, S. 401-18
  • Ausst.-Kat. Von Frans Hals bis Vermeer. Meisterwerke holländischer Genremalerei des siebzehnten Jahrhunderts, Berlin 1984
  • Bob Haak: Das goldene Zeitalter der holländischen Malerei, Köln 1984
  • Albert Blankert: What is Dutch Seventeenth-Century Genre Painting?, in: Holländische Genremalerei im 17. Jahrhundert. Symposium, Berlin 1984 (Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz. Band 4), Berlin 1985, 9-32
  • Christopher Brown: Holländische Genremalerei im 17.Jahrhundert, München 1984
  • Svetlana Alpers: Kunst als Beschreibung. Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts, Köln 1985 (zuerst engl. Chicago 1983).
  • Henning Bock, Thomas W. Gaehtgens (Hrsg.): Holländische Genremalerei im 17. Jahrhundert: Symposion Berlin 1984, («Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz», Sonderbd.; 4), Berlin 1987.
  • Simon Schama: Überfluß und schöner Schein. Zur Kultur der Niederlande im Goldenen Zeitalter, München 1988.
  • Michael Baxandall: Ursachen der Bilder, Berlin 1990.
  • D. Freedberg/J. de Vries (Hgg.), Art in History – History of Art. Studies in Seventeenth-Century Dutch Culture, Santa Monica 1991.
  • Philipp Ackermann: Textfunktion und Bilod in Genreszenen der niederländischen Graphik des 17. Jahrhunderts, Alfter 1993.
  • Norbert Schneider: Vermeer - Verhüllung der Gefühle, Köln 1993.
  • Mariet Westermann: Von Rembrandt zu Vermeer, Köln 1996.
  • W. Franits (Hg.), Looking at Seventeenth Century Dtch Art. Realism Reconsidered, Cambridge 1997.
  • Barbara Gaehtgens (Hg.), Genremalerei, (Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren, Bd. 4), Berlin 2002.
  • Norbert Schneider: Geschichte der Genremalerei. Die Entdeckung des Alltags in der Kunst der Frühen Neuzeit, Berlin 2004.


Studierende und mögliche Scheine:

30 Studierende ab 2. Semester Kunstgeschichte: 6 ECTS-Punkte.

Proseminar Grundlagen der Kunstwissenschaft

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Mittwoch, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 20. April 2016)
Seminarraum

Zugehöriges GK-Tutorium von Theresa Heyer:
Donnerstag, 15.45 - 17.15 Uhr, Seminarraum (Beginn: 21. April 2016)


Beschreibung:
Diese Veranstaltung wendet sich ausschließlich an Studienanfänger und dient der Orientierung im Fach Kunstgeschichte. Sie führt in die Gegenstandsbereiche des Faches (Malerei, Graphik, Plastik, Architektur, Stadtplanung, Kunstgewerbe, neue Medien usw.) ein, und zwar sowohl unter technischen Aspekten wie auch unter dem Gesichtspunkt von Funktionen (z. B. Bauaufgaben) und ikonographischen Bedeutungen (z. B. Malereigattungen wie Historienbild, Porträt, Landschaftsmalerei, Stilleben usw.).

Der erste Versuch der (gemeinsamen) Arbeit am Objekt ist die analytische Beschreibung mit dem Ziel, sich über die Objekthaftigkeit und Materialität des jeweiligen Gegenstandes als Medium historischer Bedeutungen bewusst zu werden.


Organisatorisches:
In jeder Sitzung versucht ein Teilnehmer, das Objekt zu beschreiben, ein anderer führt ein Spiegelstrich-Protokoll, das jeweils im darauffolgenden Tutorium besprochen wird. Die kontinuierliche Mitarbeit aller Studierenden durch Diskussionsbeiträge wird erwartet, evtl. kleinere Hausaufgaben sind möglich.

Das begleitende Tutorium, dessen Besuch obligatorisch ist, führt vornehmlich in die Praxis des kunstwissenschaftlichen Arbeitens, die Lektüre wissenschaftlicher Texte und in die wissenschaftliche Terminologie ein.


Themenliste:

20.04.      1. PS 
Einführung Teil I: Raffaels Schule von Athen – im Kontext von Stadt, Palast, Appartement, Stanza und der päpstlichen Kunstpolitik
27.04.      2. PS
Einführung Teil II: Raffaels Schule von Athen
04.05.      3. PS:
1. Rezeptionsgeschichte: Die Pfalzkapelle in Aachen
2. Kunst und Politik: Ambrogio Lorenzettis Buon Governo
11.05.      4. PS:
1. Perspektive und Kontext: Masaccios Trinität
2. Raumprobleme: Jan van Eycks Madonna des Kanzlers Rolin
18.05.      5. PS:
1. Ikonologie: Botticellis Primavera
2. Innovation oder das produktive Prinzip der Zerstörung:  Der Neubau von St. Peter in Rom
25.05.      6. PS:
1. Psychologie? – Leonardos Abendmahl
2. Politische Architektur und Skulptur: Die Piazza della Signoria in Florenz
01.06.      7. PS:
1. Pastorale: Tizians „Ländliches Konzert“
2. Naturalismus: Caravaggio
08.06.      8. PS:
1. Rembrandts „Heilige Familie“ oder die Kunst, einen Vorhang zu lüften
2. Velazquez‘ Meninas in Michel Foucaults Ordnung der Dinge
15.06.      9. PS:
1. Bewegung und Zeit: Berninis Metamorphosen
2. Antike und Barock – die Strukturanalyse Hans Sedlmayrs von Fischers von Erlachs Karlskirche
22.06.      10. PS:
1. Revolutionskunst: Davids „Marat“
2. Romantik politisch?: Caspar David Friedrichs „Abtei im Eichwald“
29.06.      11. PS:
1. Die Irritation des Betrachters: Edouard Manets „Bar aux Folies-Bergère“
2. Abstraktion: Wassily Kandinskys „Komposition IV“
06.07.      12. PS
1. „Völlig losgelöst von der Erde…?” - Mies van der Rohes Haus Farnsworth und Philip Johnsons Glashaus in New Canaan
2. „Sehen oder schauen?“ - Nam June Paiks „TV Buddha“
13.07.
Voraussichtlich Fakultätsrat


Literatur zur Einführung:

Allgemein zur Kunstgeschichte:

  • Ernst H. Gombrich, Die Geschichte der Kunst, London 2001 (Neuauflage).
  • Udo Kultermann, Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft, überarb. und erw. Neuauflage, Frankfurt/Berlin/Wien: Prestel, 1996.

Zum Studium:

  • Jutta Held, Norbert Schneider, Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche, Institutionen, Problemfelder, Köln/Weimar 2007.
  • Marcel Baumgarten, Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Köln 1998.
  • Gegenstandsbereiche und Methodik:
  • Hans Belting, Heinrich Dilly u. a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung, 6. überarbeitete und erweiterte Aufl., Berlin 2003.
  • Marlite Halbertsma, Kitty Zijlmans, Gesichtspunkte. Kunstgeschichte heute, 2. Aufl., Berlin 1995.
  • Wolfgang Brassat, Hubertus Kohle, Methoden-Reader Kunstgeschichte: Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft, Köln 2003.

Einzelne Themen:

  • Werner Busch (Hg.), Funkkolleg Kunst. Eine Geschichte der Kunst im Wandel ihrer Funktionen, München/Zürich 1997 (und ältere zweibändige Ausg.).
  • Monika Wagner (Hg.), Moderne Kunst. Das Funkkolleg zum Verständnis der Gegenwartskunst, Reinbek bei Hamburg 1991 (und neuere Aufl.).

Weitere Literatur siehe auch Hilfestellungen für Studienanfänger auf der Homepage.

 

Studierende und mögliche Scheine:
30 Studierende des 2. Semesters der Kunstgeschichte: 8 ECTS-Punkte bei regelmäßiger Teilnahme an GK und Tutorium sowie bestandener Klausur in der letzten Sitzung.

Proseminar BK II: Impressionismus

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 20. April 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
Neuere Forschungen sehen in der impressionistischen Malerei nicht mehr nur den Beginn der Moderne, sondern erkennen zunehmend die Auseinandersetzung mit der beginnenden Industrialisierung und dem modernen Großstadtleben. Im Seminar sollen die wichtigsten Künstler des französischen Impressionismus vorgestellt und ihre Hauptwerke vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen interpretiert werden. Neben den stilistischen Innovationen wird es in ikonografischer Perspektive auch um die Neuerungen im motivischen Repertoire der Künstler und um dessen soziale Implikationen gehen.


Literatur zur Einführung:
Timothy J. Clark: The Painting of Modern Life. Paris in the Art of Manet and his Followers. London 1984. – Robert L. Herbert: Impressionismus. Paris – Gesellschaft und Kunst. Stuttgart/Zürich 1989.


Seminarplan/Themen:

20.04.16               Einführung
27.04.16               Kunst- und Sozialgeschichte Frankreichs im 19. Jahrhundert
04.05.16               a) Die Schule von Barbizon
                            b) Der Salon und die Ausstellungen der Impressionisten
11.05.16               a) Camille Pissarro
                            b) Landschaften des Impressionismus
18.05.16               a) Paul Cézanne
                            b) Die Vororte von Paris
25.05.16               a) Edouard Manet
                            b) Café-Concert
01.06.16               a) Edgar Degas
                            b) Pferderennen
08.06.16               a) Berthe Morisot
                            b) Strandbilder, Regatten
15.06.16               a) Claude Monet
                            b) Eisenbahn und Bahnhöfe
22.06.16               a) Auguste Renoir
                            b) Ausflüge, Picknick, Gärten
29.06.16               a) Gustave Caillebotte
                            b) Brücken
06.07.16               a) Georges Seurat
                            b) Boulevards und Promenaden
13.07.16               a) Mary Cassatt
                            b) Das Frauenbild des Impressionismus
20.07.16               Schlussdiskussion

Proseminar Methoden der Kunstwissenschaft

Dr. Alexandra Axtmann
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 19. April 2016)
Seminarraum

Zugehöriges MK-Tutorium von Nora Benterbusch:
Freitag, 11:30 – 13:00 Uhr, Seminarraum (Beginn: 22. April 2016)


Beschreibung:
Das Proseminar ist ein Pflichtseminar für Studierende im ersten Studienjahr.
Gegenstand des Seminars ist die Methodengeschichte unseres Faches, die wir anhand von Texten erarbeiten werden. Ausgehend von den Künstlerviten Giorgio Vasaris, den Kunstbeschreibungen Johann Joachim Winckelmanns, der Stilanalyse, Ikonographie und Ikonologie, Gender Studies, Sozialgeschichte und Rezeptionsästhetik bis zur Bildanthropologie sollen wissenschaftliche Methoden der Kunstwissenschaft vorgestellt, diskutiert und auch angewendet werden.


Organisatorisches:
Die Übernahme eines Referates und die kontinuierliche Mitarbeit durch wöchentliche Textzusammenfassungen sind erforderlich.
Die Vergabe der Referatsthemen (alles Text-Referate, s.u.) erfolgt über ILIAS in der Zeit vom 29. bis 31. März 2016.
Ein Tutorium, dessen Besuch obligatorisch ist, führt in die Praxis des kunstwissenschaftlichen Arbeitens und die Lektüre wissenschaftlicher Texte ein.
Alle für das Seminar relevanten Texte werden in digitaler Form über ILIAS für alle Studierenden zur Verfügung gestellt.


Mögliche Scheine:
8 ECTS-Punkte

Zu erbringende Leistungen:

  • regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit am MK-Seminar +
  • regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit an dem zugehörigen Tutorium +
  • Referat im MK-Seminar zu einer Methode (Textreferat) mit ausführlichem Thesenpapier +
  • Klausur am 12.07.2016 (1,5 h) +
  • im Tutorium Kurzreferate und kleinere Hausaufgaben


Literaturauswahl zur Einführung:

  • Belting, Hans u. a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 5. überarb. Auflage. Berlin 1996
  • Brassat, Wolfgang/ Kohle, Hubertus: Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. Köln 2003
  • Heinrich Dilly (Hg.): Altmeister moderner Kunstgeschichte. 2. Aufl. Berlin 1999.
  • Halbertsma, Marlite/ Zijlmans, Kitty (Hg.): Gesichtspunkte. Kunstgeschichte heute. Berlin 1995
  • Held, Jutta/ Schneider, Norbert: Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche, Institutionen, Problemfelder. Köln/Weimar 2007
  • Kultermann, Udo: Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft. Überarb. und erw. Neuaufl. München 1990
  • Paul von Naredi-Rainer (Hg.): Hauptwerke der Kunstgeschichtsschreibung. Stuttgart 2010


Referatsthemen mit Referatstermin:

1. Stilgeschichte
Bauer, Hermann: „Form, Struktur, Stil. Die formanalytische und formgeschichtliche Methode“. In: Belting, Hans u.a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 5., überarbeitete Auflage Berlin 1996, S. 151-174 (10.05.)

2. Stilgeschichte
Wölfflin, Heinrich: Kunstgeschichtliche Grundbegriffe. Darmstadt 1915, S. 1-19 (17.05.)

3. Ikonographie und Ikonologie
Panofsky, Erwin: „Ikonographie und Ikonologie. Eine Einführung in die Kunst der Renaissance.“ In: Brassat, Wolfgang/ Kohle, Hubertus (Hg.): Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. Köln 2003, S. 65-76 (24.05.)

4. Ikonographie und Ikonologie
Warburg, Aby: „Italienische Kunst und internationale Astrologie im Palazzo Schifanoja zu Ferrara“. In (Originalveröffentlichung): Venturi, Adolfo (Red.): L'Italia e l'arte straniera: atti del X Congresso Internazionale di Storia dell'Arte in Roma (1912). Rom 1922 (Reprint 1978), S. 179-193, Tafeln XXXVII-XLVII (31.05.)

5. Ikonik
Imdahl, Max: „Barnett Newman ‚Who’s Afraid of Red, Yellow and Blue III‘“. In: Brassat, Wolfgang/ Kohle, Hubertus (Hg.): Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. Köln 2003, S. 80-97 (31.05.)

6. Semiotik
Felix Thürlemann: „Nicolas Poussin ›Die Mannalese‹“. In: Brassat, Wolfgang/ Kohle, Hubertus (Hg.): Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. Köln 2003, S. 150-164 (14.06.)

7. Semiotik
Rolf Duroy/ Günter Kerner: „Kunst als Zeichen: Die semiotisch-sigmatische Methode“. In: Belting, Hans u.a. (Hg.): Kunstgeschichte. 5., überarbeitete Auflage Berlin 1996, S. 259-280 (14.06.)

8. Sozialgeschichte
Schneider, Norbert: „Kunstsoziologie“. In: Kunsthistorische Arbeitsblätter 2002, H. 2, S. 51-60 (21.06.)

9. Sozialgeschichte
Baxandall, Michael: Die Wirklichkeit der Bilder. Malerei und Erfahrung im Italien der Renaissance. Berlin 2013, S. 9-49 (21.06.)

10. Feministischer Ansatz
Spickernagel, Ellen: „Geschichte und Geschlecht: Der feministische Ansatz.“ In: Belting, Hans u.a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 5., überarbeitete Auflage Berlin 1996, S. 336-356 (28.06.)

11. Feministischer Ansatz
Pollock, Griselda: „Die Räume der Weiblichkeit in der Moderne“. In: Brassat, Wolfgang/ Kohle, Hubertus (Hg.): Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. Köln 2003, S. 133-147 (28.06.)

12. Rezeptionsästhetik
Kemp, Wolfgang: „Rezeptionsästhetik.“ In: Kunsthistorische Arbeitsblätter. 2003, H. 12, S. 51-60 (05.07.)

13. Bild-Anthropologie
Belting, Hans: „Das Körperbild als Menschenbild. Eine Repräsentation in der Krise“. In: Brassat, Wolfgang/ Kohle, Hubertus (Hg.): Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. Köln 2003, S. 168-192 (19.07.)

Proseminar/Hauptseminar BK I: Vom Öffnen und Schließen in der mittelalterlichen Kunst

Dr. Alexandra Axtmann
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 19. April 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
Bei einer ganzen Reihe von mittelalterlichen Kunstwerken spielt das „Konzept des Öffnens und Schließens“, die Wandelbarkeit der Bildträger, und damit die Pluralität und Veränderbarkeit der Bilder und temporären Wahrnehmung eine bedeutende Rolle. Im Seminar wollen wir uns diesem „Konzept“ nähern und verschiedene Gattungen wie Holz- und Bronzetüren, Reliquienschreine, Schreinmadonnen, Flügelretabel, Diptychen und Codices daraufhin untersuchen. Dabei müssen über die ikonographischen und materialsymbolischen Aspekte hinaus vor allem funktionale, mediale und rezeptionsästhetische Fragen gestellt werden.
Zu den einzelnen Gattungen werden wir gemeinsam wichtige einführende Texte lesen und besprechen, bevor wie uns mit konkreten Beispielen auseinandersetzen werden. Denn gerade unsere Frage nach dem „Konzept des Öffnens und Schließens“ ist ein noch nicht ausreichend bearbeitetes Thema in der mittelalterlichen Kunstgeschichte und wird hinsichtlich mancher von uns betrachteten Gattung erst seit einiger Zeit näher untersucht.


Organisatorisches:
Eine Seminarteilnahme ohne Schein ist möglich.
Die zu besprechenden Texte werden in digitaler Form über ILIAS zur Verfügung gestellt werden.
Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt über ILIAS in der Zeit vom 29. bis 31. März 2016.

Eine Reihe von Referatsthemen eignet sich besonders für Studenten, die nur einen 2 ECTS-Schein machen möchten; diese Themen werden in der Liste entsprechend gekennzeichnet. Einige Referatsthemen werden an mehrere Referenten vergeben werden, die je nach Studienstand (Pro- oder Hauptseminar-Belegung) jeweils unterschiedliche Fragestellungen bearbeiten sollen. Nach Vergabe dieser Themen wird jeweils eine Absprache der genauen Fragestellung per E-Mail oder in einer Sprechstunde erfolgen.

Eine Sitzung wird im Badischen Landesmuseum stattfinden.

Eine Exkursion nach Colmar ins Unterlinden-Museum und ins Städel nach Frankfurt a. M. zu der Ausstellung „Schaufenster des Himmels – Der Altenberger Altar und seine Bildausstattung“ sind geplant – die Termine werden wir zu Beginn des Seminars abstimmen.

Die Teilnahme an der Exkursion nach Frankfurt ist obligatorisch für die Seminarteilnahme.


Mögliche Scheine:
2 ECTS: regelmäßige Teilnahme + Referat
4 ECTS: regelmäßige Teilnahme + Referat + Essay
6 ECTS: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit
8 ECTS: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit


Referatsthemen (4, 6 und 8 ECTS):
1. Die Bernwardstür im Hildesheimer Dom I
2. Die Bernwardstür im Hildesheimer Dom II
3. Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom I
4. Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom II
5. Schreinmadonnen I
6. Schreinmadonnen II
7. Das Hochaltar-Retabel im Doberaner Münster
8. Das Kreuzaltar-Retabel im Doberaner Münster
9. Der Marienaltar von Veit Stoß in Krakau
10. Retabelrückseiten: das Hochaltarretabel des Klosters Blaubeuren
11. Retabelrückseiten: das Hochaltarretabel von Michael Pacher in St. Wolfgang
12. Der Isenheimer Altar I
13. Der Isenheimer Altar II
14. Der Prachteinband I: der Buchdeckel des Codex aureus von St. Emmeram
15. Der Prachteinband II: liturgischer Kontext, weitere Aspekte von Prachteinbänden
16. Codices innen: Doppelseiten (das Widmungsbild im Kostbaren Evangeliar des Bischofs Bernward von Hildesheim und Widmungsbilder in ottonischen Handschriften)
17. Codices innen: Vorder- und Rückseiten, Codex und Raum
18. Diptychen: die Logik des Scharniers (z. B. Meister von 1499: Madonna in der Kirche, Löwenstein-Diptychon)

Referatsthemen (2 oder 4 ECTS):
19. Die Schreinmadonna im BLM (Referat vor Ort)
20. Der Weisweiler Altar im BLM (Referat vor Ort)
21. Der Altar aus Lindelbach im BLM (Referat vor Ort)
22. Das Altenberger Retabel (Referat vor Ort im Städel)
23. Die Holztür in St. Maria im Kapitol in Köln
24. Diptychen: Konsulardiptychen
25. Diptychen: Andachtsbuch aus Elfenbein (Victoria and Albert Museum, Inv.-Nr. 11-1872)
26. Betnüsse
27. Der Marienaltar von Veit Stoß in Krakau II
 


Literaturauswahl zur Einführung:

Türen und Portale

  • Bawden, Tina: Die Schwelle im Mittelalter. Bildmotiv und Bildort. Diss., Köln/ Weimar/ Wien 2014
  • Hommers, Jeannet: Gehen und Sehen in Saint-Lazare in Autun. Bewegung – Betrachtung – Reliquienverehrung. Weimar/ Wien 2015
  • Mende, Ursula: Die Bronzetüren des Mittelalters 800-1200. München 21994
  • Sauer, Joseph: Symbolik des Kirchengebäudes und seiner Ausstattung in der Auffassung des Mittelalters. Mit Berücksichtigung von Honorius Augustodunensis, Sicardus und Durandus. Freiburg i. Br. Zweite vermehrte Auflage 1924

Link zum Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/sauer1924

Reliquiare und Schreine

  • Angenendt, Arnold: Heilige und Reliquien. Die Geschichte ihres Kultes vom frühen Christentum bis zur Gegenwart. München 1994
  • Braun, Joseph: Die Reliquiare des christlichen Kultes und ihre Entwicklung. Freiburg i. Br., 1940

Link zum Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/braun1940

  • Dinzelbacher, Peter/ Bauer, Dieter R. (Hgg.): Heiligenverehrung in Geschichte und Gegenwart. Ostfildern 1990
  • Grimme, Ernst Günther: Goldschmiedekunst im Mittelalter. Form und Bedeutung des Reliquiars von 800-1500. Köln 1972
  • Kemper, Dorothee: Die Goldschmiedearbeiten am Dreikönigenschrein. 2 Bde., Köln 2014 (= Studien zum Kölner Dom; 11)
  • Legner, Anton: Reliquien in Kunst und Kult zwischen Antike und Aufklärung. Darmstadt 1995

Schreinmadonnen

  • Rimmele, Marius: Das Triptychon als Metapher, Körper und Ort. Semantisierungen eines Bildträgers. München/ Paderborn 2010

Flügelaltäre

  • Braun, Joseph: Der christliche Altar in seiner geschichtlichen Entwicklung. 2 Bde., München 1924. Link zum Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/braun1924bd1
  • Dümpelmann, Britta: Veit Stoß und das Krakauer Marienretabel. Mediale Zugänge, mediale Perspektiven. Zürich 2012
  • Laabs, Annegret: „Das Retabel als "Schaufenster" zum göttlichen Heil. Ein Beitrag zur Stellung des Flügelretabels im sakralen Zeremoniell des Kirchenjahres.“ In: Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft, 24/1997, S. 71-86
  • Wolf, Norbert: Deutsche Schnitzretabel des 14. Jahrhunderts. Berlin 2002

Codices

  • Ganz, David: Buch-Gewänder. Prachteinbände im Mittelalter. Berlin 2015
  • Jakobi-Mirwald, Christine: Das mittelalterliche Buch. Funktion und Ausstattung. Stuttgart 2004
  • Schneider, Wolfgang Christian: „Geschlossene Bücher – offene Bücher. Das Öffnen von Sinnräumen im Schließen der Codices.“ In: Historische Zeitschrift, Bd. 271, H. 3 (Dez. 2000), S. 561-592

Proseminar/Hauptseminar BK II: Karlsruher Gärten 1750 - 1850. Untersuchungen zur Genese herrschaftlicher Parks, städtischer Versorgungsgärten sowie Freiflächen jenseits des Residenzgartens

Dr.-Ing. Ulrike Gawlik
Gast: Prof. Dr. Hartmut Troll, Referent für Historische Gärten, Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 21. April 2016)
Seminarraum Baugeschichte (Raum 015 - EG)

 

 

Beschreibung:
Zwischen 1750 und 1850 entwickelt sich Karlsruhe von einer idealen Garten- und Schlossplanung hin zu einer Residenzstadt. Friedrich Weinbrenner ist für jene als richtungsweisender Architekt tätig. Zwischen dem Zirkel und den Stadttoren entstehen neben der städtischen Bebauung herrschaftliche Palais und deren landschaftlich gestaltete Gärten bzw. Parks. An die Stadt angrenzend liegen herrschaftliche Güter, kleine Gartenparzellen zur Versorgung der Stadtbevölkerung, Friedhofs- und Holzlagerflächen sowie Alleen, die in die landwirtschaftlich genutzte Landschaft führen. Im Rahmen des Seminars sollen die grünen Flächen Karlsruhes jenseits des Residenzgartens mittels eigener Recherche in den nahegelegenen Archiven untersucht, graphisch dargestellt und beschrieben werden. Ein gemeinsames Ziel könnte es sein, die historische Landschaft, in die hinein sich die Stadt entwickelt und mit der sie eventuell gestalterisch kommuniziert, möglichst genau kennen zu lernen. Das Seminar wird durch Prof. Dr. Hartmut Troll als Gast begleitet.

Es stehen 10 Seminarplätze zur Verfügung.
Achtung: Die Anmeldung für Studenten der Kunstgeschichte (handschriftlich in eine Liste) ist bis zum 4.4.2016 bei Frau Schütz im Sekretariat des Fachgebietes Baugeschichte (Raum 017) möglich.


Organisatorisches
Das Seminar kann als Baugeschichtliches Seminar I/ II (Architektur) belegt werden. Das baugeschichtliche Seminar kann in der Kunstgeschichte voll angerechnet werden (als Pro- und Hauptseminar).
Die Übernahme eines Referates, (das Erarbeiten einer Seminararbeit) sowie die kontinuierliche Mitarbeit sind verpflichtend. Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt in der ersten Sitzung am 21. 4. 2016 im Seminarraum der Baugeschichte (015).


Mögliche Scheine
Architektur (Bachelor, Master
)
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit
Kunstgeschichte/ Ergänzungsfach Baugeschichte
2 ECTS Punkte (PS/HS): regelmäßige Teilnahme + Referat
4 ECTS Punkte (PS/HS): regelmäßige Teilnahme + Referat + Essay
6 ECTS Punkte (PS): regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit
8 ECTS Punkte (HS): regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit

Hauptseminar BK II: "Ganymed boarding" - die Meisterwerke des Kunsthistorischen Museums Wien (mit Exkursion nach Wien)

Prof. Dr. Oliver Jehle
Dienstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 19. April 2016)
Seminarraum

Beschreibung:
Mit dem Titel „Ganymed boarding“ zitiere ich ein Projekt von Jacqueline Kornmüller und Peter Wolf aus dem Jahr 2010, das Bildbetrachtungen in der Sammlung des Kunsthistorischen Museums Wien und schriftstellerische Antworten zeitgenössischer Literaten versammelte. Wir werden im Rahmen des Seminars 16 Bilder der Sammlung in den Fokus kunsthistorischer Betrachtung rücken und unsere Ergebnisse mit den zeitgenössischen Texten abgleichen, die Autoren und Autorinnen – wie Julie Zeh, Peter Handke oder Elfriede Jelinek –  als jeweilige Respondenz auf die Bestände des Wiener Sammlung formulierten. Dieser Abgleich von Bild und Text soll uns als Wegweiser durch die Sammlung dienen, die wir während der Wien-Exkursion im Sommersemester 2016 besuchen werden.  Vor Ort in Wien wird es auch um die Sammlungsgeschichte des KHM und die Baugeschichte des Museums und seines Quartiers gehen.

Die erste Sitzung im Semester dient der Vorstellung der Themen:

  1. Andrea Mantegna, Hl. Sebastian, um 1457/59, Pappelholz, 68 x 30 cm
  2. Hieronymus Bosch, Kreuztragung Christi/Kind mit Laufstuhl und Windrad, um 1510/15, Eichenholz, 57 x 32 cm.
  3. Lukas Furtenagel, Der Maler Burgkmair und seine Frau Anna, geb. Allerelai, 1529 datiert, Lindenholz, 60 x 52 cm.
  4. Antonio Allegri, gen. Correggio, Entführung des Ganymed, um 1530, Leinwand, 163,5 x 70,5 cm
  5. Wolf Huber, Der Humanist Jacob Ziegler, 1544/49, Lindenholz, 58,5 x 44,3 cm
  6. Lorenzo Lotto, Christus, sein Blut spendend, 1543, Pappelholz, 50 x 32 cm
  7. Giovanni Battista Moroni, Der Bildhauer Alessandro Vittoria, um 1552, Leinwand,  87,5 x 70 cm
  8. Jacopo Robusti, gen. Tintoretto, Susanna im Bade, um 1555/56, Leinwand,  146 x 193,6 cm
  9. Pieter Bruegel d. Ä., Turmbau zu Babel, 1563 datiert, Eichenholz, 114 x 155 cm.
  10. Alonso Sanchez Coello, Infant Don Carlos, 1564 datiert, Leinwand, 186 x 82,5 cm.
  11. Cornelis Cornelisz. Van Haarlem, Kindermord zu Bethlehem, 1590, Leinwand, 245 x 358 cm.
  12. Peter Paul Rubens, Helena Fourment – „Das Pelzchen“, um 1636/38, Eichenholz, 176 x 83 cm.
  13. Diego Rodriguez de Silva y Velázquez, Infantin Margarita Teresa in rosafarbenem Kleid, 1653/54, Leinwand, 128,5 x 100 cm; Ders., Infantin Margarita Teresa in weißem Kleid um 1656, Leinwand, 105 x 88 cm.
  14. Jacobus Vrel, Frau am Fenster, 1654 datiert, Eichenholz, 66 x 47,5 cm
  15. Jacob van Ruisdael, Der große Wald, um 1655/60, Leinwand, 139 x 180 cm


Literatur:
Bitte besprechen Sie im Vorfeld mit mir die zu verwendende Literatur.
Allgemein zur Einführung sei genannt: Jacqueline Kornmüller, Peter Wolf (Hg.), Ganymed Boarding. Schriftsteller schreiben über Meisterwerke des KHM, Wien 2011 und: Thomas Bernhard, Alte Meister,  Frankfurt am Main 2008 (11985).

Hauptseminar ÄK: Ästhetische Theorien der Moderne

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr (Beginn: 21. April 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
Gegenstand des Seminars sind grundlegende ästhetische Theorien des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Von Nietzsche bis Adorno sollen ästhetische Positionen, ihre Programmatiken und Konzepte, ihre Kategorien und Begriffe von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars in Referaten vorgestellt, analysiert und diskutiert werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zu umfangreicher Textlektüre.

Literatur zur Einführung:
Willi Oelmüller/Ruth Dölle-Oelmüller/Norbert Rath: Diskurs: Kunst und Schönes. Paderborn 1982. – Norbert Schneider: Geschichte der Ästhetik von der Aufklärung bis zur Postmoderne. Stuttgart 1996. – Julian Nida-Rümelin/Monika Betzler (Hg.): Ästhetik und Kunstphilosophie von der Antike bis zur Gegenwart. Stuttgart 1998. – Michael Kelly (Hg.): Encyclopedia of Aesthetics. 4 Bde. New York 1998.

Seminarplan/Themen:
21.04.16 Einführung
28.04.16 Geschichte und Begriffe der vormodernen Ästhetik
05.05.16 Christi Himmelfahrt
12.05.16 Friedrich Nietzsche: Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik
              Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra (1883-85)
19.05.16 Gustav Theodor Fechner: Zur experimentalen Ästhetik (1871)
             Gustav Theodor Fechner: Vorschule der Ästhetik (1876). 2 Bde.
26.05.16 Fronleichnam
02.06.16 Theodor Lipps: Ästhetik. Bd 1. Grundlegung der Ästhetik (1903)
              Theodor Lipps: Ästhetik. Bd 2. Die ästhetische Betrachtung und die bildenden Künste (1905)
09.06.16 Sigmund Freud: Frühe Schriften zur Kunst und Literatur: Eine Kindheitserinnerung des
              Leonardo da Vinci (1910);
              Der Moses des Michelangelo (1900)
              Späte Schriften zur Kunst und Literatur: Das Unbehagen in der Kultur (1930)
16.06.16 Benedetto Croce: Ästhetik als Wissenschaft vom Ausdruck und allgemeine Sprachwissenschaft (1902)
              John Dewey: Kunst als Erfahrung (1934)
23.06.16 Martin Heidegger: Der Ursprung des Kunstwerks (1935/36)
              Martin Heidegger: Die Kunst und der Raum (1969)
30.06.16 Georg Lukács: Die Seele und die Formen (1911)
             Georg Lukács: Es geht um den Realismus (1938)
             Georg Lukács: Die Eigenart des Ästhetischen
07.07.16 Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter … (1936)
             Walter Benjamin: Das Passagen-Werk (posthum)
14.07.16 Theodor W. Adorno: Philosophie der neuen Musik
             Theodor W. Adorno: Ästhetische Theorie (1970)
21.07.16 Schlussdiskussion

Hauptseminar BK II: Design der Nachkriegszeit

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 21. April 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
In der kontinuierlichen Wertschätzung des sachlichen Designs, das als technische Form oder Industrieform wahrgenommen wird, dokumentiert sich – über alle politischen Veränderungen hinweg – die Industrie- und Wirtschaftsfreundlichkeit der staatlichen Kunst- und Designpolitik in Deutschland. Fast immer geht es auch darum, dem sachlichen Design eine politische Symbolik abzugewinnen, das heißt seine puristische Ästhetik als Ausdruck des Reformwillens einer neuen Zeit zu deklarieren. Im Seminar sollen am Beispiel der Nachkriegszeit (1945-1960) die Semantiken, die auf modernes Design übertragen wurden, und die Erwartungen und Hoffnungen, die daran geknüpft wurden, untersucht und hinterfragt werden. Von Wilhelm Wagenfeld (WMF) bis Dieter Rams (Braun) werden prominente Designer und ihre bekanntesten Arbeiten für die Industrie vorgestellt und analysiert.

Literatur zur Einführung:
Gert Selle: Geschichte des Design in Deutschland. Frankfurt/Main 1994; Paul Betts: The Authority of Everyday Objects. A Cultural History of West German Industrial Design. Berkeley/Los Angeles 2004; Gerda Breuer (Hg.): Das gute Leben. Der Deutsche Werkbund nach 1945. Tübingen 2007. David Crowley, Jane Pavitt (Hg.): Cold War Modern. Design 1945-1970. London 2008.

Seminarplan/Themen:

21.04.16          Einführung
28.04.16          Geschichte des Designs bis 1945
05.05.16          Christi Himmelfahrt
12.05.16          Institutionelle Neuordnung: Deutscher Werkbund, Arbeitskreis für industrielle
                       Formgebung im Bundesverband der deutschen Industrie, Rat für Formgebung,
                       Institut für neue technische Form (alle BRD); Rat für Industrieform, Zentralinstitut
                       für Formgestaltung, Amt für industrielle Formgestaltung (alle DDR)
19.05.16          Die Ulmer Hochschule für Gestaltung (1953-1968)
26.05.16          Fronleichnam
02.06.16          Carl Pott (C. Hugo Pott)
                       Wilhelm Wagenfeld (WMF)
09.06.16          Hermann Gretsch (Arzberg)
                       Heinrich Löffelhardt (Arzberg)
16.06.16          Raymond Loewy (Rosenthal)
                       Max Bill (Junghans)
23.06.16          Margret Hildebrand (Rasch)
                       Margarete Jahny (DDR)
30.06.16          Karl Nothelfer (Vereinigte Schulmöbelfabriken)
                       Egon Eiermann (Wilde + Spieth)
07.07.16          Hans Gugelot (Braun)
                       Dieter Rams (Braun)
14.07.16          Clauss Dietel (DDR)
                       Lutz Rudolph (DDR)
21.07.16          Schlussdiskussion

Übung: Kunstvermittlung im Museum

Dr. Sonja Grunow

Termine
Di, 26.04.16, 08.00-  9.45 Uhr           Einführung (Seminarraum)
Di, 10.05.16, 09.00-11.15 Uhr           Einführung Kunsthalle (Kunsthalle)
Di, 31.05.16, 08.00-11.15 Uhr           1. Bildbetrachtung mit Kindern (Kunsthalle)
Di, 07.06.16, 08.00-11.15 Uhr           2. Bildbetrachtung mit Kindern (Kunsthalle)
Di, 14.06.16, 08.00-11.15 Uhr           3. Bildbetrachtung mit Kindern (Kunsthalle)
Di, 21.06.16, 08.00-11.15 Uhr           4. Bildbetrachtung mit Kindern (Kunsthalle)
Di, 28.06.16, 08.00-11.15 Uhr           5. Bildbetrachtung mit Kindern (Kunsthalle)
Di, 05.07.16, 08.00-10.00 Uhr           Nachbesprechung (Seminarraum)

 

Beschreibung
Die Vermittlung von Kunst und Kultur ist eine der elementaren Aufgaben des Museums, wobei die Kunstvermittlung hierbei eine Brücke zwischen wissenschaftlichem Sammlungsobjekt und interessiertem Besucher bildet.
Das Museum gilt als Ort der kulturellen Bildung, dessen Aufgabe es ist, Sammlungsinhalte auf unterschiedlichste Art und Weise den verschiedenen Zielgruppen zu vermitteln. 40% der Museumsbesucher sind heutzutage Kindergartenkinder und Schulklassen, die als Gruppe ein museumspädagogisches Erlebnis buchen.
Neben der Erarbeitung eines Kunstwerkes im pädagogischen Gespräch mit der Kunstvermittlerin steht hierbei immer auch die praktische Erfahrung des „Kunst-Schaffens“ im Anschluss. Im Seminar soll mit „echten Kindern“ geübt werden, wie eine Kinderführung didaktisch aufgearbeitet werden muss, um Kinder für Kunst zu begeistern und wie Ideen der Kinder, die während der Bildbetrachtung entstanden sind, in eigene kreative Arbeiten umsetzen werden können.
Die Teilnehmenden werden ihre eigene Bildbetrachtung konzipieren und fachliches Wissen, persönliches Auftreten, sprachliche Ausdrucksformen sowie pädagogische Fähigkeiten schulen. Durch ein ausführliches Feedback erhält jeder Teilnehmende eine Rückmeldung über den Erfolg seiner Kunstvermittlung.


Organisatorisches
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt!
Für den kostenfreien Besuch der Kunsthalle, insbesondere zur Vorbereitung der eigenen Führung, wird der Kunsthistorikerausweis vom Institut für Kunstgeschichte empfohlen.


Mögliche Scheine
2 ECTS-Punkte

Übung: Kuratoren zwischen Wissenschaft und Museumspraxis

Dr. Alice Anna Klaassen
Freitag, 9.15 - 10.45 Uhr (Beginn: 22. April 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
Ziel der Veranstaltung ist es, die verschiedenen Aspekte der theoretischen und praktischen Museumsarbeit  zu vermitteln. Dazu sollen u. a. Ausstellungskonzeptionen, Vermittlungsarbeit, Drittmittelakquise, Marketingstrategien und Öffentlichkeitsarbeit anhand von Beispielen diskutiert werden. Wie kommen Kuratoren zu ihren Ausstellungsprojekten? In welchem Verhältnis stehen wissenschaftliche Forschung und tatsächlich durchgeführte Museumspraxis zueinander? Welchen Stellenwert haben Dauerausstellungen heute noch?

Ein Teil der Veranstaltung soll in Form von Referaten als Diskussionsgrundlage durchgeführt werden, ein anderer Teil soll die praktische Durchführung eines kleinen Ausstellungsprojekts umfassen.


Literaturauswahl

  • Barbara Alder, Barbara van den Brok, Die perfekte Ausstellung. Ein Praxisleitfaden zum Projektmanagement von Ausstellungen, Bielefeld 2012
  • Peter Bendixen, Bernd Weikl, Einführung in die Kultur- und Kunstökonomie, Wiesbaden 2011
  • André W. Bühler, Gerd Nufer, Eventmarketing in Sport und Kultur. Konzepte, Fallbeispiele, Trends, Berlin 2015
  • David Dernie, Ausstellungsgestaltung. Konzepte und Techniken, Ludwigsburg 2006
  • Claas Friedrich Germelmann, Kultur und staatliches Handeln, Tübingen 2013
  • Susanne Gesser, Martin Handschin, Angela Janelli, Sibylle Lichtensteiger (Hg.), Das partizipative Museum. Zwischen Teilhabe und User Generated Content. Neue Anforderungen an kulturhistorischen Ausstellungen, Bielefeld 2012
  • Marita Haibach, Handbuch Fundraising. Spenden, Sponsoring, Stiftungen in der Praxis, Frankfurt 2002
  • Nina Johanna Haltern, Jenseits des konventionellen Kultursponsorings. Chancen alternativer Kooperationen zwischen Unternehmen und Kulturorganisationen, Bielefeld 2014
  • Anke te Hesse, Theorien des Museums zur Einführung, Hamburg 2013
  • Joachim Huber, Karin von Lerber (Hg.), Handhabung und Lagerung von mobilem Kulturgut. Ein Handbuch für Museen, kirchliche Institutionen, Sammler und Archive, Bielefeld 2003
  • Hartmut John, Anja Dauschek, Museen neu denken. Perspektiven der Kulturvermittlung und Zielgruppenarbeit, Bielefeld 2008
  • Heike Kirchhoff, Martin Schmidt (Hg.), Das magische Dreieck. Die Museumsausstellung als Zusammenspiel von Kuratoren, Museumspädagogen und Gestaltern, Bielefeld 2007
  • Sibylle Lichtensteiger, Aline Minder, Detlef Vögli (Hg.), Dramaturgie in der Ausstellung. Begriffe und Konzepte für die Praxis, Edition Museum, Band 8, Bielefeld 2014
  • Birgit Mandel, Kulturvermittlung zwischen kultureller Bildung und Kulturmarketing, Bielefeld 2005
  • Birgit Mandel, Interkulturelles Audience Development. Zukunftsstrategien für öffentlich geförderte Kultureinrichtungen, Bielefeld 2013
  • Tobias Natter, Michael Fehr, Bettina Habsburg-Lothringen (Hg.), Die Praxis der Ausstellung. Über museale Konzepte auf Zeit und Dauer, Bielefeld 2012
  • Uwe J. Reinhardt, Neue Ausstellungsgestaltung, Band 1 und 2, Ludwigsburg 2008/10
  • Luise Reitstätter, Die Ausstellung verhandeln. Von Interaktionen im musealen Raum, Edition Museum, Band 13, Bielefeld 2015
  • Jana Scholz, Medium Ausstellung. Lektüren musealer Gestaltung in Oxford, Leipzig, Amsterdam und Berlin, Bielefeld 2004
  • Ulrich Schwarz, Handbuch Museografie und Ausstellungsgestaltung, Ludwigsburg 2011
  • Ralf Spiller, Kultursponsoring. Zwischen gesellschaftlichem Engagement & Marketingstrategie, Düsseldorf 2005
  • Leo von Stieglitz, Thomas Brune (Hg.), Hin und Her. Dialoge in Museen zur Alltagskultur. Aktuelle Positionen zur Besucherpartizipation, Edition Museum, Band 9, Bielefeld 2015
  • Daniel Tyradellis, Müde Museen. Oder: Wie Ausstellungen unser Denken verändern könnten, Hamburg 2014
  • Friedrich Waidacher, Handbuch der Allgemeinen Museologie, Wien/Köln/Weimar 1993
  • Tobias Wall, Das unmögliche Museum. Zum Verhältnis von Kunst und Kunstmuseen der Gegenwart, Bielefeld 206
  • Nora Wegner, Publikumsmagnet Sonderausstellung. Stiefkind Dauerausstellung. Erfolgsfaktoren einer zielgruppenorientierten Museumsarbeit, Bielefeld 2015
  • Maren Ziese, Kuratoren und Besucher. Modelle kuratorischer Praxis in Kunstausstellungen, Bielefeld 2010

Referatsthemen

  1. Ausstellungshäuser: Ihre Voraussetzungen, Ziele und Rechtsgrundlagen
    Termin: 29.4.
  2. Dauerausstellung versus Kassenschlager Sonderausstellung
    (Das Referat soll in einem Museum vor Ort gehalten werden. Näheres wird noch bekanntgegeben.)
    Termin: 13.5.
  3. Drittmittelförderung für Ausstellungen. Welche Möglichkeiten gibt es und wie wirbt man die Mittel ein?
    Termin: 10.6.
  4. Marketing & Öffentlichkeitsarbeit. Wie locken Museen Besucher in ihre Ausstellung? Termin: 17.6.
  5. Neue Wege der Vermittlung. Museumspädagogik zwischen „Frontalbelehrung“ und Partizipation
    Termin: 24.6.
  6. Publikationen. Kataloge und andere Medien als Mittels der Wissensvermittlung
    Termin: 1.7.
  7. Ausstellungsgestaltung. Die Inszenierung musealer Objekte.
    (Das Referat soll in einem Museum vor Ort gehalten werden. Näheres wird noch bekanntgegeben.)
    Termin: 8.7.
     

Hinweise:
Es können sich jeweils drei Personen ein Referatsthema teilen.
Terminverschiebungen der Referate sind aufgrund von geplanten Museumsbesuchen und Gesprächen mit Kuratoren usw. möglich, diese werden jedoch rechtzeitig angekündigt.

Übung: Landschafts-Perspektiven: Texte zur Ästhetik und Ethik der Natur-Darstellung

Dr. Kirsten Claudia Voigt

Blockseminar
Seminarraum – Termine werden mit den Teilnehmern vereinbart
1. Termin: Mittwoch, 20. April 2016, 15.45 - 17.15 Uhr, Seminarraum

 

Beschreibung:

In Vorbereitung der Ausstellung „Unter freiem Himmel – Landschaft sehen, lesen, hören“ in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, die Landschaftsgemälde der Sammlung aus fünf Jahrhunderten unter verschiedenen Aspekten der narrativen und interpretatorischen Annäherung vereint, wollen wir uns mit Perspektiven auf Landschaft zwischen Ästhetik und Ethik befassen. Dazu werden wir gemeinsam Grundlagentexte zur Naturwahrnehmung und  Landschaftsmalerei lesen. Dabei wird sich zeigen, wie Naturästhetik und Naturethik ineinander übergehen. Auch interkulturelle Aspekte der Naturästhetik können hierbei zur Sprache kommen.

Den Ablauf und Terminplan finden die TeilnehmerInnen auf der Ilias-Lernplattform!

Literatur u.a.:
Werner Busch (Hrsg.): Landschaftsmalerei, Berlin 1997
Oskar Bätschmann: Entfernung der Natur, Köln 1989
Georg Simmel: Philosophie der Landschaft, Zürich 2014
Gernot Böhm: Für eine ökologische Naturästhetik, Frankfurt am Main 1995
Martin Seel: "Eine Ästhetik der Natur“, Frankfurt am Main 1996
Angelika Krebs: Naturethik, Grundtexte der gegenwärtigen tier- und ökoethischen Diskussion, Frankfurt am Main 2014
Rüdiger Schmidt-Grépály, Ryosuke Ohashi: Naturästhetik interkulturell (Schriften aus dem Kolleg Friedrich Nietzsche), 2011
Tanja Michalsky: Projektion und Imagination: Die niederländische Landschaft der Frühen Neuzeit im Diskurs von Geographie und Malerei, München 2011

Mögliche Referatthemen u.a.:

  1. Vergil: Bucolica (42-39 v. Chr.) und Georgica (37-29. v. Chr.)
  2. Francesco Petrarca: Ad Dyonisium (1336)
  3. Tanja Michalsky: Projektion und Imagination: Die niederländische Landschaft der Frühen Neuzeit im Diskurs von Geographie und Malerei – darin: Kunsttheorie, S. 161-196
  4. Alexander Cozens: A New Method of Assisting the Invention in Drawing Originial Compositions of Landscape (1785/86)
  5. Johann Georg Sulzer: Allgemeine Theorie der Schönen Künste (1793)
  6. Carl Gustav Carus: Briefe über Landschaftsmalerei (1815-1835)
  7. Émile Zola: Die Salons (1868, 1880)
  8. Georg Simmel: Philosophie der Landschaft (1914) – (Georg Simmel: Philosophie der Landschaft, Ästhetik der Alpen, Rom, Florenz, Venedig, Stühlingen 2014)
  9. Johann Ritter: Subjektivität, darin: Landschaft. Zur Funktion des Ästhetischen in der modernen Gesellschaft, Frankfurt am Main 1974
  10. Anne Hass, Deborah Hoheisel, Gisela Kangler u.a.: Sehnsucht nach Wildnis, in: Sehnsucht nach Natur, hrsg. v. Thomas Kirchhoff, Vera Vicenzotti, Annette Voigt, Bielefeld 2012
  11. Gernot Böhm: Für eine ökologische Naturästhetik, Frankfurt am Main 1995
  12. Martin Seel: "Eine Ästhetik der Natur“, Frankfurt am Main 1996
  13. Angelika Krebs: Naturethik, Grundtexte der gegenwärtigen tier- und ökoethischen Diskussion, Frankfurt am Main 2014
  14. Rüdiger Schmidt-Grépály, Ryosuke Ohashi: Naturästhetik interkulturell (Schriften aus dem Kolleg Friedrich Nietzsche), 2011

Übung: Grundlagen der Fotografie

Bernd Seeland, Fotografenmeister
Christoph Engel, Dipl.-Des. (FH)

Workshop als Kompaktwoche

25.07. – 29.07.2016
10.00 – ca. 17.00 Uhr

Studienwerkstatt Fotografie

8 Teilnehmer

Anmeldung ab dem 3. Fachsemester BA und 1. Fachsemester MA möglich ggf. als Nachrücker

Beschreibung:
In der Veranstaltung werden in einem ersten Teil die theoretischen und praktischen Grundlagen der Fotografie anhand praktischer Übungen mit verschiedenen Kameraformaten und -systemen vermittelt. Der theoretische Teil umfasst sowohl die Geschichte der Fotografie, die Grundlagen der Fototechnik als auch die Analyse fotografischer Bilder sowie eine Anleitung zum Verstehen der Wirkungsweisen in der Fotografie. Der praktische Teil gibt einen Überblick über die verschiedenen Kamerasysteme, die Bildgestaltung, der Einsatz vom Licht, Labortechniken sowie den Umgang mit digitalen Bilddateien und das Basiswissen in der elektronischen Bildbearbeitung.
Der zweite Teil der Veranstaltung behandelt die konkrete Auseinandersetzung mit einer künstlerischen Position in der Fotografie in Form eines Kurzreferates und der Ausarbeitung einer eigenen praktischen Fotoarbeit.

Literatur:

Charlotte Cotton, Fotografie als zeitgenössische Kunst
Deutscher Kunstverlag, Berlin, 2011
Stephen Shore, Das Wesen der Fotografie
Phaidon, Berlin, 2009
Robert Hirsch, Mit der Kamera Sehen.
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2008

Mögliche Scheine:

2 ECTS-Punkte

Unkostenbeitrag für Verbrauchsmaterialien:

10,00 Euro pro Teilnehmer

Anmeldung:

Verbindliche Anmeldungen sind in der Zeit vom 23. Mai, 9.00 Uhr, bis 25. Mai, 16.00 Uhr, per E-Mail an helga.lechner∂kit.edu möglich.