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Wintersemester 2016/17

Semesterdaten

Semesterbeginn: 1. Oktober 2016
Semesterende: 31. März 2017

Vorlesungsbeginn: 17. Oktober 2016
Vorlesungsende: 11. Februar 2017


Hier finden Sie den Stundenplan für das Wintersemester 2016/17.
Änderungen vorbehalten!

Lehrveranstaltungen Wintersemester 2016/2017

Vorlesungen      
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr Geschichte der Kunst II - Das hohe Mittelalter Jehle Fritz-Haller-Hörsaal
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr Die Basilika von St. Peter in Rom Schulze Eiermann-Hörsaal
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr Rembrandt Papenbrock Eiermann-Hörsaal
Proseminare      
Dienstag, 17.30 - 19.00 Uhr BK II: Jacques Louis David Schulze Seminarraum
Mittwoch, 11.30 - 13.00 Uhr GK: Grundlagen der Kunstwissenschaft Schulze Seminarraum
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr BK II: Plastik der 50er Jahre Papenbrock Seminarraum
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr MK: Methoden der Kunstwissenschaft Axtmann Seminarraum
Freitag, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: Landschaftsmalerei im 19. und 20. Jahrhundert. Kunst und Natur in Malerei und Zeichnung Rödiger-
Diruf
Seminarraum
Hauptseminare      
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr ÄK: Entgrenzung der Künste?
Ästhetische Erfahrung heute
Jehle Seminarraum
Dienstag, 9.45 - 11.15 Uhr BK I/II: Hans Baldung Grien Jehle
Jacob-Friesen
Seminarraum
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr BK II: Gianlorenzo Bernini Schulze Seminarraum
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr BK II: Niederländische Architektur-
malerei im 17. Jahrhundert
Papenbrock Seminarraum
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr BK II: Happening, Fluxus, Performance Papenbrock Seminarraum
Dienstag, 14.00 - 15.30 Uhr HS/PS BK II: Graphik aus dem Magazin Axtmann Seminarraum
Übungen      
Freitag, 11.00 - 12.30 Uhr Einführung in die Praktische Denkmalpflege Diruf  
Kompaktwoche
13.02. - 17.02.2017
Grundlagen der Fotografie Engel/
Seeland
Fotowerkstatt
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr Kunstvermittlung in der Praxis Grunow Staatliche
Kunsthalle
Freitag, 9.30 - 11.00 Uhr Die Macht der Austellung.
Geschichte, Entwicklung und
Zukunftsvision
Klaassen Seminarraum
Termine s. Ankündigungstext Stadt, Land, Fluss - Über Landschaft
schreiben
Voigt  
Tutorien      
Donnerstag, 15.45 - 17.15 Uhr Tutorium zu Methoden der
Kunstwissenschaft
Eckstein Seminarraum
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr Tutorium zu Grundlagen der
Kunstwissenschaft
Heyer Seminarraum

Vorlesung: Die Kunst des hohen Mittelalters

Prof. Dr. Oliver Jehle
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 20. Oktober 2016)
Fritz-Haller-Hörsaal


Beschreibung:

Die Vorlesung zur Kunst des hohen Mittelalters widmet sich vor allem der Kunst der Romanik und Gotik und beleuchtet den Zeitraum vom 12. bis zum 14. Jahrhundert: Neben Architekturgeschichte, der Analyse von Skulptur und Plastik, Buch-, Glas- und entstehender Tafelmalerei, werden wir Werke der Goldschmiedekunst und der Elfenbeinskulptur in den Fokus der Betrachtung rücken. Bekanntlich entstanden ein Großteil der überlieferten Artefakte im kirchlichen wie monastischen Auftrag, doch ist damit noch nicht geklärt, wie die Auftragsvergabe geregelt wurde. Wer finanzierte die Herstellung dieser kostbaren Kleinode, wie sah die Funktionsgeschichte dieser Kunstwerke aus, welche memoriale Bedeutung kam solchen Stiftungen zu? Und: wer waren die Adressaten solcher Kunstwerke, die es in ihrer mitunter vielschichtigen Ikonographie zu verstehen galt?

Schreibt Hans Sedlmayr, dass mit der „Kunst des 12. Jahrhunderts eine tiefgehende geistige Wandlung“ einhergehe, muss man nach den Vermittlungswegen fragen und nach der Neuausrichtung künstlerischer Traditionen. So werden wir unter anderem auch den Zusammenhang zwischen scholastischer Philosophie und gotischer Architektur, wie ihn Erwin Panofsky entwickelte, im Rahmen dieser Vorlesung zu rekonstruieren versuchen.

Vorlesung 20. Oktober 2016
Vorlesung 27. Oktober 2016
Vorlesung 3. November 2016
Vorlesung 10. November 2016
Vorlesung 17. November 2016
Vorlesung 8. Dezember 2016
Vorlesung 15. Dezember 2016
Vorlesung 22. Dezember 2016
Vorlesung 19. Januar 2017
Vorlesung 26. Januar 2017
Vorlesung 2. Februar 2017

Felix Thürlemann. Abschied von der Ikone

Vorlesung: Die Basilika von St. Peter in Rom

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Dienstag,  15.45 – 17.15 Uhr (Beginn: 18. Oktober 2016)
Eiermann-Hörsaal


Beschreibung:

Die Basilika von St. Peter in Rom und die dazugehörige Palastanlage sind von Beginn an Schlüsselbauten in der Kunstgeschichte, sowohl was die Architektur als auch die Ausstattung anbelangt. Die Programmatik hat nachhaltige Wirkung erzielt ebenso wie die Einbindung in den städtebaulichen Kontext. Vor allem aber mit den Neubauprojekten des 15./17. Jahrhunderts erwächst der Grabeskirche des Apostels eine bis dato nie gekannte Leitfunktion zu. Die besten Baumeister der damaligen Welt wechseln sich in der Leitung der Baustelle ab, die besten Maler und Bildhauer sorgen für die Ausstattung.

Mit Gianlorenzo Bernini beginnt ein neues Kapitel: Die Anbindung des Palastbezirkes und der Hofkapelle an die Basilika wird vollzogen, mit den Kolonnaden und dem Zugang der Scala zur Sala Regia der städtebauliche Kontext manifestiert. Das skulpturale und malerische Programm verfestigt die geistliche Einbindung des Ensembles in ein übergeordnetes Gesamtkonzept, in dem der Kontinuität der päpstlichen Herrschaft eine bedeutsame Rolle zukommt.

In der Vorlesung soll ein Überblick der Geschichte der Architektur ebenso wie der einzelnen Bestandteile der Ausstattung gegeben werden, das Gesamtprogramm soll analysiert werden. Wir wollen St. Peter in seiner Gesamtheit und in seinem historischen wie topographischen Kontext verstehen.
 

Einführende Literatur:

  • Achim Arbeiter: Alt-St. Peter in Geschichte und Wissenschaft. Abfolge der Bauten, Rekonstruktion, Architekturprogramm, Berlin 1988.
  • Susanne Schüller-Piroli: 2000 Jahre Sankt Peter. Die Weltkirche von den Anfängen bis zur Gegenwart, Olten 1950.
  • Sankt Peter in Rom, 1506 – 2006. Beiträge der internationalen Tagung vom 22. -  25. Februar 2006 in Bonn, hrsg. von Georg Satzinger, München 2008
  • Maurizio Fagiolo dell'Arco (Hrsg.): Petersdom und Vatikan. Eine Dokumentation über das Zusammenwirken von Päpsten, Malern und Bildhauern, die Petersdom und Vatikan zu einem Wahrzeichen der Christenheit und Denkmal der Kunst machten, Freiburg 1983
  • Manfredo Tafuri, Christoph Luitpold Frommel, Stefano Ray: Raffael. Das architektonische Werk, Stuttgart 1987.
  • Horst Bredekamp: Sankt Peter in Rom und das Prinzip der produktiven Zerstörung. Bau und Abbau von Bramante bis Bernini, Berlin 2000
  • Wolff-Metternich, Franz Graf: Die Erbauung der Peterskirche zu Rom im 16. Jahrhundert (= Römische Forschungen der Bibliotheca Hertziana, Bd. XX), Wien/München 1972
  • Wolff-Metternich, Franz Graf: Die frühen St.-Peter-Entwürfe 1505–1514, aus dem Nachlaß herausgegeben, bearbeitet u. ergänzt von Christof Thoenes (= Römische Forschungen der Bibliotheca Hertziana, Bd. XXV), Tübingen 1987.
  • Hans Sedlmayr: Der Bilderkreis von Neu St. Peter in Rom (1955), in: Ders.: Epochen und Werke, Bd. 2, Mittenwald 1977, S. 7-44.
  • Helga Tratz: Die Ausstattung des Langhauses von St. Peter unter Innocenz X., in: Römisches Jahrbuch der Bibliotheca Hertziana, Bd. 27/28, 1991/92, S. 337-374.
  • Andreas Haus: Der Petersplatz in Rom, Diss., Berlin 1970.
  • Massimo Birindelli: Ortsbindung. Eine architekturkritische Entdeckung. Der Petersplatz des Gianlorenzo Bernini, Braunschweig 1987.
  • Christoph Thoenes: Studien zur Geschichte des Petersplatzes, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte, XXVI, 1963, S. 97-145.
  • Richard Krautheimer: Rom. Schicksal einer Stadt. 312 - 1308, München 1987.
  • Richard Krautheimer: Ausgewählte Aufsätze, Köln 1988.
  • Peter Partner: The Lands of St. Peter, London 1972.
     

Teilnahme und mögliche Scheine:

Haupt- und Nebenfachstudenten der Kunstgeschichte, regelmäßige Teilnahme 2 ECTS-LP; bei erfolgreicher Klausur weitere 2 ECTS-LP.

Vorlesung 18.10.2016
Vorlesung 25.10.2016
Vorlesung 08.11.2016
Vorlesung 22.11.2016
Vorlesung 29.11.2016
Vorlesung 06.12.2016
Vorlesung 13.12.2016
Vorlesung 10.01.2017
Vorlesung 17.01.2017
Vorlesung 24.01.2017
Vorlesung 31.01.2017
 

Vorlesung Rembrandt

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 19. Oktober 2016)
Eiermann-Hörsaal

Beschreibung:
Die Vorlesung nimmt die frühen Schaffensperioden Rembrandts in den Blick, seine Zeit in Leiden und die erste Dekade in Amsterdam. Sie schließt ab mit der „Nachtwache“, dem Hauptwerk der frühen 1640er Jahre und dem vorerst letzten großen Auftrag, den Rembrandt erhielt. Die frühen Historienbilder und Porträts werden unter Berücksichtigung der künstlerischen und kulturellen Situation in den Niederlanden, der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen und der religiösen, intellektuellen und wissenschaftlichen Kontexte analysiert.

Literatur zur Einführung:
Kurt Bauch: Der frühe Rembrandt und seine Zeit. Berlin 1960
Gary Schwartz: Rembrandt. Sämtliche Gemälde in Farbe. Stuttgart/Zürich 1987
Christian Tümpel: Rembrandt in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek bei Hamburg 1977.

Vorlesungsplan/Themen:
19.10.16          Einführung
26.10.16          Rembrandt und seine Zeit - Fritz-Haller-Hörsaal
02.11.16          Rembrandt und Lastman: Frühe Historienbilder
09.11.16          Rembrandt und der niederländische Caravaggismus
16.11.16          Frühe Selbstbildnisse - Fritz-Haller-Hörsaal
23.11.16          Rembrandts frühe Paulus-Bilder
30.11.16          Rembrandt und Huygens
07.12.16          Mythologische Bilder
14.12.16          Bilder der Wissenschaft
21.12.16          Die Passionsserie
11.01.17          Rembrandts Kunsttheorie: Die Blendung Simsons
18.01.17          Rembrandt und das Judentum: Das Fest des Belsazar
25.01.17          Die „Nachtwache"
01.02.17          Perspektiven der Rembrandt-Forschung
08.02.17          Test


Rembrandt 1
Rembrandt 2
Rembrandt 3
Rembrandt 4
Rembrandt 5
Rembrandt 6
Rembrandt 7
Rembrandt 8
Rembrandt 9
Rembrandt 10
Rembrandt 11
Rembrandt 12
Rembrandt 13

Proseminar BK II: Jacques Louis David

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Dienstag,  17.30 – 19.00 Uhr (Beginn: 18. Oktober 2016)
Seminarraum


Beschreibung:

Jacques Louis David (1748-1825) gilt der Kunstgeschichte als wichtigster Maler des französischen Klassizismus und Begründer einer bürgerlich-republikanischen Kunst in der Französischen Revolution. Die Entstehung seines bildnerischen Werkes ist nur vor dem Hintergrund der politischen Umwälzungen in Frankreich am Ende des 18. und im frühen 19. Jahrhundert zu begreifen; immerhin handelt es sich bei ihm um einen Maler, der es geschafft hat, zunächst Jakobinerpräsident, dann gefeierter Porträtist des Kaisers zu sein, ohne zwischenzeitlich den Kopf zu verlieren. Er hat wie kaum ein anderer Künstler aktiv in die politischen Prozesse zwischen Ancien Régime, Revolution und Restauration eingegriffen. Als Jakobiner löste er die Académie Royale auf, gestaltete die politische Fest- und Alltagskultur der revolutionären Republik, „Der tote Marat“ von 1793 kann geradezu als Ikone der Revolution gelesen werden. Mit „Napoleon auf dem Großen St. Bernhard“ von 1800 und der „Krönung Napoleons“ von 1806-07 dagegen schuf David propagandistische Meisterwerke des neuen Regiments der nachrevoltutionären Ära.

Das Seminar bietet einen Überblick über die Hauptwerke Davids im Zusammenhang mit der Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Politik in der Zeit politischer und kultureller Umbrüche zwischen 1780 und 1820.


Literatur zum Einstieg:

  • Antoine Schnapper: Jacques-Louis David und seine Zeit, Würzburg 1981.
  • Anita Brookner, Jacques-Louis David, New York 1980.
  • Jörg Traeger: Der Tod des Marat. Revolution des Menschenbildes, München 1986.
  • Ausst.-Kat. Jacques-Louis David. 1748-1825, Paris, Musée du Louvre u.a., Paris 1989.
  • Warren E. Roberts: Jacques-Louis David. Revolutionary Artist, Chapel Hill-London 1989.
  • Dorothy Johnson: Jacques-Louis David. Art in Metamorphosis, Princeton 1993.
  • Jacques-Louis David. 1748 – 1825. Catalogue raisonné des dessins, Hrsg. Pierre  Rosenberg, Louis-Antoine Prat, 2 Bde. Mailand 2002


Studierende und mögliche Scheine:

Begrenzt auf Studierende der Kunstgeschichte in den ersten Semestern.
6 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (ca. 15 Seiten) - Scheinerwerb nur bei Übernahme eines Referates.


Termine und Themen

18.10.    1. PS      
Einführung Teil I
25.10.    2. PS
Einführung Teil II
01.11.    3. PS: entfällt - Feiertag
08.11.    4. PS: Tot und begraben – Philosophen, Helden
1. Jacques-Louis David, Der Tod des Seneca, 1773, Öl auf Leinwand, 123 x 160 cm - Musée du Petit Palais, Paris
2. Jacques-Louis David, Das Begräbnis des Patroklos, 1778 - Dublin, National Gallery of Ireland; dazu: Jacques-Louis David, Patroklos, 1780, Öl auf Leinwand, 122 x 170 cm - Musée Thomas Henry, Cherbourg
15.11..   5. PS: Aufstieg und Fall
1. Jacques-Louis David, Belisar, 1781, Öl auf Leinwand, 288 x 312 cm - Musée des Beaux-Arts, Lille; zweite Fassung:
2. Jacques-Louis David, Andromache beweint Hektor, 1783, Öl auf Leinwand, 275 x 203 cm - Musée du Louvre, Paris
22.11.    6. PS: Klassische Themen um Tugend, Tod und Seele
1. Jacques-Louis David, Der Schwur der Horatier, 1784, Öl auf Leinwand, 330 x 425 cm - Musée du Louvre, Paris
2. Jacques-Louis David, Der Tod des Sokrates, 1787, Studie – Bayonne, Musée Bonnat, N I 514
29.11.    7. PS: Paare
1. Jacques-Louis David, Paris und Helena als Liebespaar, 1788 - Öl auf Leinwand, 144 x 180 cm - Musée du Louvre, Paris
2. Wissenschaftler, Hauptzollpächter, Revolutionär: Jacques-Louis David, Porträt Antoine-Laurent und Marie-Anne Lavoisier, 1788, Öl auf Leinwand, 256 x 195 cm - Metropolitan Museum von Art, New York, im Vergleich zu Davids Sicht auf sich selbst: Jacques-Louis David, Selbstporträts, c. 1790 in Moskau, 1791 in Florenz und 1794 in Paris
06.12.    8. PS: Im Zeichen der Freiheit
1. Jacques-Louis David, Die Liktoren bringen Brutus die Leichen seiner Söhne zurück, 1789, Öl auf Leinwand, 323 x 422 cm - Musée du Louvre, Paris
2. Jacques-Louis David, Der Ballhausschwur, 1791, Feder, Stift, Tinte und Öl auf Leinwand, 358 x 648 cm - Musée National du Château, Versailles
13.12.    9. PS: Märtyrer und Helden
1. Jacques-Louis David, Der Tod des Marat, 1793, Öl auf Leinwand, 162 x 128 cm - Musées Royaux des Beaux-Arts, Brüssel
2. Jacques-Louis David, Napoleon überquert die Alpen am Großen Sankt Bernhard, 1801, Öl auf Leinwand, 246 x 231 cm - Österreichische Galerie Belvedere, Wien; dazu Jacques-Louis David, Porträt  General Bonaparte, 1797, Öl auf Leinwand, 81 x 65 cm - Musée du Louvre, Paris
10.01.    10. PS: Die Macht der Frauen
1. Jacques-Louis David, Die Sabinerinnen, 1799, Öl auf Leinwand, 385 x 522 cm - Musée du Louvre, Paris
2. Jacques-Louis David, Madame Récamier, 1800, Öl auf Leinwand, 173 x 244 cm - Musée du Louvre, Paris; Jacques-Louis David, Porträt der Madame Raymond de Verninac, geb. Henriette Delacroix, Schwester von Eugène D, 1798-99, Öl auf Leinwand, 145 x 112 cm - Musée du Louvre, Paris
17.01.    11. PS: Repräsentation: Realität und Fiktion
1. Jacques-Louis David, Die Krönung Napoleons I. und der Kaiserin Joséphine in der Kathedrale Notre-Dame in Paris am 2. Dezember 1804, 1805-07, Öl auf Leinwand, 629 x 979 cm - Musée du Louvre, Paris
2. Jacques-Louis David, Napoleon im kaiserlichen Gewande, 1805 – Lille (zweite Fasung 1807); Jacques-Louis David, Napoleon in seinem Arbeitszimmer, 1812, Öl auf Leinwand, 204 x 125 cm - National Gallery von Art, Washington
24.01.    12. PS: Tapferkeit: Realität und Fiktion
1. Jacques-Louis David, Der Schwur der Armee nach der Verteilung der Adler, 1808-10 - Versailles, öffentliche Sammlung, Musée National du Chateau de Versailles et de Trianon, MV
2. Jacques-Louis David, Leonidas am Thermopylen-Pass, 1814, Öl auf Leinwand, 395 x 531 cm - Musée du Louvre, Paris
31.01.    13. PS: Kunst und Liebe
1. Jacques-Louis David, Alexander, Apelles und Campaspe, ca. 1812-13 - Lille, Musée des Beaux-Arts
2. Abschiede: Jacques-Louis David, Der Abschied von Telemachus und Eucharis, 1818, Öl auf Leinwand, 87 x 103 cm – Malibu, Privatsammlung; Jacques-Louis David, Amor und Psyche, 1817, Öl auf Leinwand, 184 x 242 cm - Museum von Art, Cleveland
07.02.    14. PS: Liebe und Tod
1. Jacques-Louis David, Sappho und Phaon, 1809, Öl auf Leinwand, 225 x 262 cm - The Hermitage, St. Petersburg
2. Jacques-Louis David, Venus entwaffnet Mars, 1824, Öl auf Leinwand, 308 x 262 cm - Musées Royaux des Beaux-Arts, Brüssel

Proseminar Grundlagen der Kunstwissenschaft

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Mittwoch, 8.00 – 9.30 Uhr (Beginn: 19. Oktober 2016)
Seminarraum

Dazu das Tutorium von Theresa Heyer


Beschreibung:

Diese Veranstaltung wendet sich an Studienanfänger und dient der Orientierung im Fach Kunstgeschichte. Sie führt in die Gegenstandsbereiche des Faches (Malerei, Graphik, Plastik, Architektur, Stadtplanung, Kunstgewerbe, neue Medien usw.) ein, und zwar sowohl unter technischen Aspekten wie auch unter dem Gesichtspunkt von Funktionen (z. B. Bauaufgaben) und ikonographischen Bedeutungen (z. B. Malereigattungen wie Historienbild, Porträt, Landschaftsmalerei, Stilleben usw.).

Der erste Versuch der (gemeinsamen) Arbeit am Objekt ist die analytische Beschreibung mit dem Ziel, sich über die Objekthaftigkeit und Materialität des jeweiligen Gegenstandes als Medium historischer Bedeutungen bewusst zu werden.


Organisatorisches:

In jeder Sitzung versucht ein Teilnehmer, das Objekt zu beschreiben, ein anderer führt ein Spiegelstrich-Protokoll, das jeweils im darauffolgenden Tutorium besprochen wird. Die kontinuierliche Mitarbeit aller Studierenden durch Diskussionsbeiträge wird erwartet, evtl. kleinere Hausaufgaben sind möglich.

Das begleitende Tutorium, dessen Besuch obligatorisch ist, führt vornehmlich in die Praxis des kunstwissenschaftlichen Arbeitens, die Lektüre wissenschaftlicher Texte und in die wissenschaftliche Terminologie ein.


Literatur zur Einführung:

Allgemein zur Kunstgeschichte:

  • Ernst H. Gombrich, Die Geschichte der Kunst, London 2001 (Neuauflage).
  • Udo Kultermann, Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft, überarb. und erw. Neuauflage, Frankfurt/Berlin/Wien: Prestel, 1996.

Zum Studium:

  • Jutta Held, Norbert Schneider, Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche, Institutionen, Problemfelder, Köln/Weimar 2007.
  • Marcel Baumgarten, Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Köln 1998.

Gegenstandsbereiche und Methodik:

  • Hans Belting, Heinrich Dilly u. a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung, 6. überarbeitete und erweiterte Aufl., Berlin 2003.
  • Marlite Halbertsma, Kitty Zijlmans, Gesichtspunkte. Kunstgeschichte heute, 2. Aufl., Berlin 1995.
  • Wolfgang Brassat, Hubertus Kohle, Methoden-Reader Kunstgeschichte: Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft, Köln 2003.

Einzelne Themen:

  • Werner Busch (Hg.), Funkkolleg Kunst. Eine Geschichte der Kunst im Wandel ihrer Funktionen, München/Zürich 1997 (und ältere zweibändige Ausg.).
  • Monika Wagner (Hg.), Moderne Kunst. Das Funkkolleg zum Verständnis der Gegenwartskunst, Reinbek bei Hamburg 1991 (und neuere Aufl.).


Weitere Literatur siehe auch Hilfestellungen für Studienanfänger auf der Homepage.


Studierende und mögliche Scheine:

Studierende des 1. Semesters der Kunstgeschichte: 8 ECTS-Punkte bei regelmäßiger Teilnahme an GK und Tutorium sowie bestandener Klausur in der letzten Sitzung.


Termine und Themen

19.10.    1. PS     
Einführung Teil I: Raffaels Schule von Athen – im Kontext von Stadt, Palast, Appartement, Stanza und der päpstlichen Kunstpolitik
26.10.    2. PS
1. Rezeptionsgeschichte: Die Pfalzkapelle in Aachen
2. Wand und Gewölbe: Der Kaiserdom in Speyer
02.11.    3. PS:
1. Baubetrieb: Die Errichtung einer gotischen Kathedrale
2. Politik und Form: Die Kathedrale von Reims
09.11.    4. PS:
1. Kunst und Politik: Ambrogio Lorenzettis Buon Governo
2. Perspektive und Kontext: Masaccios Trinität
16.11.    5. PS:
1. Raumprobleme: Jan van Eycks Madonna des Kanzlers Rolin
2. Ikonologie: Botticellis Primavera
23.11.    6. PS:
1. Innovation oder das produktive Prinzip der Zerstörung:  Der Neubau von St. Peter in Rom
2. Politische Architektur und Skulptur: Die Piazza della Signoria in Florenz
30.11.    7. PS:
1. Psychologie? – Leonardos Abendmahl
2. Pastorale: Tizians „Ländliches Konzert“
07.12.    8. PS:
1. Naturalismus: Caravaggio
2. Innovation oder das produktive Prinzip der Zerstörung:  Der Neubau von St. Peter in Rom
14.12.    9. PS:
1. Architektur und Herrschaft: der Renaissancepalast in Florenz und Rom
2. Bewegung und Zeit: Berninis Metamorphosen
11.01.    10. PS:
1. Velazquez‘ Meninas in Michel Foucaults Ordnung der Dinge
2. Antike und Barock – die Strukturanalyse Hans Sedlmayrs von Fischers von Erlachs Karlskirche
18.01.    11. PS:
1. Revolutionskunst: Davids „Marat“
2. Romantik politisch?: Caspar David Friedrichs „Abtei im Eichwald“
25.01.    12. PS:
1. Historienbild oder Reportage: Theodor Géricault, Das Floß der Medusa, 1819 – Paris, Louvre
2. Die Irritation des Betrachters: Edouard Manets „Bar aux Folies-Bergère“
01.02.    13. PS :
1. Abstraktion: Wassily Kandinskys „Komposition IV“
2. Gefüge: Das Bauhaus in Dessau von Walter Gropius
08.02.    14. PS:
1. „Völlig losgelöst von der Erde…?” - Mies van der Rohes Haus Farnsworth und Philip Johnsons Glashaus in New Canaan
2. „Sehen oder schauen?“ - Nam June Paiks „TV Buddha“

Proseminar BK II: Plastik der 50er Jahre

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 19. Oktober 2016)
Seminarraum

Beschreibung:
In der Geschichte der künstlerischen Avantgarden spielen die 1950er Jahre kaum eine Rolle. Dies gilt insbesondere für die Kunst in Deutschland, die nach dem Krieg und dem Ende des Nationalsozialismus den Anschluss an die internationale Moderne wiederherzustellen versuchte. Im Seminar wird untersucht, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Konzepten sich die moderne Bildhauerei in Deutschland neu zu etablieren versuchte, welchen künstlerischen und politischen Ideen sie folgte und welche gesellschaftlichen Impulse sie setzen konnte. Ausgewählte Vertreter der Nachkriegsmoderne sollen vorgestellt und ihre Werke unter stilistischen und ikonographischen sowie unter kunsttheoretischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten analysiert werden.

Literatur zur Einführung:
Werner Hofmann: Die Plastik des 20. Jahrhunderts. Frankfurt 1958
Rosalind E. Krauss: Passages in Modern Sculpture. London 1977
Peter H. Feist: Figur und Objekt. Plastik im 20. Jahrhundert. Leipzig 1996
Eduard Trier: Bildhauertheorien im 20. Jahrhundert. Berlin 51999.

Seminarplan/Themen:

19.10.2016 Einführung
26.10.2016 Grundzüge der modernen Skulptur bis 1945
02.11.16 Gerhard Marcks         
Ewald Mataré
09.11.16 Ludwig Gies
Edwin Scharff
16.11.16 Gustav Seitz
Fritz Cremer
23.11.16 Marino Marini
Giacomo Manzú
30.11.16 Hans Arp        
Henry Moore
07.12.16 Karl Hartung
Bernhard Heiliger
14.12.16 Ossip Zadkine
Alberto Giacometti
21.12.16 Germaine Richier
Max Bill
11.01.17 Reg Butler
Lynn Chadwick
18.01.17 Alexander Calder
David Smith
25.01.17 Hans Uhlmann
Norbert Kricke
01.02.17 Jean Tinguely             
Eduardo Chillida
08.02.17 Schlussdiskussion

Proseminar Methoden der Kunstwissenschaft

Dr. Alexandra Axtmann
Dienstag, 11:30 – 13:00 Uhr, Seminarraum (Beginn: 18. Oktober 2016)

Zugehöriges MK-Tutorium von Marion Eckstein:
Donnerstag, 15:45 – 17:15 Uhr, Seminarraum (Beginn: 20. Oktober 2016)


Beschreibung:
Das Proseminar ist ein Pflichtseminar für Studierende im ersten Studienjahr.

Gegenstand des Seminars ist die Methodengeschichte unseres Faches, die wir anhand von Texten erarbeiten werden. Ausgehend von den Künstlerviten Giorgio Vasaris, den Kunstbeschreibungen Johann Joachim Winckelmanns, der Stilanalyse, Ikonographie und Ikonologie, Gender Studies, Sozialgeschichte und Rezeptionsästhetik bis zur Bildwissenschaft sollen wissenschaftliche Methoden der Kunstwissenschaft vorgestellt, diskutiert und auch angewendet werden.
 

Organisatorisches:
Die Übernahme eines Referates und die kontinuierliche Mitarbeit durch wöchentliche Textzusammenfassungen sind erforderlich.
Die Vergabe der Referatsthemen (Text-Referate) erfolgt in der ersten Sitzung am 18.10.2016; die Themenliste wird Anfang Oktober veröffentlicht werden.
Ein Tutorium, dessen Besuch obligatorisch ist, führt in die Praxis des kunstwissenschaftlichen Arbeitens und dient der Nachbesprechung der im Seminar besprochenen Texte.
Alle für das Seminar relevanten Texte werden in digitaler Form über ILIAS für alle Studierenden zur Verfügung gestellt.
 

Mögliche Scheine:
8 ECTS-Punkte

Zu erbringende Leistungen:

  • regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit am MK-Seminar
  • regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit an dem zugehörigen Tutorium
  • Referat im MK-Seminar zu einer Methode (Textreferat) mit Thesenpapier und Essay

( = Kurz-Hausarbeit, ca. 5 Seiten, Abgabe bis zum 23.02.2017)

  • Klausur am 31.01.2017
  • im Tutorium Kurzreferate und kleinere Hausaufgaben
     

Literaturauswahl zur Einführung:

  • Belting, Hans u. a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 5. überarb. Auflage. Berlin 1996
  • Brassat, Wolfgang/ Kohle, Hubertus: Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. Köln 2003
  • Heinrich Dilly (Hg.): Altmeister moderner Kunstgeschichte. 2. Aufl. Berlin 1999.
  • Halbertsma, Marlite/ Zijlmans, Kitty (Hg.): Gesichtspunkte. Kunstgeschichte heute. Berlin 1995
  • Held, Jutta/ Schneider, Norbert: Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche, Institutionen, Problemfelder. Köln/Weimar 2007
  • Kultermann, Udo: Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft. Überarb. und erw. Neuaufl. München 1990
  • Paul von Naredi-Rainer (Hg.): Hauptwerke der Kunstgeschichtsschreibung. Stuttgart 2010

 

Proseminar BK II: Landschaftsmalerei im 19. und 20. Jahrhundert. Kunst und Natur in Malerei und Zeichnung

Prof. Dr. Erika Rödiger-Diruf
Freitag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 21. Oktober 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
Vor Originalen soll eine eingehende Analyse von Landschaftsdarstellungen durch gemeinsame Betrachtung und Beschreibung erfolgen. Über das Motiv, die künstlerische Technik sowie die Form der Darstellung gelangt der Betrachter zum jeweiligen Inhalt. Dieser wird zeigen, dass die Landschaftsdarstellung mehr ist als „rechts ein Baum, links ein Baum und ein Berg in der Ferne“, sondern vielmehr spannungsreich Aufschluss gibt über den Künstler/die Künstlerin selbst, als auch über das soziale und politische Umfeld seiner/ihrer Zeit.

Voraussetzung für die Teilnehmer/innen ist die Freude am Dialog und das Interesse für die Geschichte des 19. Jahrhunderts.

 

Hauptseminar ÄK: "Entgrenzung der Künste? Ästhetische Erfahrung heute"

Prof. Dr. Oliver Jehle
Montag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 17. Oktober 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
Wenden wir uns dem Phänomen der Entgrenzung der Künste zu, so gilt es, auf zwei Ebenen zu argumentieren. Zunächst sind die Prozesse interner Entgrenzung zwischen den Künsten von Interesse, die Adorno als „Verfransung“ bezeichnete. Hybridisierung oder „cross-over“, die wechselseitigen Importe zwischen den Künsten und ihrem Außen stehen dann auf dem Programm. Diese Entgrenzungsprozesse zwischen dem Bereich der Kunst und den außerkünstlerischen Bereichen, der Politik etwa, oder der Religion und des Wissens gilt es in den Fokus zu rücken.

Spricht man von der Entgrenzung der Künste, so muss man sich auch um die Neufassung eines adäquaten Werkbegriffs bemühen. Bekanntlich wird der Entzug ästhetischer Erfahrungen vorangetrieben – sei es durch eine wachsende Reflexivität und die Konzeptualisierung der Kunst oder die florierende Entmaterialisierung und Sichtbarkeitsverweigerung der Künste. Auf der anderen Seite aber rücken uns die Artefakte auf den Leib, werden doch ästhetische Erfahrungen stimuliert – durch Reizsteigerungen, die sich aller Mittel von Schock über Ekel bis zur Blendung des Betrachters bedienen.

Als einführende Lektüre lesen Sie bitte:

  • Menke, Christoph: Subjekt, Subjektivität, in: Karlheinz Barck u.a. (Hrsg.), Ästhetische Grundbegriffe. Historisches Wörterbuch in sieben Bänden, Stuttgart/Weimar 2000–2005, Bd. 5, S.734–787.
  • Küpper, Joachim, Christoph Menke, Einleitung, in: Dies. (Hrsg.), Dimensionen ästhetischer Erfahrung, Frankfurt am Main 2003, S. 7–15.
  • Iser, Wolfgang, Von der Gegenwärtigkeit des Ästhetischen, in: Joachim Küpper, Christoph Menke (Hrsg.), Dimensionen ästhetischer Erfahrung, Frankfurt am Main 2003, S. 176–202.

Die gesamte Literatur wird gescannt und als reader den Studierenden zeitnah zur Verfügung stehen!

 

Termin

Referatsthema

17.10.16

Einführung

24.10.16

Boehm, Gottfried, Das Werk als Prozess, in: Willi Oelmüller (Hrsg.), Das Kunstwerk, Paderborn/München 1983, S. 326 –338. Und: Motherwell, Robert: A Process of Painting (1963), in: The Collected Writings of Robert Motherwell, hrsg. v. Stephanie Terenzio, New York 1992, S. 138 –141.

07.11.16

Bourdieu, Pierre, Die Regeln der Kunst. Genese und Struktur des literarischen Feldes, Frankfurt am Main 1999 und: Bubner, Rüdiger: Ästhetisierung der Lebenswelt, in: Ders., Ästhetische Erfahrung, Frankfurt am Main 1989, S. 143–156.

14.11.16

Fried, Michael, Kunst und Objekthaftigkeit, in: Gregor Stemmrich (Hrsg.), Minimal Art. Eine kritische Retrospektive, Dresden/Berlin 1995, S. 334–374.

Fischer-Lichte, Erika, Ästhetische Erfahrung als Schwellenerfahrung, in: Joachim Küpper, Christoph Menke (Hrsg.), Dimensionen ästhetischer Erfahrung, Frankfurt am Main 2003, S. 138–161.

21.11.16

Lyotard, Jean-François, Das Erhabene und die Avantgarde, in: J. Le Rider (Hrsg.), Verabschiedung der (Post-)Moderne, Tübingen 1987, S. 251–269 und: Burke, Edmund, Vom Erhabenen und Schönen, London 1756

28.11.16

Moldering, Herbert: Marcel Duchamp. Parawissenschaft, das Ephemere und der Skeptizismus, Düsseldorf 1997 und: Herbert Molderings: Ästhetik des Möglichen. Zur Erfindungsgeschichte der Readymades Marcel Duchamps, S. 103–137, in: Gert Mattenklott (Hrsg), Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste. Epistemische, ästhetische und religiöse Formen von Erfahrung im Vergleich (= Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft [ZÄK], Sonderheft 04. 2004. VIII, 270 Seiten.)

05.12.16

Danto, Arthur C., The Artworld, in: Journal of Philosophy 61 (1964), S. 571 –584 und: Danto, Arthur C., Die Verklärung des Gewöhnlichen. Eine Philosophie der Kunst, Frankfurt am Main 1991.

19.12.16

Kaprow, Allan, The Legacy of Jackson Pollock, in: Artnews 57 (Oct. 1958), S. 24 –26 und 55–57 und: Kuspit, Donald, Identifikation mit dem Medium. Der Trost der Materie, in: Michael Lüthy und Christoph Menke (Hrsg.), Subjekt und Medium in der Kunst der Moderne, Berlin 2006.

09.01.17

Rosenberg, Harold, De-aestheticisation, in: Ders., The De-Defintion of Art, Chicago 1972, S. 28–38 und: Dewey, John, Kunst als Erfahrung, Frankfurt am Main 1980 (erstmals: 1934).

23.01.17

Seel, Martin, Ästhetik des Erscheinens, München 2000.

30.01.17

Stella, Frank: Working Space. The Charles Eliot Norton Lectures at Harvard University, in: The Writings of Frank Stella/Die Schriften von Frank Stella, hrsg. v. Franz-Joachim Verspohl u.a., übers. V. Bernhard Jendricke in Zusammenarbeit mit Kollektiv Druck-Reif, Jena/Köln 2001, S. 11 –145.

06.02.17

Welsch, Wolfgang (Hrsg.), Die Aktualität des Ästhetischen, München 1993; Welsch, Wolfgang, Grenzgänge der Ästhetik, Stuttgart 1996

 

Hauptseminar BK I/II: Hans Baldung, genannt Grien

Prof. Dr. Oliver Jehle, Dr. Holger Jacob-Friesen
Dienstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 18. Oktober 2016)
Termine in der Staatlichen Kunsthalle beginnen um 10.00 Uhr

Seminarraum und Staatliche Kunsthalle Karlsruhe


Beschreibung:

Seine Frühzeit mag im Dunklen liegen, doch wird sich Hans Baldung Grien im Verlauf der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu einem Hauptprotagonisten der oberrheinischen Kunst entwickeln. In Straßburg aufgewachsen, fand der aus Schwäbisch-Gmünd stammende Künstler frühzeitig Zugang zu humanistisch geprägten Kreisen – stammte  er doch aus einer angesehenen Gelehrtenfamilie. Und so verwundert es kaum, dass antike und allegorische Themen sein Œuvre mitbestimmen, oft zu Zyklen humanistischer Prägung verbunden, die es im Seminar zu erschließen gilt. Von der Schongauer Tradition geprägt, in der Werkstatt Dürers ausgebildet, seit 1510 als Meister Mitglied der Malerzunft Straßburgs, vereint Baldung zentrale Strömungen der Kunst und Kunstentwicklung in seinen Arbeiten. Christliche Ikonographie findet sich dort genauso wie die Nachtseiten menschlicher Existenz, denen er sich auf erstaunliche Weise nähert. Nicht umsonst nennt Georg Kauffmann ihn den „geniale[n] Dürer-Schüler“ – wie nun diese ‚Genialität‘ näher zu definieren, die Stellung Baldungs im intellektuellen wie malerischen Diskurs des 16. Jahrhundert zu beschreiben ist, werden die leitenden Fragen des Seminars sein.

Das Hauptseminar wir in Zusammenarbeit von Kunsthistorischem Institut und Staatlicher Kunsthalle Karlsruhe veranstaltet und bietet den Studierenden die Gelegenheit, vor Originalen zu arbeiten. Zusätzlich werden im Rahmen des Seminars Exkursionen nach Freiburg im Breisgau angeboten.


 

Termin

Referatsthema

Ort

18.10.16

Einführung

Institut

25.10.16

Stifterbilder und Heilsgewissheit I
Die Markgrafentafel, 1509/10.

Staatliche Kunsthalle

08.11.16

Stifterbilder und Heilsgewissheit II
Baldungs Altäre für Halle
Dreikönigsaltar, 1506/07, Berlin: Gemäldegalerie; Sebastiansaltar, 1507, Nürnberg: Germanisches Nationalmuseum.

Institut/ Staatliche Kunsthalle

15.11.16

Adam und Eva
Adam und Eva, 1531, Madrid: Museo Thyssen-Bornemisza.

Institut/ Staatliche Kunsthalle

22.11.16

Neujahrsgrüße? Hexen und Huren
Nackte junge Hexe, einen fischgestaltigen Drachen neckend (Federzeichnung), Karlsruhe, Kupferstichkabinett, Hexenszene [1515], vgl. Frauenbad, Karlsruhe.

Institut/Staatliche Kunsthalle

29.11.16

Maria und Venus. Baldung als neuer Apelles?
Madonna mit dem Papagei, 1533, Nürnberg: Germanisches Nationalmuseum; Maria mit der Weintraube, 1539/40; Urteil des Paris, um 1541.

Institut/Staatliche Kunsthalle

06.12.16

Die Harmonie der drei Grazien
Diptychon: Die Harmonie der drei Grazien und Die Lebensalter der Frau, um 1540–1545, Madrid: Museo del Prado.

Institut/ Staatliche Kunsthalle

20.12.16

Die Geburt Christi
Die Geburt Christi, 1539, Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle.

Institut/Staatliche Kunsthalle

10.01.17

Baldung und die Antike I
Mucius Scaevola, Marcus Curtius, Pyramus und Thisbe, Herkules und Antäus, Dresden, Berlin, Weimar, Warschau.

Institut/Staatliche Kunsthalle

24.01.17

Der Tod und das Mädchen
Der Tod und die Wollust, 1517, Basel, Kunstmuseum; Tod und Frau, 1518–20, Basel, Kunstmuseum.

Institut/ Staatliche Kunsthalle

31.01.17

Im Reich der Triebe?
Vier kämpfende Hengste,1531; Kämpfende Wildpferde, 1534; Der behexte Stallknecht, 1544.

Institut/Staatliche Kunsthalle

07.02.17

Das „Karlsruher Skizzenbuch“

Institut/Staatliche Kunsthalle

 

Exkursionsthemen: 12.11.16

  1. Ausstellungsbesuch: „Hans Baldung Grien. Holzschnitte" (24. September 2016–15. Januar 2017), Haus der Graphischen Sammlung, Augustinermuseum Freiburg;
  2. Freiburg im Breisgau, Münster Unserer Lieben Frau: Hochaltar, 1512–16; Schnewlin-Altar, um 1514

 

 

Hauptseminar BK II: Gianlorenzo Bernini

Prof. Dr. Ulrich Schulze
Mittwoch, 9.45-11.15 Uhr (Beginn: 19. Oktober 2016)
Seminarraum

Beschreibung:

Gianlorenzo Bernini (1598-1680) hat die Entwicklung der europäischen Barockskulptur und  -architektur im päpstlichen Rom maßgeblich bestimmt. Schüler seines eigenen Vaters, früh gefördert von Kardinal Scipione Borghese, wurde er Architekt und Bildhauer dreier Päpste, Urbans VIII. Barberini, Alexanders VII. Chigi. und zuletzt Innocenz’ X. Pamphilij.

Neben den Einzelfiguren und figürlichen Gruppen waren es besonders seine geradezu experimentellen, die Gattungsgrenzen erweiternden und überschreitenden Kapellenensembles, die ihm eine internationale Wirkung ersten Ranges sicherten. Skulptur und Architektur werden zu einer oft gleichsam theatralischen Einheit zusammenführt, der Betrachter wie ein Zuschauer ins Kalkül genommen.

Mit dem Baldachin von St. Peter hat er erst dem Neubau Bramantes sein liturgisches Zentrum gegeben, mit der Kathedra Petri in der Durchschau das ideologische Ziel, mit den Kolonnaden gelang ihm die städtebauliche Einbindung und mit der Scala Regia die Integration des Palastbezirks, wobei das Reiterstandbild Konstantins von ihm als programmatisches Scharnier konzipiert wurde.

Bernini hat wie kein anderer die akademische Debatte in Frankreich beeinflußt; gerade in der Ablehnung seiner Entwürfe durch den französischen Absolutismus kann man die Kraft seiner international verständlichen künstlerischen Strategie und Sprache herauslesen.

In dem Hauptseminar soll neben der Analyse von Gestalt und Genese der Werke, ihren Botschaften und Programmen, Berninis Verhältnis zu seinen Auftraggebern und Künstlerkollegen, die Möglichkeiten des jeweiligen Mediums ausgelotet und die Einordnung in den jeweiligen historischen und topographischen Kontext vollzogen werden.


Erste einführende Literatur: 

  • Brauer, H., Rudolf Wittkower: Die Zeichnungen des Gianlorenzo Bernini, Wien 1931.
  • Rudolf Wittkower, Gian Lorenzo Bernini. The Sculptor of the Baroque Rome, London 1955, (4)1999.
  • Howard Hibbard: Bernini, Harmondsworth 1965.
  • Hans Kauffmann: Giovanni Lorenzo Bernini,  Berlin 1970.
  • Tod A. Marder, Bernini and the Art of Architecture, New York 1998.
  • Irving Lavin: Bernini and the Unity of the Visual Arts, New York 1980.
  • Filippo Baldinucci, The Life of Bernini, engl. Vita del cavaliere Gianlorenzo Bernini, London 1966.
  • Bernini in Paris: Das Tagebuch des Paul Fréart de Chantelou über den Aufenthalt Gianlorenzo Berninis am Hof Ludwig XIV., Pablo Schneider (Hrsg.), Berlin 2006.
  • Arne Karsten, Bernini. Schöpfer des barocken Rom, München 2006.
  • Paolo Portoghesi, Roma barocca, Rom 19661; Rom-Bari 19782.
  • Rudolf Wittkower, Art and Architcture in Italy 1600-1750, Harmondsworth, Middlesex 1958-
  • Richard Krautheimer, The Rome of Alexander VII, 1655-67, Princeton 1985.


Teilnahme und mögliche Scheine:

Studierende der Kunstgeschichte:
8 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (ca. 25 Seiten)

Studierende der Architektur:
4 ECTS Punkte: regelmäßige Teilnahme + Referat + Hausarbeit (ca. 12 Seiten)
 

Termine und Themen

19.10.    1. HS  
Einführung Teil I: Vorstellung und Vergabe der Themen
26.10.    2. HS
Einführung Teil II: Frühe Werke:
Rom: Villa Borghese: Jupiter und die Ziege Amalthea, 1615; die Heiligen Laurentius, 1617 (Florenz, Slg. Conti Bonacossi) und Sebastian, 1617 (Lugano, Slg. Thyssen-Bornemisza)
02.11.    3. HS:
1. Rom: Villa Borghese: Aeneas und Anchises, 1618/19
2. Rom: Villa Borghese: Apoll und Daphne, 1622-25
09.11.    4. HS:
1. Rom: Villa Borghese: David, 1623/24
2. Rom: Villa Borghese: Pluto und Proserpina, 1621/22
16.11..   5. HS:
1. Rom: Hochaltar von S. Bibiana, 1624-26
2. S. Pietro in Montorio, Capella Raimondi, 1638 entworfen, ausgeführt 1642-46
23.11.    6. HS:
1. Rom: Baldachin von St. Peter, 1624-33
2. Rom: Die Kuppelpfeilernischen von St. Peter – Bernin: Gesamtleitung und Longinus, 1638, Andrea Bolgi: Helena, Francois Duquesnoys: Andreas, Francesco Mochi: Veronika
30.11.    7. HS:
1. Rom, Palazzo Barberini, ab 1629, mit dem Tritonenbrunnen, 1642-43, und dem Bienenbrunnen, 1644, auf der Piazza Barberini
2. Rom: St. Peter, Grabmal für Papst Urban VIII., 1627-47; Grabmal Alexanders VII., 1672-78
07.12.    8. HS:
1. Rom: Palazzo Montecitorio, ab 1650, für Innozenz X., 1694 von Carlo Fontana vollendet
2. Rom: Piazza Navona, Vierströmebrunnen, 1647-51
14.12.    9. HS:
1. Rom: S. Maria della Vittoria, Capella Cornaro, 1647-51/52
2. Raffael Bernini und die Chigi: Rom: S. Maria del Popolo, Chigikapelle, 1652-61
11.01.    10. HS:
1. Ariccia: S. Maria Assunta, ab 1661
2. Rom: Sant’Andrea al Quirinale, ab 1658-72
18.01.    11. HS:
1. Rom: St. Peter, Kathedra Petri, 1657-66
2. Rom: Der Petersplatz und die Kolonnaden, ab 1657
25.01.    12. HS:
1. Bernini in Paris: Die Louvre-Ostfassade
2. Bernini in Paris: Reiterstandbild und Porträt Ludwigs XIV.
01.02.    13. HS:
1. Die Papst- und Herrscherporträts. Zum Verhältnis von Bildnis und Macht: Paul V. Borghese (1605-21), Gregor XV. Ludovisi (1621-23), Urban VIII. Barberini (1623-44), Kardinal Scipione Borghese, Innozenz X. Pamphilij (1644-55), Alexander VII. Chigi (1655-67)
2. Rom: Elefant und Obelisk vor Santa Maria sopra Minerva neben dem Pantheon, aufgestellt 1667
08.02.    14. HS:
1. Rom: Ponte S. Angelo (ab 1667 Clemens IX. Rospigliosi), Engel mit Dornenkrone und Engel mit Kreuzesinschrift in in Sant’Andrea delle Fratte (1668-70)
2. Rom: S. Francesco a Ripa, Selige Lodovica Albertoni, 1671-74 (Clemens X. Altieri, Kardinalnepot Paluzzo Paluzzi degli Albertoni-Altieri)

 

Hauptseminar BK II: Niederländische Architekturmalerei im 17. Jahrhundert

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr (Beginn: 20. Oktober 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
Nachdem in der Mitte des 16. Jahrhunderts wichtige architekturtheoretische Schriften, darunter die Arbeiten Sebastiano Serlios, ins Niederländische übersetzt worden waren, bildete sich in der holländischen Malerei eine neue Bildgattung heraus: die sogenannten „Perspektiven“, perspektivisch genaue Darstellungen von Kirchen- und Palastinterieurs. Im Seminar werden diese Architekturbilder unter architekturtheoretischen, kunst- und sozialgeschichtlichen Gesichtspunkten analysiert.

Literatur zur Einführung:
Perspectives: Saenredam and the Architectural Painters of the 17th Century. Ausstellungskatalog. Rotterdam 1991.

Seminarplan/Themen:

20.10.16          Einführung
27.10.16          Vorläufer der Architekturmalerei in den Niederlanden
03.11.16          Hans und Paul Vredeman de Vries (Antwerpen)
10.11.16          Hendrick van Steenwijck d. Ä. und Hendrick van Steenwijck d. J. (Antwerpen)
17.11.16          Hendrik Aerts (Amsterdam), Bartold van Bassen (Den Haag), Dirck van Delen (Middelburg)
24.11.16          Pieter Saenredam in Haarlem
01.12.16          Pieter Saenredam in Utrecht
08.12.16          Gerard Houckgeest (Delft)
15.12.16          Hendrick van Vliet (Delft)
22.12.16          Emanuel de Witte (Delft)
12.01.17          Daniel de Blieck (Middelburg)
19.01.17          Samuel van Hoogstraten (Dordrecht)
26.01.17          Jan van Vlucht, Anthonie de Lorme (Rotterdam)
02.02.17          Job und Gerrit Berckheyde (Haarlem)
09.02.17          Schlussdiskussion

Hauptseminar BK II: Happening, Fluxus, Performance

Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 20. Oktober 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
Im Gegensatz zu den traditionellen, objektfixierten Bildkünsten folgten die aktionistischen Kunstformen der 1960er Jahre, insbesondere die unter dem Begriff „Intermedia“ zusammengefassten Formen Happening, Fluxus und Performance, einem stärker handlungsbasierten Ansatz. Der Paradigmenwechsel vom Objekt zur Handlung als Form und Ausdruck der Kunst war gesellschaftspolitisch motiviert. Die Kunst wurde in den 1960er Jahren als soziales Handlungsfeld begriffen, in dem alternative soziale Modelle und gesellschaftliche Verhaltensmuster erprobt werden konnten. Im Seminar sollen die verschiedenen Kunstformen in Referaten vorgestellt und die ihnen zugrunde liegenden Konzeptionen diskutiert werden.

Literatur zur Einführung:
Martin Damus, Martin: Funktionen der bildenden Kunst im Spätkapitalismus. Frankfurt/Main 1973
Rainer Wick: Zur Soziologie intermediärer Kunstpraxis. Happening, Fluxus, Aktionen. Köln 1975
Jürgen Schilling: Aktionskunst. Identität von Kunst und Leben? Eine Dokumentation. Luzern 1978
RoseLee Goldberg: Performance Art. From Futurism to the Present. London 1988.

Seminarplan / Referate

20.10.16          Einführung
27.10.16          Vorgeschichte I: Antibürgerliche Kunstbewegungen in den 10er u. 20er Jahren
03.11.16          Vorgeschichte II: Aktion als Thema der bildenden Kunst der 50er Jahre, ZERO
10.11.16          Happening I: Allan Kaprow
17.11.16          Happening II: Claes Oldenburg
24.11.16          Happening III: Jean Tinguely
01.12.16          Happening IV: Wolf Vostell
08.12.16          Fluxus I: Die Entstehung von Fluxus. Festivals 1962 und 1963
15.12.16          Fluxus II: Das Aachener „Festival der Neuen Kunst“ 1964
22.12.16          Fluxus III: Joseph Beuys. Aktionen und Akademiekritik
12.01.17          Exkurs: Aktion 67 und LIDL
19.01.17          Body Performance I: Anthropometrien und Living Sculptures (Klein, Manzoni)
26.01.17          Body Performance II: Die Wiener Aktionisten
02.02.17          Body Performance III: Body Art in den späten 1960er und 1970er Jahren
09.02.17          Schlussdiskussion

Hauptseminar/Proseminar BK II: Graphik aus dem Magazin I – Künstlernachlässe in der BLB

Dr. Alexandra Axtmann
Dienstags und in Freitags-Blöcken (Termine s. u.)
Beginn: Dienstag,
18. Oktober 2016, 14:00 – 15:30 Uhr, Seminarraum


Beschreibung:

In der Badischen Landesbibliothek werden mehr als zweihundert Nachlässe und Teilnachlässe verwahrt, überwiegend von badischen Schriftstellern, Philosophen und Künstlern. Sie enthalten Material zur Literatur-, Kultur- und Geistesgeschichte der Region, aber auch weit darüber hinaus, und stellen daher ergiebige Quellen für die Beschäftigung insbesondere mit dem 19. und 20. Jahrhundert dar.

Im Seminar werden wir uns mit den beiden Künstlernachlässen von Georg A. Mathéy (1884 – 1968) und Elena Marcarover (ca. 1904 – 1992) beschäftigen, die in einer Ausstellung in der BLB im Juli 2017 präsentiert werden sollen – beides Künstler, zu denen wenig Informationen zu Person und Werk vorliegen. Die Nachlässe umfassen neben Lebensdokumenten, Tagebüchern und Korrespondenzen vorwiegend Graphiken – Zeichnungen, Aquarelle, Buchillustrationen, Entwürfe und Skizzen – sowie von Marcarover auch Gedichte und Texte.

Der Umgang mit und die Bearbeitung von historischen Beständen ebenso wie selbständiges forschungsorientiertes Arbeiten im Hinblick auf eine Ausstellungspräsentation werden die größten Herausforderungen für die Seminarteilnehmer sein. Deswegen eignet sich das Seminar besonders für bereits fortgeschrittene Studenten.

Das Seminar wird folgendermaßen strukturiert werden: An den Dienstagssitzungen (Termine s. u.) werden wir uns gemeinsam zunächst mit den Biographien und dem Werk der beiden Künstler beschäftigen. Hierfür wird eine aktive Mitarbeit aller Seminarteilnehmer erwartet.  

In den Block-Sitzungen freitags (Termine s. u.) werden wir in der BLB die Nachlässe sichten, gemeinsam eine Auswahl der Objekte treffen und besprechen, welche dann einzeln oder in Gruppenarbeit erschlossen und erarbeitet werden sollen. Ebenso werden die ausführlichen Besprechungen und die Erarbeitung des Ausstellungskonzepts vorwiegend an den Freitagsterminen stattfinden; diese sind deshalb obligatorisch für die Seminarteilnahme.


Organisatorisches:

Alle relevanten Informationen, Bilddateien und Texte etc. werden über ILIAS zur Verfügung gestellt werden.

Im Vorfeld können nur Referate für die Biografien vergeben werden. Für Elena Marcarover wird dafür eine eigenständige frühzeitige Bearbeitung der Bestände in der BLB notwendig sein. Bei Interesse melden Sie sich nach erfolgreicher Seminaranmeldung bitte direkt bei mir per E-Mail.

Alle weiteren Themen werden wir uns gemeinsam erarbeiten (s. o.). Aufgrund des Arbeitsaufwandes sind keine Referate mit 2-ECTS möglich.

Im Teil II des Seminars im Sommersemester 2017 werden die konkrete Ausstellungsgestaltung, die Erstellung sämtlicher Texte, Vermittlungsangebote etc. Thema sein. Eine Teilnahme an diesem Folge-Seminar ist erwünscht.

Save-the-Date:

  • Ausstellungseröffnung am Dienstag, 11. Juli 2017, 19 Uhr, BLB
  • Laufzeit der Ausstellung: 12. Juli bis 30. September 2017


Mögliche Scheine:
4 ECTS: regelmäßige Teilnahme + Referat + kleinere schriftliche Arbeit
6 ECTS: regelmäßige Teilnahme + Referat + größere schriftliche Arbeit
8 ECTS: regelmäßige Teilnahme + Referat + größere schriftliche Arbeit
(Die Modalitäten für die schriftlichen Arbeiten werden im Seminar besprochen werden.)


Termine:
Dienstag, 18.10., 14 – 15:30 Uhr, Seminarraum
Dienstag, 25.10., 14 – 15:30 Uhr, Seminarraum
Freitag, 28.10., 11:45 – 16 Uhr, BLB ► Nachlass Mathéy
Dienstag, 1.11. entfällt (Allerheiligen)
Freitag, 4.11., 11:45 – 16 Uhr, BLB ► Nachlass Marcarover
Dienstag, 8.11., 14 – 15:30 Uhr, Seminarraum
Dienstag, 15.11., 14 – 15:30 Uhr, Seminarraum
Dienstag, 29.11. 13:45 – 15:15 Uhr, BLB ► Ausstellungsraum
Freitag, 16.12., 11:30 – 15 Uhr, Seminarraum
Freitag, 27.01.17, 11:30 – 15 Uhr, Seminarraum
Dienstag, 7.02.17, 14 – 15:30 Uhr, Seminarraum

Übung: Einführung in die praktische Denkmalpflege

Dr. Hermann Diruf
Freitag, 11.00 - 12.30 Uhr (Beginn: 21. Oktober 2016)
Seminarraum


Beschreibung:
Mit der Lehrveranstaltung soll ein Überblick über das Praxisfeld der der Bau- und Kunstdenkmalpflege vermittelt werden. So ist daran gedacht, die vielfältigen Aufgaben und Ziele dieser Bereiche an ausgewählten Beispielen  vorzustellen und die Ereignisse kritisch zu beurteilen. Ein besonderer Schwerpunktbereich wird in der Übung vor Architekturobjekten  auf die Denkmalkunde (Inventarisation) und ihre wissenschaftliche Erfassung gelegt.  

Für die Teilnehmer/innen sind zu einzelnen Themenbereichen Kurzreferate Voraussetzung.

Übung: Grundlagen der Fotografie

Bernd Seeland, Fotografenmeister
Christoph Engel, Dipl.-Des. (FH)

Workshop als Kompaktwoche
13.02. – 17.02.2017
10.00 – ca. 17.00 Uhr

Studienwerkstatt Fotografie

8 Teilnehmer
Anmeldung ab dem 3. Fachsemester BA und 1. Fachsemester MA möglich, ggf. als Nachrücker

Beschreibung:
In der Veranstaltung werden in einem ersten Teil die theoretischen und praktischen Grundlagen der Fotografie anhand praktischer Übungen mit verschiedenen Kameraformaten und -systemen vermittelt.
Der theoretische Teil umfasst sowohl die Geschichte der Fotografie, die Grundlagen der Fototechnik als auch die Analyse fotografischer Bilder sowie eine Anleitung zum Verstehen der Wirkungsweisen in der Fotografie.
Der praktische Teil gibt einen Überblick über die verschiedenen Kamerasysteme, die Bildgestaltung, der Einsatz vom Licht, Labortechniken sowie den Umgang mit digitalen Bilddateien und das Basiswissen in der elektronischen Bildbearbeitung.
Der zweite Teil der Veranstaltung behandelt die konkrete Auseinandersetzung mit einer künstlerischen Position in der Fotografie in Form eines Kurzreferates und der Ausarbeitung einer eigenen praktischen Fotoarbeit.

Literatur:
Charlotte Cotton, Fotografie als zeitgenössische Kunst
Deutscher Kunstverlag, Berlin, 2011
Stephen Shore, Das Wesen der Fotografie
Phaidon, Berlin, 2009
Robert Hirsch, Mit der Kamera Sehen.
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2008

Mögliche Scheine:
2 ECTS-Punkte

Unkostenbeitrag für Verbrauchsmaterialien:
10,00 Euro pro Teilnehmer

Übung: Kunstvermittlung in der Praxis

Dr. Sonja Grunow

Termine
Mo, 17.10.16, 10.30-12.00 Uhr          Einführung (Seminarraum)
Mo, 24.10.16, 10.30-12.00 Uhr          Einführung (Seminarraum)
Di, 08.11.16, 11.30-13.00 Uhr           Auswahl der Bilder (Kunsthalle)
Di, 15.11.16, 11.30-13.00 Uhr           Auswahl der Bilder (Kunsthalle)
Di, 22.11.16, 11.30-13.00 Uhr           Auswahl der Bilder (Kunsthalle)
Di, 29.11.16, 11.30-13.00 Uhr           1. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)
Di, 06.12.16, 11.30-13.00 Uhr           2. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)
Di, 13.12.16, 11.30-13.00 Uhr           3. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)
Di, 20.12.16, 11.30-13.00 Uhr           4. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)
Di, 10.01.17, 11.30-13.00 Uhr           5. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)
Di, 17.01.17, 11.30-13.00 Uhr           6. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)
Di, 24.01.17, 11.30-13.00 Uhr           7. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)
Di, 31.01.17, 11.30-13.00 Uhr           8. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)
Mo, 06.02.17, 10.30-12.00 Uhr          Nachbesprechung (Seminarraum)

 

Beschreibung
Eine der elementarsten Aufgaben des Museums ist die Vermittlung von Kunst und Kultur. Doch wie konzipiert man eine Führung, die den Ansprüchen des Publikums gerecht wird? Welche didaktischen Mittel kann man einsetzen, um Interesse zu wecken und einen Dialog vor dem Kunstwerk zu gestalten?
In dieser Übung haben Sie Gelegenheit, sich zu einem Thema Ihrer Wahl (innerhalb der Dauerausstellung der Kunsthalle Karlsruhe) eine Führung zu erarbeiten und diese vor ‚echtem’ Publikum zu erproben. Als Gäste kommen Seniorinnen des Kulturtreffs der Waldstadt, die Ihnen gerne am Ende der Führung ein ausführliches Feedback geben. Kriterien hierfür sind u.a. fachliches Wissen, persönliches Auftreten, sprachliche Ausdrucksformen und pädagogische Fähigkeiten sowie der ‚Gesamteindruck’ der Führung.

Organisatorisches
Für den kostenfreien Besuch der Kunsthalle, insbesondere zur Vorbereitung der eigenen Führung, wird der Kunsthistorikerausweis vom Institut für Kunstgeschichte empfohlen.

Mögliche Scheine
2 ECTS-Punkte

Übung: Die Macht der Ausstellung. Geschichte, Entwicklung und Zukunftsvision

Dr. Alice Anna Klaassen
Freitag, 9.15 - 10.45 Uhr (Beginn: 21. Oktober 2016)
Seminarraum

Beschreibung:
Museen und deren Sonderausstellungen scheinen in den letzten Jahren vielfach als „Spielwiese“ der Kuratoren zu dienen. Mit hochwertigen Leihgaben, außergewöhnlichen Präsentationen, medienorientierten Marketingstrategien und exklusiven Veranstaltungen sollen immer neue Besuchergruppen erschlossen werden. Wirtschaftliches Denken und erfolgsorientiertes Handeln der Museen werden von den Finanzgebern im Hintergrund erwartet. Doch was sind überhaupt die Grundlagen des Ausstellens? Woher kommen Ausstellungen und was sind die Ursachen ihrer ständigen Veränderungen? Sind Ausstellungsprojekte der Aufgabe der Wissensvermittlung jemals gerecht geworden und welchen Stellenwert hat überhaupt der Besucher? Gibt es alternative Ausstellungsmöglichkeiten? In der Übung sollen vor allem der Geschichte der Ausstellung, ihrem Verlauf und einer möglichen Zukunftsvision nachgegangen werden. Neben den regulären Terminen am kunsthistorischen Institut stehen Besuche in verschiedenen Ausstellungen vor Ort an. Pro Übungstermin können sich 2-3 Studierende ein Referatsthema teilen.

Referate:

Einführung in die Veranstaltungsreihe
In der ersten Sitzung werden die Inhalte der Übung vorgestellt, Referatsthemen und Literaturangaben besprochen sowie offene Fragen und Termine außer Haus geklärt.
Termin: 21.10.

Kunst- und Wunderkammern – Geschichte, Räume und Exponate
Anhand von verschiedenen Beispielen (Studiolo Herzog Fredericos III. von Montefeltro, Kunstkammer Ferdinands II. von Tirol/Schloss Ambrass, Kunstkammer Rudolfs II. von Prag) soll die Bedeutung, Zusammenstellung und richtungsweisende Funktion der Kunst- und Wunderkammern dargelegt werden.
Termin: 28.10.

Anfänge der Museumskultur im 18. Jahrhundert
In dieser Sitzung soll der Weg von den fürstlichen Sammlungen (z. B. August der Starke in Dresden, Landgraf Wilhelm VIII. in Kassel) zu den ersten beiden Museen in Deutschland (Glyptothek in München und das Alte Museum in Berlin) nachgezeichnet werden.
Termin: 4.11.

Vivant Denon – Kunstsammler im Auftrag von Napoleon
Dominique-Vivant Denon wurde 1802 zum Generaldirektor des Musée Napoleon (1804), dem heutigen Louvre, ernannt. Das Referat soll einen Überblick über das Sammlungsvorgehen, die Geschmacksbildung und die Konzeption „seines“ Museums geben.
Termin: 11.11.

Gesellschaftliche Tendenzen
Damit Museen überhaupt entstehen konnten, bedurfte es spezifischer gesellschaftlicher Interessen und Voraussetzungen. Kern der Übung ist die Vorstellung philosophischer Grundlagen (Kant, Hegel) und klassischer Schönheitsideale (Johann Joachim Winkelmann). Weiterführend sollen dann das Mäzenatentum durch die Monarchie und deren Einflussnahme auf die Kunst und die Geschmacksbildung des Publikums beleuchtet werden.
Termin: 19.11.

Museen als öffentliche (Bildungs-) Institution im 19. Jahrhundert
Die Aufgaben der öffentlichen Museen und ihre (Bildungs-) Ziele sowie das angesprochene Publikum sollen erörtert werden. Auch die Gründung von Kunstvereinen und ihren Funktionen innerhalb der Museen sollen besprochen werden. Als Beispiele können Institutionen wie die Alte Pinakothek in München, die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe oder das Städel Museum in Frankfurt am Main herangezogen werden.
Termin: 25.11.

Öffentliche Kunstmuseen und ihre prägenden Persönlichkeiten um die Jahrhundertwende: Wilhelm Bode, Hugo Tschudi und Alfred Lichtwark
Bode, Tschudi und Lichtwark sind alle auf Umwegen Museumsdirektoren geworden, jedoch haben sie „ihre“ Institutionen maßgeblich geprägt. Das Referat soll über die musealen Aufgaben, die besonderen Fähigkeiten und die Konstellation, innerhalb der die drei gearbeitet haben, berichten.
Termin: 2.12.

Museen um die Jahrhundertwende. Beginn einer Moderne
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts machen Museumsneugründungen von sich reden. Dazu gehört u. a. das Folkwang Museum Essen und die Kunsthalle Mannheim. Das Referat soll die Grundlagen und die Konzeptionen vom Zeitpunkt ihrer Gründungen bis zur Gegenwart verfolgen.
Termin: 9.12.

Besuch der Sonderausstellung Kunst in Europa 1945–68 im ZKM (Lichthöfe 1+2)
Termin: 16.12.

Wegweisende Kuratoren des 20. Jahrhunderts
Außerhalb der Institutionen sind es im 20. Jahrhundert oftmals Einzelpersonen, die die Tätigkeit des Ausstellungsmachens in neue Richtungen geführt haben. In jeweils kurzen Beschreibungen sollen die Kuratoren Harald Szeemann, Jean-Christoph Ammann, Rudi Fuchs, Kaspar König und Christos Joachimides vorgestellt werden.
Termin: 13.1.

Galeristen, Privatpersonen und andere Förderer
Neben den anfänglichen Sammlungsbestrebungen durch fürstliche Herrscher, sind es im 20. Jahrhundert auch engagierte Privatpersonen (z. B. Gertrude Stein, Irene und Peter Ludwig), Unternehmen (z. B. AXA, ENBW, SØR-Rusche, Deutsche Bank, Ritter Sport, Bayer usw.) und Galeristen (z. B. Galka Scheyer, Peggy Guggenheim, Ernst Cassirer, Hans Mayer, Gerd Harry „Judy“ Lybke), die die Museums- und Ausstellungstätigkeit vorantreiben und verändern. Der Termin soll in einem Abriss ausgewählte Personen und Institutionen kurz vorstellen.
Termin: 20.1.

Schaudepots. Lagerräume als umfassende Ausstellungsräume
Museen können oftmals nur einen geringen Bestandteil ihrer Sammlungen zeigen. Ausgewählt werden meist die sogenannten „Highlights“ quasi als Beweis einer hohen Sammlungsqualität, um damit möglichst viele Besucher anzuziehen. Über die Vielfalt einer Sammlung erfährt man von außen wenig bis gar nichts, weshalb Schaudepots eine neuere Variante der Ausstellungspräsentation sind. Das Referat soll Beispiele aus der Praxis mit deren Vor- und Nachteilen vorstellen (z. B. Focke-Museum in Bremen, Historisches Museum in Luzern, Schaulager in Münchenstein/Basel, Schaudepot des Vitra Design Museums in Weil am Rhein, Museum für Gestaltung in Zürich).
Termin: 27.1.

Neue Wege mittels Partizipation
Die Klientel der Museumsbesucher und ihre Anforderungen haben sich vor allem in den letzten 20 Jahren deutlich verändert. Eine Möglichkeit dem Besucher mehr Spielraum einzuräumen sind sogenannte partizipatorische Ansätze. Innerhalb dieses Termins soll das Konzept Nina Simons erläutert werden, aber auch Beispiele aus der Praxis von Angela Janelli (Historisches Museum, Frankfurt am Main) und Susanne Gesser (Kindermuseum, Frankfurt am Main) können unterstützend herangezogen werden.
Termin: 3.2.

Besuch der Sonderausstellung in der Städtische Galerie Karlsruhe
Termin: 10.2.

Besuch der Sonderausstellung Ramses, Badisches Landesmuseum, Schloss
Termin: 17.2.

Literatur:

  • Davis, Ann / Smeds, Kerstin (Hg.), Visiting the Visitor. An Enquiry into the Visitor Business in Museums, Bielefeld 2016
  • Dröge, Kurt / Hoffmann, Detlef, Museum revisited. Transdisziplinäre Perspektiven auf eine Institution im Wandel, Bielefeld 2010
  • Beßler, Gabriele, Wunderkammern. Weltmodell von der Renaissance bis zur Kunst der Gegenwart, Berlin 2009
  • Gaethgens, Thomas (Hg.), Mein Leben. Wilhelm Bode, Text- und Kommentarband, Berlin 1997
  • Gesser, Susanne / Handschin, Martin / Janelli, Angela, Lichtensteiger, Sibylle (Hg.), Das partizipative Museum. Zwischen Teilhabe und User Generated Content. Neue Anforderungen an kulturhistorischen Ausstellungen, Bielefeld 2012
  • Grasskamp, Walter, André Malraux und Imaginäre Museum. Die Weltkunst im Salon, München 2014
  • Janelli, Angela, Wilde Museen. Zur Museologie des Amateurmuseums, Bielefeld 2009
  • Junge-Gent, Henrike, Alfred Lichtwark. Zwischen den Zeiten, Berlin/München 2012
  • Knopp, Reinhold / Nell, Karin (Hg.), Keywork4. Ein Konzept zur Förderung von Partizipation und Selbstorganisation in der Kultur-, Sozial- und Bildungsarbeit, Bielefeld 2014
  • Müller, Hans-Joachim, Harald Szeemann. Ausstellungsmacher, Ostfildern-Ruit 2006
  • Natter, Tobias / Fehr, Michael / Habsburg-Lothringen, Bettina, Das Schaudepot. Zwischen offenem Magazin und Inszenierung, Bielefeld 2010
  • Paul, Barbara, Hugo von Tschudi und die moderne französische Kunst im Deutschen Kaiserreich, Mainz 1993
  • Pfisterer, Ulrich (Hg.), Klassiker der Kunstgeschichte. Von Winckelmann bis Warburg, Bd. 1, München 2014
  • Reitstätter, Luise, Die Ausstellung verhandeln. Von Interaktionen im musealen Raum, Bielefeld 2015
  • Ritter, Henning, Die Wiederkehr der Wunderkammern. Über Kunst und Künstler, Berlin/München 2014
  • Selheim, Claudia (Hg.), Welche Zukunft hat das Sammeln? Eine museale Grundaufgabe in der globalisierten Welt, Nürnberg 2012
  • Sheehan, James J., Geschichte der deutschen Kunstmuseen. Von der fürstlichen Kunstkammer zur modernen Sammlung, München 2002
  • Strobel, Matthias / Dippel, Andrea, Die Kunst des Sammelns. Phänomene des Ordnens, Archivierens und Präsentierens, Nürnberg 2011
  • Tyradellis, Daniel, Müde Museen. Oder: Wie Ausstellungen unser Denken verändern könnten, Hamburg 2014
  • Wall Tobias, Das unmögliche Museum. Zum Verhältnis von Kunst und Kunstmuseen der Gegenwart, Bielefeld 2006

Übung: Stadt – Land – Fluss – Über Landschaft schreiben

Dr. Kirsten Voigt
Termine werden noch bekannt gegeben
Ort: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe


Beschreibung:
In Vorbereitung der Ausstellung „Unter freiem Himmel“ in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe wollen wir uns in einer Schreibwerkstatt vor Originalen zusammenfinden. Ausgehend von der Frage, unter welchen Gesichtspunkten wir über Landschaftsgemälde aus sieben Jahrhunderten schreiben könnten, wollen wir verschiedene Werke zunächst „besprechen“ und dann „beschreiben“ – selbst Texte erarbeiten, in denen wir nicht nur Inhaltliches, Formales und Kunsthistorisches, vielleicht Historisches, Wahrnehmungsästhetisches und Ökologisches,  reflektieren, sondern auch Modi des Schreibens erproben. Dabei soll es den Teilnehmern freigestellt sein, ob sie auf ein Bild mit dem klassischen kunsthistorischen Methoden-Instrumentarium arbeiten oder sich lyrischer, fiktionalisierender oder essayistischer Formen des Schreibens bedienen möchten. „Sinn der Übung“ ist es im wahren Wortsinn, herauszufinden, was Bilder von einst für uns heute aktualisierbar macht, wie wir Formen der Vermittlung und Kommunikation über Kunst über die engsten Grenzen der Fachwissenschaft hinaus erkenntnisgewinnbringend einsetzen können.

Am philosophischen Seminar der Universität Basel fand auch eine Schreibübung zum Thema statt. Es ist daran gedacht, die Ergebnisse beider Schreibwerkstätten im Rahmen der Ausstellung „Unter freiem Himmel“ (17.2.2017-27.8.2017) in einer noch nicht fixierten Form zu präsentieren – z.B. im Rahmen eines gemeinsamen Lese- oder Diskussionstages mit den Studentinnen und Studenten aus Basel, gerne auch vor Publikum.


Hier finden Sie die Bild- und Referatsliste!