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Sommersemester 2018

Hier finden Sie die Stundenplanübersicht für das Sommersemester 2018!
Änderungen vorbehalten!


Semesterdaten

Semesterbeginn: 1. April 2018
Semesterende: 30. September 2018
Vorlesungsbeginn: 16. April 2018
Vorlesungsende: 21. Juli 2018


Die Abgabefristen für schriftliche Ausarbeitungen gelten ab sofort (für Studierende der alten und neuen Prüfungsordnung) wie folgt:

Wintersemester: 31. März
Sommersemester: 30. September

Bitte beachten Sie die Rückmeldefristen für das Wintersemester 2018/2019 und denken Sie daran, die Vorprüfungen (Studierende des 6. Semesters) fristgerecht im Sekretariat einzureichen! Achten Sie hierbei auf die Öffnungszeiten während der vorlesungsfreien Zeit!

Lehrveranstaltungen Sommersemester 2018

Vorlesungen      
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr Geschichte der Kunst V - Romantik. Von der Revolution bis zur Restauration Jehle Fritz-Haller-Hörsaal
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr Natur und Landschaft - Vom Klassizismus bis zum digitalen Bild Fiorentini Eiermann-Hörsaal
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr Skulptur der Moderne II Papenbrock Eiermann-Hörsaal
Proseminare      
Montag, 14.00 - 15.30 Uhr PS/HS BK I/II: Die Schwarze Romantik Jehle Seminarraum
Dienstag, 9.45 - 11.15 Uhr PS/HS BK I/II: Manierismus. Ausdruck-Stil-Manie Jehle Seminarraum
Dienstag, 17.30 - 19.00 Uhr BK II: Von Fotografie und Malerei - Gerhard Richter Fiorentini Seminarraum
Mittwoch, 11.30 - 13.00 Uhr BK II: Videoskulptur - Geschichte, Medien, Probleme Fiorentini Seminarraum
Mittwoch, 11.30 - 13.00 Uhr PS/HS BK I/II: Rombilder Axtmann Mathegebäude
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr BK II: Pop Art Papenbrock Seminarraum
Mittwoch, 17.30 - 19.00 Uhr MK: Methoden der Kunstwissenschaft Axtmann Seminarraum
Termine s. Ankündigung PS/HS BK II: Kunsthistoriker im Dialog mit Studierenden der Absolventen der Klasse Prof. Hoffmann, Akademie Karlsruhe Pohl Seminarraum
Hauptseminare      
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr BK II/ÄK: Visualität. Diskurs und methodologische Herausforderung Fiorentini Seminarraum
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr BK II/ÄK: Mensch und Technik. Kulturtheorie und Kulturkritik im
20. Jahrhundert
Papenbrock Seminarraum
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr BK II: Graffiti. Dokumentation und Forschung Papenbrock Seminarraum
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr BK II/ÄK: Re-Visioning World Fairs. Weltausstellungen in 'glokalen'
Kontexten II
Altinoba Seminarraum
Freitag, 10.00 - 11.30 Uhr ÄK: Grundlagen der Ästhetik Muñoz Seminarraum
Übungen      
Termine s. Ankündigung Kunstvermittlung in der Praxis Grunow  
Donnerstag, 13.00 - 14.30 Uhr Kunst des 19. Jahrhunderts in der Staatlichen Kunsthalle Voigt Staatliche Kunsthalle
Donnerstag, 15.45 - 17.15 Uhr Übung zum Seminar:
Re-Visioning World Fairs. Weltausstellungen im lokalen Kontext II
Förster Seminarraum
Termine s. Ankündigung Grundlagen der Fotografie Engel/
Seeland
 
Tutorien      
Montag, 9.45 - 11.15 Uhr Tutorium Gruppe 1 Senouci-Meflah Seminarraum
Montag, 11.30 - 13.00 Uhr Tutorium Gruppe 2 Gellner Seminarraum

 

Vorlesung: Geschichte der Kunst V - Romantik. Von der Revolution bis zur Restauration

Prof. Dr. Oliver Jehle
Donnerstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 19. April 2018)
Fritz-Haller-Hörsaal


Beschreibung:
 

„Wir stehen in einer wichtigen Zeitepoche, einer Gärung, wo der Geist eine Ruck getan, über seine vorige Gestalt hinausgekommen ist und eine neue gewinnt. Die ganze Masse der bisherigen Vorstellungen, Begriffe, die Bande der Welt sind aufgelöst und fallen wie ein Traumbild in sich zusammen.“

            Georg Wilhelm Friedrich Hegel

In der Epoche der Romantik waren die Idee des Gesamtkunstwerks und damit die Idee einer ästhetisch evozierten Verwandlung der Welt nahezu allgegenwärtig. Nicht nur Schelling, auch Ludwig Tieck, Wilhelm Heinrich Wackenroder, die Brüder August und Wilhelm Schlegel oder Novalis entwarfen das Ideal einer gattungsüberwindenden Kunstsynthese. Zu einem Gesamtkunstwerk gehört nicht nur die multimediale Verbindung der Künste, sondern tendenziell die Tilgung der Grenze zwischen ästhetischem Artefakt und Realität. Wie in den politischen Utopien der Nazarener diese Vorstellungen gesellschaftliche Gestalt annahmen, wie die theoretischen Diskussionen Fahrt aufnahmen, zögernd zunächst im Gemälde-Gespräch der Brüder Schlegel (1799), massiv dann in Friedrich Schlegels Europa-Aufsätzen über Gemälde alter Meister (1803–05), gilt es zu analysieren. Denn nie zuvor stand die Theorie so stark und fast gleichberechtigt neben der künstlerischen Praxis. Galten Gemälde als „Hieroglyphen“ mit göttlicher Bedeutung, stellt sich die Frage nach ihrer Übersetzung: Mit dem Begriff der Hieroglyphe, der von Wackenroder in die romantische Kunsttheorie eingeführt worden war und vor allem durch Novalis und Friedrich Schlegel ausgearbeitet wurde, verknüpft sich die Vorstellung einer kunstreligiösen Bildersprache, durch die tiefste Naturgeheimnisse ausgesprochen werden könnten.

Hochgestimmter Ideenkunst werden wir begegnen; und doch bildete die Romantik nie einen Stil im Sinne eines klar identifizierbaren Formenkanons aus. Die Romantik, so formuliert es Eckart Kleßmann, war „kein Stil, sie war Weltanschauung“ eines prekären Zeitraums, den es zu vermessen gilt.

Vorlesung: Natur und Landschaft - Vom Klassizismus bis zum digitalen Bild

Prof. i.V. Dr. Dr. Erna Fiorentini
Dienstag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 17. April 2018)
Eiermann-Hörsaal


Beschreibung:
Bilder der Landschaft herzustellen, Landschaft in Bildern zu verändern, in die Landschaft verändernd einzugreifen bedeutet seit jeher eine Auseinandersetzung mit der Natur als der  physischen Welt und mit den Möglichkeiten, diese als solche erfassen zu können; zugleich aber bedeutet dies auch eine Auseinandersetzung mit der individuellen Erfahrung dieser physischen Welt und mit den Wegen, diese Erfahrung in und durch Bilder zu vermitteln.
Wie konfiguriert sich diese ästhetische und erkenntnistheoretische Auseinandersetzung mit der äußeren und inneren Welt in der Geschichte der Landschaftskunst, in ihren Praktiken und Theorien? Welche Werte und Kräfte regulieren diese Auseinandersetzung in der Produktion und Rezeption des Landschaftsbildes, und wie verändern sich dabei die Strategien, Produkte, Ansprüche und Funktionen der Landschaftskunst? Was bedeuten hierbei die Begriffe Natur und Landschaft?
Die Vorlesung beschäftigt sich mit diesen Fragen in verschiedenen historischen Abschnitten und in verschiedenen Gattungen der Landschaftskunst, von der Malerei bis zur Fotografie, zur Performance und der digitalen Gestaltung.


Literatur:

  • Bätschmann, Oskar: Entfernung der Natur. - Köln : Dumont, 1989
  • Herding, Klaus [Hrsg.]: Landschaft - Landscape. - Nürnberg : Verl. für Moderne Kunst, 2008
  • Clark, Kenneth: Landschaft wird Kunst. - Köln : Phaidon, 1962
  • Fechner, Renate: Natur als Landschaft: zur Entstehung der ästhetischen Landschaft, 1985.
  • Schwarz, Dieter: Die Natur der Kunst. - Düsseldorf : Richter, 2010
  • Warnke, Martin: Politische Landschaft. Zur Kunstgeschichte der Natur  - München u.a. : Hanser, 1992
  • Andrews, Malcolm. Landscape and Western art. - Oxford [u.a.] : Oxford Univ. Press, 1999
  • Busch, Werner [Hrsg.]: Landschaftsmalerei. - Berlin : Reimer, 1997
  • Whyte, Ian D.: Landscape and history since 1500. - London : Reaktion Books, 2002

Vorlesung: Skulptur der Moderne II

Apl. Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 18. April 2018)
Eiermann-Hörsaal


Beschreibung:
Als Fortsetzung der Vorlesung „Skulptur der Moderne I“ aus dem Wintersemester 2017/18 werden die wichtigsten Positionen der europäischen und amerikanischen Plastik von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart vorgestellt und unter stilistischen und ikonographischen sowie unter kunsttheoretischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten analysiert.

Literatur zur Einführung:
Peter H. Feist: Figur & Objekt. Plastik im 20. Jahrhundert. Leipzig 1996. – Carola Giedion-Welcker: Plastik des 20. Jahrhunderts. Volumen und Raumgestaltung. Stuttgart 1955. – Werner Hofmann: Die Plastik des 20. Jahrhunderts. Frankfurt am Main 1958. – Skulptur im 20. Jahrhundert. Ausstellungskatalog. Hg. v. Margit Rowell. München 1986. – Eduard Trier: Bildhauertheorien im 20. Jahrhundert. Berlin 1971 ff.

Vorlesungsplan:

18.04.18          Einführung

25.04.18          Paris während des Krieges: Pablo Picasso, Henri Laurens

02.05.18          Skulptur im Exil 1933-1945: Ossip Zadkine, Jacques Lipchitz, Max Ernst

09.05.18          Mahnmale gegen Krieg und Faschismus: Ossip Zadkine, Fritz Cremer

16.05.18          Europa nach dem Krieg: Alberto Giacometti, Henry Moore

23.05.18          USA nach dem Krieg: Alexander Calder, David Smith

30.05.18          Mahnmale gegen Krieg und Faschismus II: Hans Uhlmann, Gerhard Marcks

06.06.18          Europa in den 60er und 70er Jahren: Eduardo Chillida, Jean Tinguely

13.06.18          USA in den 60er und 70er Jahren: Minimal Art und Pop Art

20.06.18          Joseph Beuys und die Skulptur in Deutschland

27.06.18          Mahnmale des Holocaust: George Segal, Peter Eisenman u.a

04.07.18          Urbane Skulpturen in den 80er und 90er Jahren: Kawamata, Christo

11.07.18          Objekte der Street Art: Banksy u.a.

18.07.18          Klausur

 

Hauptseminar ÄK: Grundlagen der Ästhetik

Dr. Jesús Muñoz Morcillo
Freitag, 10.00 - 11.30 Uhr (Beginn: 20. April 2018)
Seminarraum


Beschreibung:

Die Ästhetik war immer eine schwer zu definierende Disziplin. Die Autoren der Antike hatten dafür keinen Namen, sie entwickelten jedoch ästhetische Grundbegriffe und Kategorien, die für die spätere Auffassung des Schönen und Erhabenen, der Proportion und der Harmonie entscheidend waren. Der Aufklärungsphilosoph Baumgarten verstand die Ästhetik als eine unabhängige Wissenschaft über "die Lehre der sinnlichen Erkenntnis", die u.a. zur Ausbildung des Urteilsvermögens – d.h. des Geschmacks als Universalkategorie – beiträgt. Hegel fasste die Ästhetik als "Philosophie der Kunst" auf und definierte die Kunst als die sinnliche Präsentation des absoluten Geistes. Dem deutschen Idealismus steht die analytische Kunstphilosophie gegenüber, die angelehnt an den „linguistic turn“ die Frage „Was ist Kunst?“ durch die Analyse von Kunstbedingungen ablöst.

Im Seminar werden die wichtigsten Auffassungen der Ästhetik seit der Antike bis zur Gegenwart präsentiert. Darüber hinaus konzentrieren wir uns jedes Semester auf eine bestimmte Epoche. Dieses Semester besteht das Seminar aus einer einführenden Vorlesung zur Geschichte der Ästhetik, sowie mehreren Sitzungen über die Antike und einem praktischen Teil, in dem die Studierende ausgewählte Texte kommentieren und ein Kunstwerk aus einem Karlsruher Museum untersuchen.

Bedingung für den Erwerb eines Scheins ist die aktive Teilnahme an den Diskussionen und dem Museumsbesuch, sowie die Übernahme eines Kurzreferats.

Hauptseminar BK II/ÄK: Re-Visioning World Fairs. Weltausstellungen in 'glokalen' Kontexten II

Dr. Buket Altinoba
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 19. April 2018)
Seminarraum


Beschreibung:

Der zweite Teil des Seminars will sich kritisch mit der Weltausstellung und ihrer Funktion als Stellvertreter des (post-)industriellen und (post-)imperialen Zeitalters befassen. Dabei gilt es der besonderen Entwicklung dieses Mediums unter dem Aspekt politischer und soziokultureller Zäsuren Bedeutung beizumessen. So erhielt die im 19. Jahrhundert publikumswirksame und weltweit beachtete Großveranstaltung mit dem Ende der Monarchien in Europa eine neue Qualität. In den Zwischenkriegsjahren vollzog sich der endgültige Wandel zu einer politisch-kompetitiven Leistungsschau der Nationen mittels eigener Länderpavillons und themenspezifischer Ausrichtung, die 1937 in Paris unter dem Motto „Arts et Techniques appliqués à la vie moderne“ gipfelte. Einerseits gelangten Kunst, Architektur, Technik und Fortschrittsgläubigkeit im Kontext totalitärer Gesellschaftssysteme zu neuen Dimensionen, andererseits deuteten sich moderne künstlerische, kunsthandwerkliche und architektonische Strömungen mit Künstlern, Designern und Architekten wie etwa Mies van der Rohe, Marcel Breuer, Egon Eiermann oder Tadao Ando an. In der Nachkriegszeit büßte das Konzept der Welt-als-Schau zwar angesichts der von Fortschrittsskeptizismus geprägten Gesellschaft seine einstige Bedeutung ein, dafür aber erweiterte sich die Geographie der Austragungsorte der „Expo“, wie die Weltausstellung seit der Exhibition in Brüssel 1958 genannt wird. Mit dem Anbruch des Millenniums wird die Expo (nach Hannover) an Orten wie China, Südkorea, Japan, Dubai oder Kasachstan ausgerichtet und knüpft damit unter veränderten Vorzeichen an den (kolonialen) Fortschrittsgedanken der historischen Weltausstellungen an.

Das Seminar zielt auf eine Untersuchung der Themen „Technik als Rivalin der Kunst“ (Umlauf 1995), die Herausforderung für die Künste durch die Industrialisierung bzw. Typisierung und der Künstler als Entwerfer für die Industrie, als Designer oder als Bricoleur (Strauss 1962).

 

Hauptseminar BK II: Graffiti. Dokumentation und Forschung

Apl. Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 19. April 2018)
Seminarraum


Beschreibung:

Graffiti in seiner heutigen Form, als jugendkulturelle und überwiegend illegale Erscheinung, ist im öffentlichen Raum beinahe omnipräsent. Die Ursprünge des heutigen Szene-Graffiti liegen in der amerikanischen Graffiti-Kultur der 1960er- und 1970er-Jahre. Als Teil der Hip-Hop-Bewegung wurde diese Kultur im Laufe der 1980er-Jahre zu einem globalen Phänomen. Im Zuge der Popularisierung und Ausbreitung der Graffiti-Bewegung sind auch die Künste und die Wissenschaften auf das Thema aufmerksam geworden. Im Seminar soll es darum gehen, Graffiti als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung in den Blick zu nehmen. Dabei spielen auch rechtliche Aspekte eine Rolle. Anhand ausgewählter Beispiele sollen verschiedene Zugänge der Forschung zum Phänomen Graffiti vorgestellt und diskutiert werden.

Einführende Literatur: Johannes Stahl (Hg.): An der Wand. Graffiti zwischen Anarchie und Galerie. Köln 1989; Bernd Dollinger, Bettina Hünersdorf: „Graffiti als Version und Subversion. Praxen kultureller Re-Regulierung und die Möglichkeit von Graffitiforschung“, in: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft, 55/2010 (2): 171-185; Martin Papenbrock, Doris Tophinke: Graffiti. Formen, Traditionen, Perspektiven, in: Heiko Hausendorf, Marcus Müller (Hg.): Handbuch Sprache in der Kunstkommunikation, Berlin 2016, S. 88-109.

Seminarplan / Referate

19.04.18          Einführung

26.04.18          Geschichte des Graffiti

03.05.18          Jean Baudrillard: Kool Killer oder der Aufstand der Zeichen (1976)

10.05.18          Christi Himmelfahrt

17.05.18          fällt aus

24.05.18          Craig Castleman: Getting Up. Subway Graffiti in New York (1982)

31.05.18          Fronleichnam

07.06.18          Siegfried Müller (Hg.): Graffiti. Tätowierte Wände (1985).

14.06.18          Peter Kreuzer: Das Graffiti-Lexikon. Wand-Kunst von A bis Z (1986)

21.06.18          Johannes Stahl: Graffiti: Zwischen Alltag und Ästhetik (1990)

28.06.18          Tim Cresswell: In Place/Out of Place. Geography, Ideology and Transgression (1996)

05.07.18          Rafael Schacter: Ornament and Order. Graffiti, Street Art and the Parergon (2014)

12.07.18          Jeffrey Ian Ross (Hg.): Routledge Handbook of Graffiti and Street Art (2016)

19.07.18          Schlussdiskussion

 

Hauptseminar BK II/ÄK: Mensch und Technik. Kulturtheorie und Kulturkritik im 20. Jahrhundert

Apl. Prof. Dr. Martin Papenbrock
Donnerstag, 8.00 - 9.30 Uhr (Beginn: 19. April 2018)
Seminarraum


Beschreibung:

Die intellektuelle Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Technik gehört zu den zentralen kulturtheoretischen Diskursen der modernen Industriegesellschaften. Die Einstellung zur Technik ist dabei zumeist kritisch, was nicht zuletzt aus den Erfahrungen der Kriege herrührt, die stets mit einem technischen Aufwand wie nie zuvor geführt worden waren. Im Seminar wollen wir uns auf grundlegende kulturtheoretische und kulturkritische Positionen der Technik-Debatte der 1930er und 1940er Jahre in Deutschland und im Exil konzentrieren und die Rolle der Kunst in diesem Diskurs untersuchen.

Literatur zur Einführung: Wolfgang Klems: Die unbewältigte Moderne. Geschichte und Kontinuität der Technikkritik. Frankfurt/Main 1988; Christoph Müller, Bernhard Nievergelt: Technikkritik in der Moderne. Empirische Technikereignisse als Herausforderung an die Sozialwissenschaft. Opladen 1996.

Seminarplan/Themen:

19.04.18          Einführung

26.04.18          Grundzüge der Technikphilosophie

03.05.18          Ernst Cassirer: Form und Technik (1930)

10.05.18          Christi Himmelfahrt

17.05.18          fällt aus

24.05.18          Oswald Spengler: Der Mensch und die Technik (1931)

31.05.18          Fronleichnam

07.06.18          Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (1936)

14.06.18          Herbert Marcuse: Einige gesellschaftliche Folgen moderner Technologie (1941)

21.06.18          Friedrich Georg Jünger: Die Perfektion der Technik (1939/46)

28.06.18          José Ortega y Gasset: Betrachtungen zur Technik (1933/49); Der Mythos des Menschen hinter der Technik (1951)

05.07.18          Arnold Gehlen: Die Seele im technischen Zeitalter (1949/57)

12.07.18          Martin Heidegger: Die Frage nach der Technik (1949/53)

19.07.18          Schlussdiskussion

Hauptseminar BK II/ÄK: Visualität. Diskurs und methodologische Herausforderung

Prof. i.V. Dr. Dr. Erna Fiorentini
Mittwoch, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 18. April 2018)
Seminarraum
 

Beschreibung:

Seit W.J.T. Mitchells und Gottfried Boehms Diagnostizierung eines pictorial bzw. iconic turn in den 1990er Jahren steht das Konzept von Visualität an erster Stelle in der Diskussion der visuellen Praktiken und visuellen Produkte, die unserer Kultur zur Verfügung stehen. Visualität betrifft Theorien und Praktiken der Kunst genauso wie wissenschaftliche, wirtschaftliche und soziale Bilddiskurse. Mit der Diskussion einer Auswahl wichtiger Schriften wollen wir Visualität befragen als Schlüsselparameter für die Theorie und die Methode von Wissenschaften des Bildes wie Kunstgeschichte, der visual studies, der Bildwissenschaft und image science sowie der visuellen Anthropologie. Wir nützen die Lektüren auch, um Visualität als ein Testparameter für das mögliche Übereinkommen von kunsthistorischen Theorien und Methoden mit anderen visuellen Disziplinen zu betrachten, wie z.B. der Natur- und der Neurowissenschaft.


Literatur:

  • Lobinger, Katharina, „Visualität,“ in Handbuch Cultural Studies und Medienanalyse (Wiesbaden: Springer VS, 2015), 91-100.
  • Rimmele, Marius und Bernd Stiegler, Visuelle Kulturen / Visual Culture zur Einführung (Hamburg: Junius Verlag, 2012)
  • Rimmele, Marius, Klaus Sachs-Hombach und Bernd Stiegler (Hg.), Bildwissenschaft und Visual Culture  (Bielefeld: Transcript, c 2014)
  • Falkenhausen, Susanne, von, Jenseits des Spiegels: das Sehen in Kunstgeschichte und visual culture studies (Paderborn : Wilhelm Fink, [2015]).
  • Günzel, Stephan und Dieter Mersch (Hrsg.), Bild. Ein interdisziplinäres Handbuch (Stuttgart: J.B. Metzler Verlag, 2014)
  • Mitchell, W.J. Thomas: The Pictorial Turn. In: Art Forum, March 1992, S. 89-95
  • Boehm, Gottfried: Die Wiederkehr der Bilder. In: Was ist ein Bild? Hrsg. v. Gottfried Boehm. 2. Aufl. München: Fink 1995, S. 11-38.
  • Foster, Hal (ed), Vision and visuality (Seattle, Wash.: Bay Press, 1988)
  • Mirzoeff, Nicholas. An Introduction to Visual Culture. London: Routledge, 1999

 

Proseminar: Methoden der Kunstwissenschaft

Dr. Alexandra Axtmann
Mittwoch, 17:30 – 19 Uhr, Hörsaal 9 (Beginn: 18. April 2018)
Zugehörige Tutorien
Gruppe 1 – Asmâa Senouci-Meflah: Montag, 9:45 – 11:15 Uhr, Seminarraum Kunstgeschichte
Gruppe 2 – Victoria Gellner: Montag, 11:30 – 13 Uhr, Seminarraum Kunstgeschichte

 

Beschreibung:

Das Proseminar ist ein Pflichtseminar für Studierende im ersten Studienjahr.

Gegenstand des Seminars ist die Methodengeschichte unseres Faches, die wir anhand von Texten erarbeiten werden. Ausgehend von den Künstlerviten Giorgio Vasaris, den Kunstbeschreibungen Johann Joachim Winckelmanns, der Stilanalyse, Ikonographie und Ikonologie, feministische Kunstgeschichte, Sozialgeschichte und Rezeptionsästhetik bis zur Bildwissenschaft sollen wissenschaftliche Methoden der Kunstwissenschaft vorgestellt, diskutiert und auch angewendet werden.

Organisatorisches:

Die Übernahme eines Referates und die kontinuierliche Mitarbeit durch wöchentliche Textzusammenfassungen sind erforderlich. Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt über ILIAS vor Semesterbeginn.

Ein Tutorium, dessen Besuch obligatorisch ist, führt in die Praxis des kunstwissenschaftlichen Arbeitens ein und dient der Nachbesprechung der im Seminar besprochenen Texte.

Alle für das Seminar relevanten Texte sind in unserer Fachgebiets-Bibliothek vorhanden. Weitere Details hierzu werden nach Referatsvergabe den jeweiligen Referent*innen übermittelt werden.

Mögliche Scheine:

6 LP Seminar + 2 LP Tutorium

Zu erbringende Leistungen:

  • regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit am MK-Seminar  +
  • regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit an dem zugehörigen Tutorium  +

(in jedem Seminar sind nur 2 Fehlzeiten möglich)

  • Referat im MK-Seminar zu einer Methode mit Thesenpapier
  • Klausur am Ende der Vorlesungszeit (Termin wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben)  +
  • im Tutorium Kurzreferate, schriftliche Zusammenfassungen zu einzelnen Themen/ Texten und kleinere Hausaufgaben 

Literaturauswahl zur Einführung (stehen alle in unserem Seminarapparat in der Bibliothek):  

  • Belting, Hans u. a. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 6. überarb. Auflage. Berlin 2003
  • Brassat, Wolfgang/ Kohle, Hubertus (Hg.): Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. Köln 2003
  • Heinrich Dilly (Hg.): Altmeister moderner Kunstgeschichte. 2. Aufl. Berlin 1999
  • Halbertsma, Marlite/ Zijlmans, Kitty (Hg.): Gesichtspunkte. Kunstgeschichte heute. Berlin 1995
  • Held, Jutta/ Schneider, Norbert: Grundzüge der Kunstwissenschaft. Gegenstandsbereiche, Institutionen, Problemfelder. Köln/Weimar 2007
  • Kultermann, Udo: Geschichte der Kunstgeschichte. Der Weg einer Wissenschaft. Überarb. und erw. Neuaufl. München 1990
  • Paul von Naredi-Rainer (Hg.): Hauptwerke der Kunstgeschichtsschreibung. Stuttgart 2010

Proseminar/Hauptseminar BK II: Kunsthistoriker im Dialog mit Studierenden und Absolventen der Klasse Prof. Hoffmann, Akademie Karlsruhe

Dr. Claudia Pohl
Termine werden in Kürze bekanntgegeben


Beschreibung:
Die Zusammenführung von Künstlern und Kunsthistorikerin im Kontext der Ausbildungsphase hat das Ziel, die gegenseitige Wahrnehmung und Kommunikation über künstlerische Arbeit zu fördern. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein besonderes Interesse an der Geschichte der Modernen und zeitgenössischen Malerei und ihre konzeptionellen Voraussetzungen. Dabei geht es für Studierenden an der Akademie um die Vermittlung ihrer Arbeiten in Form von Werkvorträgen und für Studierende der Kunstgeschichte um die reflektierte Versprachlichung von künstlerischen Arbeiten in Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte. Ziel ist die Produktion von Texten, die sowohl für die Künstler wie für die Kunsthistoriker weiterführend sein können. Eine gemeinsame Ausstellung sowie ein Symposium sind geplant. 

Proseminar BK II: Pop Art

Apl. Prof. Dr. Martin Papenbrock
Mittwoch, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 18. April 2018)
Seminarraum


Beschreibung:
Die Pop Art ist aus dem Neuen Realismus der 1950er Jahre in Europa und in den USA hervorgegangen. Merkmale dieser Kunstrichtung sind eine reproduktive, serielle Ästhetik und eine besondere thematische Nähe zur Konsumwelt und zur Unterhaltungsindustrie. Obwohl die Pop Art am traditionellen Objektcharakter der Kunst festhält, sind die Übergänge zum Environment und zum Happening fließend. Im Seminar sollen die Hauptvertreter der Pop Art in Großbritannien, den USA und in Deutschland vorgestellt und die Ästhetik ihrer Werke analysiert und diskutiert werden.

Literatur zur Einführung:
Marco Livingstone (Hg.): Pop Art. München 1992. – Thomas Crow: Die Kunst der sechziger Jahre. Von der Pop Art zu Yves Klein und Joseph Beuys. Köln 1997. – Tilman Osterwold: Pop Art. Köln 2007.

Seminarplan/Themen:

18.04.18 Einführung
25.04.18 Was ist Pop Art?
02.05.18 Pop Art in England
1) Eduardo Paolozzi
2) Peter Blake
09.05.18
3) Richard Hamilton
4) David Hockney
16.05.18 Pop Art in den USA
5) Robert Rauschenberg
6) Jasper Johns
23.05.18
7) Andy Warhol
8) Edward Ruscha
30.05.18
9) Roy Lichtenstein
10) James Rosenquist
05.06.18
11) Claes Oldenburg
12) Robert Indiana
13.06.18
13) Edward Kienholz
14) Duane Hanson
20.06.18
15) Tom Wesselmann
16) George Segal
27.06.18 Pop Art in Westdeutschland (Kapitalistischer Realismus)
17) Gerhard Richter
18) Konrad Lueg
04.07.18
19) Sigmar Polke
20) Wolf Vostell
11.07.18 Pop Art in der DDR
 21) Willy Wolff
18.07.18 Schlussdiskussion

Proseminar/Hauptseminar BK I/II: Rombilder

Interdisziplinäres Seminar der Kunstgeschichte und Germanistischen Mediävistik am KIT
Dr. Alexandra Axtmann, Prof. Mathias Herweg
Mittwoch, 11:30 – 13:00 Uhr (Beginn: 18. April 2018)
Ort wird noch bekanntgegeben


Beschreibung:

Saget, Steine, mir an, o sprecht, ihr hohen Paläste!

Straßen, redet ein Wort! Genius, regst du dich nicht?

Ja, es ist alles beseelt in deinen heiligen Mauern.

Ewige Roma; nur mir schweiget noch alles so still.

O wer flüstert mir zu, an welchem Fenster erblick’ ich

Einst das holde Geschöpf, das mich versengend erquickt?

Ahn’ ich die Wege noch nicht, durch die ich immer und immer,

Zu ihr und von ihr zu gehn, opfre die köstliche Zeit?

Noch betracht’ ich Kirch’ und Palast, Ruinen und Säulen,

Wie ein bedächtiger Mann schicklich die Reise benutzt.

Doch bald ist es vorbei; dann wird ein einziger Tempel,

Amors Tempel, nur sein, der den Geweihten empfängt.

Eine Welt zwar bist du, o Rom, doch ohne die Liebe

Wäre die Welt nicht die Welt, wäre denn Rom auch nicht Rom.

 

Johann Wolfgang von Goethe, Römische Elegien 1

Rom galt Jahrhunderte lang als Inbegriff weltlicher und christlicher Geschichte und war deshalb eines der bedeutendsten und sehnsuchtsvollen Reiseziele von Pilgern, Künstlern, Kavalieren, Dichtern, Schriftstellern und Wissenschaftlern. Dabei wurde die Reise in die ewige Stadt mit all ihren kulturellen Relikten nicht immer real angetreten, sondern vollzog sich oft auch in der Imagination – basierend auf Berichten, Erzählungen, Artefakten oder tradierten Darstellungen mit unterschiedlichem Realitätsgehalt und Historizität.
Das interdisziplinäre Seminar möchte diese schriftlichen und künstlerisch produzierten Bilder von Rom vom Mittelalter bis zur Moderne aus beiden Fachperspektiven beleuchten und erörtern. Was sind die Orte und Objekte der Erzählungen? Wie werden diese Rombilder geschaffen, konstruiert und auf welchen Rezipientenkreise sind diese ausgerichtet? Welche Wahrnehmungsmuster lassen sich erkennen? Welche Bezugspunkte und Inspiration spielen dabei eine Rolle?
Die zeitliche Bandbreite ermöglicht viele spannende Referatsthemen, z.B.: Mirabilia Romae; das antike Stadtbild in der Buchmalerei; Romideologie von Mittelalter bis zum Faschismus; Kunstgeschichte und Rom (Winckelmann, Burckhardt); Künstler in Rom (die Bambocchianti, Claude Lorrain, Nicolas Poussin, der deutsch-römische Künstlerkreis um Goethe, die Nazarener); die Accademia di San Luca (Bernini, Vouet, Le Brun, Mengs); Künstler malen römische Geschichte (Jacques-Louis David); Römische Architektur im Modell – die Phelloplastiken von Antonio Chichi; Ansichten von Rom - Vedutenmalerei und Stiche (Giovanni Battista Piranesi, Illustrationi di antichità romane etc.; Gaspar van Wittel, Giovanni Paolo Pannini).
 

Organisatorisches:

Die Teilnehmerzahl setzt sich aus Studierenden der Kunstgeschichte und Germanistik zusammen. Aufgrund der Zuordnung zu verschiedenen Epochenmodulen etc. werde die Referatsthemen der Kunstgeschichte nach Anmeldung zum Kurs individuell ausgemacht. Eine Liste mit Referatsthemen wird nach Anmeldung auf ILIAS bereitstehen.
Die zugehörige Exkursion nach Rom ist bereits voll belegt. Eine Seminarteilnahme ist jedoch auch ohne Exkursion möglich.
Das Seminar ist v.a. als Hauptseminar konzipiert. Bei jüngeren Seminarteilnehmer*innen wird eine gute Mitarbeit vorausgesetzt.
 

Mögliche Scheine:

2/ 4/ 5/ 6/ 8 LP (je nach Modul); 7 Tage Exkursion
Abgabefrist aller schriftlichen Hausarbeiten: 30.09.2018.
 

Erste Literaturauswahl:

  • Bausinger, Hermann (Hg.): Reisekultur. Von der Pilgerfahrt zum modernen Tourismus. München 1991
  • Cain, Hans-Ulrich (Hg.): Das antike Rom und sein Bild. (Konferenzschrift) Berlin 2011
  • Helmberger, Werner/ Kockel, Valentin (Bearb.): Rom über die Alpen tragen. Fürsten sammeln antike Architektur: Die Aschaffenburger Korkmodelle. Mit einem Bestandskatalog. Landshut/ Ergolding 1993
  • La Roma antica e moderna del cardinale Giulio Alberoni. Panini, Vasi, Piranesi. Ausst.-Kat. Palazzo Galli Piacenza. Piacenza 2008
  • Mit dem Auge des Touristen. Zur Geschichte des Reisebildes. Ausst.-Kat. Kunsthistorisches Institut der Universität Tübingen in der Kunsthalle Tübingen. Tübingen 1981
  • Orte der Sehnsucht. Mit Künstlern auf Reisen. Ausst.-Kat. LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster. Regensburg 2008
  • Rees, Joachim: Künstler auf Reisen. Von Albrecht Dürer bis Emil Nolde. Darmstadt 2010
  • Wallraff, Martin/ Matheus, Michael/ Lauster, Jörg (Hg.): Rombilder im deutschsprachigen Protestantismus. Begegnungen mit der Stadt im „langen 19. Jahrhundert“. Tübingen 2011

     

 

Proseminar BK II: Videoskulptur - Geschichte, Medien, Probleme

Prof. i.V. Dr. Dr. Erna Fiorentini
Mittwoch, 11.30 - 13.00 Uhr (Beginn: 18. April 2018)
Seminarraum

Beschreibung:

Die Ausstellung „Videoskulptur retrospektiv und aktuell“ nahm 1989 provokativ den statischen, traditionellen Begriff der Skulptur in Anspruch, um eine spezielle Form von Medienkunst zur Selbständigkeit zu verhelfen. „Skulptur“ meinte hier mehr als allein die Dreidimensionalität von Geräten oder die Art ihrer Aufstellung im Raum, sie meinte eine neue Einmaligkeit des Videoobjektes, das an sich zum Kunstobjekt wurde und sich von anderen Formen der Videokunst absetzte.

Ausgehend von dieser Landmarke der Medienkunst lernen wir im Seminar die historischen sozialen und technologischen Voraussetzungen für die Gattung der Videoskulptur in der Videokunst seit den 1960er Jahren kennen, wir diskutieren die Modifikationen ihrer Formen, Strategien und Bezeichnungen bis heute. Dabei untersuchen wir die Gründe und Bedingungen für mögliche Konvergenzen oder Divergenzen der Gattung Videoskulptur und weiteren Formen von Videokunst (closed-circuit-Installation, Mehrbildprojektion und Multimedia- bzw. crossmedialen Inszenierung, Environments der augmented und virtual reality) und diskutieren die dazugehörigen Schlüsselbegriffe wie Skulptur, Installation, Performance, Partizipation und Immersion.

Literatur

  • Video-Skulptur: retrospektiv und aktuell 1963 – 1989,  Wulf Herzogenrath und Edith Decker (Hrsg.) (Köln : DuMont, 1989).
  • Herzogenrath, Wulf, „Provokation: Video-Skulptur! Die Ausstellung im Kölnischen Kunstverein 1989. Wulf Herzogenrath im Gespräch mit Beate Ermacora und Sylvia Martin 12. April 2010,“ in Anonyme Skulpturen : Video und Form in der zeitgenössischen Kunst, Hrsg. von Sylvia Martin  (Nürnberg : Verl. für Moderne Kunst, 2010), 82-87.
  • Grzonka, Patricia, „Vom Fernsehobjekt zur Multimediainstallation. Eine kurze Geschichte der Videoskulptur,“ in Die Liebe zu den Objekten : Aspekte zeitgenössischer Skulptur, hrsg. von Alexandra Schantl (Wien : Springer, 2008), 44-54.
  • Peter Weibel und Margit Rosen, „Videoskulptur, Videoinstallation, Virtual Reality.“ Kunsthistorische Arbeitsblätter, H. 7/8 (2004): 19-36.
  • Wulf Herzogenrath, Videokunst und Videoskulptur in vier Jahrzehnten. Der Fernseher als Objekt, in: TV Kultur. Das Fernsehen in der Kunst seit 1897, Wulf Herzogenrath, Thomas Gaethgens et.al. (Hg.) (Amsterdam und Dresden, 1997), 110-123.
  • Elwes, Catherine, Video art : a guided tour (London [u.a.] : I. B. Tauris, 2005), besonders Introduction: From the Margins to the Mainstream, 1-21 und Video sculpture, 141-157.
  • Dokumentation der Ausstellung Radical Software. The Raindance Foundation, Media Ecology and Video Art, ZKM Karlsruhe 2018 (http://zkm.de/event/2017/07/radical-software-the-raindance-foundation-media-ecology-and-video-art)
  • Hervol, Anke, Wulf Herzogenrath und Johannes Odenthal (Hrsg.), Schwindel der Wirklichkeit - Closed-Circuit-Videoinstallationen und Partizipation: ein Reader (Köln : König, 2015).

Proseminar BK II: Von Fotografie und Malerei - Gerhard Richter

Prof. i.V. Dr. Dr. Erna Fiorentini
Dienstag, 17.30 - 19.00 Uhr (Beginn: 17. April 2018)
Seminarraum


Beschreibung:
Das Werk Gerhard Richters gibt Anlass, eine Konversation über das Verhältnis von Praktiken der Malerei und der Fotografie zu führen bzw. zu reflektieren, wie und warum diese Bildpraktiken in der Auseinandersetzung der Künstler mit der physischen Welt, der Imagination und der Kunst selbst eingesetzt werden. Anhand verschiedener Werkgruppen und der Aussagen Richters untersuchen wir im Seminar seine Motivation, Intention und Prinzipien in Bezug auf diese Fragen. Es wird um seine Auffassung von Natur und dem natürlichem Raum gehen; um die damit verbundenen Reflektionen über die Möglichkeiten und den Wert von Wahrnehmung und Empfindung; um die Bedeutung von Realität und Objektivität und um ihr Verhältnis zur Abstraktion; schließlich, es wird auch um Richters Position zu den historischen Orientierungsgrößen der Malerei gehen, insbesondere zu den Ideen der romantischen Landschaftsmalerei. Hier bietet sich die Möglichkeit, auch diese Epoche der Malerei eingehend und im Vergleich zu zeitgenössischen Prinzipien zu diskutieren.

Literatur:
Allgemein:
Danoff, Michael: Heterogeneity. An Introduction to the Work of Gerhard Richter, in: Terry A. Neff (Hg.): Ausst. Kat. Gerhard Richter. Paintings. Museum of Contemporary Art Chicago 1988 u.a.. New York: Thames and Hudson, 1988, S. 9-14
Godfrey, Mark; Serota, Nicholas (Hg.): Ausst. Kat. Gerhard Richter. Panorama. Neue Nationalgalerie, Berlin vom 12. Feb. bis 13. Mai 2012. München 2012.
Hubertus Butin, Stefan Gronert und Thomas Olbricht, Gerhard Richter, Editionen 1965 - 2013 (Ostfildern : Hatje Cantz, c 2014),

Quellen:
Elger, Dietmar und Hans Ulrich Obrist (hrsg.), Text 1961 bis 2007 : Schriften, Interviews, Briefe / Gerhard Richter (Köln : König, 2008) PDF INHALT
Richter, Gerhard und Nicholas Serota, „Ich habe nichts zu sagen, und ich sage es (Gespräch zwischen Gerhard Richter und Nicholas Serota, Frühjahr 2011),“ in Godfrey, Mark; Serota, Nicholas (Hg.): Ausst. Kat. Gerhard Richter. Panorama. Neue Nationalgalerie, Berlin vom 12. Feb. bis 13. Mai 2012. München 2012, 15-28. PDF

Einzelfragen:
Elger, Dietmar und Kerstin Küster (Hrsg)s, Gerhard Richter : Fotografie und Malerei - Malerei als Fotografie : acht Texte zu Gerhard Richters Medienstrategie (Köln : König, 2011), 81-104.
Buchloh, Benjamin H. D., Photography and painting in the work of Gerhard Richter : four essays on Atlas (Barcelona : Museu d'Art Contemporani, 1999).
Wilmes, Ulrich, Gerhard Richter : zur Entstehung der abstrakten Bilder (Köln : König, 2009) PDF inhalt
Caspary, Gundula Sibylle: „Kuckuckseier“ - Gerhard Richter und seine Landschaften. Diss., Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 2007, URN: urn:nbn:de:hbz:5-11439; http://hss.ulb.uni-bonn.de/2007/1143/1143.pdf
Gerhard Richter und die Romantik. Ausst.Kat. Kunstverein Ruhr Essen 1994. Essen 1994.
Kasper, Astrid: Gerhard Richter. Malerei als Thema der Malerei. Berlin 2003.

Proseminar/Hauptseminar BK I/II: Manierismus. Ausdruck-Stil-Manie

Prof. Dr. Oliver Jehle
Dienstag, 9.45 - 11.15 Uhr (Beginn: 17. April 2018)
Seminarraum


Beschreibung:
Kunst habe sich durch Naturtreue und Befolgung antiker Vorbilder auszuzeichnen, so lautete das Grundgesetz der Renaissance-Ästhetik. Im Moment des Manierismus ist dieses Gesetz nicht außer Kraft gesetzt, aber: Die Forderung nach Originalität und persönlicher Erfindungsleistung kommt hinzu. „Manierismus“ ist allerdings ein Begriff, der oft ratlos macht, haftet ihm doch etwas Pejoratives an. Ein manieristisches Kunstwerk muss sich nicht allein der kalkulierten Wirkung, sondern dem Ideal der Künstlichkeit verschreiben – gleich ob in Dichtung oder Malerei, Musik oder Architektur. Unter Manierismus wird so eine ‚künstliche Kunst‘ verstanden, die der „Dezentralisation“ zuarbeite und die „zum Prinzip erhobene Unstabilität“ (Gehlen) der Malerei befeuere. Während unter dem Leitbegriff der maniera die Frage nach der Darstellung und des Stils diskutiert werden wird, gilt es auch, den Assoziationen zu folgen, die die Rhetorik des Concettismus mit dem Grotesken und ‚Kranken‘ unterhält:  Denn wie sich im Zeichen gesteigerter Artistik ingenium und phantasia überlappen, so öffnet sich nach 1520 auch der Weg für neue Denkmodelle der Phantastik.

Literatur zur Einführung:

  1. Erika Greber, Bettine Menke (Hrsg.), Manier – Manieren – Manierismen, Tübingen 2003;
  2. Wolfgang Braungart (Hrsg.), Manier und Manierismus, Tübingen 2000;
  3. Gustav René Hocke, Die Welt als Labyrinth. Manierismus in der europäischen Kunst und Literatur, hrsg. v. Curt Grützbacher, Reinbek 1987;
  4. Arnold Gehlen, „Die Manierismus-Frage“, in: Ders., Zeit-Bilder. Zur Soziologie und Ästhetik der modernen Malerei, Frankfurt am Main, Bonn 1960, S. 170-187.

 

 

Proseminar/Hauptseminar BK I/II: Die Schwarze Romantik

Prof. Dr. Oliver Jehle
Montag, 14.00 - 15.30 Uhr (Beginn: 16. April 2018)
Seminarraum


Beschreibung:
Allzu hell leuchtete das Licht der Vernunft, scheint uns die Kunst zu sagen, die seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert die Gebiete des Wahnsinns zu vermessen begann. Wie sonst lässt sich die ausgeprägte Lust am Fantastischen und Abgründigen, am Grotesken und Bösen erklären? Zeigten sich erste Symptome dieser „krankhaften“ (Goethe) Kunstsprache in der Literatur der gothic novel, übersprangen diese Krankheitszeichen die Artenschranke sehr schnell. ‚Blumen des Bösen‘ wuchern nun auf dem Feld der Malerei. Das Seminar wird sich auf die Spur der schwarzen Romantik begeben und der Faszination des Unheimlichen und Irrationalen durch die Jahrhunderte folgen – ist doch die Romantik nicht nur „eine himmlische oder höllische Gnade, die uns mit ewigen Stigmata gezeichnet hat“ (Baudelaire), sondern ein Ideengrund, der sich noch im Symbolismus und Surrealismus als tragfähig erweist. Und glauben wir der November-Ausgabe von Monopol, dem Magazin für Kunst und Leben, dann ist seit 2016 „der Hang zum Gothic, den wir derzeit nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Mode und im Design sehen, mehr als nur ein Trend. Er ist Teil einer gesellschaftlichen Befindlichkeit […]“.

Literatur zur Einführung:

  1. Mario Praz, Liebe, Tod und Teufel. Die schwarze Romantik, München 1963;
  2. Rüdiger Safranski, Romantik. Eine deutsche Affäre, München 2007;
  3. Ricarda Huch, Die Romantik. Ausbreitung, Blütezeit und Verfall. Mit einem Nachwort von Tilman Spreckelsen, Berlin 2017.

Übung: Grundlagen der Fotografie

Bernd Seeland, Fotografenmeister
Christoph Engel, Dipl.-Des. (FH)

Workshop als Kompaktwoche
23.07. - 27.07.2018
10.00 – ca. 17.00 Uhr
Studienwerkstatt Fotografie

Anmeldung ab dem 3. Fachsemester BA und 1. Fachsemester MA möglich ggf. als Nachrücker

Beschreibung:
In der Veranstaltung werden in einem ersten Teil die theoretischen und praktischen Grundlagen der Fotografie anhand praktischer Übungen mit verschiedenen Kameraformaten und -systemen vermittelt. Der theoretische Teil umfasst sowohl die Geschichte der Fotografie, die Grundlagen der Fototechnik als auch die Analyse fotografischer Bilder sowie eine Anleitung zum Verstehen der Wirkungsweisen in der Fotografie. Der praktische Teil gibt einen Überblick über die verschiedenen Kamerasysteme, die Bildgestaltung, der Einsatz vom Licht,
Labortechniken sowie den Umgang mit digitalen Bilddateien und das Basiswissen in der elektronischen Bildbearbeitung.
Der zweite Teil der Veranstaltung behandelt die konkrete Auseinandersetzung mit einer künstlerischen Position in der Fotografie in Form eines Kurzreferates und der Ausarbeitung einer eigenen praktischen Fotoarbeit.

Literatur:
Charlotte Cotton, Fotografie als zeitgenössische Kunst
Deutscher Kunstverlag, Berlin, 2011
Stephen Shore, Das Wesen der Fotografie
Phaidon, Berlin, 2009
Robert Hirsch, Mit der Kamera Sehen.
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2008

Unkostenbeitrag für Verbrauchsmaterialien:
10,00 Euro pro Teilnehmer

Übung zum Seminar: Re-Visioning World Fairs. Weltausstellungen im lokalen Kontext II

Dr. Katja Förster
Donnerstag, 15.45 - 17.15 Uhr (Beginn: 19. April 2018)
Seminarraum


Beschreibung:

Im ersten Teil der Übung (WS 2017/18) wurden die Weltausstellungen von 1851 bis 1916 auf die Beteiligung von Karlsruher Künstlern, Kunsthandwerkern, Architekten, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern hin untersucht und die präsentierten Arbeiten, wenn möglich mit Abbildungen, tabellarisch verzeichnet. Rund 185 Persönlichkeiten konnten ermittelt werden, von denen eine größere Zahl sogar wiederholt auf den globalen Leistungsschauen vertreten war. Das Ergebnis hat die Erwartungen bei weitem übertroffen und zeigt einmal mehr, dass der lokale Fokus im globalen Kontext nicht unterschätzt werden darf.

Im zweiten Teil der Übung (SS 2018) wird zunächst die bisher erstellte Dokumentation um jene Karlsruher Kunst- und Kulturschaffenden erweitert, die sich an den Weltausstellungen und „Expos“ von 1922 bis 2017 beteiligt haben. Politische Umbrüche, Umwertung und Neubewertung tradierter Wertmaßstäbe und anderes mehr haben zu soziokulturellen Veränderungen geführt und die weitere Entwicklung der „Exposition universelle“ ab 1922 entscheidend geprägt und verändert. Wie schlug sich dieser Prozess auf das lokale ‚Teilnehmerfeld‘ aus?

Die nach Abschluss der Dokumentation noch verbleibenden Übungsstunden werden genutzt, für die Jubiläumsfeierlichkeiten des Karlsruher Instituts für Kunstgeschichte 2018, die sich mit dem Thema „Re-Visioning Worldʼs Fairs. Weltausstellungen in 'glokalen' Kontexten“ befassen, eine Schautafel zu erstellen, welche anhand von Beispielen und Daten die „glokale“ Bedeutung der Great Exhibitions of all Nations veranschaulichen soll.

Sowohl bisherige als auch neue Übungsteilnehmerinnen und -teilnehmer sind herzlich willkommen.

Übung: Kunstvermittlung in der Praxis

Dr. Sonja Grunow

Termine

Di, 17.04.18, 09.45-13.00 Uhr           (vorauss. Termin - Änderungen noch möglich)

Di, 24.04.18, 11.30-13.00 Uhr           Auswahl der Bilder (Kunsthalle)

Di, 08.05.18, 11.30-13.00 Uhr           Auswahl der Bilder (Kunsthalle)

Di, 15.05.18, 11.30-13.00 Uhr           Auswahl der Bilder (Kunsthalle)

Di, 22.05.18, 11.30-13.00 Uhr           1. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)

Di, 29.05.18, 11.30-13.00 Uhr           2. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)

Di, 05.06.18, 11.30-13.00 Uhr           3. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)

Di, 12.06.18, 11.30-13.00 Uhr           4. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)

Di, 19.06.18, 11.30-13.00 Uhr           5. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)

Di, 26.06.18, 11.30-13.00 Uhr           6. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)

Di, 03.07.18, 11.30-13.00 Uhr           7. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)

Di, 10.07.18, 11.30-13.00 Uhr           8. Führung für Seniorinnen (Kunsthalle)

Di, 17.07.18, 11.30-13.00 Uhr           Nachbesprechung (Seminarraum)

 

Beschreibung

Eine der elementarsten Aufgaben des Museums ist die Vermittlung von Kunst und Kultur. Doch wie konzipiert man eine Führung, die den Ansprüchen des Publikums gerecht wird? Welche didaktischen Mittel kann man einsetzen, um Interesse zu wecken und einen Dialog vor dem Kunstwerk zu gestalten?

In dieser Übung haben Sie Gelegenheit, sich zu einem Thema Ihrer Wahl (innerhalb der Dauerausstellung der Kunsthalle Karlsruhe) eine Führung zu erarbeiten und diese vor ‚echtem’ Publikum zu erproben. Als Gäste kommen Seniorinnen des Kulturtreffs der Waldstadt, die Ihnen gerne am Ende der Führung ein ausführliches Feedback geben. Kriterien hierfür sind u.a. fachliches Wissen, persönliches Auftreten, sprachliche Ausdrucksformen und pädagogische Fähigkeiten sowie der ‚Gesamteindruck’ der Führung.

 

Organisatorisches

Für den kostenfreien Besuch der Kunsthalle, insbesondere zur Vorbereitung der eigenen Führung, wird der Kunsthistorikerausweis vom Institut für Kunstgeschichte empfohlen.

 

Übung: Kunst des 19. Jahrhunderts in der Staatlichen Kunsthalle

Dr. Kirsten Voigt
Donnerstag, 13.00 - 14.30 Uhr (Beginn: 19. April 2018)
Staatliche Kunsthalle


Beschreibung:

In der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, die 1846 gegründet wurde, ist die Kunst des 19. Jahrhunderts  stark vertreten. In unserer Übung werden wir uns mit Highlights aus der Sammlung, aber auch noch zu entdeckenden Werken beschäftigen – von Künstlern aus Deutschland und Frankreich, mit Werken aller Gattungen.