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Lehrveranstaltungen Wintersemester 2009/2010

Vorlesung: Geschichte der Kunst I - Das 20. Jahrhundert
Vorlesung: Die Kunst nach der Moderne

Proseminar BK I: Frühe niederländische Malerei
Proseminar BK I/II: Kunstkammer
Proseminar BK II: Einführung in die protestantische Bilderwelt
Proseminar BK II: Der Kupferstich. Massenprodukt und Sammlerstück
Proseminar Grundlagen der Kunstwissenschaft
Proseminar Methoden der Kunstwissenschaft

Hauptseminar BK II: Plastik im 20. Jahrhundert (1900 - 1940)
Hauptseminar BK II: Grenzen der Kunst
Hauptseminar/ÄK: Ästhetische Theorien von der Aufklärung bis zum Beginn der Moderne
Hauptseminar BK II: Videokunst

Übung: Arbeit in Archiven
Übung: Kunstgeschichte in Frankreih: Eine Einführung in die Institutionen
Übung: ZKM und seine Sammlungen
Übung: Museumsausstellungen: Konzeption, Durchführung, Vermittlung
Übung: Das unbekannte Meisterwerk III, Malerei und Plastik der Moderne

Proseminar BK I/II: Kunstkammer

Dr. Anna Greve

Beschreibung:

Die europäischen Kunst- und Wunderkammern des Mittelalters und der Renaissance sind die Vorgängerinstitutionen heutiger Museen. Natürliche Kuriositäten und Produkte menschlicher Kunstfertigkeit wurden gleichermaßen gesammelt, mit dem Zweck der Dokumentation, Wissenserweiterung und Machtdemonstration. Die Materialvielfalt und das Fehlen einer hierarchischen Gattungsordnung sind charakteristisch für die Kunstkammer. Das große Staunen über Olifanten, Schnitzereien aus Elfenbein, die Mechanik von Automaten, Kleinplastiken von gesellschaftlichen Randgruppen, vergoldete wissenschaftliche Instrumente sowie Pokale aus Nautilus, Kokosnuss und Straußeneiern wird im 18. Jahrhundert in Folge der Aufklärung abgelöst von dem Wunsch nach einer objektiven Systematisierung, Spezialmuseen waren die Folge.

Durch Referate und gemeinsame Lektüren werden wir uns der Kunstkammer als Institution nähern. Das Primäre Ziel des Seminars ist es, anhand einzelner Objekte, die schriftliche Werkbeschreibung intensiv zu üben, ebenso wie das Entwickeln einer gezielten Fragestellung für die darauf folgende Werkanalyse. Dabei werden sowohl die Dreidimensionalität der Objekte als auch die Materialikonographie besondere Herausforderungen darstellen.

Literatur zur Einführung:

  • Ausst. Kat. Wunderkammer des Abendlands. Museum und Sammlung im Spiegel der Zeit, Bonn 1995.
  • Ausst. Kat. In fürstlichem Glanz: der Dresdner Hof um 1600. Hrsg. von Dirk Syndram und Antje Scherner, Mailand 2004.
  • Bredekamp, Horst: Theater der Natur und Kunst: Wunderkammern des Wissens; eine Ausstellung der Humboldt-Universität zu Berlin; 10. Dezember 2000 bis 4. März 2001, Martin-Gropius-Bau, Berlin 2000.
  • Bredekamp, Horst: Antikensehnsucht und Maschinenglauben: die Geschichte der Kunstkammer und die Zukunft der Kunstgeschichte, Berlin 2007.
  • Bujok, Elke: Neue Welten in europäischen Sammlungen. Africana und Americana in Kunstkammern bis 1670, Berlin 2004.
  • Daston, Lorraine und Katharine Park: Wunder und die Ordnung der Natur 1150-1750, Frankfurt am Main 2002.
  • Grote, Andreas (Hrsg.): Macrocosmos in Microcosmo. Die Welt in der Stube. Zur Geschichte des Sammelns 1450 bis 1800. Opladen 1994.
  • Korey, Michael: Die Dresdner Kunstkammer: Instrumente des Wissens und des Könnens. In: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 2002/03, Bd. 30, Dresden 2006, S. 47-60.
  • Plaßmeyer, Peter: "Churfürst August zu Sachßen etc. Seligen selbsten gemacht": Weltmodelle und wissenschaftliche Instrumente in der Kunstkammer der sächsischen Kurfürsten August und Christian I. In: Kunst und Repräsentation am Dresdner Hof. Hrsg. von Barbara Marx, Berlin 2005, S. 156-169.
  • Sheehan, James J.: Geschichte der deutschen Kunstmuseen: von der fürstlichen Kunstkammer zur modernen Sammlung, München 2002.
  • Trnek, Helmut (Hrsg.): Exotica: Portugals Entdeckungen im Spiegel fürstlicher Kunst- und Wunderkammern der Renaissance; die Beiträge des am 19. und 20. Mai 2000 vom Kunsthistorischen Museum Wien veranstalteten Symposiums, Mainz 2001.

Vorlesung: Die Kunst nach der Moderne

PD Dr. Martin Schulz

Beschreibung:
Die Vorlesung wird sich anhand von konkreten Fallbeispielen, aber auch anhand der vielen theoretischen Diskussionen mit der veränderten und stetig sich verändernden künstlerischen Praxis von 1960 bis in die Gegenwart beschäftigen. Mit einigen guten Argumenten kann man diese als eine Kunst nach der Moderne und gegenwärtig als Global Art bezeichnen. Im Fokus wird zunächst die Idee von Modernismus stehen, wie sie in den 1950/60er Jahre vor allem in New York zu Zeiten des Kalten Krieges formuliert wurde. Dieser ist zugleich der bezeichnende Ausgangspunkt vieler Kritik nicht nur an den normativen Rahmenbedingungen, sondern ebenso an einem einseitig westlichen, aber universal gesetzten Kanon. Die Folgen spiegeln sich unter anderem im weiten und heterogenen Feld der Minimal und Concept Art wider. Sie scheint exemplarisch für ein neues (und doch zugleich traditionelles) Verständnis von Avantgarde und daher vorbildlich in vielem für eine global ausgeweitete Kunst der Gegenwart, die so gut wie alle vormaligen ästhetischen und kulturellen Grenzen überschritten, verwischt und neu gestaltet hat. Bestehen noch verbindliche Kriterien der Deutung und des Urteils? Kritisch wird nicht zuletzt die Rolle des aktuellen Kunstmarktes zu diskutieren sein.

Hauptseminar/ÄK: Ästhetische Theorien von der Aufklärung bis zum Beginn der Moderne

PD Dr. Martin Papenbrock

Beschreibung:
Gegenstand des Seminars sind die ästhetischen Theorien der Aufklärung, der Klassik und der Romantik in Deutschland, Frankreich und England. Von Baumgarten bis Baudelaire sollen Ästhetiken und Kunsttheorien, ihre Programmatiken und Konzepte, ihre Kategorien und Begriffe von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars in Referaten vorgestellt, analysiert und diskutiert werden.

Literatur zur Einführung:

  • Willi Oelmüller/Ruth Dölle-Oelmüller/Norbert Rath: Diskurs: Kunst und Schönes. Paderborn 1982.
  • Norbert Schneider: Geschichte der Ästhetik von der Aufklärung bis zur Postmoderne. Stuttgart 1996.
  • Julian Nida-Rümelin/Monika Betzler (Hg.): Ästhetik und Kunstphilosophie von der Antike bis zur Gegenwart. Stuttgart 1998.
  • Michael Kelly (Hg.): Encyclopedia of Aesthetics. 4 Bde. New York 1998

Proseminar BK II: Einführung in die protestantische Bilderwelt

Prof. Dr. Jürgen Krüger

Beschreibung:
Die christliche Kunst ist grundlegend für die europäische Bildwelt und das Bildverständnis. Dabei wird stillschweigend von der katholischen christlichen Ikonographie ausgegangen, die im Mittelalter entwickelt worden war.
Die Kirchen der Reformation haben die katholische Bilderwelt teilweise fortgeführt, teilweise aber auch neue Akzente gesetzt oder ganz neue Bildformeln entwickelt. Wichtige Impulse gingen von der Reformationszeit aus, die als eine Zeit des Bilderkampfes betrachtet werden kann.
In dem Proseminar sollen wichtige Aspekte der evangelischen christlichen Ikonographie entwickelt werden, indem die Hauptaufgaben der neuen Kirchenbauten und ihre Ausstattung analysiert werden.
Der zeitliche Rahmen innerhalb des Themas ist offen, reicht also von der Reformationszeit bis heute. Die Themen werden in den ersten Seminarsitzungen im gemeinsamen Gespräch erörtert und festgelegt.

Ziel des Seminars ist es, grundlegende Techniken der Kunstgeschichte zu vermitteln:

  • Einüben von Fachrecherchen
  • Einüben von Vortragstechniken 
  • Anfertigen einer schriftlichen Hausarbeit
  • Bildbeschreibung
  • sowie die Vermittlung von Grundkenntnissen in christlicher Ikonographie.

 

Literatur zur Einführung:

Lexikon der christlichen Ikonographie.
Luther und die Reformation in Deutschland; 1983.

Vorlesung: Geschichte der Kunst I - Das 20. Jahrhundert

PD Dr. Martin Papenbrock

Beschreibung:
Die Vorlesung zur Kunst des 20. Jahrhunderts ist eine von sechs Epochenvorlesungen zur Geschichte der Kunst von der frühchristlichen Zeit bis zur Gegenwart. Sie zeichnet die Grundzüge und Entwicklungslinien der modernen Kunst nach. Es wird die Frage gestellt, wie sich die Künstler des 20. Jahrhunderts mit den Themen ihrer Zeit auseinandersetzten, wie sie auf historische Ereignisse und gesellschaftliche Veränderungen reagierten und welche ästhetischen Strategien sie entwickelten, um sich in die Diskurse ihrer Zeit einzumischen. Schwerpunktthemen sind die Politisierung der Avantgarden und der moderne und postmoderne Museumsbau

Vorlesungsplan:

22.10.2009
29.10.2009
05.11.2009
12.11.2009
19.11.2009
26.11.2009
03.12.2009
10.12.2009
17.12.2009
14.01.2010
21.01.2010
28.01.2010
04.02.2010
11.02.2010

Einführung
Avantgarde und Politik: Paris 1937
Avantgarde im Exil
Surrealismus in der Nachkriegskunst
Zwischen Surrealismus und Neuem Realismus
Minimal Art und Pop Art
Museumsbauten nach 1945: Guggenheim New York
Museen der 60er Jahre: Neue Nationalgalerie Berlin
Museum als Fabrik: Centre Pompidou Paris
Happening, Fluxus, Performance
Joseph Beuys und die Erweiterung des Kunstbegriffs
Kunst im Zeitalter der Globalisierung: Christo, Kawamata
Die Dekonstruktion des Museums: Frank Gehri, Daniel Libeskind
Klausur

Literatur zur Einführung:

Victoria Newhouse: Wege zu einem neuen Museum. Museumsarchitektur im 20. Jahrhundert. Ostfildern-Ruit 1998.
Martin Damus: Kunst im 20. Jahrhundert. Von der transzendierenden zur affirmativen Moderne. Reinbek 2000.
Karl Ruhrberg, Manfred Schneckenburger, Christiane Fricke, Klaus Honnef: Kunst des 20. Jahrhunderts. Malerei, Skulpturen und Objekte, Neue Medien, Fotografie. Köln 2000.
Uwe M. Schneede: Die Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert. Von den Avantgarden bis zur Gegenwart. München 2001.

 

Hauptseminar BK II: Grenzen der Kunst

PD Dr. Martin Papenbrock

Beschreibung:
Nicht die Ikonen und Symbole der bürgerlichen Hochkultur, sondern die künstlerischen Praktiken der Subkultur sind das Thema dieses Seminars. Untersucht werden in historischer Perspektive künstlerische Formen, die provozieren, die jenseits des „guten“ Geschmacks liegen, die subversiv sind und mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Es geht um die Fragen: Was ist Kunst? Was darf Kunst? Wo liegen die Grenzen der Kunst? Untersucht werden Beispiele aus den Bereichen der Performance Art und des Graffiti (Street Art, Urban Art, Guerilla Art)

Literatur zur Einführung:

  • RoseLee Goldberg: Performance Art. From Futurism to the Present. London 1988.
  • Out of Actions. Zwischen Performance und Objekt 1949-1979. Ostfildern 1998.
  • Julia Reinecke: Street Art. Eine Subkultur zwischen Kunst und Kommerz. Bielefeld 2007.

Literaturauswahl:

Götz Adriani, Winfried Konnertz, Karin Thomas, Karin: Joseph Beuys. Neuauflage. Köln 1994.

Ausst.-Kat. Berlin 1991: Nilpferd des höllischen Urwalds. Spuren in eine unbekannte Stadt. Situationisten, Gruppe SPUR, Kommune I. Ausst.-Kat. Werkbund-Archiv Berlin. Hg. von Wolfgang Dreßen, Dieter Kunzelmann und Eckhard Siepmann. Berlin 1991.

Aust.-Kat. Berlin 2004: Legal, illegal. Wenn Kunst Gesetze bricht. Art Beyond Law. NGBK Berlin. Hg. v. Hans Winkler. Stuttgart 2004.

Aust.-Kat. Bremen 2009: Urban Art. Werke aus der Sammlung Reinking. Weserburg, Museum für moderne Kunst, Bremen. Hg. v. Ingo Clauß. Ostfildern 2009.

Banksy. Wall and Piece. London 2005.

Jürgen Becker, Wolf Vostell (Hg.): Happenings. Fluxus, Pop Art, Nouveau Réalisme. Eine Dokumentation. Reinbek bei Hamburg 1965.

Luther Blisset, Sonja Brünzels: Handbuch der Kommunikationsguerilla. Berlin/Hamburg/Göttingen 2001.

Mark Dery: Culture Jamming. Hacking, Slashing and Sniping in the Empire of Signs. 1995.

Thomas Dreher: Performance Art nach 1945. Aktionstheater und Intermedia. München 2001.

RoseLee Goldberg: Performance Art. From Futurism to the Present. London 1988.

John Gray: Action Art. A Bibliography of Artists’ Performance from Futurism to Fluxus and beyond. Westport, Conn., London 1993.

Jon Hendricks: Fluxus Codex. New York 1988.

Christian Hundertmark: Art of Rebellion 1. The World of Street Art. Mainaschaff 2003.

Christian Hundertmark: Art of Rebellion 2. The World of Urban Art Activism. Mainaschaff 2006.

Oliver Jahraus: Die Aktion des Wiener Aktionismus. Subversion der Kultur und Dispositionierung des Bewußtseins. München 2001.

Elisabeth Jappe: Performance – Ritual – Prozeß. Handbuch der Aktionskunst in Europa. München, New York 1993.

Michael Kirby: Happenings. An Illustrated Anthology. New York 1966.

Kalle Lasn: Culture Jamming. Die Rückeroberung der Zeichen. Freiburg 2005 (urspr. New York 2000).

Jean-Jacques Lebel: Le Happening. Paris 1966.

Cedar Lewisohn: The Graffiti Revolution. London 2008.

Hermann Nitsch: Orgien Mysterien Theater. Darmstadt 1969.

Out of Actions. Between Performance and the Object 1949-1979. Ausst.-Kat. Museum of Contemporary Art Los Angeles. Los Angeles 1998 (deutsch: Out of Actions. Zwischen Performance und Objekt 1949-1979. Ostfildern 1998).

Louis F. Peters: Kunst und Revolte. Das Politische Plakat und der Aufstand der französischen Studenten. Köln 1968.

Julia Reinecke: Street Art. Eine Subkultur zwischen Kunst und Kommerz. Bielefeld 2007.

Mariellen R. Sandford: Happenings and other Acts. London 1995.

Jürgen Schilling: Aktionskunst. Identität von Kunst und Leben? Eine Dokumentation. Luzern 1978.

Uwe M. Schneede: Joseph Beuys – die Aktionen. Kommentiertes Werkverzeichnis mit fotografischen Dokumentationen. Stuttgart 1994.

Supply and Demand. The Art of Shepard Fairey. Corte Madeira 2006.

 

Proseminar BK I: Frühe niederländische Malerei

PD Dr. Martin Papenbrock


Beschreibung:
Die frühniederländische Malerei ist ein Spiegel der bürgerlichen Kultur des 15. Jahrhunderts, ihrer Denk- und Lebenswelt. Anhand ausgewählter Beispiele von Jan van Eyck bis Hieronymus Bosch werden ihre spezifischen Themen und Darstellungsformen und ihre theologischen, politischen und sozialen Implikationen untersucht

Literatur zur Einführung:

  • Erwin Panofsky: Early Netherlandish Painting. Its Origins and Character. 2 Bde. Cambridge 1953.
  • Hans Belting, Christiane Kruse: Die Erfindung des Gemäldes: das erste Jahrhundert der niederländischen Malerei. München 1994.

Literaturauswahl:

Maryan W. Ainsworth: Gerard David. Purity of Vision in an Age of Transition. Gent 1998.

Hans Belting, Christiane Kruse: Die Erfindung des Gemäldes: das erste Jahrhundert der niederländischen Malerei. München 1994.

Wim Blockmans, W. Prevenier: The Burgundian Netherlands. Cambridge 1986.

Wim Blockmans: "The Burgundian Court and the Urban Milieu as Patrons in 15th Century Bruges". In: Michael North (Hg.): Economic History and the Arts, Köln/Wien/Weimar 1996: 15-26.

Odile Delenda: Rogier van der Weyden. Das Gesamtwerk des Malers. Stuttgart 1988.

Elisabeth Dhanens: Hugo van der Goes. Antwerpen 1998.

Susan Foister, Susie Nash (Hg.): Robert Campin. New Directions in Scholarship. Turnhout 1996.

Max J. Friedländer: Von van Eyck bis Bruegel. Die frühen niederländischen Maler. Köln 1965.

Max J. Friedländer: Early Netherlandish Painting. 14 Bde. Leiden 1967-1976.

Craig Harbison: "Realism and Symbolism in Early Flemish Painting". In: The Art Bulletin, 66/1984, 588-602.

Craig Harbison: Jan van Eyck. The Play of Realism. London 1991.

Jutta Held, Norbert Schneider: Sozialgeschichte der Malerei vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Köln 1993.

J. Huizinga: Herbst des Mittelalters. Stuttgart 1975.

Kat. Brügge 1998: Memling und seine Zeit. Brügge und die Renaissance. Memlingmuseum Brügge. Hg. v. Maximiliaan P. J. Martens. Stuttgart.

Kat. Frankfurt 2008: Der Meister von Flémalle und Rogier van der Weyden. Städel Museum Frankfurt am Main, Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin. Hg. v. Stephan Kemperdick. Ostfildern.

Stephan Kemperdick: Der Meister von Flémalle. Die Werkstatt Robert Campins und Rogier van der Weydens. Turnhout 1997.

Horst Lademacher: Geschichte der Niederlande: Politik – Verfassung – Wirtschaft. Darmstadt 1983.

Barbara G Lane: Hans Memling. Master Painter in Fifteenth Century Bruges. London 2009.

Roger H. Marijnissen: Hieronymus Bosch. The Complete Works. Erw. Ausg. Antwerpen 2007.

Hans J. van Miegroet: Gerard David. Antwerpen 1989.

Shirley Neilsen Blum: Early Netherlandish Triptychs. A Study of Patronage. Berkeley 1969.

Michael North (Hg.): Economic History and the Arts, Köln/Wien/Weimar 1996.

Michael North: Geschichte der Niederlande. München 1997.

Erwin Panofsky: Early Netherlandish Painting. Its Origins and Character. 2 Bde. Cambridge 1953 (dt.: Altniederländische Malerei. 2 Bde. Köln 2006).

Catheline Périer-D'Ieteren: Dieric Bouts. The Complete Works. Brussels 2006.

Bernhard Ridderbos: De melancholie van de kunstenaar. Hugo van der Goes en de oudnederlandse schilderkunst. ´s-Gravenhage 1991.

Jochen Sander: Hugo van der Goes. Stilentwicklung und Chronologie. Mainz 1992.

Norbert Schneider: Jan van Eyck. Der Genter Altar. Vorschläge für eine Reform der Kirche. Frankfurt am Main 1986.

Larry Silver: Hieronymus Bosch. München 2006.

Felix Thürlemann: Robert Campin. Das Mérode-Triptychon. Ein Hochzeitsbild für Peter Engelbrechts und Gretchen Schrinmechers aus Köln. Frankfurt am Main 1997.

Felix Thürlemann: Robert Campin. Eine Monographie mit Werkkatalog. München/Berlin/London/New York 2002.

Dirk de Vos: Flämische Meister: Jan van Eyck, Rogier van der Weyden, Hans Memling. Köln 2002.

Friedrich Winkler: Das Werk des Hugo van der Goes. Berlin 1964.

 

Proseminar BK II: Der Kupferstich. Massenprodukt und Sammlerstück

Dr. Ariane Mensger


Beschreibung:
Im Gegensatz zu Architektur, Malerei und Skulptur führt die Graphik allzu häufig ein Schattendasein in der öffentlichen Wahrnehmung. Dies hat seine Ursache in der eingeschränkten visuellen Präsenz graphischer Arbeiten, die aus konservatorischen Gründen nur für kurze Zeit ausgestellt und ansonsten in verschlossenen Kästen aufbewahrt werden. Mit dem Kupferstich soll eine graphische Gattung vorgestellt werden, die vor allem im 15. und 16. Jahrhundert das Kunstgeschehen sowohl in den nördlichen Ländern als auch in Italien wesentlich prägte.
Anhand herausragender Meister wie Martin Schongauer, Albrecht Dürer und Hendrik Goltzius werden zunächst technische und stilistische Entwicklungen in der "Stechkunst" nachvollzogen. Fragen nach der besonderen Funktion des Kupferstichs, der als Objekt der Andacht, als Reproduktionsmedium, und als Sammlerstück gleichermaßen fungierte, schließen sich an. Von großer Bedeutung ist die Interdependenz des Kupferstichs mit anderen Medien, beispielsweise der Tafelmalerei und der Goldschmiedekunst. Das Aufkommen der Reproduktionsgraphik wirft schließlich ein Licht auf die Mechanismen des sich etablierenden Kunstmarkts und gibt Aufschluss über das Kunstverständnis der Epoche.

Die Veranstaltung soll durch eine Exkursion in das Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe ergänzt werden. Dort besteht die Möglichkeit, sich intensiv mit den Originalen auseinander zu setzen.

Hauptseminar BK II: Plastik im 20. Jahrhundert (1900 - 1940)

Prof. Dr. Erika Rödiger-Diruf

Beschreibung:
Im Gegensatz zur Malerei dominierte in der Plastik bis in das späte 19. Jahrhundert der Stil des Klassizismus, bedingt u.a. durch die akademische Schulung an der antiken Skulptur. Erst im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts setzten neue Tendenzen ein und gab es ab Beginn des 20. Jahrhunderts - parallel zur Malerei - auch in der Plastik innovative Entwicklungen. Zwar stand die menschliche Figur auch weiterhin im Mittelpunkt der Gestaltung, doch fand auch eine sukzessive Hinwendung zum Plastik-Objekt oder zur Formauflösung statt. Revolutionär wurde zum einen die Verwendung von neuen Materialien, zum anderen die Einbeziehung von Fundstücken aus der Alltagswirklichkeit. Wichtigste Protagonisten und Eckpfeiler dieser sehr breit gefächerten Entwicklung sind Auguste Rodin (1840 - 1917) und Aristide Maillol (1861 - 1944).
Die Dreidimensionalität, die ein Spezifikum der Plastik als Gebilde im Raum ist, hat sie vielfach zum Stiefkind des kunstgeschichtlichen Unterrichts werden lassen: Die zweidimensionale Reproduktion (Dia, Foto) vermag ihr nicht gerecht zu werden. Ein glücklicher Umstand hat es gefügt, dass die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe vom 28.11.2009 bis zum 28.2.2010 eine Sonderausstellung durchführt, die mit über 100 Werken von etwa 60 internationalen Künstlern aus dem Zeitraum 1900 bis 1945 die einmalige Gelegenheit bietet, das im Seminar Erarbeitete an Originalen in der Ausstellung zu überprüfen und zu vertiefen.

Während die Ausstellung nach Stil- bzw. Motivgruppen aufgebaut ist, werden im Seminar die wichtigsten Künstler - darunter eine Reihe sog. Malerbildhauer - in Referaten monographisch vorgestellt. Vorgesehen sind z.B. Amedeo Modigliani, Picasso, Umberto Boccioni, Constantin Brancusi, Julio Gonzalez, Marcel Duchamp, Henry Moore und Alberto Giacometti.