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Genealogie der Populärwissenschaft. Von der Ekphrasis zur Virtuellen Realität

Banner: Ausschnitt von La scuola di Atene, Raphael (1509-1511) / Wikipedia


Die gesellschaftliche Relevanz und die mediale Diversität der Populärwissenschaft sind politischen, ästhetischen und soziokulturellen Bedingungen geschuldet. Aufgrund dieser vielschichtigen Realität wird die Erforschung der Populärwissenschaft von keiner Fachdisziplin vollständig abgedeckt. In fachübergreifenden Disziplinen wie der Wissenschaftsforschung, der Wissenschaftssoziologie oder der Science and Technology Studies (STS) scheint die Annäherung zum Phänomen „Populärwissenschaft“ mit den Problemen der Gegenwart rückgekoppelt zu sein. Hier fehlt es beispielsweise an historischen Ansätzen. Die Wissenschaftsgeschichte hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten neuen methodologischen Werkzeugen zur Erläuterung polymedialer Phänomene geöffnet. Hier leisten text- und bildwissenschaftliche Disziplinen nach wie vor einen entscheidenden Beitrag.


Ziel des Projekts ist, eine fachübergreifende, genealogisch und epistemologisch reflektierte Auseinandersetzung mit den Ursprüngen und Transformationen der Populärwissenschaft als Kulturtechnik im Laufe der Zeit zu fördern. Die Kategorie Populärwissenschaft soll interdisziplinär und diachron beleuchtet werden. Im Vordergrund stehen sowohl die kulturelle als auch die praktische Dimension der Populärwissenschaft in Produktions- und Rezeptionskontexten. Hierfür sind insbesondere sprach- und bildwissenschaftliche Forschungsansätze vonnöten, z.B. über die populären Gattungen wissenschaftlichen Schreibens oder über die prägende Vermittlungsrolle der Kunst. Die perspektivenreiche Auseinandersetzung mit der Kulturtechnik Populärwissenschaft soll ein bislang kaum untersuchtes Forschungsfeld beleuchten und zu einem besseren Verständnis ihrer strukturellen und inhaltlichen Transformationen bis in die Gegenwart beitragen.


Im Rahmen des Projekts wurde eine internationale Tagung organisiert, die vom 15.-17. Juni 2018 am KIT stattfand. Das Tagungsprogramm sowie das Book of Abstracts finden Sie hier.

Eine Auswahl der besten Beiträge wird nun in einem Sammelband publiziert.

 

AnsprechpartnerInnen und Projektleitung

Dr. Jesús Muñoz Morcillo (jesus morcilloCfg9∂kit edu), Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha

KooperationspartnerInnen

Prof. Dr. Oliver Jehle, Dr. Alexandra Axtmann, Prof. Dr. Mathias Herweg

 

Förderer

Das Projekt „Genealogie der Populärwissenschaft“ wird von der Schleicher-Stiftung in Kooperation mit der KIT-Stiftung gefördert. Wir danken der Schleicher-Stiftung, der Commerzbank sowie der KIT-Stiftung für die große Unterstützung, durch die das Projekt realisiert werden kann.

Die KIT-Stiftung fördert seit ihrer Gründung vor 5 Jahren Forschung, Lehre, Innovation und Akademisches Leben am KIT. Als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts finanziert die KIT-Stiftung ihre Aufgaben fast ausschließlich über Zuwendungen von Freunden/innen und Förderern/innen. Weitere Informationen über die KIT-Stiftung erhalten Sie bei der Geschäftsstelle der KIT-Stiftung oder unter www.stiftung.kit.edu.