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Schönthal, Otto

österr. Architekt, * 10.08.1878 Wien, † 31.12.1961 Wien, Rel.: katholisch, jüdische Herkunft (?), Mtgl.: Otto Wagner Kreis (1920-38), Gesellschaft bildender Künstler in Wien (1923-25), Gesellschaft österreichischer Architekten (1909-32)

 

 

     
   

Ausbildung, Tätigkeit vor 1933:
vor 1898 Staatsgewerbeschule in Wien
1898-1901 Architekturstudium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Otto Wagner in der sog. Wagnerschule
1900-09 Architekturbüro Otto Wagner
1902 Aufenthalt in Rom
1904 Heirat
1907/08 Mitherausgeber der Architekturzeitschrift Der Architekt (zusammen mit Ferdinand Fellner), Mitglied im Komitee zur Organisation der Kunstschau 1908 in Wien
1909 Vorstand der Gesellschaft österreichischer Architekten
1909-14 gemeinsames Architekturbüro mit Emil Hoppe und Marcel Kammerer
1909-16 Herausgeber der Architekturzeitschrift Der Architekt
1918-38 Architekturbüro mit Emil Hoppe
1919 Baurat in Wien
1920-38 Präsident des Otto Wagner Kreises
1923-25 Präsident der Gesellschaft bildender Künstler in Wien
1928 Professur in Wien
1930-32 Präsident der Gesellschaft österreichischer Architekten

Tätigkeit seit 1933, Exilstationen:
1938 Emigration in die Schweiz und weiter nach Dalmatien/Jugoslawien

Tätigkeit nach 1945:
1945 Rückkehr nach Wien, nach 1945 eigenes Architekturbüro in Wien

Bauten/Projekte vor 1933:
Mozartbrunnen in Wien, 1900-05 (in Kooperation mit: Carl Wollek)
Villa Vojcsik, Linzerstraße 375 in Wien XIV, 1901-02
Wohnhaus, Frankenberggasse 3 in Wien IV, 1910 (zusammen mit Emil Hoppe und Marcel Kammerer)
Mitarbeit bei Projekten Otto Wagners in Wien, 1900-1909 (Steinhofkirche in Wien 1902-07; Stadtbahn-Stationsgebäude in Wien; Postsparkasse in Wien, 1903-06 etc.)
Großer Hofgarten und Kaffeehaus auf der Kunstschau 1908 in Wien
Wohnhaus, Rosensteingasse 73 in Wien XVII, 1911 (zusammen mit Emil Hoppe und Marcel Kammerer)
Rennbahnanlage des Wiener Trabrennvereins im Prater in Wien, 1910-18
Wohnhäuser, Plenergasse 23 und 25 in Wien XVIII, 1912 (zusammen mit Emil Hoppe und Marcel Kammerer)
Wohnhausanlage „Westermannhäuser“, Dorotheergasse 5-7 in Wien I, 1912 (zusammen mit Emil Hoppe und Marcel Kammerer)
Wohnhausanlage, Wiedner Hauptstraße 126-128 in Wien V, 1912/13 (zusammen mit Emil Hoppe und Marcel Kammerer)
Kontrollbank der „Zentralbank Deutscher Sparkassen“, Am Hof 3-4 in Wien I, 1912-15 (zusammen mit Emil Hoppe und Marcel Kammerer)
Sportplatzanlage Prag-Letna, 1922
Trabrennplatzanlage Marienbad, 1923
Wohnhaus, Premreinergasse 15 in Wien XIII, 1923/24 (zusammen mit Emil Hoppe)
Arbeiterkammer in Klagenfurt, 1924
Wohnhausanlage „Sandleiten“, Sandleitengasse 43-51 in Wien XVI, 1924-28
Friedensbrücke in Wien II, 1925
Wohnhausanlage „Zürcherhof“, Laxenburgstraße in Wien X, 1928/29 (zusammen mit Emil Hoppe)
Autogarage des Südbahnhofs am Semmering, 1928/29
Wohnhaus Zwilling in Mödling, 1928/29
Wohnhausanlage, Rinnböckstraße in Wien XI, 1930

Bauten/Projekte 1933-45:
Wohnhausanlage „Strindberg-Hof“, Rinnböckstraße 55-59 in Wien XI, 1930-33 (zusammen mit Emil Hoppe)
Wohnhaus, Maxingstraße 4b in Wien XIII, 1933

Bauten/Projekte nach 1945:
Wohnhaus „Eiselsberghof“, Bacherplatz 4 in Wien V, 1948-50
Wohnhausanlage, Waldvogelstraße 18-24 in Wien XIII, 1950/51 (zusammen mit Franz Mörth)
Wohnhausanlage, Hofherrengasse 5-13 in Wien X, 1952/53 (zusammen mit Josef Baudys)

Eigene Schriften (Auswahl):
Einige Arbeiten der Architekten Emil Hoppe, Marcel Kammerer, Otto Schönthal, Charlottenburg 1915.
Wettbewerbsentwürfe für ein Amtsgebäude des Reichskriegsministeriums und für ein Gebäude des militärwissenschaftlichen und Kasino-Vereines in Wien, Wien 1904.
Wettbewerbsentwürfe für ein Amtsgebäude des Reichskriegsministeriums, Wien 1908.
Das Ehrenjahr Otto Wagners an der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien – Arbeiten seiner Schüler. Projekte, Studien und Skizzen, Wien 1912.
Kriegsausstellung der K. u. K. 2. Armee, Lemberg 1916.
Zehn Bilder aus der Kriegsausstellung nach Zeichnungen von K. K. Ing.-Lt. Otto Schönthal und Fotografien von K. u. K. Oblt. Cornél Kobek, Wien 1916.

Der Architekt, 6/1900: 27 f.; 7/1901: 32, 48, Taf. 54f.; 8/1902: 16, 89f., Taf. 27; 9/1903: 56, Taf. 11-13; 10/1904: 56, Taf. 36; 11/1905: 86f., Taf. 19; 12/1906: 52, 121, Taf. 44; 13/1907: 40, 49, 50, 77f., Taf. 1f., ; 16/1910: 40, Taf. 33; 17/1911: 51, 65 ff., 77, 85, 94, Taf. 42, 45; 18/1912: 6f., 80, 89, 96, Taf. 73.

Literatur:
Friedrich Achtleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert. Ein Führer in vier Bänden, Band III/1 und III/2, Salzburg/Wien 1990.
Franco Borsi/Ezio Godoli, Wiener Bauten der Jahrhundertwende, Stuttgart 1985.
Esposizione internazionale di Roma. Catalogo della mostra di belle arti, Rom 1911.
Emil Hoppe, Emil Hoppe, Otto Schoenthal. Bauräte, Zivilarchitekten, Z. V., B.D.A.: Projekte u. ausgeführte Bauten, Wien/Leipzig 1931.
Marco Pozzetto, Die Schule Otto Wagners 1894-1912, München/Wien 1980.
Ulrich Thieme/Hans Vollmer (Hg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 29. Unveränderter Nachdruck der Originalausgabe 1935 und 1936. München 1992: 233 f.
Die Vertreibung des Geistigen aus Österreich. Zur Kulturpolitik des Nationalsozialismus, Ausstellungskatalog, 2. verb. und erw. Auflage, Wien 1985: 223.
Vertreibung der Vernunft – the cultural exodus from Austria, Ausstellungskatalog, hg. von Peter Weibel, Wien 1993.
Ian Boyd Whyte, Emil Hoppe, Marcel Kammerer, Otto Schönthal. Three Architects from the Master Class of Otto Wagner, Berlin 1989.
www.aeiou.at/aeiou.encyclop.s/s345347.htm
www.archinform.de/projekte/4471.htm
www.artnet.com/library/07/0767/T076753.asp
www.wokalamps.com/infos/index.asp?go=deutsch/designer/
schoenthal.asp

www.labellepoque.de/wien/hietzinge.htm


Bearbeitet von Juliane Mohrland

 

Otto Schönthal, Villa Vojcsik, Linzerstr. 375 in Wien 1901-02. Straßenansicht

 

Otto Schönthal, Villa Vojcsik, Studie 1901. Perspektive und Aufriss der Straßenseite

 

Otto Schönthal, Friedensbrücke in Wien II 1925

 

Otto Schönthal, Wohnhausanlage „Sandleiten“ in Wien XVI 1924-28. Hofecke

 

Otto Schönthal (zusammen mit Emil Hoppe), Wohnhausanlage, Laxenburgstrasse in Wien X 1929. Ansicht, Laxenburgerstraße