Kunstgeschichte am KIT

Pro-/Hauptseminar BK I/II: Unfassbare Bildwelten: Praktiken des Trompe-l’œil | Intangible Pictorial Worlds: Practices of trompe-l‘œil
Dr. Barbara Filser
Montag, 14.00 Uhr - 15.30 Uhr
1. Termin: 2.11.2020
Das Seminar wird als Online-Veranstaltung stattfinden. Materialien zur Vorbereitung werden über Ilias zur Verfügung gestellt und in wöchentlichen Sitzungen zur angegebenen Zeit via MS Teams diskutiert.


Insekten, die man von prallen Früchten verscheuchen möchte, Fliegen, die sich auf dem Gemälde niedergelassen zu haben scheinen, Vorhänge, die dazu einladen, sie beiseite zu schieben, oder Rückseiten von Bildern, die deren Vorderseite sind – das Trompe-l’œil entfaltet stets ein raffiniertes Spiel zwischen dem Dargestellten und dem Bild als seinem Medium, das an ausgewählten Beispielen genauer untersucht werden soll. Praktiziert wurde die Kunst der Augentäuschung in Tafel-, Wand-, Decken- und Buchmalerei. Das Streben nach der perfekten bildlichen Illusion durchzieht nahezu alle Kunstepochen, Schwerpunkte im Seminar werden auf den Blütezeiten zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert und im Nordamerika des 19. Jahrhunderts liegen.

Insects you want to shoo away from sumptuous fruit, flies which seem to have alighted on the painting itself, curtains that tempt us to pull them back or the backs of pictures which are actually their fronts - the trompe-l’œil always involves an artful play between what is depicted and the picture itself, which we are going to explore. This art of deceiving the eye has been practised in panel, mural, and ceiling painting as well as in illumination, and artists throughout almost all periods of Western art history have striven for the perfect pictorial illusion. The seminar’s main focal points will be the Golden Ages of trompe-l‘œil between the 16th and 18th centuries and its last flowering in 19th-century American art.

 

Forschungsseminar zu Videoarchivbeständen des ZKM|Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe | Research seminar using video holdings from the archives of the ZKM|Center for Art and Media Karlsruhe:
Hippies, Yippies und Portapaks: Gegenkultur in der frühen Videokunst | Hippies, Yippies, and Portapaks: counterculture in early video art

Dr. Barbara Filser
Dienstag, 14.00 Uhr - 15.30 Uhr
1. Termin: 3.11.2020
Das Seminar wird größtenteils als Online-Veranstaltung stattfinden. Zum Austausch von Materialien und Ergebnissen werden wir Ilias verwenden, während Herangehensweise, Arbeitsschritte und Inhaltliches in wöchentlichen Sitzungen zur angegebenen Zeit via MS Teams berichtet und diskutiert werden. Ob einzelne Termine auch vor Ort in Karlsruhe (KIT, ZKM) stattfinden können, ist abhängig von der Entwicklung der Pandemie-Lage sowie den Hygienemaßnahmen der jeweiligen Institution und kann daher nur kurzfristig bekannt gegeben werden.

Englischkenntnisse sind für eine erfolgreiche Teilnahme Voraussetzung, da der überwiegende Teil der Unterrichtsmaterialien (Texte, Videos, Onlinequellen) nur in englischer Sprache vorliegt.

Hippies und Yippies als deren politisch aktive Pendants verkörpern die counterculture der 1960er und 1970er Jahre. Auflehnung gegen autoritäre Strukturen, Protest gegen den Vietnamkrieg, Streben nach alternativen Lebensformen, Einsatz für den Umweltschutz und Enttabuisierung von Sexualität waren gegenkulturelle Themen, die auch in Kunst und Populärkultur der Zeit verhandelt wurden, besonders aber in die beginnende künstlerische Arbeit mit dem Medium Video hineingewirkt haben. Die ZKM Archive beinhalten umfangreiche Bestände aus diesem Bereich und wir werden noch nicht aufgearbeitetes Material erschließen, Ereignisse, Orte, Personen und Daten recherchieren, die Ergebnisse in Texten aufbereiten und in die Sammlungsdatenbank einarbeiten.
Englischkenntnisse sind für eine erfolgreiche Teilnahme Voraussetzung, da der überwiegende Teil der Unterrichtsmaterialien (Texte, Videos, Onlinequellen)  nur in englischer Sprache vorliegt.

Hippies and their more actively political counterpart, the Yippies, epitomise the counterculture of the 1960s and 1970s. Opposition to authoritarian structures, protest against the Vietnam War, the search for alternative ways of living, commitment to environmental protection, and the espousal of the sexual revolution were countercultural issues that also pervaded much of the art and popular culture of the time, especially contemporary artists’ work with video. The ZKM archives contain extensive holdings from this era and we are going to work towards completing their data base entries for not yet fully catalogued video recordings by researching information about events, people, places, and dates, as well as preparing descriptive texts.