Pro-/Hauptseminar: Dissonant heritage und Denkmalpolitik im Oberrhein | Dissonant heritage and patrimonial strategies in the Upper Rhine
Hon. Prof. Dr. Alexandre Kostka
Das Seminar wird für Bachelorstudierende ab dem 5. Fachsemester sowie für Masterstudierende angeboten.
Die Termine werden rechtzeitig vor Semesterbeginn bekanntgegeben.
Die Veranstaltung findet online statt, es sind mehrere Exkursionen vorgesehen.

Unter « Dissonant heritage » versteht dieses Seminar im Sinne des EU- Aktion Plans “Urban Agenda”, ein Erbe welches nicht nur “schwierig” ist, sondern welches je nach dem Standpunkt des Betrachtenden auch widersprüchliche Interpretationen erfährt, die sich auf seine Behandlung als Denkmal auswirkt.  Der Oberrhein ist wie wenig andere Regionen in Europa Standpunkt solcher “Erbfälle”, die von beiden Seiten des Rheins aus anders betrachtet und denkmaltechnisch behandelt werden. Unser Ziel ist es, unter der Perspektive sowohl der makropolitischen Ziele der europäischen Einigung, wie auch in der mikrogeschichtlichen Dimension einzelner Orte und Personen kontrastive bzw komplementäre Denkmuster herauszuarbeiten. Dabei beziehen wir Akteure wie Politiker, Leiter europäischer Projekt, Denkmalschützer in den Denkprozess ein. Als Beispiele behandeln wir hauptsächlich das Gau Baden-Elsass (1940-44) und seine Hauptstadt Straßburg/ Strasbourg, wie auch die östliche “Schwesterstadt” Posen / Poznan. Dieses ausschließlich auf Englisch gehaltene Seminar wird in Kooperation mit dem Erasmus mundus Master “Euroculture” an der Universität Straßburg gestaltet; es richtet sich an alle, die an Kulturgeschichte interessiert sind, und über ein sehr gutes Niveau in Englisch verfügen.

This seminar understands "dissonant heritage" in the sense of the EU action plan "Urban Agenda" as a heritage which is not only "difficult", but which is also subject to contradictory interpretations depending on the point of view of the observer. This, in turn, has consequences for the patrimonial status of the object The Alsace/Baden/Basel region, like few other regions in Europe, is the standpoint of such "heritage cases", which are viewed differently from both sides of the Rhine and objects of . Our aim is to work out contrasting or complementary patterns of thought from the perspective of both the macro-political goals of European unification and in the micro-historical dimension of individual places and persons. In doing so, we include actors such as politicians, heads of European projects, and preservationists in the thinking process. As examples, we will deal with the Gau Baden-Elsass (1940-44) and its capital Strasbourg, as well as its eastern "sister city" Posen / Poznan.