Kunstgeschichte

Schwerpunkte in der Lehre

Ein Schwerpunkt unserer Lehre ist die moderne und zeitgenössische Kunst und Bildproduktion, deren theoretische Rahmung, historische Rückbindung und methodische Einholung. Insbesondere befassen wir uns mit Werken, die auf analogen Medien wie Camera (obscura und lucida), Fotografie und Film fußen, in elektronischen Medien wie Video ausgeführt wurden oder auf digitalen und hybriden Technologien basieren. Zeitgenössische und für die heutige Zeit relevante Themen – wie zum Beispiel Kunst und Ökologie – bilden Anknüpfungspunkte unserer Arbeit. Darüber hinaus befassen wir uns jedoch auch mit künstlerischen und gestalterischen Phänomenen früherer Epochen. Dies gestattet, unterschiedlichste kulturelle Traditionslinien aufzuzeigen, und verbreitert die Basis der Thematiken und Kontexte. Kulturtechniken des Gestaltens werden vermittelt. Epochenübergreifend werden Kulturtechniken des Gestaltens vermittelt. Jedes Semester werden neu konzipierte Lehrveranstaltungen angeboten und so ein abwechslungsreiches Angebot geschaffen, das unterschiedliche Interessen bedienen kann. Wir nehmen aktuelle Diskussionen und Entwicklungen in der Kunstgeschichte, der Wissenschaft allgemein wie auch der Gesellschaft auf.

Nähe zur Forschung

In unserem Team verfolgen wir bewusst und explizit eine forschungsnahe Lehre. Übungen und praxisorientierte Seminare involvieren die Studierenden in Grundlagenforschung. Gemeinsam wird auf ein – für das jeweilige Projekt definiertes - Ergebnis zugearbeitet: eine Publikation, eine Ausstellung, ein Blogauftritt oder ähnliches. Dafür kooperieren wir mit Archiven, Bibliotheken, Museen und anderen Kultureinrichtungen. Da das Denken und Schauen vor Originalen einen wichtigen Grundpfeiler der Lehre bildet, unternehmen wir Tagesausflüge in die Umgebung und längere Exkursionen. Somit ist eine unmittelbare Auseinandersetzung mit den Objekten und der Architektur der besuchten Institutionen gewährt. 

Methodisches und Unterrichtsformen

Methodisch wird folglich Neuland betreten, indem neben den klassischen Vermittlungsformaten (Vorträge und Texte) noch weitere, dem Kuratorischen nahestehende Formate erprobt werden – beispielsweise durch Visualisierungen komplexer Sachverhalte. Insbesondere wenn es um Vernetzung oder eine komplexe Konstellation geht, schafft ein linearer Text oft nicht die gewünschte Evidenz, die beispielsweise ein Diagramm zu vermitteln vermag. Progressive Lehre zeichnet sich durch Abwechslungsreichtum aus und durch die Einbindung der Studierenden in die Gestaltung der thematisierten Inhalte. Diskussionen, Gruppenarbeiten, Inputreferate, anschauliche Übungen unter Einbezug elektronischer oder traditioneller Medien dienen dazu, die Frontalität des Unterrichts aufzuheben. Studierende sollen nicht Konsument*innen vorgefertigter Stoffe sein, sondern sich in die Bildung der Inhalte aktiv einbringen können.