Kunstgeschichte

„Bewerben Sie sich gerne für ein Praktikum bei uns!“

Im Gespräch mit Felix Mittelberger

 

 

Frage: Wie müssen wir uns dies vor dem geistigen Auge vorstellen: Von welchen Objekten sind Sie täglich in Ihrer Arbeit im Archiv umgeben? Es gibt ja schließlich verschiedene Sammlungsschwerpunkte am ZKM.

 

„Der Tetris-Effekt! Die Erfahrung hat mir gezeigt: es kann einem Spaß machen, eine Struktur wachsen zu sehen.“

 

Antwort Mittelberger: Da unser Archiv noch sehr jung ist, und erst seit 2016 fachlich betreut wird, bin ich für alle Aufgaben zuständig. Das ist Glück und Pech zugleich. Mein Arbeitsbereich sowie das Archiv sind zweigeteilt. Es gibt das institutionelle Archiv, was die Geschichte des Hauses repräsentiert und versucht zu bewahren. Dann gibt es noch das Archiv für KünstlerInnen und TheoretikerInnen. Dieses konzentriert sich vor allem auf Vor- und Nachlässe sowie private Schriften. Sie stammen nicht aus der Provenienz des ZKM, sonderen als privates Schriftgut von den KünstlerInnen und TheoretikerInnen selbst. Ich trage für beide Bereiche die Verantwortung. Das bedeutet auch, dass ich mich mit beiden auskennen muss. Wichtig zu wissen ist, dass beide unterschiedliches Archivgut aufweisen und komplett anders ausgestattet sind. Unter anderem komme ich mit Dokumenten wie Briefen, Fotoalben, Notizzetteln, Manuskripten in Berührung. Das kann sowohl analog als auch digital sein. Auch die Unterlagen aller MitarbeiterInnen des ZKMs, die während ihrer Berufslaufbahn entstehen, landen irgendwann im Archiv, sie werden dort verwahrt, bewertet und irgendwann erschlossen. Der Bereich der Ausstellungen, Produktionen und Veranstaltungen hingegen ist jetzt schon von wissenschaftlichem Interesse. Diese beiden Bereiche machen auch meinen Alltag aus: für beides kommen Anfragen. Anfragen sind für das Archiv das Entscheidende: Ich will kein Lagerist und auch kein Totengräber sein. Es geht darum, dass die Sachen genutzt werden.

Wenn wir HistorikerInnen wären, so wäre das Archiv immer omnipräsent, KunsthistorikerInnen haben dies nicht im gleichen Maße auf dem Radar – was es aber sein könnte. Es gibt en masse Kunstarchive in Deutschland und weltweit. Diese sind gut vernetzt, es ist ein gutes und realistisches Arbeitsfeld, das es gibt und wo man auch gut Arbeit finden kann. Man kann dort mitunter Ausstellungen machen, und wissenschaftlich arbeiten. Aber Archiv ist auch noch viel mehr. Das Archiv hat auch eine psychologische Komponente, vor allem bei den erworbenen Nachlässen. Der Umstand, dass wir alle sterblich sind, ist Teil der Archivarbeit. Vor der Oberfläche, dass jemand aus dem Leben geschieden ist oder glaubt, bald sterben zu können, passiert dies alles. Dies ist eine sensible Geschichte. Das kann einen belasten aber diese Erfahrungen sind auch sehr wertvoll. Zu wissen, dass nach dem eigenen Tod, das eigene Werk und Zeugnisse des eigenen Wissens bewahrt werden und genutzt werden, kann eine beruhigende und erfüllende Vorstellung sein. Bevor der persönliche Nachlass eines Menschen wissenschaftlich zugänglich gemacht werden kann, muss die ArchivarIn zu Lebzeiten der ArchivgeberIn oder nach deren Ableben, die Unterlagen sichten, strukturieren und bewerten. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe und man hat eine Art Wächterfunktion inne. Die Archivgebenden bringen einem ein hohes Vorschussvertrauen entgegen. Man entscheidet auch mit Rücksicht darauf, was die interessierte Öffentlichkeit sehen darf und worüber eine Sperrung verhängt wird.

 

Frage: Wie können wir als WissenschaftlerInnen auf Sie zukommen, um die Räumlichkeiten des Archivs einzusehen und das Material zu nutzen?

 

Antwort Mittelberger: Das ZKM ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts – und auch das Archiv ist ein öffentliches Archiv – daher hat jedeR das Recht und die Möglichkeit, die Dokumente einzusehen, das bedeutet nicht nur WissenschaftlerInnen, sondern auch Interessierte. Genau das ist auch unser Ziel, wir wollen für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Bislang sind wir nach außen noch nicht so sichtbar. Die einzige Möglichkeit in Erfahrung zu bringen, was bei uns liegt, ist mich zu fragen oder auf unserer Homepage nachzuschauen. Dort führen wir eine Liste einiger Bestände, die ich nach und nach nebenher erweitere. Wenn man sich diese anschauen möchte, oder sich für eine Führung interessiert, so kann man sich online anmelden und einen Termin ausmachen. Ich kann kaum etwas vom Archivgut online stellen, weil da Urheberrechte darauf liegen (InhaberInnen dieses Rechts sind die einzigen, über die Veröffentlichung entscheiden dürfen), aber ich kann alles – alles was nicht von mir gesperrt wurde – einer wissenschaftlichen Recherche zur Verfügung stellen. Die Unterlagen dürfen Sie auch gerne für Ihre Abschlussarbeit fotografieren und verwenden. Allerdings ist das bei einer Promotion wegen den Urheberrechten ein wenig schwierig, da man nicht alles publizieren darf. Wenn jemand ein Thema für eine Masterarbeit sucht, kommen Sie gerne vorbei, es gibt viele tolle Bestände, da können Sie mit Primärquellen arbeiten. Wir haben auch festgestellt, dass sukzessive mehr Anfragen kommen, inzwischen sind es an die 50 Anfragen und Besuche pro Jahr. Es ist meistens so, dass die Person für einen Tag da ist und ich betreue sie zu 100%, was bedeutet, dass meine Arbeitszeit damit gebunden ist.

 

„Als ArchivarIn betreibt man eine, mit Zustimmung der betreffenden Person oder gesetzlich zulässige
Verletzung der Privatsphäre, vergleichbar mit der ChirurgIn, die eine gesetzlich zulässige Verletzung des Rechts auf Unversehrtheit des Körpers betreibt.“

 

Frage: Ihre Tätigkeiten klingen sehr strukturiert, organisatorisch und weniger kreativ. Kommen Sie mit den Ausstellungen und Konzeptionen des Hauses ZKM auch in Berührung?

 

Antwort Mittelberger: Wir sind nicht nur für die externen WissenschaftlerInnen da, sondern natürlich auch für die internen. Ich kümmere mich auch hausintern um Sichtbarkeit des Archivs und signalisiere, dass es Archivalien gibt, die für Ausstellungen relevant sein könnten. Daher verfolge ich was gerade geplant wird – Ausstellungen haben in der Regel einen Planungsvorlauf von zwei Jahren – genug Zeit um sich Gedanken zu machen, mit den KuratorInnen zu sprechen und darzulegen wo man Anknüpfungspunkte sieht.  Zum Teil empfehlen wir Material, das zu Ausstellungen passen könnte. Die ArchivarIn unterstützt die KuratorIn in ihrer Recherche und Auswahl. Beispielsweise hat Margit Rosen, die Leiterin der Abteilung "Wissen", in der ich auch tätig bin, neulich die Sammlungsausstellung unter dem Titel "Writing the History of the Future" gemacht. Der ganze obere Bereich ist in Vitrinen zum Großteil mit Objekten aus dem Archiv bestückt worden. Die Auswahl und die Gestaltung wurden zusammen mit der Kuratorin getätigt.
Da geht es um die frühe Computerkunst, visuelle Poesie, performative Künste. Ich bin auch deswegen im Archiv gelandet, da ich persönlich nie angestrebt habe, Kurator zu werden. Deshalb nutze ich gerne solche Möglichkeiten, um kleinere, historisch präzise Präsentationen übernehmen zu können. Ich habe das Glück, in verschiedene Abteilungen des ZKMs hineinblicken und mich auch an deren Projekte beteiligen zu können.

 

Frage: Sie arbeiten mit originalen Materialien. Ist hierfür ein besonderer Umgang notwendig und gibt es Vorschriften, die Sie einhalten müssen?

 

Antwort Mittelberger: Es ist ziemlich medienspezifisch. Wenn man eine Festplatte aufmacht, braucht man einen reinen (staubfreien) Raum – den haben wir im ZKM nicht. Wir sind aber sonst im Bereich der Medienarchäologie sehr gut ausgestattet. In der Abteilung Wissen arbeitet Archiv und Restaurierung eng zusammen. Bei der Verzeichnung der Videobänder arbeiten wir in einem ganz normalen Büroraum, dieser sollte klimatisiert sein. Die Restaurierung und Digitalisierung der Bänder erfolgt im Labor für antiquierte Videosysteme. Schade, dass Sie das Labor Corona-bedingt jetzt nicht sehen können, den Besuch müssen wir nachholen! Mit dem Videoband wird viel mechanischer umgegangen, als man es denkt. Das Band wird erst mal im Ofen gebacken, damit die Feuchtigkeit entweicht, dann wird es mit Alkohol und Tüchern abgerieben, um die Verklebungen und den Staub zu entfernen, und dann erst wird es abgespielt. Beim Papier spielt das Alter eines Objektes ebenfalls eine wichtige Rolle, von wann es stammt: ein Papier von 1910 hält viel besser als eines von 1940. Es liegt daran, wie holzschliffhaltig und wie säurehaltig das Papier ist.

Was ich im Archiv habe, sind Informationsobjekte, keine Kunstwerke. Sie sind Unikate, weil Archivalien, aber der Wert bemisst sich an gewissen Eigenschaften. Solche können unter anderem physische Eigenschaften sein, aber vor allem die Information, die sich auf dem Papier befindet. Ein Handelswert ist bei diesen Unterlagen schwer zu bestimmen. Vorsicht im Umgang ist dennoch immer geboten.

 

„Der Ort, an dem Sie zum Schluss studieren und Ihre Abschlussarbeit schreiben, ist entscheidender als man denkt. Wenn Sie sich für eine Stadt interessieren, dann verlegen Sie Ihr Studium dorthin. Erfahrungsgemäß werden Sie dort auch beruflich tätig.“

 

Frage: Ihre Originale werden digitalisiert. Haben sie danach noch einen Nutzen? Schließlich greift man dann eher auf die digitale Version zurück, um sie auch nicht den Umwelteinflüssen zu auszusetzen, oder?

 

Antwort Mittelberger: Viele Objekte, häufig Videobänder, werden nach der Digitalisierung tatsächlich nicht mehr genutzt. Oft werden sie nur noch als Anschauungsmaterial verwendet. Allerdings ist der Objektcharakter in mancherlei Hinsicht entscheidend. Dazu zählen beispielsweise bei Videobändern Signaturen oder Kommentare, die auf die Oberflächen der analogen Tapes geschrieben wurden. Durch solche Informationen lassen sich gewisse Dinge auch ableiten. Und man hat etwas, das man bei einer Ausstellung in die Vitrine legen kann. Bei einer digitalen Erhaltung geht es immer um signifikante Eigenschaften, d.h. jeder Migrationsprozess lässt immer Aspekte zurück – so fängt ein Scan die Haptik des Papiers nicht ein.

 

Frage: Was gibt es denn für Schätze im ZKM, von denen die Öffentlichkeit nichts weiß?

 

Antwort Mittelberger: Ja, es gibt einen Nachlass, der noch nicht breit publik geworden ist und den ich persönlich als großen Schatzbezeichnen würde: Hierbei handelt es sich um den Nachlass des deutschen Elektroingenieurs Harald Bode. Er ist der Erfinder des Synthesizers. In unserem Besitz findet sich der komplette persönliche Nachlass. Von der Geburts- und der Heiratsurkunde bis zu Notiz- und Tagebüchern ist alles dabei. Das früheste Dokument stammt aus den 1930er Jahren. Auf unserer Homepage können Sie sich gerne selbst ein Bild davon machen. Er hat den Melochord erfunden, der Vorläufer von Moog Synthesizer, was die gesamte elektronische Kunst und Kultur bis heute bestimmt. Das ist einer der größten Schätze! Wenn Vor- oder Nachlässe Kunstwerke enthalten, übergeben wir diese innerhalb der Abteilung Wissen an die Sammlung des ZKM. Dort wird sie in der Sammlungsdatenbank verzeichnet und im Depot verwahrt.

 

Frage: In Ihren Aufgabenbereich fällt unter anderem die Digitalisierung. Haben Sie sich selbst die nötigen technischen Fähigkeiten angeeignet? Schließlich lernen wir diese im Studium nicht. Können Sie sagen, dass Sie sich durch Ihr Studium für Ihren Beruf vorbereitet gefühlt haben?

 

Antwort Mittelberger: Ich habe während des Studiums bereits im Archiv gearbeitet und habe somit die Arbeitsweise kennenlernen können. Nach dem Studium habe ich mir Gedanken gemacht, wie es für mich weitergehen soll und ich wusste, dass ich diese Richtung gerne weiter einschlagen möchte. Mir wurde angeboten, ein Volontariat in diesem Bereich zu absolvieren. Dies habe ich auch getan, unter der Prämisse, dass ich mich für die Archivarbeit fachlich ausbilden kann. Denn wie Sie schon sagen, als KunstwissenschaftlerIn lernen Sie das nicht. Ich habe mich nach Optionen erkundigt und bin auf die Fachhochschule in Potsdam gestoßen, die ein berufsbegleitendes dreijähriges Masterstudium für Archivwissenschaft anbietet. Voraussetzung ist, dass man mindestens ein Jahr in diesem Bereich gearbeitet hat und bereits Erfahrungen mitbringt. Dieser Studiengang hat den gleichen Rang wie eine Beamtenausbildung im höheren Dienst. Wenn man sich für diese Art Ausbildung entscheidet, qualifiziert man sich schließlich auch zum höheren Dienst, das heißt für eine Leitungsposition für alle Archive in ganz Deutschland. Die Ausbildung kostet allerdings. Ich hatte das Glück, dass mein Arbeitgeber mich dabei unterstützt hat. Toll war auch, dass man bei den Blockveranstaltungen dieses Studiums KollegInnen aus der ganzen Republik kennenlernt. Ansonsten können Sie den Studiengang aber auch in Vollzeit studieren. Um sich weiterzubilden, können Sie aber auch an Fortbildungen teilnehmen. Ich habe vor dem Beginn des Archivwissenschaftsstudiums im Rahmen meines Volontariats  an mehreren Fortbildungen in der Archivschule in Marbach am Neckar teilgenommen.

 

Frage: Sie arbeiten in einem Multimedia-Haus. Haben Sie auch die Möglichkeit in anderen Einrichtungen zu arbeiten, die Ihren Fokus nicht auf der Gegenwart haben? Schließen sich dadurch Türen für Sie?

 

Antwort Mittelberger: Nein, das nicht. Das ist wie in der Wissenschaft oder auch im Ausstellungswesen: Es passiert kaum, dass Sie eingestellt werden, weil Sie Beuys-ExpertIn sind. Man stellt sie ein, weil Sie nachgewiesen haben, dass Sie wissenschaftlich arbeiten können oder Ausstellungen machen können. Ihnen wird ein Thema gegeben und Sie müssen Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten daran beweisen. Auch für das Archiv gilt, dass Sie mit der einen mitgebrachten inhaltlichen Spezialisierung in Einrichtungen mit verschiedenen Schwerpunkten arbeiten können. Zwar unterscheiden sich die Medien der Archivalien, die Verzeichnungstechniken sind aber weitestgehend die gleichen.

 

Frage: Was für Fähigkeiten und Kenntnisse sollte man mitbringen, um als ArchivarIn tätig sein zu können?

 

Antwort Mittelberger: Interesse natürlich. Man sollte die Sprache des jeweiligen Bestandes gut beherrschen um fehlerhafte Eingaben zu vermeiden. Sie müssen präzise sein, strukturell denken (wollen) und kollektiv arbeiten können. Man ist im Archiv keinE EinzelkämpferIn. Es handelt sich immer um gemeinsame Projekte, die Sie bearbeiten, es ist daher von Vorteil, wenn Sie offen im Umgang mit anderen sind. Wir geben die Daten gemeinsam in die Datenbank ein, d.h. an der Arbeit, an der meine Kollegin heute arbeitet, führe ich morgen fort. Wir geben uns das Zepter in die Hand. Wenn also jemand Schwierigkeiten hat, die Arbeit zu teilen, dann könnte es schwierig werden.

 

Frage: In Ihren Schilderungen ist angeklungen, dass es keine einsame Tätigkeit ist, sondern im Gegenteil sehr viel mit Vernetzung auf verschiedenen Ebenen zu tun hat: hin zu anderen ArchivarInnen, hin zu KuratorInnen und zu den WissenschaftlerInnen, die Sie besuchen.

 

Antwort Mittelberger: Ja, darüber hinaus arbeiten die Archive stark daran, auch in Verbünden zu denken. Die Inhalte, die ich erschließe, möchte ich auch mit anderen Archiven teilen und gemeinsame Netzwerke aufbauen. Gerade bei Kunstarchiven ist es zudem inhaltlich motiviert: KünstlerInnen sind per se immer schon viel gereist. Man kann mittlerweile beispielsweise für Vincent Van Gogh rein über die Archive, in denen seine Hinterlassenschaften aufbewahrt werden, eine Karte erstellen, wo er überall war und mit dem er kommuniziert hat. Das heißt, wenn man etwas über eine Künstlerpersönlichkeit oder eine Kunstströmung erfahren möchte, macht es Sinn, in Netzwerken zu denken, dann kann es auch richtig spannend werden.


Das Gespräch führten Studierende des Seminars "Oral Contemporaries" am 13. Juli 2020

Vita

 

  • Felix Mittelberger Mag. (geb. 1987) studierte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Kunstgeschichte und Philosophie. Seinen Magisterabschluss in Kunstwissenschaft und Medientheorie erwarb er 2016 mit einer Arbeit über „Kontext und Kontextualisierung. Die theoretischen und künstlerischen Arbeiten Allan Sekulas“ an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Neben Archiv-, Lager-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, war Herr Mittelberger wissenschaftlicher Volontär im Bereich Archiv der Abteilung Wissen im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe. Seit Februar 2018 ist er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. An der Fachhochschule in Potsdam studierte er 2017-2020 Archivwissenschaft und beschäftigte sich in seiner Masterarbeit mit „Records in Context“, die er in diesem Jahr noch verteidigen wird.

 

 

 Berufsfeld ArchivarIn

 

  • Akquise, Übernahme, Bestandserhaltung (Umbetten der Unterlagen, Entfernen von bestandsschädlichen Materialien wie Metall und Kunststoffe, Migration digitaler Unterlagen)
  • Prüfung und Bewertung der Archivalien im Genre-Format (Notizen, Skizzenbücher, Fotos, Korrespondenzen) und technische Formate (Disketten, CD-ROMS)
  • Verzeichnung der Bestände
  • Einschätzung/Zuordnung der Archivalien bezüglich des Aufbewahrungsortes
  • Datenbankerfassung, Entwicklung von Systemen für Wiederauffindbarkeit
  • Gespräche mit den NachlassgeberInnen, bzw. den Angehörigen
  • Abtransport der Archivalien vom Ursprungsort ins Archiv
  • Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen (bei Bedarf) und Objekterschließung
  • Nutzungsbetreuung von WissenschaftlerInnen und Führungen durch Archive